Eragon – Das Erbe der Macht von Christopher Paolini

Dies ist der krönende Abschluss einer wunderbaren Reihe. Lange haben wir alle auf den letzten Eragon-Band gewartet und ich gebe zu, aus zeitlichen Gründen hab ich sogar länger dafür gebraucht als ursprünglich geplant. Aber dieser verlängerte Abschied hatte auch sein Gutes. Man hat mehr Zeit, sich von all den lieb gewonnenen Figuren wie dem Drachenreiter Eragon, der Drachendame Saphira, der Elfe Arya, dem Zwerg Orik, der mysteriösen Angela und ihrer Werkatze Solembum, der Anführerin der Varden, ja selbst dem Anführer der Urgals, Nar Garzhvog zu verabschieden.

Der Band wird natürlich beherrscht von dem letzten Kampf gegen Galbatorix, der ganz Alagaësia in seiner Gewalt hat. Es scheint für Eragon unmöglich, diesen Kampf zu gewinnen, trotz der Hilfe, die er bekommt. Erst Unterstützung aus einer völlig unerwarteteten Richtung lassen den Sieg in greifbare Nähe rücken.

Aber was soll dann geschehen? Könnte ein so mächtiger und einflussreicher Reiter wie Eragon dort bleiben, wo ein ehemaliger Reiter solchen Schaden angerichtet hat? Also auch hier vielleicht ein Abschied? Vielleicht für immer? Was würde dann aus der Freundschaft zwischen Eragon und Arya?

Das Ende ist nicht ganz so erwartbar, wie man meinen könnte. Ich habe sagen hören, es sei schon fast zu schnulzig. Doch ich würde das eher angemessen nennen. Es ist kein rauschendes Finale, dass voller Optimismus verkündet: „Alles wird gut!“. Es ist aber auch nicht völlig ohne Happy End.

Man könnte das Ende als realistisch bezeichnen, denn auch im wahren Leben gibt es nie ein absolutes Happy End, nur hin und wieder Momente des Glücks und der Hoffnung. So ist es auch hier.

Und damit schließt sich die Eragon-Reihe. Endgültig? Wer weiß das schon? Christopher Paolini selbst schließt nicht aus, irgendwann einmal nach Alagaësia zurückzukehren und eine neue Geschichte zu erzählen. Bis dahin mag jeder sich selbst ausmalen, wie das Leben von Eragon und Saphira weitergehen könnte.

Viel Spaß auf der letzten Reise durch Eragons Erlebnisse ;-)

Eragon – Das Erbe der Macht
Christopher Paolini
cbj, 2011
960 Seiten, € 24,99

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2 Antworten zu Eragon – Das Erbe der Macht von Christopher Paolini

  1. aika

    Schade, dass der Zyklus damit endet, aber vielleicht gibt es ja noch einen überraschenden 5. Band.
    Zumindest die Hoffnung stirbt ja bekannterweise zuletzt ^^
    Lg

  2. Pingback: Jennys Blog » Blog Archiv » Meine Welt – die Wälzer

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