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Diplomarbeit
Die frühe Eltern-Kind-Beziehung
und ihr Stellenwert in Elternratgebern

Zur Relevanz einer elterngerechten Vermittlung von bindungstheoretischen Konzepten und Erkenntnissen der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung
 

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An dieser Stelle möchte ich meine Diplomarbeit vorstellen, die ich von Juli 2004 bis Februar 2005 zur Erlangung des akademischen Grades der Diplompädagogin erstellt habe. Die Arbeit behandelt die Bindungstheorie und die Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung und stellt die erkenntnisleitende Frage, welche Aspekte dieser entwicklungspsychologischen Bereiche im Idealfall in schriftlichen Elternratgebern zur Information von Eltern von Kindern im ersten Lebensjahr aufgegriffen werden sollten, und auf welche Weise und in welchem Umfang sie diesbezüglich tatsächlich genutzt werden. Eine Analyse von zwei Elternratgebern wird auf der Grundlage von selbst entwickelten Qualitätsstandards für Elternratgeber durchgeführt. Die Erkenntnisse der Untersuchung werden im letzten Teil der Arbeit praxisorientiert in Form eines eigenen Entwurfs eines bindungs- und interaktionsorientierten Elternratgeberkapitels umgesetzt.
Die Arbeit wurde mit "sehr gut" bewertet.

Im Folgenden werden das Inhaltsverzeichnis, die Einleitung und das abschließende Reflexionskapitel vorgestellt. Das Elternratgeberkapitel ist an anderer Stelle dieser Homepage veröffentlicht.

Inhaltsverzeichnis

I.

Einleitung 

1

II.

Theoretischer Bezugsrahmen

4

II.1

Die Bindungstheorie

4

  II.1.1

Die Begründung und Weiterentwicklung der Bindungstheorie

5

  II.1.2

Zum Begriff der Bindung

9

  II.1.3

Relevante Verhaltenssysteme

10

  II.1.4

Der Aufbau von Bindungsbeziehungen

15

  II.1.5

Das Konstrukt des inneren Arbeitsmodells von Bindung

18

  II.1.6

Differentielle Aspekte von Bindung

22

    II.1.6.1

Die Fremde Situation

22

    II.1.6.2

Muster der Bindungsorganisation bei Einjährigen

24

  II.1.7

Die Bedeutung der Feinfühligkeit

37

  II.1.8

Bindungsrepräsentation und Tradierung

43

II.2

Die frühe Eltern-Kind-Interaktion

50

  II.2.1

Der kompetente Säugling

50

  II.2.2

Die intuitive elterliche Kompetenz

58

  II.2.3

Die dyadische Interaktion

62

  II.2.4

Störungen der frühen Interaktion

68

II.3

Auswirkungen früher Interaktions- und Bindungserfahrungen

73

II.4

Konsequenzen für die Darstellung in Elternratgebern

86

III.

Analyse von Elternliteratur

101

III.1

Das Genre der Elternratgeber

101

  III.1.1

Charakterisierung des Genres

102

  III.1.2

Historische Entwicklung von Elternratgebern

107

  III.1.3

Elternratgeber in der Kritik

109

  III.1.4

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

113

III.2

Methodisches Vorgehen

117

  III.2.1

Literaturauswahl

117

  III.2.2

Auswertung und Beurteilung

118

III.3

Analyse ausgewählter Elternratgeber

123

  III.3.1

"Das Baby" - BZgA (2002)

123

    III.3.1.1

Beschreibung und allgemeiner Eindruck

123

    III.3.1.2

Wissenschaftliche Qualität der bindungs- und interaktionsorientierten Inhalte

126

    III.3.1.3

Art der Vermittlung

144

  III.3.2

"Babyjahre" - Remo H. Largo (1999)

149

    III.3.2.1

Beschreibung und allgemeiner Eindruck

149

    III.3.2.2

Wissenschaftliche Qualität der bindungs- und interaktionsorientierten Inhalte

153

    III.3.2.3

Art der Vermittlung

172

III.4

Diskussion der Untersuchungsergebnisse

177

  III.4.1

Zusammenfassende Beurteilung und Vergleich

179

  III.4.2

Schlussfolgerungen für einen eigenen Entwurf

184

IV.

Entwurf eines Elternratgeberkapitels

193

IV.1

Einleitende Anmerkungen

193

IV.2

Elterntext "Bindungsaufbau im frühen Austausch zwischen Eltern und Baby"

193

V.

Abschließende Reflexion

220

 

Literatur

227

 

Tabellenverzeichnis

240


I. Einleitung

Die Bindungstheorie nach BOWLBY (1975) und AINSWORTH (2003a) sowie Erweiterungen aus der Säuglings- und Interaktionsforschung (DORNES 2001a; PAPOUŠEK u.a. 1981; STERN 1979) stellen wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der herausragenden Bedeutung der frühen Eltern-Kind-Beziehung für viele über die Kindheit hinausgehende Bereiche und Aspekte des gesamten Lebens und der Persönlichkeit des Menschen bereit. Charakteristisch für diese frühe Beziehung ist der biologisch determinierte Aufbau einer Bindung des Säuglings an seine Bezugspersonen. Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen einer sicheren Bindungsorganisation und positiver sozial-emotionaler und kognitiver Entwicklung von Kindern (ZIMMERMANN u.a. 2000). Auch wird eine sichere Bindung als Schutzfaktor betrachtet, der die positive Bewältigung kritischer Lebensereignisse ermöglichen und somit größere psychische Krisen verhindern kann (SPANGLER u.a. 1999b).

Dieses Bewusstsein für die langfristigen Auswirkungen früher Beziehungserfahrungen auf die Entwicklung des Kindes übt zwar inzwischen großen Einfluss auf die entwicklungspsychologische Forschungslandschaft aus und findet auch Eingang in bindungsorientierte Beratungs- und Therapiekonzepte. Dennoch scheint es noch immer fraglich, ob und in welchem Maße die von der Bindungstheorie als zentral für die Persönlichkeitsentwicklung und emotionale Verhaltensregulation des Kindes beschriebenen Personen - die Eltern1  - von den bedeutsamen Inhalten der Bindungstheorie Kenntnis haben. So ist mit SUESS (2001a) zu vermuten, dass die - in dieser Arbeit noch näher zu behandelnde - Feinfühligkeit von Eltern als ein Bedingungsfaktor von sicherer Bindung des Kindes durch "unangemessene Modelle von Kindheit" (ebd., S. 7) negativ beeinflusst wird. Des weiteren nennt SUESS (ebd.) die "Verwöhntheorie", die der Feinfühligkeit von Eltern entgegenstehe. Noch immer werde von vielen Menschen "ein negatives Bild des Kindes gezeichnet: als ob es sein Trachten von Anfang an wäre, seine soziale Umgebung und seine Eltern zu beherrschen und sich ihnen gegenüber durchzusetzen. Eine solche Sichtweise des eigenen Kindes führt dazu, nicht auf das Weinen und Schreien des Kindes zu reagieren, um es nicht zu verstärken. Das Bild eines Kindes, das nicht nur sehr gut auf die soziale Interaktion mit seiner Umwelt vorbereitet ist, also von Anfang an sozial ausgerichtet ist und eine auf Gegenseitigkeit ausgerichtete Beziehung eingehen kann, führt zu anderem Elternverhalten." (ebd.).

Mit SUESS (1999, S. 408) ist anzunehmen, dass "über die Verbreitung bindungstheoretischen Wissens über Medien, die möglichst viele Eltern erreichen, so mancher potentiell gegebenen, aber verhinderten Einfühlsamkeit ein Weg gebahnt werden" könnte. Ein gewisser entwicklungspsychologischer Kenntnisstand bei Eltern kann also als wünschenswert und nützlich eingeschätzt werden, um feinfühliges und somit bindungssicherheitsförderndes Interaktionsverhalten zu begünstigen. Bedenkt man, dass unfeinfühliges Elternverhalten ein Entwicklungsrisiko für das Kind darstellt, erfüllt die entwicklungspsychologische Information von Müttern und Vätern idealerweise präventive Funktionen.

Als vermittelnde Medien bieten sich u.a. sogenannte Elternratgeber an, die pädagogisches und psychologisches Wissen in elterngerechter Form schriftlich bereitstellen. Diese werden von vielen (werdenden) Eltern intentional oder auch zufällig gelesen oder bewusst bei Erziehungsproblemen zu Rate gezogen. Es ist davon auszugehen, dass sie einen gewissen Einfluss auf die Erwartungen, den Erziehungsstil und die kindbezogenen Verhaltensweisen von Eltern ausüben. Gemäß der wissenschaftlichen Kritik am Genre des Elternratgebers (z.B. OELKERS 1995) muss die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass die Bindungstheorie und Ergebnisse der Säuglings- und Interaktionsforschung in Elternratgebern verkürzt, verzerrt oder auf eine Weise dargestellt werden, von der Eltern und Kinder im Familienalltag nicht profitieren können. Es stellt sich somit die Frage, ob in aktuellen Elternratgebern relevante entwicklungspsychologische  Erkenntnisse Eingang finden, in welchem Umfang und auf welchem qualitativen Niveau dies der Fall ist.

In Hinblick auf die Notwendigkeit der Aufklärung von Eltern bezüglich bindungstheoretischer Einsichten, "damit sie Sensibilität für die Bedürfnisse und seelische Vulnerabilität von Kindern im frühen Lebensalter entwickeln" (ENDRES 2001, S. 7), soll die leitende Fragestellung dieser Arbeit lauten: Welche Aspekte bindungstheoretischen und interaktionsrelevanten Wissens sollten im Idealfall in schriftlichen Elternratgebern zur Information von Eltern von Kindern im ersten Lebensjahr aufgegriffen werden, und auf welche Weise und in welchem Umfang werden sie diesbezüglich tatsächlich genutzt? Besondere Aufmerksamkeit soll dabei der erreichten wissenschaftlichen Qualität der Ausführungen in Elternratgebern gewidmet werden.

Das Ziel der Arbeit, wie es sich aus dem Problemaufriss ergibt, ist die Analyse ausgewählter Elternratgeber hinsichtlich ihrer Verarbeitung von bindungstheoretischen Konzepten und von Erkenntnissen aus der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung sowie ein aus den Ergebnissen der Analyse abzuleitender eigener Versuch der elterngerechten Vermittlung dieser entwicklungspsychologischen Inhalte in schriftlicher Ratgeberform.

Es lassen sich verschiedene Teilziele formulieren, aus denen sich auch der Aufbau der Arbeit ergeben wird:
1. Die Forschung zur frühen Eltern-Kind-Beziehung zeigt sich gegenwärtig grundlegend beeinflusst durch die Bindungstheorie. Im Sinne eines theoretischen Bezugsrahmens soll daher zunächst eine umfassende Auseinandersetzung mit der Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth in ihren für die Fragestellung bedeutsamen Aspekten erfolgen. Ergänzend sollen relevante Ergebnisse der modernen Säuglings- und Interaktionsforschung dargestellt werden. Zur Integration der beiden genannten entwicklungspsychologischen Teilgebiete soll ein schematisches Modell erstellt werden. Dieses Modell der frühen Eltern-Kind-Interaktion und Bindungsentwicklung soll als Grundlage für die Analyse von Elternratgebern dienen, indem es die Ergebnisse des theoretischen Teils der Arbeit systematisiert und so die Ableitung wünschenswerter Inhalte von Elternratgebern sowie die Erstellung nutzbarer Analysekriterien vereinfacht.
2. Analyse ausgewählter Elternratgeber entsprechend den anhand von Teilziel 1 formulierten Kriterien mit einleitendem Abschnitt über das Genre der Elternratgeber.
3. Erstellung einer tabellarischen Übersicht zum Vergleich der Analyseergebnisse der unterschiedlichen Ratgeber. Diskussion der Auswertungsergebnisse in Hinblick auf die in Teilziel 1 formulierten wünschenswerten bindungstheoretischen und interaktionsrelevanten Inhalte. Schlussfolgerungen für einen eigenen Entwurf zur elterngerechten Vermittlung von Inhalten der Bindungstheorie und der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung.
4. Eigener Entwurf der elterngerechten Vermittlung von bindungs- und interaktionsrelevantem Wissen in schriftlicher Ratgeberform unter Bearbeitung der zuvor festgestellten Defizite bzw. Stärken der analysierten Elternratgeber bezüglich der Fragestellung.
5. Integration der Arbeitsergebnisse zur Beantwortung der leitenden Fragestellung nach der Relevanz und dem Stellenwert der Bindungstheorie und ihrer Weiterentwicklungen in Elternratgebern. Diskussion der Grenzen der Arbeit.

______________________
1 Die Bezeichnung "Mutter" ist in dieser Arbeit stets im Sinne einer Bezugsperson des Kindes zu verste-hen, zu der es eine Bindung aufgebaut hat. Die Begriffe "Mutter", "Eltern", "Bezugs-/Bindungsperson" werden äquivalent verwendet. Notwendige Differenzierungen werden explizit kenntlich gemacht.


V. Abschließende Reflexion

Die vorliegende Arbeit hat auf der Grundlage eines umfassenden theoretischen Bezugsrahmens erörtert, welche Aspekte bindungstheoretischen und interaktionsrelevanten Wissens zur Information von Eltern von Säuglingen durch Elternratgeber aufgegriffen werden sollten und inwiefern dies tatsächlich geschieht.

Entsprechend dem ersten Teilziel der Arbeit konnten die wesentlichen Erkenntnisse der Bindungstheorie (s. Kap. II.1) sowie der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung (s. Kap. II.2) in ein Modell der frühen Eltern-Kind-Interaktion und Bindungsentwicklung integriert werden (s. Abb. 1, S. 100). Die unmittelbare Bedeutsamkeit und Nützlichkeit der Annahmen der Bindungstheorie und der Erkenntnisse der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung für Eltern von Säuglingen konnte unter Bezugnahme auf in diesen Bereichen forschende Wissenschaftler nachgewiesen werden (s. Kap. II.4). Es wird angenommen, dass die Vermittlung angemessener Konzepte von Kindheit und kindlicher Entwicklung mit einer Sensibilisierung von Eltern für die kindlichen Signale, Fähigkeiten und Entwicklungsprozesse sowie für das eigene Interaktionsverhalten einhergeht. Auf dieser Basis können Eltern die gegenwartsspezifischen Unsicherheiten im Umgang mit dem Kleinkind überwinden, indem sie sich auf ihre eigenen Kompetenzen besinnen und durch Reflexion des vermittelten Wissens zu einer positiven emotionalen Interaktion mit dem Säugling gelangen. Hieraus ergibt sich unter Annahme von langfristigen Auswirkungen der frühen Interaktions- und Bindungserfahrungen auf die Entwicklung des Kindes eine präventive Funktion von bindungstheoretisch geprägten Aufklärungs- und Informationsmedien für Eltern.

Auch das Modell der frühen Eltern-Kind-Interaktion und Bindungsentwicklung (s. Abb. 1, S. 100) veranschaulicht, dass die langfristige Entwicklung des Kindes von dessen frühen Bindungserfahrungen beeinflusst wird, die wiederum in der Interaktion zwischen Kind und Elternteil gesammelt werden. Die Eltern-Kind-Interaktion wird verstanden als Prozess reziproker Beeinflussung zweier aktiver Interaktionspartner. Der Interaktionsbeitrag des Kindes im ersten Lebensjahr konnte als geprägt von angeborenen protosozialen Kompetenzen, Präferenzen und der Aktivität des Bindungsverhaltenssystems beschrieben werden. Der Interaktionsbeitrag von Eltern wurde als gekennzeichnet durch intuitive Verhaltensbereitschaften und feinfühliges Pflegeverhalten charakterisiert. Auf die Interaktionsbeiträge beider Interaktionspartner wirken jeweils spezifische Einflussfaktoren ein, die das Ausmaß der einzelnen elterlichen bzw. kindlichen Kompetenzen bestimmen und so die Qualität der Interaktion prägen. Die frühe Interaktion wurde als Grundlage des Bindungsaufbaus und somit der Bindungsqualität herausgearbeitet. Die langfristige Entwicklung des Kindes wird sowohl als direkt durch die Synchronizität, Reziprozität und Rhythmizität in den frühen Interaktionsphasen als auch durch die Qualität der Bindungsbeziehung beeinflusst dargestellt.

Die einzelnen Komponenten des Modells wurden bezüglich der Relevanz ihrer Vermittlung in Elternratgebern diskutiert (s. Kap. II.4). Es wurde ein Kriterienkatalog zur Analyse von ausgewählten Elternratgebern aufgestellt, der die Ergebnisse der Diskussion in Kategorien stichpunktartig zusammenfasst (s. Kap. III.2.2).

Anhand dieses Kriterienkatalogs erfolgte entsprechend Teilziel 2 der Arbeit eine interpretative Textanalyse zweier ausgewählter Elternratgeber hinsichtlich der Qualität ihrer interaktions- und bindungsorientierten Inhalte. Die beiden analysierten Elternratgeber "Das Baby" (BZgA 2002) und "Babyjahre" (LARGO 1999) erzielten insgesamt ein jeweils gutes, bzw. sehr gutes Ergebnis bezüglich der wissenschaftlichen Korrektheit und der elterngerechten Darstellung der analysierten Inhalte.

Zielstellung 3 wurde bearbeitet, indem die Ergebnisse der beiden Ratgeberanalysen vergleichend diskutiert und bewertet wurden. Es konnte festgestellt werden, dass interaktionsorientierte Inhalte wie Anregungen zum Spiel mit dem Säugling oder zu seiner Beruhigung, aber auch das aktuelle Bild vom "kompetenten Säugling" und von intuitiv handlungsfähigen Eltern recht vorbildlich vermittelt werden. Bindungstheoretische Erkenntnisse im engeren Sinn hingegen werden insofern vernachlässigt, als dass der Zusammenhang zwischen feinfühligem Interaktionsverhalten, der Bindungssicherheit und der Gesamtentwicklung nicht ausreichend deutlich wird. Aus den spezifischen Stärken und Schwächen der beiden Elternratgeber konnten Schlussfolgerungen für einen eigenen Entwurf eines Elternratgeberkapitels zur frühen Eltern-Kind-Interaktion und Bindungsentwicklung abgeleitet werden.

Die Synthese der Reflexionen aus Kap. II.4, welches grundsätzlich wünschenswerte bindungs- und interaktionsorientierte Inhalte aus dem theoretischen Bezugsrahmen erarbeitete, und der Diskussion der Analysen der beiden Elternratgeber ermöglichte die gemäß Teilziel 4 angestrebte Erstellung eines eigenen Entwurfs der elterngerechten Darstellung der genannten entwicklungspsychologischen Erkenntnisse in Form eines Ratgeberkapitels.

Insgesamt kann unter Bezugnahme auf das Gesamtziel der Arbeit festgehalten werden, dass eine elterngerechte Vermittlung von bindungstheoretischen Gedanken sowie von Ergebnissen der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung aus Gründen der Primärprävention durch Aufklärung unbedingt weiterhin anzustreben ist.

Die Information von Eltern über die grundlegenden Bedürfnisse und Entwicklungsbedingungen von Säuglingen und Kleinkindern kann und sollte u.a. in der weit verbreiteten Elternliteratur geschehen. Elternratgeber sollten jedoch regelmäßig einer wissenschaftlichen Qualitätsprüfung unterzogen werden, damit die Korrektheit der dort vermittelten Inhalte gewährleistet ist. Auf diese Weise könnte auch die Praxis-Theorie-Kluft innerhalb der Pädagogik (s. Kap. III.1.3) verkleinert werden. Sowohl die wissenschaftliche Pädagogik als auch die populärwissenschaftlichen Elternratgeber sollten Schritte zur Überwindung der Kluft einleiten; erstere durch häufigere Stellungnahmen zur Elternliteratur, die über eine pauschale Abwertung der Vereinfachung und Vereindeutlichung von Sachverhalten in Elternratgebern hinausgeht, indem die Zielgruppe des Genres in die Analysen einbezogen wird; letztere, indem sie zugunsten einer zielgruppengerechten, fundierten Information und Aufklärung über bedeutende Theorien und Sachverhalte im Zusammenhang mit der Entwicklung und Erziehung von Kindern von der Aufstellung empirisch nicht abgesicherter Erziehungskonzepte absehen.

Die exemplarischen Analysen zweier Elternratgeber in dieser Arbeit haben zwar ergeben, dass der bindungstheoretische Grundgedanke der Unerlässlichkeit von zuverlässiger emotionaler Zuwendung im Säuglingsalter, der auch der Eltern-Säuglings-Interaktionsforschung zugrunde liegt, durchaus in den gegebenen Umgangstipps und Verhaltenshinweisen zum Ausdruck kommt, die Gesamtaussage der Bindungstheorie im Sinne einer wissenschaftlich fundierten Aufklärung jedoch nicht zusammenhängend vermittelt wird. Offenbar wird angenommen, dass die praktische Berücksichtigung entwicklungspsychologischen Wissens in Form von relativ konkreten Hilfen zum alltäglichen Umgang mit dem Säugling in Verbindung mit dem allgemeinen Hinweis auf die Bedeutung der Liebe genügt, um einen sicheren Bindungsaufbau zwischen Säugling und Eltern zu begünstigen.

Nach Meinung der Verfasserin dieser Arbeit wäre eine umfassendere und explizitere entwicklungspsychologische Aufklärung bezüglich der emotionalen Entwicklung von Kindern in Elternratgebern aber lohnenswert, um eine Wissensbasis bei Eltern zu schaffen, die eine dauerhafte Stärkung elterlicher Kompetenz und Selbstsicherheit erlaubt. Die Förderung eines bindungsgünstigen und kindgerechten Interaktionsverhaltens muss an der zugrundeliegenden Einstellung der Eltern - und der gesamten Gesellschaft - ansetzen und darf nicht nur die Ebene der konkreten Handlungen betreffen. Nur indem umfassend informiert wird, können veraltete Vorstellungen über den Säugling, seine Kompetenzen und den Umgang mit ihm nach und nach durch ein den Ergebnissen der Bindungs- und Säuglingsforschung entsprechendes Bild ersetzt werden. Eine fachlich kompetente und verständliche Rezeption der Bindungstheorie und ihrer Weiterentwicklungen sollte also auch in Elternratgebern unbedingt angestrebt werden, um diese Erkenntnisse im Sinne einer Primärprävention in der Gesellschaft weiter zu verbreiten und so die Entwicklungsbedingungen von Säuglingen und Kleinkindern zu verbessern und auf diesem Weg auch gesellschaftliche Auswirkungen früher negativer Bindungserfahrungen einzudämmen (s. Kap. II.3, S. 83).

Der eigene Entwurf des Elternratgeberkapitels "Bindungsaufbau im frühen Austausch zwischen Eltern und Baby" stellt einen Versuch einer solchen elterngerechten Aufklärung über das entwicklungspsychologische Teilgebiet der Bindungsentwicklung dar. In diesem Zusammenhang ist auf einige Einschränkungen des Kapitels hinzuweisen. So konnten aufgrund der zeitlichen und räumlichen Begrenzung der Arbeit nicht alle in den Diskussionen in Kapitel II.4 und III.4 als wünschenswert für die Vermittlung in Elternratgebern gewerteten Aspekte der Bindungstheorie, bzw. besonders der Säuglings- und Interaktionsforschung, berücksichtigt werden. Weitgehend verzichtet werden musste etwa auf alltagsnahe Beispiele für die verschiedenen Themenbereiche und Umgangshinweise. Eine entsprechende Integration ließe das Kapitel sicherlich lebendiger und weniger wissenschaftlich-theoretisch wirken, so dass es insgesamt eine elterngerechtere und didaktisch hochwertigere Form erreichen würde.

Des weiteren eignet sich das Kapitel in seinem augenblicklichen Entwicklungsstadium aufgrund seines relativ großen Umfangs nur für die Verbreitung innerhalb insgesamt umfangreicher Elternratgeber, womit wiederum die Zielgruppe des Textes unerwünscht eingeschränkt wird. Ansonsten könnte das Kapitel isoliert als Broschüre oder Informationsschrift verbreitet werden. Möglicherweise ist also eine gründliche Überarbeitung zugunsten einer Kürzung des Textes anzustreben. Zu diesem Zweck müsste das gesamte Kapitel auch anhand derselben Methode wie die beiden anderen Elternratgeber in dieser Arbeit analysiert werden, um seine Schwachpunkte im Vergleich mit anderen Elternratgebern feststellen und bearbeiten zu können. Letztendlich stellt der Entwurf des Kapitels nur einen vorläufigen Versuch dar, der noch einige Bearbeitungsstadien zu durchlaufen hat, bevor er als Vorbild zur Vermittlung von bindungs- und interaktionsrelevantem Wissen in Elternratgebern dienen kann.

Zusätzlich muss auf die allgemeinen Grenzen der Möglichkeiten von Elternratgebern verwiesen werden, die natürlich auch für den in dieser Arbeit erstellten Entwurf Geltung haben. So stellt sich die Frage, ob und in welchem Ausmaß von Elternliteratur überhaupt präventive Funktionen erwartet werden können. Zur Beantwortung dieser Frage müssten zunächst einmal Wirksamkeitsanalysen verschiedener Elternratgeber erfolgen, um feststellen zu können, inwiefern die in Elternratgebern vermittelten Vorstellungen und Maßnahmen nicht nur gelesen, sondern auch umgesetzt werden bzw. die bisherigen Einstellungen von Eltern modifizieren können. Obwohl diese Arbeit von einer grundsätzlich möglichen Einflussnahme von Elternratgebern auf die Leser und ihren Interaktionsstil ausgeht, muss doch näher geklärt werden, wodurch dieser Einfluss zustande kommt und auf welche Weise er positiv genutzt werden kann.

Ein weiteres Problem bei der Nutzung von Elternratgebern als Mittel der Primärprävention betrifft ihre bildungsabhängige Verbreitung in der Gesellschaft. Es muss aufgrund ihrer schriftlichen Vermittlungsform und auch hinsichtlich ihres Themas davon ausgegangen werden, dass bestimmte Bevölkerungsschichten nur wenig Interesse an derartiger Lektüre haben. Es lässt sich aber vermuten, dass gerade Eltern aus diesen gesellschaftlichen Milieus Aufklärung, Information und darüber hinaus auch konkrete Hilfestellungen bezüglich der Entwicklung und Erziehung ihrer Kinder benötigen. Eltern aus den mindestens durchschnittlich gebildeten Sozialschichten hingegen haben oftmals Interesse an Elternratgebern, benötigen deren Informationen aber gar nicht so dringend, da sie während ihrer eigenen Sozialisation genügend Erfahrungen und Kenntnisse über Kindheit und Erziehung erwerben konnten. Es lässt sich schlussfolgern, dass eine ausschließliche Elternbildung über schriftliche Medien nicht wirkungsvoll sein kann.

Vielmehr sollte nach alternativen Vermittlungswegen des erziehungsbedeutsamen entwicklungspsychologischen Wissens an Eltern gesucht werden. Durch gesellschaftliche Umbrüche in den letzten zwei Jahrhunderten wird das Wissen über Entwicklung und Erziehung nicht mehr innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben, wodurch es einzelnen Eltern nun gar nicht mehr zur Verfügung steht. Dieses Wissen muss wieder zurückgeführt werden in die Familien, um den Teufelskreis der Tradierung negativer Kindheitserfahrungen und erfolgloser Erziehung zu durchbrechen. An dieser Stelle sollten wissenschaftlich fundierte Interventions- und Präventionskonzepte ansetzen, indem beispielsweise in die Schwangerschaftsvorsorge und in geburtsvorbereitende Kurse entwicklungspsychologische Informationseinheiten integriert werden. Das Projekt Elternschule der gemeinnützigen Gesellschaft "Focus Familie"50 verfolgt einen solchen Ansatz, indem werdende Eltern durch entsprechend fortgebildete Hebammen in emotionale Aspekte der Säuglingspflege eingeführt werden. Die Teilnehmer lernen z.B. anhand von Videoaufnahmen die Signale von Säuglingen zu verstehen und feinfühlig auf sie einzugehen. Auch bei solchen Programmen besteht allerdings die Herausforderung darin, genau jene Eltern zu erreichen, die zwar voraussichtlich Schwierigkeiten im Umgang mit ihrem zukünftigen Säugling haben werden, normalerweise solche Bildungsangebote aber nicht wahrnehmen.

Eine andere Möglichkeit stellt eine Vermittlung in Schulen dar; bereits dort könnten Unterrichtseinheiten von speziell geschultem Personal zur (emotionalen) Entwicklung von Kleinkindern angeboten werden, die auch durch Praxisbeobachtungen in Familien oder Kinderkrippen ergänzt werden könnten. Auf diese Weise bekämen auch Kinder oder Jugendliche, die zu Hause keine Gelegenheit oder kein positives Vorbild zum Umgang mit Kleinkindern haben, eine Vorstellung von kindlichen Entwicklungsprozessen und -bedingungen und von den emotionalen Grundbedürfnissen von Kleinkindern. Wie PAPOUŠEK u.a. (2003, S. 147f.) annehmen, bildet der präpubertale Umgang mit Kleinkindern eine der Determinanten der Entwicklung von angemessenen intuitiven elterlichen Verhaltensbereitschaften, so dass ein solcher lebensnaher Unterricht in Schulen auch aus dieser Perspektive befürwortet werden muss.
BRISCH
51  verwirklicht ein ganz ähnliches Konzept sogar bereits in Kindergärten, indem 3-6jährige Kindergartenkinder einmal in der Woche von einer Mutter mit ihrem Säugling besucht werden. Die Kinder können beobachten, welche Bedürfnisse ein so kleiner Mensch ganz ohne Sprache äußert und wie er zufriedengestellt und liebevoll behandelt werden kann. Außerdem nehmen die Kinder die motorische, Sprach- und Bindungsentwicklung des Säuglings wahr. Das Programm läuft momentan als Forschungsprojekt zur Aggressionsprävention und soll bei Erfolg als Standardprogramm in Kindergärten eingeführt werden.

Wie die genannten Ideen und Projekte zeigen, besteht durchaus ein Problembewusstsein bezüglich der Bedeutung von frühen Bindungs- und Interaktionserfahrungen für das Individuum und die Gesellschaft, und neben interventiven Konzepten, wie sie etwa die "Schreibabyambulanzen" darstellen, gibt es auch erste Präventionsansätze. Elternratgeber können hierbei sicherlich vor allem eine unterstützende Informationsfunktion einnehmen, um interaktions- und bindungsrelevantes Wissen stärker in der Gesellschaft zu verbreiten; Informationen werden schnell - heute noch beschleunigt durch das Internet - von Familie zu Familie weitergetragen, so dass eine qualitativ hochwertige Darstellung des entsprechenden Wissens gerade deshalb in allen ratgebenden Medien angestrebt werden sollte.

Abschließend sollen die allgemeinen Grenzen der vorliegenden Arbeit benannt werden.
Zunächst ist anzumerken, dass die Ergebnisse der durchgeführten Elternratgeberanalysen aufgrund der niedrigen Stichprobenanzahl nicht als repräsentativ betrachtet werden können. Zukünftig sollten wissenschaftliche Analysen von Elternratgebern an größeren Stichprobenzahlen durchgeführt werden.
Außerdem wäre möglicherweise mehr Heterogenität bei der Auswahl der Ratgeber wünschenswert gewesen, indem z.B. ein besonders positives Exemplar einem negativ auffallenden Elternratgeber gegenübergestellt worden wäre. Letztlich hat sich die Verfasserin der Arbeit gegen ein solches Vorgehen entschieden, da die Lektüre zahlreicher Elternratgeber zeigte, dass bindungs- und interaktionsrelevante Inhalte im Großen und Ganzen in fast jedem Fall recht befriedigend dargestellt werden. Eine Analyse eines Negativbeispiels hätte somit die Repräsentativität der Ergebnisse noch weiter einge-schränkt und wäre zudem nicht sehr ergiebig geworden.
Eine Möglichkeit, innerhalb des begrenzten Umfangs dieser Arbeit mehr als zwei Elternratgeber in die Analyse einzubeziehen, um auf diese Weise mehr Anregungen für den eigenen Entwurf zu erhalten, hätte in einer abgewandelten Analysemethode bestanden. Es hätte beispielsweise nicht jeweils der komplette Ratgeber berücksichtigt werden müssen, indem zu den einzelnen Analysekriterien nur einige positive, bzw. negative Abschnitte aus jedem Elternratgeber angeführt worden wären. Die Entscheidung fiel letztlich zugunsten der gewählten Analysemethode, um den Gesamtzusammenhang der Elternratgeber, ihre Vermittlungsform und -art berücksichtigen zu können.
Neben der engen Ratgeberauswahl ergeben sich weitere Grenzen der vorliegenden Arbeit zum einen aus der Orientierung ihrer Fragestellung an Eltern von Kindern im ersten Lebensjahr. Auch nach Ablauf dieses wichtigen Jahres behalten interaktions- und bindungsrelevante Themen natürlich ihre Relevanz, werden jedoch ergänzt durch genuin erzieherische und didaktische Aspekte innerhalb der Eltern-Kind-Beziehung.
Zum anderen konnten Differenzen im Interaktionsverhalten zwischen Müttern und Vätern nicht berücksichtigt werden, obwohl diese sowohl für den Bindungsaufbau des Kindes als auch für die Eltern selbst von Bedeutung sind.

 

Als Fazit der vorliegenden Arbeit bleibt festzuhalten, dass die Notwendigkeit emotionaler Zuverlässigkeit in der frühen Eltern-Kind-Beziehung auf verschiedenen Wegen stärker als bisher in den Blickpunkt der Gesamtgesellschaft gerückt werden sollte, damit alle Kinder die Chance bekommen, sich auf der Grundlage sicherer Bindungsorganisationen zu eigenständigen, sozial kompetenten und gesunden Persönlichkeiten zu entwickeln.

______________________
50 Elternschule "Das Baby verstehen" des Heidelberger Präventionszentrums und der Karl Kübel Stiftung; Leiter: Professor Dr. Manfred Cierpka; <http://www.focus-familie.de>.
51 "Baby Watching" des Klinikums der Universität München und der Karl-Köhler-Stiftung; Leiter: Dr. Karl-Heinz Brisch; s. z.B. <http://www.psychologie-heute.de/news/dietexte/040921s1.php>. 

Literaturverweise innerhalb dieser Seite:

AINSWORTH, M. (2003a): Mutter-Kind-Bindungsmuster: Vorausgegangene Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung (1985). In: Grossmann, K.E. & Grossmann, K. (Hrsg.): Bindung und menschliche Entwicklung. - Stuttgart.

BOWLBY, J. (1975): Bindung : Eine Analyse der Mutter-Kind-Beziehung. - München.

BZgA - BUNDESZENTRALE FÜR GESUNDHEITLICHE AUFKLÄRUNG (2002): Das Baby : Informationen für Eltern über das erste Lebensjahr. - Köln.

DORNES, M. (2001a): Der kompetente Säugling. - Frankfurt am Main.

ENDRES, M. (2001): Vorwort. In: Bowlby, J.: Frühe Bindung und kindliche Entwick-lung. - München.

LARGO, R. (1999): Babyjahre : Die frühkindliche Entwicklung aus biologischer Sicht. - Hamburg.

OELKERS, J. (1995): Pädagogische Ratgeber : Erziehungswissen in populären Medien. - Frankfurt am Main.

PAPOUŠEK, M. & WOLLWERTH DE CHUQUISENGO, R. (2003): Auswirkungen mütterlicher Traumatisierungen auf Kommunikation und Beziehung in der frühen Kindheit. In: Brisch, K.-H. & Hellbrügge, T.: Bindung und Trauma. - Stuttgart.

PAPOUŠEK, M. & PAPOUŠEK, H. (1981): Intuitives elterliches Verhalten im Zwiegespräch mit dem  Neugeborenen. In: Sozialpädiatrie in Praxis und Klinik 3 (5), S. 229-239.

SPANGLER, G. & ZIMMERMANN, P. (1999b): Bindung und Anpassung im  Lebenslauf: Erklärungsansätze und empirische Grundlagen für Entwicklungsprognosen. In: Oerter, R; von Hagen, C; Röper, G. (Hrsg.): Klinische Entwicklungspsychologie. - Weinheim.

STERN, D. (1979): Mutter und Kind. Die erste Beziehung : Das Kind und seine Entwicklung. - Stuttgart.

SUESS, G. (2001a): Die Bedeutung von Frühintervention zur Förderung der Eltern-Kind-Bindung. Überarbeitete Fassung eines Vortrages, gehalten bei einer Fachtagung des Jugendamtes der Stadt Karlsruhe im Februar 2001 in Karlsruhe. <http://www.karlsruhe.de/Soziales/PsychoSoz/bbbref2.pdf>. Rev. 25.3.2004.

SUESS, G. (1999): Das Selbst als Ausdruck dyadischer und individueller Organisation: Integrative Impulse der Bindungsforschung für die beraterische/ therapeutische Praxis. In: Spangler, G. & Zimmermann, P.: Die Bindungstheorie. - Stuttgart.

ZIMMERMANN, P.; SUESS, G.: SCHEUERER-ENGLISCH, H. u.a. (2000): Der Einfluß der Eltern-Kind-Bindung auf die Entwicklung psychischer Gesundheit. In: Petermann, F. (Hrsg.): Risiken in der frühkindlichen Entwicklung. - Göttingen.

 

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