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Rubrik: Artefakte

Weblogger-Watchblogging

Weblogs sind Mainstream geworden. Woran man das merkt? Wenn die Frankfurter Allgemeine eine Halbseite im “Geld-&-Mehr”-Buch opfert und ihren Lesern erklärt, wie man sich selbst so ein Blog im Internet besorgt:

Zeitungsseitenausschnitt
(Lyssa schreibt erneut in der Frankfurter Allgemeinen (Sonntagszeitung)).

Oder hätte der Artikel in der Bildzeitung stehen müssen, um von Mainstream sprechen zu dürfen?

PS. Ich dachte, die FAZ schreibt nach alter Rechtschreibung. Da hat der Schlussredakteur wohl gepennt, wurde wegrationalisiert oder Technikartikeln gesteht man allgemein eine neumodischere Schreibweise zu.

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Ich bin Deutschland

Und dafür braucht man keinen Nobelpreis, keine Goldmedaille oder einer Fernsehshow.

Vielleicht sind auch sie Deutschland. Aber sie sprechen nicht unserer Sprache.

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Kindersegen gefährdet Ihre Gesundheit!

Kinder können schlimme Verletzungen hervorrufen… zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Packungsbeilage oder lesen Ihren Arzt oder Apotheker:

...Familien mit Kindern und schwerer Verletzte

Na, wer ist diesmal schuld, dass sich hier ein Redakteur mit der Verwendung von zusammengesetzten Worten schwer tut? Doch nicht etwa die Rechtschreibreform?

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Böse Rechtschreibreform, gute Rechtschreibreform

dagegen! Der Versuch von Springer- und Spiegel-Verlag, kurz vor Vollendung der Rechtschreibreform eben diese durch Rückkehr zur herkömmlichen Schreibung doch noch zu kippen, bringt einige nette, wohl nicht beabsichtigte Nebeneffekte mit sich: einerseits wird an allen Orten das Bewusstsein dafür geschärft, wie fragwürdig es ist, wenn die die Politik kontrollierenden Institutionen selbst Politik machen. Andererseits erlebt dadurch die fast schon eingeschlafene alte Debatte um die Reform eine unverhoffte Renaissance und verhilft zu ganz neuen Einsichten. Noch vor knapp einem Jahr habe ich verwundert festgestellt, dass so gut wie keine reformfreundlichen Stellungnahmen im Netz zu finden waren. Nun, so scheint es, schießen kritikerkritische Artikel wie Pilze aus dem Boden und man findet im schnellwachsenden Geflecht der aus dem Nichts auftauchenden Reformbefürworter auch Seiten, die man zuvor übersehen hatte. Vielen Dank, Spiegel und Springer! Es scheint, als hättet ihr eurem Anliegen einen Bärendienst erwiesen. Besonders gefallen hat mir übrigens ein Satz aus dem Standard-Artikel:

In einer solchen Lage ist Gelassenheit gefragt und nicht Rechthaberei.

(Eric Frey, “der Standard” vom 9.8.2004)

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Zurück in die Zukunft

dagegen!“Der Spiegel” kehrt gemeinsam mit einigen anderen Blättern ab sofort wieder zur alten Rechtschreibung von vor 1998 zurück (in Zeiten, wo Medien aller Couleur um jeden einzelnen jugendlichen Leser kämpfen müssen, sicherlich ein mutiger Schritt) und begründet dies auch:

Nach fünf Jahren praktischer Erprobung in den Druckmedien und sechs Jahren in den Schulen hat die Reform weder für professionell Schreibende noch für Schüler Erleichterung oder Vereinfachung gebracht.

Woher man diese Gewissheit nimmt, wird natürlich mal wieder nicht verraten (und hätte man nicht eigentlich von “Professionellschreibenden” schreiben müssen…?!).

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Rechtschreibreform zurücknehmen? II

dagegen!Auch Bundesminister lesen Knetfeders Revue. Zitat von Kulturstaatsministerin Christina Weiss (ups, ein Doppel-S!), gefunden in der Berliner Zeitung vom 22.7.:

Es gibt Fragestellungen, und dazu gehört die Rechtschreibreform, die nicht für Volksentscheide taugen

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