An
dieser Stelle möchte ich meine Diplomarbeit
vorstellen, die ich von Juli 2004 bis Februar
2005 zur Erlangung des akademischen Grades
der Diplompädagogin erstellt habe. Die Arbeit
behandelt die Bindungstheorie und die Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung
und stellt die erkenntnisleitende Frage,
welche Aspekte dieser entwicklungspsychologischen
Bereiche im Idealfall in schriftlichen Elternratgebern
zur Information von Eltern von Kindern im
ersten Lebensjahr aufgegriffen werden sollten,
und auf welche Weise und in welchem Umfang
sie diesbezüglich tatsächlich genutzt werden.
Eine Analyse von zwei Elternratgebern wird
auf der Grundlage von selbst entwickelten
Qualitätsstandards für Elternratgeber durchgeführt.
Die Erkenntnisse der Untersuchung werden
im letzten Teil der Arbeit praxisorientiert
in Form eines eigenen Entwurfs eines bindungs-
und interaktionsorientierten Elternratgeberkapitels
umgesetzt. Die Arbeit wurde mit "sehr
gut" bewertet.
Im
Folgenden werden das Inhaltsverzeichnis,
die Einleitung und das abschließende Reflexionskapitel
vorgestellt. Das Elternratgeberkapitel ist an
anderer Stelle
dieser Homepage veröffentlicht.
|
Inhaltsverzeichnis
|
|
I.
|
Einleitung
|
1
|
|
II.
|
Theoretischer
Bezugsrahmen
|
4
|
|
II.1
|
Die Bindungstheorie
|
4
|
|
II.1.1
|
Die
Begründung und Weiterentwicklung
der Bindungstheorie
|
5
|
|
II.1.2
|
Zum
Begriff der Bindung
|
9
|
|
II.1.3
|
Relevante
Verhaltenssysteme
|
10
|
|
II.1.4
|
Der
Aufbau von Bindungsbeziehungen
|
15
|
|
II.1.5
|
Das
Konstrukt des inneren
Arbeitsmodells von
Bindung
|
18
|
|
II.1.6
|
Differentielle
Aspekte von Bindung
|
22
|
|
II.1.6.1
|
Die
Fremde Situation
|
22
|
|
II.1.6.2
|
Muster
der Bindungsorganisation
bei Einjährigen
|
24
|
|
II.1.7
|
Die
Bedeutung der Feinfühligkeit
|
37
|
|
II.1.8
|
Bindungsrepräsentation
und Tradierung
|
43
|
|
II.2
|
Die
frühe Eltern-Kind-Interaktion
|
50
|
|
II.2.1
|
Der
kompetente Säugling
|
50
|
|
II.2.2
|
Die
intuitive elterliche
Kompetenz
|
58
|
|
II.2.3
|
Die
dyadische Interaktion
|
62
|
|
II.2.4
|
Störungen
der frühen Interaktion
|
68
|
|
II.3
|
Auswirkungen
früher Interaktions-
und Bindungserfahrungen
|
73
|
|
II.4
|
Konsequenzen
für die Darstellung
in Elternratgebern
|
86
|
|
III.
|
Analyse
von Elternliteratur
|
101
|
|
III.1
|
Das
Genre der Elternratgeber
|
101
|
|
III.1.1
|
Charakterisierung
des Genres
|
102
|
|
III.1.2
|
Historische
Entwicklung von
Elternratgebern
|
107
|
|
III.1.3
|
Elternratgeber
in der Kritik
|
109
|
|
III.1.4
|
Zusammenfassung
und Schlussfolgerungen
|
113
|
|
III.2
|
Methodisches
Vorgehen
|
117
|
|
III.2.1
|
Literaturauswahl
|
117
|
|
III.2.2
|
Auswertung
und Beurteilung
|
118
|
|
III.3
|
Analyse
ausgewählter Elternratgeber
|
123
|
|
III.3.1
|
"Das
Baby" - BZgA
(2002)
|
123
|
|
III.3.1.1
|
Beschreibung
und allgemeiner
Eindruck
|
123
|
|
III.3.1.2
|
Wissenschaftliche
Qualität der bindungs-
und interaktionsorientierten
Inhalte
|
126
|
|
III.3.1.3
|
Art
der Vermittlung
|
144
|
|
III.3.2
|
"Babyjahre"
- Remo H. Largo
(1999)
|
149
|
|
III.3.2.1
|
Beschreibung
und allgemeiner
Eindruck
|
149
|
|
III.3.2.2
|
Wissenschaftliche
Qualität der bindungs-
und interaktionsorientierten
Inhalte
|
153
|
|
III.3.2.3
|
Art
der Vermittlung
|
172
|
|
III.4
|
Diskussion
der Untersuchungsergebnisse
|
177
|
|
III.4.1
|
Zusammenfassende
Beurteilung und
Vergleich
|
179
|
|
III.4.2
|
Schlussfolgerungen
für einen eigenen
Entwurf
|
184
|
|
IV.
|
Entwurf
eines Elternratgeberkapitels
|
193
|
|
IV.1
|
Einleitende
Anmerkungen
|
193
|
|
IV.2
|
Elterntext
"Bindungsaufbau
im frühen Austausch
zwischen Eltern
und Baby"
|
193
|
|
V.
|
Abschließende
Reflexion
|
220
|
|
|
Literatur
|
227
|
|
|
Tabellenverzeichnis
|
240
|
|
|
I.
Einleitung
|
|
Die
Bindungstheorie nach BOWLBY
(1975) und AINSWORTH (2003a)
sowie Erweiterungen aus der
Säuglings- und Interaktionsforschung
(DORNES 2001a; PAPOUŠEK u.a.
1981; STERN 1979) stellen wichtige
Erkenntnisse hinsichtlich der
herausragenden Bedeutung der
frühen Eltern-Kind-Beziehung
für viele über die Kindheit
hinausgehende Bereiche und Aspekte
des gesamten Lebens und der
Persönlichkeit des Menschen
bereit. Charakteristisch für
diese frühe Beziehung ist der
biologisch determinierte Aufbau
einer Bindung des Säuglings
an seine Bezugspersonen. Zahlreiche
Studien belegen den Zusammenhang
zwischen einer sicheren Bindungsorganisation
und positiver sozial-emotionaler
und kognitiver Entwicklung von
Kindern (ZIMMERMANN u.a. 2000).
Auch wird eine sichere Bindung
als Schutzfaktor betrachtet,
der die positive Bewältigung
kritischer Lebensereignisse
ermöglichen und somit größere
psychische Krisen verhindern
kann (SPANGLER u.a. 1999b).
Dieses
Bewusstsein für die langfristigen
Auswirkungen früher Beziehungserfahrungen
auf die Entwicklung des Kindes
übt zwar inzwischen großen Einfluss
auf die entwicklungspsychologische
Forschungslandschaft aus und
findet auch Eingang in bindungsorientierte
Beratungs- und Therapiekonzepte.
Dennoch scheint es noch immer
fraglich, ob und in welchem
Maße die von der Bindungstheorie
als zentral für die Persönlichkeitsentwicklung
und emotionale Verhaltensregulation
des Kindes beschriebenen Personen
- die Eltern1 -
von den bedeutsamen Inhalten
der Bindungstheorie Kenntnis
haben. So ist mit SUESS (2001a)
zu vermuten, dass die - in dieser
Arbeit noch näher zu behandelnde
- Feinfühligkeit von Eltern
als ein Bedingungsfaktor von
sicherer Bindung des Kindes
durch "unangemessene Modelle
von Kindheit" (ebd., S.
7) negativ beeinflusst wird.
Des weiteren nennt SUESS (ebd.)
die "Verwöhntheorie",
die der Feinfühligkeit von Eltern
entgegenstehe. Noch immer werde
von vielen Menschen "ein
negatives Bild des Kindes gezeichnet:
als ob es sein Trachten von
Anfang an wäre, seine soziale
Umgebung und seine Eltern zu
beherrschen und sich ihnen gegenüber
durchzusetzen. Eine solche Sichtweise
des eigenen Kindes führt dazu,
nicht auf das Weinen und Schreien
des Kindes zu reagieren, um
es nicht zu verstärken. Das
Bild eines Kindes, das nicht
nur sehr gut auf die soziale
Interaktion mit seiner Umwelt
vorbereitet ist, also von Anfang
an sozial ausgerichtet ist und
eine auf Gegenseitigkeit ausgerichtete
Beziehung eingehen kann, führt
zu anderem Elternverhalten."
(ebd.).
Mit
SUESS (1999, S. 408) ist anzunehmen,
dass "über die Verbreitung
bindungstheoretischen Wissens
über Medien, die möglichst viele
Eltern erreichen, so mancher
potentiell gegebenen, aber verhinderten
Einfühlsamkeit ein Weg gebahnt
werden" könnte. Ein gewisser
entwicklungspsychologischer
Kenntnisstand bei Eltern kann
also als wünschenswert und nützlich
eingeschätzt werden, um feinfühliges
und somit bindungssicherheitsförderndes
Interaktionsverhalten zu begünstigen.
Bedenkt man, dass unfeinfühliges
Elternverhalten ein Entwicklungsrisiko
für das Kind darstellt, erfüllt
die entwicklungspsychologische
Information von Müttern und
Vätern idealerweise präventive
Funktionen.
Als
vermittelnde Medien bieten sich
u.a. sogenannte Elternratgeber
an, die pädagogisches und psychologisches
Wissen in elterngerechter Form
schriftlich bereitstellen. Diese
werden von vielen (werdenden)
Eltern intentional oder auch
zufällig gelesen oder bewusst
bei Erziehungsproblemen zu Rate
gezogen. Es ist davon auszugehen,
dass sie einen gewissen Einfluss
auf die Erwartungen, den Erziehungsstil
und die kindbezogenen Verhaltensweisen
von Eltern ausüben. Gemäß der
wissenschaftlichen Kritik am
Genre des Elternratgebers (z.B.
OELKERS 1995) muss die Möglichkeit
in Betracht gezogen werden,
dass die Bindungstheorie und
Ergebnisse der Säuglings- und
Interaktionsforschung in Elternratgebern
verkürzt, verzerrt oder auf
eine Weise dargestellt werden,
von der Eltern und Kinder im
Familienalltag nicht profitieren
können. Es stellt sich somit
die Frage, ob in aktuellen Elternratgebern
relevante entwicklungspsychologische
Erkenntnisse Eingang finden,
in welchem Umfang und auf welchem
qualitativen Niveau dies der
Fall ist.
In
Hinblick auf die Notwendigkeit
der Aufklärung von Eltern bezüglich
bindungstheoretischer Einsichten,
"damit sie Sensibilität
für die Bedürfnisse und seelische
Vulnerabilität von Kindern im
frühen Lebensalter entwickeln"
(ENDRES 2001, S. 7), soll die
leitende Fragestellung dieser
Arbeit lauten: Welche
Aspekte bindungstheoretischen
und interaktionsrelevanten Wissens
sollten im Idealfall in schriftlichen
Elternratgebern zur Information
von Eltern von Kindern im ersten
Lebensjahr aufgegriffen werden,
und auf welche Weise
und in welchem Umfang werden
sie diesbezüglich tatsächlich
genutzt? Besondere Aufmerksamkeit
soll dabei der erreichten wissenschaftlichen
Qualität der Ausführungen
in Elternratgebern gewidmet
werden.
Das
Ziel der Arbeit, wie es sich
aus dem Problemaufriss ergibt,
ist die Analyse ausgewählter
Elternratgeber hinsichtlich
ihrer Verarbeitung von bindungstheoretischen
Konzepten und von Erkenntnissen
aus der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung
sowie ein aus den Ergebnissen
der Analyse abzuleitender eigener
Versuch der elterngerechten
Vermittlung dieser entwicklungspsychologischen
Inhalte in schriftlicher Ratgeberform.
Es
lassen sich verschiedene Teilziele
formulieren, aus denen sich
auch der Aufbau der Arbeit ergeben
wird: 1. Die Forschung zur
frühen Eltern-Kind-Beziehung
zeigt sich gegenwärtig grundlegend
beeinflusst durch die Bindungstheorie.
Im Sinne eines theoretischen
Bezugsrahmens soll daher zunächst
eine umfassende Auseinandersetzung
mit der Bindungstheorie nach
Bowlby und Ainsworth in ihren
für die Fragestellung bedeutsamen
Aspekten erfolgen. Ergänzend
sollen relevante Ergebnisse
der modernen Säuglings- und
Interaktionsforschung dargestellt
werden. Zur Integration der
beiden genannten entwicklungspsychologischen
Teilgebiete soll ein schematisches
Modell erstellt werden. Dieses
Modell der frühen Eltern-Kind-Interaktion
und Bindungsentwicklung soll
als Grundlage für die Analyse
von Elternratgebern dienen,
indem es die Ergebnisse des
theoretischen Teils der Arbeit
systematisiert und so die Ableitung
wünschenswerter Inhalte von
Elternratgebern sowie die Erstellung
nutzbarer Analysekriterien vereinfacht. 2.
Analyse ausgewählter Elternratgeber
entsprechend den anhand von
Teilziel 1 formulierten Kriterien
mit einleitendem Abschnitt über
das Genre der Elternratgeber.
3. Erstellung einer tabellarischen
Übersicht zum Vergleich der
Analyseergebnisse der unterschiedlichen
Ratgeber. Diskussion der Auswertungsergebnisse
in Hinblick auf die in Teilziel
1 formulierten wünschenswerten
bindungstheoretischen und interaktionsrelevanten
Inhalte. Schlussfolgerungen
für einen eigenen Entwurf zur
elterngerechten Vermittlung
von Inhalten der Bindungstheorie
und der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung. 4.
Eigener Entwurf der elterngerechten
Vermittlung von bindungs- und
interaktionsrelevantem Wissen
in schriftlicher Ratgeberform
unter Bearbeitung der zuvor
festgestellten Defizite bzw.
Stärken der analysierten Elternratgeber
bezüglich der Fragestellung. 5.
Integration der Arbeitsergebnisse
zur Beantwortung der leitenden
Fragestellung nach der Relevanz
und dem Stellenwert der Bindungstheorie
und ihrer Weiterentwicklungen
in Elternratgebern. Diskussion
der Grenzen der Arbeit.
______________________ 1
Die
Bezeichnung "Mutter"
ist in dieser Arbeit stets im
Sinne einer Bezugsperson des
Kindes zu verste-hen, zu der
es eine Bindung aufgebaut hat.
Die Begriffe "Mutter",
"Eltern", "Bezugs-/Bindungsperson"
werden äquivalent verwendet.
Notwendige Differenzierungen
werden explizit kenntlich gemacht.
|
|
V.
Abschließende Reflexion
|
|
Die
vorliegende Arbeit hat auf der
Grundlage eines umfassenden
theoretischen Bezugsrahmens
erörtert, welche Aspekte bindungstheoretischen
und interaktionsrelevanten Wissens
zur Information von Eltern von
Säuglingen durch Elternratgeber
aufgegriffen werden sollten
und inwiefern dies tatsächlich
geschieht.
Entsprechend
dem ersten Teilziel der Arbeit
konnten die wesentlichen Erkenntnisse
der Bindungstheorie (s. Kap.
II.1) sowie der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung
(s. Kap. II.2) in ein Modell
der frühen Eltern-Kind-Interaktion
und Bindungsentwicklung integriert
werden (s. Abb. 1, S. 100).
Die unmittelbare Bedeutsamkeit
und Nützlichkeit der Annahmen
der Bindungstheorie und der
Erkenntnisse der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung
für Eltern von Säuglingen konnte
unter Bezugnahme auf in diesen
Bereichen forschende Wissenschaftler
nachgewiesen werden (s. Kap.
II.4). Es wird angenommen, dass
die Vermittlung angemessener
Konzepte von Kindheit und kindlicher
Entwicklung mit einer Sensibilisierung
von Eltern für die kindlichen
Signale, Fähigkeiten und Entwicklungsprozesse
sowie für das eigene Interaktionsverhalten
einhergeht. Auf dieser Basis
können Eltern die gegenwartsspezifischen
Unsicherheiten im Umgang mit
dem Kleinkind überwinden, indem
sie sich auf ihre eigenen Kompetenzen
besinnen und durch Reflexion
des vermittelten Wissens zu
einer positiven emotionalen
Interaktion mit dem Säugling
gelangen. Hieraus ergibt sich
unter Annahme von langfristigen
Auswirkungen der frühen Interaktions-
und Bindungserfahrungen auf
die Entwicklung des Kindes eine
präventive Funktion von bindungstheoretisch
geprägten Aufklärungs- und Informationsmedien
für Eltern.
Auch
das Modell der frühen Eltern-Kind-Interaktion
und Bindungsentwicklung (s.
Abb. 1, S. 100) veranschaulicht,
dass die langfristige Entwicklung
des Kindes von dessen frühen
Bindungserfahrungen beeinflusst
wird, die wiederum in der Interaktion
zwischen Kind und Elternteil
gesammelt werden. Die Eltern-Kind-Interaktion
wird verstanden als Prozess
reziproker Beeinflussung zweier
aktiver Interaktionspartner.
Der Interaktionsbeitrag des
Kindes im ersten Lebensjahr
konnte als geprägt von angeborenen
protosozialen Kompetenzen, Präferenzen
und der Aktivität des Bindungsverhaltenssystems
beschrieben werden. Der Interaktionsbeitrag
von Eltern wurde als gekennzeichnet
durch intuitive Verhaltensbereitschaften
und feinfühliges Pflegeverhalten
charakterisiert. Auf die Interaktionsbeiträge
beider Interaktionspartner wirken
jeweils spezifische Einflussfaktoren
ein, die das Ausmaß der einzelnen
elterlichen bzw. kindlichen
Kompetenzen bestimmen und so
die Qualität der Interaktion
prägen. Die frühe Interaktion
wurde als Grundlage des Bindungsaufbaus
und somit der Bindungsqualität
herausgearbeitet. Die langfristige
Entwicklung des Kindes wird
sowohl als direkt durch die
Synchronizität, Reziprozität
und Rhythmizität in den frühen
Interaktionsphasen als auch
durch die Qualität der Bindungsbeziehung
beeinflusst dargestellt.
Die
einzelnen Komponenten des Modells
wurden bezüglich der Relevanz
ihrer Vermittlung in Elternratgebern
diskutiert (s. Kap. II.4). Es
wurde ein Kriterienkatalog zur
Analyse von ausgewählten Elternratgebern
aufgestellt, der die Ergebnisse
der Diskussion in Kategorien
stichpunktartig zusammenfasst
(s. Kap. III.2.2).
Anhand
dieses Kriterienkatalogs erfolgte
entsprechend Teilziel 2 der
Arbeit eine interpretative Textanalyse
zweier ausgewählter Elternratgeber
hinsichtlich der Qualität ihrer
interaktions- und bindungsorientierten
Inhalte. Die beiden analysierten
Elternratgeber "Das Baby"
(BZgA 2002) und "Babyjahre"
(LARGO 1999) erzielten insgesamt
ein jeweils gutes, bzw. sehr
gutes Ergebnis bezüglich der
wissenschaftlichen Korrektheit
und der elterngerechten Darstellung
der analysierten Inhalte.
Zielstellung
3 wurde bearbeitet, indem die
Ergebnisse der beiden Ratgeberanalysen
vergleichend diskutiert und
bewertet wurden. Es konnte festgestellt
werden, dass interaktionsorientierte
Inhalte wie Anregungen zum Spiel
mit dem Säugling oder zu seiner
Beruhigung, aber auch das aktuelle
Bild vom "kompetenten Säugling"
und von intuitiv handlungsfähigen
Eltern recht vorbildlich vermittelt
werden. Bindungstheoretische
Erkenntnisse im engeren Sinn
hingegen werden insofern vernachlässigt,
als dass der Zusammenhang zwischen
feinfühligem Interaktionsverhalten,
der Bindungssicherheit und der
Gesamtentwicklung nicht ausreichend
deutlich wird. Aus den spezifischen
Stärken und Schwächen der beiden
Elternratgeber konnten Schlussfolgerungen
für einen eigenen Entwurf eines
Elternratgeberkapitels zur frühen
Eltern-Kind-Interaktion und
Bindungsentwicklung abgeleitet
werden.
Die
Synthese der Reflexionen aus
Kap. II.4, welches grundsätzlich
wünschenswerte bindungs- und
interaktionsorientierte Inhalte
aus dem theoretischen Bezugsrahmen
erarbeitete, und der Diskussion
der Analysen der beiden Elternratgeber
ermöglichte die gemäß Teilziel
4 angestrebte Erstellung eines
eigenen Entwurfs der elterngerechten
Darstellung der genannten entwicklungspsychologischen
Erkenntnisse in Form eines Ratgeberkapitels.
Insgesamt
kann unter Bezugnahme auf das
Gesamtziel der Arbeit festgehalten
werden, dass eine elterngerechte
Vermittlung von bindungstheoretischen
Gedanken sowie von Ergebnissen
der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung
aus Gründen der Primärprävention
durch Aufklärung unbedingt weiterhin
anzustreben ist.
Die
Information von Eltern über
die grundlegenden Bedürfnisse
und Entwicklungsbedingungen
von Säuglingen und Kleinkindern
kann und sollte u.a. in der
weit verbreiteten Elternliteratur
geschehen. Elternratgeber sollten
jedoch regelmäßig einer wissenschaftlichen
Qualitätsprüfung unterzogen
werden, damit die Korrektheit
der dort vermittelten Inhalte
gewährleistet ist. Auf diese
Weise könnte auch die Praxis-Theorie-Kluft
innerhalb der Pädagogik (s.
Kap. III.1.3) verkleinert werden.
Sowohl die wissenschaftliche
Pädagogik als auch die populärwissenschaftlichen
Elternratgeber sollten Schritte
zur Überwindung der Kluft einleiten;
erstere durch häufigere Stellungnahmen
zur Elternliteratur, die über
eine pauschale Abwertung der
Vereinfachung und Vereindeutlichung
von Sachverhalten in Elternratgebern
hinausgeht, indem die Zielgruppe
des Genres in die Analysen einbezogen
wird; letztere, indem sie zugunsten
einer zielgruppengerechten,
fundierten Information und Aufklärung
über bedeutende Theorien und
Sachverhalte im Zusammenhang
mit der Entwicklung und Erziehung
von Kindern von der Aufstellung
empirisch nicht abgesicherter
Erziehungskonzepte absehen.
Die
exemplarischen Analysen zweier
Elternratgeber in dieser Arbeit
haben zwar ergeben, dass der
bindungstheoretische Grundgedanke
der Unerlässlichkeit von zuverlässiger
emotionaler Zuwendung im Säuglingsalter,
der auch der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung
zugrunde liegt, durchaus in
den gegebenen Umgangstipps und
Verhaltenshinweisen zum Ausdruck
kommt, die Gesamtaussage der
Bindungstheorie im Sinne einer
wissenschaftlich fundierten
Aufklärung jedoch nicht zusammenhängend
vermittelt wird. Offenbar wird
angenommen, dass die praktische
Berücksichtigung entwicklungspsychologischen
Wissens in Form von relativ
konkreten Hilfen zum alltäglichen
Umgang mit dem Säugling in Verbindung
mit dem allgemeinen Hinweis
auf die Bedeutung der Liebe
genügt, um einen sicheren Bindungsaufbau
zwischen Säugling und Eltern
zu begünstigen.
Nach
Meinung der Verfasserin dieser
Arbeit wäre eine umfassendere
und explizitere entwicklungspsychologische
Aufklärung bezüglich der emotionalen
Entwicklung von Kindern in Elternratgebern
aber lohnenswert, um eine Wissensbasis
bei Eltern zu schaffen, die
eine dauerhafte Stärkung elterlicher
Kompetenz und Selbstsicherheit
erlaubt. Die Förderung eines
bindungsgünstigen und kindgerechten
Interaktionsverhaltens muss
an der zugrundeliegenden Einstellung
der Eltern - und der gesamten
Gesellschaft - ansetzen und
darf nicht nur die Ebene der
konkreten Handlungen betreffen.
Nur indem umfassend informiert
wird, können veraltete Vorstellungen
über den Säugling, seine Kompetenzen
und den Umgang mit ihm nach
und nach durch ein den Ergebnissen
der Bindungs- und Säuglingsforschung
entsprechendes Bild ersetzt
werden. Eine fachlich kompetente
und verständliche Rezeption
der Bindungstheorie und ihrer
Weiterentwicklungen sollte also
auch in Elternratgebern unbedingt
angestrebt werden, um diese
Erkenntnisse im Sinne einer
Primärprävention in der Gesellschaft
weiter zu verbreiten und so
die Entwicklungsbedingungen
von Säuglingen und Kleinkindern
zu verbessern und auf diesem
Weg auch gesellschaftliche Auswirkungen
früher negativer Bindungserfahrungen
einzudämmen (s. Kap. II.3, S.
83).
Der
eigene Entwurf des Elternratgeberkapitels
"Bindungsaufbau im frühen
Austausch zwischen Eltern und
Baby" stellt einen Versuch
einer solchen elterngerechten
Aufklärung über das entwicklungspsychologische
Teilgebiet der Bindungsentwicklung
dar. In diesem Zusammenhang
ist auf einige Einschränkungen
des Kapitels hinzuweisen. So
konnten aufgrund der zeitlichen
und räumlichen Begrenzung der
Arbeit nicht alle in den Diskussionen
in Kapitel II.4 und III.4 als
wünschenswert für die Vermittlung
in Elternratgebern gewerteten
Aspekte der Bindungstheorie,
bzw. besonders der Säuglings-
und Interaktionsforschung, berücksichtigt
werden. Weitgehend verzichtet
werden musste etwa auf alltagsnahe
Beispiele für die verschiedenen
Themenbereiche und Umgangshinweise.
Eine entsprechende Integration
ließe das Kapitel sicherlich
lebendiger und weniger wissenschaftlich-theoretisch
wirken, so dass es insgesamt
eine elterngerechtere und didaktisch
hochwertigere Form erreichen
würde.
Des
weiteren eignet sich das Kapitel
in seinem augenblicklichen Entwicklungsstadium
aufgrund seines relativ großen
Umfangs nur für die Verbreitung
innerhalb insgesamt umfangreicher
Elternratgeber, womit wiederum
die Zielgruppe des Textes unerwünscht
eingeschränkt wird. Ansonsten
könnte das Kapitel isoliert
als Broschüre oder Informationsschrift
verbreitet werden. Möglicherweise
ist also eine gründliche Überarbeitung
zugunsten einer Kürzung des
Textes anzustreben. Zu diesem
Zweck müsste das gesamte Kapitel
auch anhand derselben Methode
wie die beiden anderen Elternratgeber
in dieser Arbeit analysiert
werden, um seine Schwachpunkte
im Vergleich mit anderen Elternratgebern
feststellen und bearbeiten zu
können. Letztendlich stellt
der Entwurf des Kapitels nur
einen vorläufigen Versuch dar,
der noch einige Bearbeitungsstadien
zu durchlaufen hat, bevor er
als Vorbild zur Vermittlung
von bindungs- und interaktionsrelevantem
Wissen in Elternratgebern dienen
kann.
Zusätzlich
muss auf die allgemeinen Grenzen
der Möglichkeiten von Elternratgebern
verwiesen werden, die natürlich
auch für den in dieser Arbeit
erstellten Entwurf Geltung haben.
So stellt sich die Frage, ob
und in welchem Ausmaß von Elternliteratur
überhaupt präventive Funktionen
erwartet werden können. Zur
Beantwortung dieser Frage müssten
zunächst einmal Wirksamkeitsanalysen
verschiedener Elternratgeber
erfolgen, um feststellen zu
können, inwiefern die in Elternratgebern
vermittelten Vorstellungen und
Maßnahmen nicht nur gelesen,
sondern auch umgesetzt werden
bzw. die bisherigen Einstellungen
von Eltern modifizieren können.
Obwohl diese Arbeit von einer
grundsätzlich möglichen Einflussnahme
von Elternratgebern auf die
Leser und ihren Interaktionsstil
ausgeht, muss doch näher geklärt
werden, wodurch dieser Einfluss
zustande kommt und auf welche
Weise er positiv genutzt werden
kann.
Ein
weiteres Problem bei der Nutzung
von Elternratgebern als Mittel
der Primärprävention betrifft
ihre bildungsabhängige Verbreitung
in der Gesellschaft. Es muss
aufgrund ihrer schriftlichen
Vermittlungsform und auch hinsichtlich
ihres Themas davon ausgegangen
werden, dass bestimmte Bevölkerungsschichten
nur wenig Interesse an derartiger
Lektüre haben. Es lässt sich
aber vermuten, dass gerade Eltern
aus diesen gesellschaftlichen
Milieus Aufklärung, Information
und darüber hinaus auch konkrete
Hilfestellungen bezüglich der
Entwicklung und Erziehung ihrer
Kinder benötigen. Eltern aus
den mindestens durchschnittlich
gebildeten Sozialschichten hingegen
haben oftmals Interesse an Elternratgebern,
benötigen deren Informationen
aber gar nicht so dringend,
da sie während ihrer eigenen
Sozialisation genügend Erfahrungen
und Kenntnisse über Kindheit
und Erziehung erwerben konnten.
Es lässt sich schlussfolgern,
dass eine ausschließliche Elternbildung
über schriftliche Medien nicht
wirkungsvoll sein kann.
Vielmehr
sollte nach alternativen Vermittlungswegen
des erziehungsbedeutsamen entwicklungspsychologischen
Wissens an Eltern gesucht werden.
Durch gesellschaftliche Umbrüche
in den letzten zwei Jahrhunderten
wird das Wissen über Entwicklung
und Erziehung nicht mehr innerhalb
der Familie von Generation zu
Generation weitergegeben, wodurch
es einzelnen Eltern nun gar
nicht mehr zur Verfügung steht.
Dieses Wissen muss wieder zurückgeführt
werden in die Familien, um den
Teufelskreis der Tradierung
negativer Kindheitserfahrungen
und erfolgloser Erziehung zu
durchbrechen. An dieser Stelle
sollten wissenschaftlich fundierte
Interventions- und Präventionskonzepte
ansetzen, indem beispielsweise
in die Schwangerschaftsvorsorge
und in geburtsvorbereitende
Kurse entwicklungspsychologische
Informationseinheiten integriert
werden. Das Projekt Elternschule
der gemeinnützigen Gesellschaft
"Focus Familie"50
verfolgt einen solchen Ansatz,
indem werdende Eltern durch
entsprechend fortgebildete Hebammen
in emotionale Aspekte der Säuglingspflege
eingeführt werden. Die Teilnehmer
lernen z.B. anhand von Videoaufnahmen
die Signale von Säuglingen zu
verstehen und feinfühlig auf
sie einzugehen. Auch bei solchen
Programmen besteht allerdings
die Herausforderung darin, genau
jene Eltern zu erreichen, die
zwar voraussichtlich Schwierigkeiten
im Umgang mit ihrem zukünftigen
Säugling haben werden, normalerweise
solche Bildungsangebote aber
nicht wahrnehmen.
Eine
andere Möglichkeit stellt eine
Vermittlung in Schulen dar;
bereits dort könnten Unterrichtseinheiten
von speziell geschultem Personal
zur (emotionalen) Entwicklung
von Kleinkindern angeboten werden,
die auch durch Praxisbeobachtungen
in Familien oder Kinderkrippen
ergänzt werden könnten. Auf
diese Weise bekämen auch Kinder
oder Jugendliche, die zu Hause
keine Gelegenheit oder kein
positives Vorbild zum Umgang
mit Kleinkindern haben, eine
Vorstellung von kindlichen Entwicklungsprozessen
und -bedingungen und von den
emotionalen Grundbedürfnissen
von Kleinkindern. Wie PAPOUŠEK
u.a. (2003, S. 147f.) annehmen,
bildet der präpubertale Umgang
mit Kleinkindern eine der Determinanten
der Entwicklung von angemessenen
intuitiven elterlichen Verhaltensbereitschaften,
so dass ein solcher lebensnaher
Unterricht in Schulen auch aus
dieser Perspektive befürwortet
werden muss. BRISCH51
verwirklicht
ein ganz ähnliches Konzept sogar
bereits in Kindergärten, indem
3-6jährige Kindergartenkinder
einmal in der Woche von einer
Mutter mit ihrem Säugling besucht
werden. Die Kinder können beobachten,
welche Bedürfnisse ein so kleiner
Mensch ganz ohne Sprache äußert
und wie er zufriedengestellt
und liebevoll behandelt werden
kann. Außerdem nehmen die Kinder
die motorische, Sprach- und
Bindungsentwicklung des Säuglings
wahr. Das Programm läuft momentan
als Forschungsprojekt zur Aggressionsprävention
und soll bei Erfolg als Standardprogramm
in Kindergärten eingeführt werden.
Wie
die genannten Ideen und Projekte
zeigen, besteht durchaus ein
Problembewusstsein bezüglich
der Bedeutung von frühen Bindungs-
und Interaktionserfahrungen
für das Individuum und die Gesellschaft,
und neben interventiven Konzepten,
wie sie etwa die "Schreibabyambulanzen"
darstellen, gibt es auch erste
Präventionsansätze. Elternratgeber
können hierbei sicherlich vor
allem eine unterstützende Informationsfunktion
einnehmen, um interaktions-
und bindungsrelevantes Wissen
stärker in der Gesellschaft
zu verbreiten; Informationen
werden schnell - heute noch
beschleunigt durch das Internet
- von Familie zu Familie weitergetragen,
so dass eine qualitativ hochwertige
Darstellung des entsprechenden
Wissens gerade deshalb in allen
ratgebenden Medien angestrebt
werden sollte.
Abschließend
sollen die allgemeinen Grenzen
der vorliegenden Arbeit benannt
werden. Zunächst ist anzumerken,
dass die Ergebnisse der durchgeführten
Elternratgeberanalysen aufgrund
der niedrigen Stichprobenanzahl
nicht als repräsentativ betrachtet
werden können. Zukünftig sollten
wissenschaftliche Analysen von
Elternratgebern an größeren
Stichprobenzahlen durchgeführt
werden. Außerdem wäre möglicherweise
mehr Heterogenität bei der Auswahl
der Ratgeber wünschenswert gewesen,
indem z.B. ein besonders positives
Exemplar einem negativ auffallenden
Elternratgeber gegenübergestellt
worden wäre. Letztlich hat sich
die Verfasserin der Arbeit gegen
ein solches Vorgehen entschieden,
da die Lektüre zahlreicher Elternratgeber
zeigte, dass bindungs- und interaktionsrelevante
Inhalte im Großen und Ganzen
in fast jedem Fall recht befriedigend
dargestellt werden. Eine Analyse
eines Negativbeispiels hätte
somit die Repräsentativität
der Ergebnisse noch weiter einge-schränkt
und wäre zudem nicht sehr ergiebig
geworden. Eine Möglichkeit,
innerhalb des begrenzten Umfangs
dieser Arbeit mehr als zwei
Elternratgeber in die Analyse
einzubeziehen, um auf diese
Weise mehr Anregungen für den
eigenen Entwurf zu erhalten,
hätte in einer abgewandelten
Analysemethode bestanden. Es
hätte beispielsweise nicht jeweils
der komplette Ratgeber berücksichtigt
werden müssen, indem zu den
einzelnen Analysekriterien nur
einige positive, bzw. negative
Abschnitte aus jedem Elternratgeber
angeführt worden wären. Die
Entscheidung fiel letztlich
zugunsten der gewählten Analysemethode,
um den Gesamtzusammenhang der
Elternratgeber, ihre Vermittlungsform
und -art berücksichtigen zu
können. Neben der engen Ratgeberauswahl
ergeben sich weitere Grenzen
der vorliegenden Arbeit zum
einen aus der Orientierung ihrer
Fragestellung an Eltern von
Kindern im ersten Lebensjahr.
Auch nach Ablauf dieses wichtigen
Jahres behalten interaktions-
und bindungsrelevante Themen
natürlich ihre Relevanz, werden
jedoch ergänzt durch genuin
erzieherische und didaktische
Aspekte innerhalb der Eltern-Kind-Beziehung.
Zum anderen konnten Differenzen
im Interaktionsverhalten zwischen
Müttern und Vätern nicht berücksichtigt
werden, obwohl diese sowohl
für den Bindungsaufbau des Kindes
als auch für die Eltern selbst
von Bedeutung sind.
Als
Fazit der vorliegenden Arbeit
bleibt festzuhalten, dass die
Notwendigkeit emotionaler Zuverlässigkeit
in der frühen Eltern-Kind-Beziehung
auf verschiedenen Wegen stärker
als bisher in den Blickpunkt
der Gesamtgesellschaft gerückt
werden sollte, damit alle Kinder
die Chance bekommen, sich auf
der Grundlage sicherer Bindungsorganisationen
zu eigenständigen, sozial kompetenten
und gesunden Persönlichkeiten
zu entwickeln.
______________________ 50
Elternschule
"Das Baby verstehen" des Heidelberger Präventionszentrums und der Karl
Kübel Stiftung; Leiter: Professor Dr. Manfred Cierpka;
<http://www.focus-familie.de>. 51
"Baby
Watching" des Klinikums
der Universität München und
der Karl-Köhler-Stiftung; Leiter:
Dr. Karl-Heinz Brisch; s. z.B.
<http://www.psychologie-heute.de/news/dietexte/040921s1.php>.
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