Ich habe
vom
Sommersemester 1999 bis zum
Wintersemster 2004/05
Kleinkindpädagogik an
der FU Berlin studiert. Im
Februar 2005 habe ich meine Diplomarbeit
abgegeben und bin nun seit Mai Diplom-Pädagogin.
|
Ende der Kleinkindpädagogik an der FU Berlin
|
|
Leider
existiert der Studiengang Erziehungswissenschaften
mit der Studienrichtung Kleinkindpädagogik
inzwischen nicht mehr in der
Art, wie ich ihn noch studiert
habe. Erziehungswissenschaft
an der FU Berlin ist nun ein
Bachelor/Master-Studiengang,
in dem es offiziell keinen Schwerpunkt
Kleinkindpädagogik mehr gibt.
Wahrscheinlich werden weiterhin
Veranstaltungen - oder Module,
wie sie jetzt heißen - angeboten,
die sich mit der frühen Kindheit
beschäftigen, denn die entsprechenden
Dozenten sind ja nunmal vorhanden.
Die Kleinkindpädagogik als ganz
eigenes Lehr- und Forschungsgebiet
jedoch wird es nicht mehr geben. Während
die FU Berlin sich also von
diesem zukunftsweisenden, gesellschaftlich
äußerst bedeutsamen Studienfach
verabschiedet, haben andere
Universitäten die Zeichen der
Zeit erkannt. So wurden in Stendal
"Angewandte
Kindheitswissenschaften"
etabliert, und weitere Universitäten
und Fachhochschulen bieten kindheitsrelevante
Aus- und Fortbildungen
an.
|
Sicher haben viele
Besucher dieser Seite noch nie zuvor von
meinem Studienfach gehört!
Daher habe ich mal einige
Antworten
auf
FAQs zum Thema
KKP
zusammengestellt:
-
Die Studienrichtung
Kleinkindpädagogik
wird im Rahmen des
Diplom-Studiengangs
Erziehungswissenschaften
angeboten. Als Nebenfächer
werden
Psychologie und
Soziologie studiert.
-
Die Studienrichtung
Kleinkindpädagogik
gibt es seit 1988 an
der FU und sie ist in
dieser Form in Europa
einmalig (kein Wunder
also, dass kaum jemand
je davon gehört
hat!)
-
Spezialisiert hat sich
diese Wissenschaft auf
den Bereich der 0 bis
6-jährigen, da die
Erfahrungen, die Lern-
und
Entwicklungsprozesse,
die in diesen
Lebensjahren in der
Familie und in der
Kindertagesstätte
durchlebt
werden, grundlegend
für das gesamte Leben
eines Menschen sind.
Das Säuglings- und
Kleinkindalter bildet
die Voraussetzung für
den Aufbau einer
gesunden
Persönlichkeit.
Kleinkindpädagogen
arbeiten folglich
sozusagen präventiv,
indem sie sich
beispielsweise mit der
Eltern-Kind-Bindung
oder der Quälität von
Kindertagesstätten
auseinandersetzen,
während andere
Fachrichtungen nur
noch kompensatorisch
in Fehlentwicklungen
eingreifen können. Nur
indem man sich mit der
zukünftigen Generation
beschäftigt, kann man
die Gesellschaft zum
Besseren verändern!
Diplomierte
Kleinkindpädagoginnen
setzen sich das Ziel,
dieses neue
Bewusstsein für Kinder
zu fördern.
-
Nach der erfolgreichen
Diplomprüfung findet
man Diplom-Pädagogen
in folgenden
Tätigkeitsfeldern:
Organisation und
Verwaltung:
28%
Diagnostik und Therapie:
21%
Bildung und Erziehung:
17%
Beratung und Vermittlung:
15%
Forschung und Lehre:
12%
Dokumentation und
Information:
4%
Gutachten- und
Sachverständigenwesen:
3%
Statistik aus:
Zentralstelle für
Arbeitsvermittlung (Hg.):
Qualifizierte Fach- und
Führungskräfte.
Diplom-Pädagoginnen und
Diplom-Pädagogen und
Magister der
Erziehungswissenschaft.
Frankfurt a.M. 1998,
S.8
Meine persönlichen
Interessen im Bereich der
Kleinkindpädagogik
liegen größtenteils
in der Diagnostik und
Therapie. Besonders mit
der Bindungstheorie und
der Sprachheilpädagogik
möchte ich mich weiterhin
eingehend beschäftigen.
Weitere Interessengebiete
sind der frühkindliche
Autismus, die
Frühgeborenenförderung,
die Elternschaft und die
Kinderzeichnung.
|