Start

Rubrik: Kleinkindpädagogik

Kleinkindpädagogik gibt sich ein Logo

Tapetenwechsel bei “Knetfeders Kleinkindpädagogik“: Nach Jahren hat das Projekt ein eigenes Logo spendiert bekommen, das nun alle Seiten ziert.

Ausschnitt KKP-Startseite

Dazu ein Kurzinterview mit der Seitenbetreiberin, Dipl-Päd. Melanie Lerch:

Warum gibt es eigentlich erst jetzt nach so vielen Jahren ein Logo?
Am Anfang bestand noch keine Notwendigkeit und später fehlte die Zeit, sich darum zu kümmern. Aber seitdem die Seite sehr populär und auch professioneller geworden ist, schien es an der Zeit.

das neue LogoDas Logo sieht sehr “bubbelig”, aber auch sehr generisch aus, es könnte auch das Logo eines Tablettenfabrikanten oder einer Sportmarke sein. Warum wurden denn diese Kugeln genommen?
Ja, wenn man’s nicht weiß, kommt man nicht drauf.

Das Logo hat also eine Bedeutung?
Es symbolisiert die kindliche Entwicklung. Die große orangefarbene Kugel ist der Mutterbauch, die gelbe kleine Kugel steht für das ungeborene Baby, das dann zum Säugling in der Symbiose mit der Mutter wird (grün), sich weiterentwickelt (blau, violett) und schließlich eigene Wege geht (pink).

Kommentare

Knetfeder kommerziell

Da Knetfeders Kleinkindpädagogik schon des öfteren ursprünglich nur für die Homepage verfasste Artikel auf Anfrage zur Veröffentlichung freigegeben hat (hauptsächlich für Präventionsprojekte), wurde nun kurzerhand eine spezielle Verkaufssektion eingeführt.
Screenshot KKP-Shop
Dort ist auf einen Blick ersichtlich, für welche Artikel eine Nutzungsgenehmigung erworben werden kann und unter welchen Bedingungen dies möglich ist. Außerdem gibt es weitere Angebote, z.B. die beliebte und zuvor oft nachgefragte Entwicklungsübersicht als Poster. Die reine Lektüre und private Nutzung der Homepageartikel zur kindlichen Entwicklung bleibt natürlich wie bisher kostenfrei!

Kommentare

Wir sind überall…

Dass knetfedrige Inhalte ihren Eingang in städtische Präventionsprojekte finden, wertvolle Tipps für studentische und wissenschaftliche Zwecke ebenso wie zur elterlichen Information bieten, juristische Aufklärungsarbeit leisten und ansonsten mindestens zur Erheiterung bzw. Erweiterung sowie zur Verschönerung gewisser Projekte beitragen – all das wussten wir bereits. Neu ist, dass auf knetfeder.de nun auch nach Grafiken zur kommerziellen Verwendung gefahndet wird (geklaut wurde Grafisches ja schon immer gerne von uns; hier handelt es sich aber mal um eine gesetzestreue Nutzungsanfrage), so von einem Verlag:

Sehr geehrte Frau Lerch,
durch Zufall bin ich auf Ihre Website gestoßen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Präsentation.
[...]
Z.Z. produzieren wir für [xxx] einen Liederkalender im Format A2. Die Bilder darauf sind quadratisch 40×40 cm.
[...]
Gerne würden wir das Weihnachtsbild der kleinen Julia (6Jahre) in diesen Kalender aufnehmen.
Ist das möglich und wenn ja, wie schnell könnten wir das Bild zum Scannen haben?

Diese Kinderzeichnung aus unserer Galerie also wird möglicherweise Karriere machen:

Julia, 6 Jahre

Das allerdings liegt nicht mehr in knetfeders Händen, denn das Urheberrecht an der Zeichnung hat das ehemals kleine Mädchen Julia, das inzwischen erwachsen ist und von mir per Mail von der Anfrage des Verlags unterrichtet wurde. Falls Julia eine Rückmeldung an knetfeder gibt, werden die Leser der Revue selbstverständlich exklusiv erfahren, was aus der Geschichte wurde ;) . Falls wir nichts mehr von Julia hören, werden wir wohl auf die Veröffentlichung des Liederkalenders warten müssen, um festzustellen, ob knetfedrige Inhalte wiedermal (wenn auch mittelbar) Eingang in die nicht-virtuelle Realität gefunden haben.

Aktualisierung 4.4.2008: Gerade haben wir recherchiert: Julias schönes Bild hat leider keinen Platz in dem Liederkalender gefunden! :(

Kommentare

Anleitung zum Dreistsein

Hilfsbereit wie ich bin ;) , versende ich auf Anfrage gerne kostenlos meine diversen kleinkindpädagogischen Hausarbeiten und tausche mich auch mit beratungssuchenden Eltern oder therapeutisch tätigen Pädagogen mit Begeisterung über (oftmals vermeintliche) Entwicklungsprobleme und – auffälligkeiten der lieben Kleinen aus. Auch ernsthaften Diskussionen über die pädagogischen Schwerpunkte meiner Homepage wäre ich nicht abgeneigt – entscheidend ist hier aber die Defintion von “Diskussion”, die beinhaltet, dass zwei oder mehr Personen gleichberechtigte Beiträge zu einem Gesprächsthema leisten. Anderenfalls handelt es sich um ein Interview oder eine Prüfungssituation – oder aber um Ausnutzung. Einer solchen Deutung von zwei kürzlich erhaltenen E-Mails kann ich mich nicht erwehren.
Zitat aus Mail Nummer 1 zu meinem Elternratgeberartikel über die frühe Eltern-Kind-Beziehung:

[...] ich suche für meine
Frage eine Antwort, die ich bisher nicht gefunden, sie lautet:”Warum ist eine stabile, tragfähige Bindung so wichtig für die kindliche Entwicklung?”
Es wäre sehr nett von Ihnen, wenn Sie sie mir beantworten könnten!

Laut Einleitung der Mail hat der/die Verfasser(in) meinen entsprechenden Artikel gelesen und für gut befunden. Wozu also diese Frage??? Der Artikel existiert ausschließlich, um genau diese Frage zu beantworten. Alles, was ich der anfragenden Person per Mail erwidern könnte, würde den Inhalt des Artikels wiederholen. Dreistigkeit (im Falle, dass die Person eine kurze Abhandlung für ihre Hausarbeit oder Schulaufgabe benötigt und sich die Mühe sparen möchte, meinen Artikel selbst zusammenzufassen) oder mangelnde Lesefertigkeit (im Falle, dass die Person meine Ausführungen nicht verstanden hat oder nicht an das Lesen langer Texte gewöhnt ist)?

Eindeutig in die Kategorie “dreist” sortiere ich folgende Mail Nummer 2 zum Thema Moralentwicklung ein:

[...]Deswegen [weil der/die Verfasser(in) ein Referat darüber halten muss; M.Lerch] möchte ich Sie fragen, ob Sie mir helfen könnten, die folgenden Fragen zu beantworten:

- Biographischer Hintergrund Kohlbergs: wieso hat er sich für die Moralentwicklung interessiert?
- Was ist Moral? Weitere Eingrenzungsfragen und Frage nach Beispielen für moralische Situationen, nach Gemeinsamkeiten dieser
- Wie verändert sich das Verständnis von Moral auf den drei Entwicklungsebenen, was daran verändert sich?
- Wodurch verändert sich das Verständnis von Moral?
- Was ist Konvention, konventionell? Prä- und postkonventionell?
- Wie wird Kohlbergs Theorie angewendet? >> besonders Just Community

Man könnte der anfragenden Person ja eine gewisse Eigenleistung zugute halten, hätte sie die Fragen selbst aufgrund erster Literaturstudien formuliert. Aber nein, es handelt sich bei den Fragen um Auszüge meiner eigenen Auflistung von Prüfungsfragen! Ich gebe zu, dass ich die Fragen auf der entsprechenden Seite meiner Homepage nicht beantworte – aber wenn ich eine Abhandlung darüber hätte schreiben wollen, dann wäre sie sicher genau dort zu finden. Da sie das nicht ist, darf man annehmen, dass ich dazu entweder keine Zeit oder keine Lust hatte. Überflüssig zu erwähnen, dass ich den Aufwand nicht für eine Mail auf mich nehme, wenn ich das nicht mal für meine Homepage getan habe!

Die Moral von der Geschicht’: ich freue mich über jede Mail, die sich mit den Themen meiner Homepage befasst, und ich beantworte (fast) alles – sogar die beiden oben zitierten Exemplare. Aaaber: Brauchbare Antworten im Sinne der Fragestellung erhält nur, wer wirkliches Interesse an einem Austausch zeigt, sich zunächst mit den bereitgestellten Inhalten selbständig befasst und nicht lediglich (oder zumindest nicht derart offensichtlich!) von meiner schreibwütigen Großzügigkeit durch Abkupfern profitieren möchte!

Kommentare

Kinderbetreuung im Spannungsfeld der Erwartungen

»In unserer Gesellschaft sind Menschen, die sich beruflich mit kleinen Kindern
befassen, noch immer wenig angesehen – weniger als Menschen, die sich mit
Maschinen beschäftigen.«

(Karin Grossmann, Bindungsforscherin, zit. n. tagesanzeiger.ch 6.2.2004)

Babysitten, bzw. jegliche Form der Kinderbetreuung, ist nicht einfach nur ein Job, mit dem sich jedermann etwas dazuverdienen kann. Zunächst erscheint es vielleicht sehr einfach, ein paar Stunden am Tag oder gar nur abends, wenn das Kind schläft, aufzupassen, dass ihm nichts passiert. In Wirklichkeit aber ist Babysitten viel mehr, als nur den Aufpasser zu spielen.
Als Betreuer von Kindern übernimmt man eine Riesenverantwortung, denn Kinder sind das Allerwichtigste und Wertvollste im Leben ihrer Eltern. Diese wünschen sich deshalb nicht nur einen Aufpasser für die Stunden, in denen sie selbst nicht bei ihrem Kind sind, sondern sie möchten, dass es ihrem Kind rundum gut geht, dass es nicht allzu große Sehnsucht nach Mama und Papa haben muss, weil der Babysitter liebevoll auf es eingeht, sich mit ihm beschäftigt und mit ihm eine lustige Zeit verbringt.
Aber auch der Babysitter tritt mit gewissen Erwartungen, Vorstellungen und Wünschen seine Stelle bei einer neuen Familie an. Gerade eine so vertrauensvolle Aufgabe wie die Kinderbetreuung lebt vom gegenseitigen Geben und Nehmen. Daher sollten sowohl die Eltern als auch die Betreuungsperson sich vorab einige Gedanken über die Zusammenarbeit machen und ihre Vorstellungen auch artikulieren. Sicher lassen sich die beiderseitigen Erwartungen nicht für alle Eltern-Babysitter-Teams verallgemeinern, aber vielleicht können folgende Punkte einen Denkanstoss bieten:

Was Eltern von einem guten Babysitter erwarten:

  • Liebe, Wärme und Begeisterung für Kinder
  • Engagement und Beschäftigungsideen
  • Bereitschaft zu längerer Zusammenarbeit und zur Aufnahme einer echten Beziehung zum Kind, Zulassen von Nähe
  • Geduld
  • Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Diskretion
  • Hohes Verantwortungsgefühl
  • Flexible Einsatzzeiten

Was der Babysitter von den Eltern erwartet:

  • Gute Einführung und Information
  • Regelmäßige Einsatzzeiten
  • Konsequentes Verabschiedungsverhalten nach Eingewöhnung
  • Teilhabe an der Entwicklung des Kindes
  • Vertrauen und Zutrauen
  • Feedback
  • Eine der großen Verantwortung angemessene Bezahlung

Knetfeders Kleinkindpädagogik klärt ausführlich, welche Ideen und Erwartungen sich konkret hinter den einzelnen Punkten verbergen.
Die Kommentare sind freigegeben für Ergänzungen und Meinungen zu diesem Thema.

Kommentare

Made my day!

In der Bahn. Mutter, Vater, Kind – letzteres ca. 4 Jahre alt – setzen sich in meine Nähe. Das kleine Mädchen leidet ganz offenbar unter einer Sprachentwicklungsverzögerung, kann keine Zischlaute (s, sch, ch) artikulieren, die sie stattdessen durch t- oder d-Laute ersetzt, redet aber viel und auch grammatikalisch richtig und scheint auch ansonsten ein sehr aufgewecktes Kind zu sein. Während die Pädagogin in mir sich Gedanken über die Notwendigkeit einer Sprachtherapie macht, spielt das Mädchen auf dem Sitz vor mir und verliert dabei seine Kastanie, die unter ihren Sitz kullert. Ich stoße die Kastanie mit dem Fuß an, damit das Mädchen sie erreichen kann, und rechne weder damit, dass sie diese kleine Nachhilfe überhaupt realisiert, noch – oder noch viel weniger – mit einer Reaktion ihrerseits. Irrtum!
Mädchen (greift Kastanie) ruft laut: “Danketööön!” [allein, dass Kinder sich in dem Alter freiwillig bedanken, noch dazu bei Fremden, finde ich ziemlich außergewöhnlich]
Ich: “Bittesehr!
Mädchen (guckt um die Ecke ihres Sitzes): “Du wart aber lieb!
:-)

Kommentare



weiter in die Vergangenheit »