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Räumliche
Spiele
(Lernbereich: Beziehungen zwischen
Gegenständen - auf, unter, mit,
größer, schwerer..., die Lage
im Raum und die Schwerkraft)
- Beschäftigung:
Aus- und Einräumen von Gefäßen
und Taschen; Spielzeug:
ganz einfach entsprechender
(sicherer!) Haushaltskram
wie Becher, Töpfe, größere
trockene Nudeln zum Befüllen,
Deckel dazu, Taschen (kein
Plastik, Erstickungsgefahr!)
und Papiertüten, Kartons
in ganz mini und riesengroß....
- Beschäftigung:Bauen
und Stapeln (das Kind lernt
Türme und später auch komplexere
Gebilde zu bauen und umzustoßen,
trainiert Fingerfertigkeit
und räumliches Denken und
lernt Formen kennen); Spielzeug: auf
jeden Fall ein Set großer,
farbiger Bauklötze in verschiedenen
Formen; eine Holzeisenbahn
mit vielen Teilen zum Selbstzusammenbauen
von Schienen, Straßen und
einer Lok mit Anhänger und
Ladung; einfache Puzzles
mit großen Teilen, Steckpuzzle
Symbolspiele
(das Kind lernt die Funktionen
von Dingen kennen, verinnerlicht
Handlungen und Verhalten, indem
es Erwachsene und andere Kinder
nachahmt und fängt an, "So-tun-als-ob-Spiele"
zu spielen)
- Spielzeug:
eine Puppe, die man aus-
und anziehen und baden kann
und die nicht zu groß ist;
auch bei Jungs beliebt!
Die Kinder fangen irgendwann
in dieser Altersphase an,
der Puppe z.B. einen Löffel
mit imaginärem Essen vorzuhalten
oder sie auszuziehen, unter
eine Decke zu legen und
ihr einen Gute-Nach-Kuss
zu geben - Anfänge der im
Kinderalter sehr beliebten
Rollenspiele. Viele Kinder
lieben es jetzt, einen kleinen
Puppenbuggy vor sich her
zu schieben - auch gerne
ohne Inhalt; auch das macht
in diesem Alter noch Mädchen
und Jungen gleichermaßen
Spaß. Sie tun das, was sonst
die Großen machen, und das
zählt für sie! Daher ebenso
beliebt: Haushaltsgeräte-Spielzeug
bzw. einige kindersichere
echte Utensilien wie kleine
Töpfe, Becher, Schüsselchen
etc.; viele Kleinkinder
lieben eine kleine Kinderküche
mit Herd und ganz viel Krims-Krams-Zubehör,
mit dem sie nachspielen
können, was die Eltern in
der Küche tun (kochen, abspülen,
servieren...).
Kategorisieren
und Ordnen,
Zuordnen von Eigenschaften (das
Kind erkennt immer mehr Gemeinsamkeiten
und Unterschiede zwischen Gegenständen)
- Spielzeug:
Sortier- und Steckspiele
(Boxen oder Eimer mit passenden
Löchern für jeweils eine
bestimmte Bauklotzform);
Auffädeln (trainiert besonders
auch die Feinmotorik): zunächst
z.B. Spielzeugpyramiden
mit verschieden großen Ringen,
später auch kleinere Klötzchen
auf eine Schnur; Beschäftigungen: Sammeln
und Sortieren von Steinchen
oder Muscheln nach Größe,
Farbe, Form...
Kreatives
(Feinmotorisches wie Malen,
Kneten, Kleben, Sprachförderung)
- Irgendwann
zwischen 1 und 2 wächst
das Interesse am Schmieren
und Kritzeln; es ist gut,
wenn dem Kind die Möglichkeit
dazu gegeben wird, indem
dicke Buntstifte/Wachsmaler
und Papier zu seiner Selbstbedienung
bereitliegen und ihm angeboten
werden; ein kleiner Kindertisch
und -Stuhl sind dann günstig
im Kinderzimmer
- Knete
(das Kind in diesem Alter
kann zwar noch nicht gegenständlich
kneten, wird aber dennoch
Freude daran haben, etwas
durch seine Aktivität in
der Form verändern zu können
und wird auch den sinnlichen
Umgang mit dem Material
mögen (aber nicht alle Kinder
mögen das matschige, warme,
klebrige Gefühl auf Anhieb).
- altersgemäße
Bilderbücher zum Vorlesen
und Selbstangucken mit Szenen
aus dem Kinderalltag oder
bekannten Orten wie Bauernhof,
Zoo, Bahnhof... oder passend
zur aktuellen Situation
des Kindes: Geburt eines
Geschwisterchens, Töpfchen
benutzen, in die Krippe
kommen usw.. Man kann auch
ein großes Bilderbuch selbst
basteln aus großem Karton,
lochen, zusammenbinden und
die Seiten bekleben mit
Bildern aus Zeitschriften
oder Katalogen oder sogar
Fotos aus dem Alltag und
von bekannten Personen aus
dem Umkreis des Kindes.
- Liederkassetten
mit Liedern, die das Kind
von den Eltern kennt und
die oft zu Hause gesungen
werden; man kann auch Selbstgesungenes
aufnehmen.
- Kindermusikinstrumente,
unter Vorbehalt der elterlichen
akustischen Toleranz. Kindern
macht es in diesem Alter
auf jeden Fall Freude, Töne
zu hören und zu erzeugen,
sei es mit einem Kinderxylophon,
einer Trommel, einer Flöte
oder auch mit Haushaltsgegenständen.
Körperliches
(Bewegung ist alles in diesem
Alter!)
- draußen
spielen (im Schlamm; mit
Wasser; Äste, Steine, Blätter
etc. sammeln und wiedererkennen
lernen; klettern; rennen;
springen; balancieren; Stufen
bewältigen; Schaukeln...)
- ein
Rutscheauto mögen die meisten
Kleinkinder noch, auch wenn
sie schon laufen können;
am Ende der Phase ein kleines
Laufrad
- Fangen
und Verstecken spielen
- Bälle
zum Kullern, Werfen, Fangen
in verschiedenen Farben,
Größen und Gewichten; nicht
zu stark aufgeblasene Luftballons
Sonstiges
- alles,
was mit Wasser zu tun hat;
es gibt z.B. Farben für's
Badewasser; Gefäße und Rührutensilien
zum Füllen und Plantschen,
Sieb.
Insgesamt
gilt gerade in diesem Alter
besonders: Spielzeug
ist, was das Kind fasziniert
und ungefährlich ist. Sogenanntes
"Pädagogisch wertvolles"
Spielzeug kann zwar anregen
und auch Spaß machen, aber Lernen
kann das Kind mindestens ebenso
gut im Umgang und Spiel mit
anderen Dingen: was auch
immer das Interesse des Kindes
weckt, lehrt es auch etwas.
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