Inferno von Dan Brown

In einer Zeit, in der die Medizin es ermöglicht, Menschen immer länger am Leben zu erhalten, ist Überbevölkerung ein heikles Thema. Wird die Weltbevölkerung irgendwann so weit anwachsen, dass unsere Erde nicht mehr imstande sein wird, alle Menschen zu ernähren? Wenn man bedenkt, dass derzeit Lebensmittel massenweise vernichtet werden, um die Preise stabil zu halten, alles im Überfluss da ist, mag man sich das wohl kaum vorstellen. Doch wie sieht das in 100 oder 200 Jahren aus? Dieser Frage stellt sich Dan Brown in „Inferno“. Das tut er auf höchst spannende Weise.

Denn diesmal werden wir mitten ins Geschehen geworfen. Robert Langden erwacht in einem Krankenhaus und muss feststellen, dass er eine Kopfverletzung hat und keine Ahnung, woher diese stammt. Er weiß weder wo er ist, noch warum er sich nicht daran erinnern kann, was eigentlich geschehen ist. Je mehr er aber herausfindet, umso mehr Fragen tauchen auf. Es beginnt das wohl gefährlichste Abenteuer, das Robert Langdon je erlebt hat.

Das Schema wiederholt sich: wieder muss sich Langdon unbekannten Mächten stellen, die ihn, diesmal auf Dantes Spuren, jagen, muss unter massivem Zeitdruck ein Rätsel lösen. Motive, die sich durch alle Robert-Langdon-Romane ziehen. Jedoch tut das der Spannung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, man mag das Buch nicht aus der Hand legen, ehe man es nicht bis zum Ende gelesen hat. Nur eines fällt negativ auf: auf dem Cover ist die Rede davon, dass er quer durch Europa gejagt wird, dieses „ganze Europa“ sind dann aber doch nur zwei Länder.

Übrigens: wer die „Divina Commedia“ (Göttliche Komödie) von Dante Alighieri gelesen hat, ist hier klar im Vorteil. Das sollte ich vielleicht gelegentlich noch nachholen …

Dan Brown
Inferno
Gustav Lübbe Verlag 2013
684 Seiten

Gefundene Druckfehler: 4

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