Blinde Weide, schlafende Frau von Haruki Murakami

Wenn zwei völlig unwahrscheinliche Ereignisse eintreten, die eine Begegnung zweier Menschen ermöglichen, die sich sonst niemals getroffen hätten – ist das dann Zufall? Gibt es den „Zufall“ wirklich oder ist es nicht doch eher ein lange vorherbestimmtes Ereignis, das einfach genauso eintreten musste?

Zwei Menschen, die aus völlig unterschiedlichen Welten stammen, sitzen „ganz zufällig“ in demselben Restaurant und lesen dasselbe Buch und es entsteht eine kurze Freundschaft, die aber das Leben beider entscheidend beeinflusst. Viele solcher „Zufallsgeschichten“ finden sich im Roman „Blinde Weide, schlafende Frau“ von Haruki Murakami. Mal geheimnisvoll, mal kriminalistisch, oft phantastisch, manchmal liebevoll , manchmal tragisch und manchmal auch einfach nur das harte Leben: das sind diese Kurzgeschichten. Ist man gerade in der Realität angekommen, trifft man auf die phantastische Geschichte vom Eismann, der tatsächlich einer ist. Die Kurzgeschichte „Toni Takitami“, die einem Sammelwütigen schon zu denken gibt, wurde sogar verfilmt.

Wer schon immer mal einen Roman von Haruki Murakami lesen wollte, aber nicht wusste, ob das wirklich etwas für einen ist, dem sei dieser Roman wärmstens empfohlen. Wer keine Horrorgeschichten mag, sollte die menschenfressenden Katzen überspringen, wobei der Horror hier nur vage angedeutet wird. Aber das ist ja das Schöne an Kurzgeschichten, man muss ja nicht alles lesen, sondern kann sich herauspicken, was einem gefällt.

Letztendlich bleibt das Fazit: Zufälle? Nein, die gibt es nicht, nicht in Büchern und auch nicht im wahren Leben.

Blinde Weide, schlafende Frau
Haruki Murakami
DuMont 2011
416 Seiten

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