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Archive forOktober, 2004

Fragen Sie uns – wir wissen es auch nicht. (Folge 1)

Es ist schon interessant und überaus faszinierend, mit welchen unachtsam in die Masken der Suchmaschinen getippen Begriffen man letztendlich auf unsere Seiten gelangt. Meistens siegt die Neugier, sodass man auch mal einen genaueren Blick auf diesen Teil der Logdateien-Auswertung wirft. Tragisch, wenn man dabei bemerkt, dass der Suchende mit der von ihm verwendeten Suchbegriffskombination zumindest in unserem Angebot keinen Erfolg bei der Recherche gehabt haben wird. Aber die Welt ist ja gut, und damit das so bleibt und die Ratsuchenden künftig nicht ebenso enttäuscht sind, wenn sie die erhofften Infos auf Knetfeder.de nicht finden, holen wir unsere Versäumnisse nun einfach nach: Ausgewählte Anfragen, die “irrtümlich” bei uns gelandet sind, werden nun regelmäßig nachträglich an dieser Stelle beantwortet. Damit kompensieren wir gleichzeitig auch das bisherige Manko der gängigen Suchmaschinen, die leider die Qualitäten eines z.B. Star-Trek-Computers vermissen lassen und nicht imstande sind, semantisch formulierte Suchwünsche zu bearbeiten. Deshalb starten wir heute unsere neue Serie “Fragen Sie uns – wir wissen es auch nicht.”:

Los geht es mit einer grammatisch angehauchten Frage: ein Google-Sucher wolle letzte Woche von uns wissen: wann schreib ich das mit zwei s.

Die Antwort auf diese Frage fand sich bisher noch noch nicht auf den Knetfeder-Seiten, sie lässt sich jedoch relativ leicht beantworten: Gar nicht. Das “das” schreibt man immer nur mit einem “s”. Wenn man allerdings wissen möchte, wann man ein “dass” verwendet, lässt sich auch dieser Wunsch erfüllen.
Der klassische Merksatz lautet: “dass” schreibt man immer dann, wenn man es nicht durch dieses, jenes, oder welches ersetzen kann. Ein Beispiel:

Wann schreib’ ich das “das” mit zwei “s”?

Dieser Satz könnte auch heißen: “Wann schreib ich dieses “das” mit zwei “s”? Das erste “das” lässt sich durch “dieses” ersetzen, das zweite nicht zumindest
nicht, ohne dass es merkwürdig klingt). Also schreibt man es fairerweise wenigstens mit einem doppelten S.

PS. Zeitgenossen, die bei der bewähren, nicht reformierten Rechtschreibung geblieben sind, verwenden statt dem “dass” selbstverständlich ein “daß” (und
jetzt bitte keine Bemerkungen von wegen “früher fiel die Unterscheidung noch leichter”!). Und wer die Unterschiede zwischen “dass” und “das” noch einmal ganz genau nachlesen möchte, wendet sich an den Zwiebelfisch.

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“Sehr geehrte Frau GMX…”

Zugegeben – das Wort “Knetfeder” ist im alltäglichen Sprachgebrauch eher selten. Und ebenfalls zugegeben: wenn auf “Melanies Kleinkindpädagogik-Seiten” E-Mails an lanie@knetfeder.de geschickt werden sollen, dann könnte man schlussfolgern, dass Lanie ein vollständiger Vorname ist. Aber muss man daraus schließen, dass es sich bei dem Teil hinter dem @ um einen Zunamen handelt???
So geschehen mehrmals in letzter Zeit in Mails an mich in der Funktion als Autor von “Melanies (meinen!) Kleinkindpädagogik-Seiten” sowie als potentieller Babysitter:

Liebe Lanie Knetfeder,
[...]”
oder auch:
“Liebe Frau Knetfeder,
[...]”

Das lasse ich mir natürlich gerne mal gefallen, denn ich würde mich in der Tat sofort in Knetfeder umbenennen lassen (Begründung beim Standesamt: wir
haben schon die Domain, deshalb wollen wir jetzt auch so heißen!). Kann ja schließlich nicht jeder über Knetfeders Hintergründe hinreichend informiert sein. Andererseits möchte man schon verlangen, dass man dann wenigstens korrekt falsch angeredet wird, aber keinesfalls:

Da geht doch irgendwie der Sinn verloren. … Wie – Sie hatten bisher auch keinen entdecken können? Nochmal nachlesen!

Mit freundlichen Grüßen,
Melanie Lerch :)

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