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Rubrik: Berlin

Berliner Flughafen delayed

Im Vorfeld war noch die Rede davon, dass die Abläufe im Terminal des neuen Berliner Flughafens vor der eigentlichen Freigabe auch deshalb mit Statisten im Probebetrieb derart ausgiebig getestet würden, damit sich solche Pannen wie bei der Eröffnung des neuen Terminals 5 von London Heathrow (an welchem am ersten Tag durch das Versagen der Gepäckabfertigung tagelang das schiere Chaos ausbrach und Folgekosten von über 20 Millionen verursachte) ausgeschlossen werden können.

Nun – immerhin kann man von Heathrow/Terminal 5 bereits abheben. Berlin-Brandenburg international hingegen bleibt auf unabsehbare Zeit weiterhin eine Baustelle.

Mit der Eröffnung des Hauptstadtflughafens (der eigentlich schon seit Oktober 2011 in Betrieb sein sollte) Anfang Juni 2012 wird es also nichts. Was die kurzfristige erneute Verschiebung des Starts des gesamten Flughafens um mehrere Wochen kosten wird, steht noch nicht fest. Läppische 20 Millionen dürften es jedenfalls nicht sein.

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Glückwunsch, Piratenpartei!


Aus dem Stand fast in den zweistelligen Prozentbereich vorgedrungen und somit ins Berliner Abgeordnetenhaus eingezogen.
Obwohl die Umfragen vor der Wahl sie „nur“ bei knapp über der 5-Prozent-Hürde sahen, war der jetzige Überraschungserfolg eigentlich keine Überraschung, wenn sich letztlich sogar Jörg Kantel, Johnny Haeusler und F!XMBR für die Piraten aussprachen – was exemplarisch für die Unzufriedenheit mit den etablierten und austauschbar erscheinenden Parteien steht, deren Politik als intransparent und unzureichend empfunden wird, von der sich der Wähler nicht mehr repräsentiert fühlt.
Dass auch nur ein Bruchteil der Berliner, die Piratenpartei gewählt haben, auch einmal einen Blick in das teils absurde Wahlprogramm geworfen haben, darf bezweifelt werden. Doch auch, wenn sie mit dem Bauch und nicht mit dem Kopf gewählt wurden – sie sind mit großem Erfolg gewählt.
Die kommenden 5 Jahre in Berlin werden spannend werden, ob es den Piraten gelingen wird, Kurs auf die selbstgesteckten hohen Ziele zu nehmen.

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Berliner Flagge in Zukunft mit Eisbär?

Ein kleines, weißbefelltes, tapsig-drolliges und superniedliches Eisbärbaby hält Berlin und die ganze Republik seit Monaten in Schach: Knut. Nach dem Vorbild von Luxemburg – das derzeit überlegt, ob es seine bisherige Nationalflagge rot-weiß-blau durch den blauweißgestreiften “Roten Löwen” ersetzen soll, da man farbtechnisch immer mit den Niederlanden verwechselt wird – überlegt nun auch Berlin, ob man die Landesflagge ändern soll: man könnte so die Popularität des kleinen Eisbärs Knut nachhaltig für das Image Berlins nutzen, indem man künftig statt dem alten Berliner Bär einfach Knut auf der Fahne abbildet…

rote Streifen, schwarzer Bär auf weißem Grund
derzeitige Berliner Landesflagge

rote Streifen
Entwurf neue Berliner Flagge mit Eisbär

(Flaggenvorlage aus Wikipedia)

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Die Knetfeder-Hymne

In Berlin bin ich einer von drei Millionen,
in Brandenburg kann ich bald alleine wohnen

Wer das ganze Lied, das wir zur Knetfeder-Hymne erkoren haben, hören will, suche bei Google nach “Rainald Grebe” brandenburg IFA und klicke auf eines der ersten Ergebnisse aus dem Archiv eines bekannten Videoservice.

Für uns Zwangs-Berliner ist die Sache glasklar: Rainald Grebe versteckt seine Leidenschaft für das ländliche Leben geschickt unter dem Deckmantel der Großstadtglorifizierung. Wie sonst sollte folgender Vers zu verstehen sein:

Berlin, Halleluja Berlin,
alle wollen da hin,
deshalb will ich das auch

Exakt, Berlin ist nur aus dem Grund so voller, ähm, Menschen, weil jeder zweite Umländer meint: “Naja, wenn’ s da so doll sein soll, dann darf ich natürlich nicht fehlen!” Typischer Fall von Masse statt Klasse. Rainald Grebe also hat das Problem erkannt, uns voll und ganz aus der großstadtgeschädigten Seele gesprochen und unser Heim-/Fernweh geweckt. Hiermit verleihen wir dem Herrn Künstler alle fünf Knetfedern für seine emotionale Darbietung!

In Berlin kann man so viel erleben,
in Brandenburg soll es wieder Wölfe geben

Lalalalalaaaa….

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Untergründige Litfaßsäulen

In der Berliner U-Bahn wird man natürlich auch nicht von Werbung verschont, ebensowenig wie in der übrigen Stadtlandschaft. Auf den Bahnsteigen stehen Werbetafeln, in den Zugängen und Fußgängertunneln hängen Plakatwände und Schaukästen, die Wände hinter den Gleisen werden mit großflächiger Werbung behängt und natürlich auch die U-Bahnen selber sind eine fahrende Litfaßsäule: von außen beklebt wie ein Taxi, und auch innnen wird jede halbswegs freie Fläche für Anzeigen genutzt. Geworben wird für alles mögliche, gerne natürlich von lokalen Dienstleistern, und so kann der potentielle Konsument derzeit statt des Anstarrens seiner Mitfahrgäste z.B. die Anzeige eines Wohnungstürenanbieters betrachten, der damit wirbt, dass er Türen verkauft, die sich (“zu Ihrer Sicherheit!”) mit über 20 verschiedenen Hebeln, Knöpfen und Ketten abschließen lassen – pro Tür.

Ich konnte mich nur noch knapp beherrschen, darunterzukritzeln:

- die perfekte Tür, wenn’s brennt!

Was das jetzt mit Berliner U-Bahnen zu tun hatte? Eigentlich nichts.

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Fußball ist doch gar nicht so schlimm.

Ich nehm’ alles zurück. Fußball ist gar nicht so schlimm. Schlimm sind die Fans. Die betrunkenen Fans. Die betrunkenen Fans, die es sich Sonntagmorgens um halb Sieben unter Deinem Fenster bequem machen. Die betrunkenen Fans, die es sich Sonntagmorgens um halb Sieben unter Deinem Fenster bequem machen und noch ihren Handwagen mit Biervorräten dabei haben. Die betrunkenen Fans, die es sich Sonntagmorgens um halb Sieben unter Deinem Fenster bequem machen und noch ihren Handwagen mit Biervorräten dabei haben und immer noch imstande sind, sich zu artikulieren:

OLEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE OLEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE OLEEEEEE OLEEEEEEEEEEEEEEEE! SUUUUUUUUPER-DOITSCHLAND! OLEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE OLEOLEOLEEE! SUUUPER-DOITSCHLAND! (…)

Aber wir haben’s ja nicht anders verdient. Allen Mitlesern viel Spaß beim Finale!

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