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Das Thema
„Kinder im
Krankenhaus“
ist in der
medizinischen,
pädagogischen
und
psychologischen
Literatur in
den letzten
fünfzig Jahren
von vielen
Seiten
beleuchtet
worden. Die
Betrachtung
der Situation
erfolgte dabei
sowohl aus der
Sicht des
Klinikers, an
den die
medizinischen
und
psychologischen
Bedürfnisse
von Kindern
spezielle
Anforderungen
stellen, als
auch aus der
Perspektive
des kranken
Kindes, das
mit der
Aufnahme in
ein
Krankenhaus in
jeder Hinsicht
aus seinem
bisherigen
Alltag
gerissen
wird.
Meine
persönliche
Beziehung zu
diesem Thema
erklärt sich
aus meinem
Interesse an
Medizin und
Psychologie im
allgemeinen
und meiner
gefühlsgeleiteten
Einstellung,
daß für das
seelische Wohl
des kleinen
Patienten im
Krankenhaus so
viel wie
möglich getan
werden muß, um
zu verhindern,
daß sich
lebenslange
Ängste
aufgrund der
Isolation und
Unpersönlichkeit
im
Klinikalltag,
kombiniert mit
körperlicher
Krankheit und
Schmerzen,
beim Kind
bilden.
Verschiedene
Probleme, die
mit der
Hospitalisierung
eines Kindes
einhergehen,
sind bereits
erkannt
worden, so daß
Theorien zur
Abhilfe
entwickelt
werden
konnten. Das
Hauptproblem
stellt die
Tatsache dar,
daß Kinder
nach
unbegleiteten
Krankenhausaufenthalten
– d.h. ohne
die ständige
unterstützende
Anwesenheit
der
Hauptbindungsperson
– häufig
schwere
Verhaltensstörungen
entwickeln.
Diese
Erkenntnis hat
dazu geführt,
daß heutzutage
in nahezu
allen
Kinderkrankenhäusern
und ~stationen
das
uneingeschränkte
Besuchsrecht
oder die
Mitaufnahme
der Mutter des
erkrankten
Kindes üblich
sind.
In dieser
Arbeit
beschäftige
ich mich mit
der Frage,
welche
Beobachtungen,
Erfahrungen
und Theorien
dieser
positiven
Veränderung,
die in den
letzten
Jahrzehnten in
Kinderkliniken
stattgefunden
hat, zugrunde
liegen, und
warum eine
Reformierung
der Situation
des
hospitalisierten
Kindes
erforderlich
war.
Das wichtigste
Erklärungsmodell,
das die
Neuregelung
der
Besuchszeiten
begründete,
ist die
Bindungstheorie.
Folglich ist
die Kenntnis
dieser Theorie
für das
Verständnis
der
Umorientierung
in
pädiatrischen
Kliniken
unabdingbar.
Aus diesem
Grund werden
die relevanten
Erkenntnisse
dieses
Paradigmas im
ersten Teil
meiner Arbeit
(Kapitel 2)
aufgezeigt und
erläutert. Im
zweiten Teil
(Kapitel 3)
werden
zunächst die
erwähnten
Reformen in
Kinderkliniken
detaillierter
dargestellt.
In den darauf
folgenden
Abschnitten
werden sowohl
die Situation
des kranken
Kindes, das
ohne seine
Mutter im
Krankenhaus
bleiben muß,
als auch die
psychischen
Auswirkungen
dieser Lage
beschrieben,
die
schließlich zu
den Reformen
geführt haben.
Schließlich
werden die
Erkenntnisse
zusammengefasst
und
Schlußfolgerungen
für die
pädiatrische
Arbeit in
Krankenhäusern
gezogen.
Abschließend
sei noch
angemerkt, daß
die
Darstellung
auf kurze
Krankenhausaufenthalte
von Kindern
zwischen dem
ersten und 7.
Lebensjahr
beschränkt
bleibt;
Probleme, die
bei
Langzeitaufenthalten
entstehen,
bleiben ebenso
unberücksichtigt
wie die
veränderte
Situation bei
den kognitiv
reiferen,
hospitalisierten
Schulkindern.
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