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Archive forNovember, 2004

Mozilla oder Firefox?

Mozilla- und FirefoxlogoUm den Firefox-Brower wird derzeit ein Wirbel gemacht, dass man meinen könnte, das Internet würde neu erfunden. Am Dienstag erschien der Feuerfuchs, der ja eigentlich ein Bär ist, in der Version 1.0. Aber auch schon in den Wochen davor erwuchs ein regelrechter Kult um den neuen Mozilla-Ableger. Überall nur noch Firefox, Firefox, Firefox. Verfolgt man die Nachrichten und Werbeaktionen (wäre es übrigens nicht sinnvoller, trotz aller Antipathie eine Anzeige in der unparteiischen “Bild” zu schalten, wenn man wirklich die Massen erreichen/aufklären will?), fühlt man sich als Firefox-Verweigerer und treuer Nutzer der Mozilla-Suite fast schon ausgegrenzt aus der Web-Gemeinschaft. So lautet denn die Frage nach dem richtigen Browser nun auch immer öfter nicht mehr “Internet Explorer oder Mozilla?” sondern “Mozilla-Suite oder Firefox?”. Die Frage lässt sich scheinbar leicht beantworten: wer nur ein Programm zum Surfen braucht, nimmt den Firefox, wer Browser und Mailprogramm gleichzeitig möchte, ist mit der Suite besser bedient (anstatt sich womöglich gleich drei verschiedene Symbole auf den Desktop zu legen). Allerdings gibt es auch weiterhin ein paar Gründe, die für den Einsatz der Suite sprechen, selbst wenn man den integrierten Mailer (oder den Webseiten-Editor oder das Chatprogramm) nicht benötigt:

1.) Lesezeichen. Im Mozilla lassen sich mehrere Seiten in einem einzigen Lesezeichen speichern (“Lesezeichen-Gruppe”), so dass man eine Tab-Serie später mit nur einem Klick wieder aufrufen kann. Im Firefox ist diese Funktion entfallen, dort muss man erst einen Lesezeichenordner öffnen, um mehrere darin enthaltene Adressen gleichzeitig aufzurufen.

2.) Favicons. Die kleinen Symbölchen, die in der Adresszeile oder vor den Lesezeichen angezeigt werden können, werden im Firefox nicht mehr im Cache des Browsers, sondern in der Leszeichendatei (“bookmarks.html”) gespeichert. Für die Angewohnheit, schnell mal diese Datei zwecks Datensicherung oder Transfer zu einem anderen Rechner auf Diskette zu ziehen, tödlich. Mozillas Lesezeichendatei bleibt weiterhin speicherplatzsparend klein.

3.) Nostalgie. Wer früher schon mit dem Netscape Communicator gearbeitet hat, der muss mit Mozillas “Classic”-Stil auch weiterhin nicht auf Vertrautes verzichten.

4.) Plattformunabhängigkeit. Die Suite sieht unter jedem Betriebssystem gleich aus, wenn man das möchte. Die Bestätigungsknöpfe in den Dialogen sind überall gleich und auch die Menüeinträge befinden sich an der gleichen Stelle. Firefox hingegen passt sich stärker an das jeweilige Betriebssystem an: beim Windows-Firefox ist der OK-Knopf links, in der Linux-Version ist er rechts. Wenn man z.B. oft zwischen diesen beiden Systemen wechselt, kann das schnell verwirrend werden (wenn man bei Linux KDE statt GNOME benutzt, erst recht).

Natürlich hat Firefox auch Vorteile, die wiederum die Suite nicht bieten kann; am auffälligsten ist der (allerdings recht rudimentäre) eingebaute RSS-Reader (“Live-Bookmarks”) und die völlig frei belegbaren Symbolleisten; aber auch die hier oben aufgeführten vier Punkte ließen sich ebenso zugunsten des Feuerfuches auslegen. Nützliche Erweiterungen wie die “Prefbar” (oft benötigte Konfigurationseinstellungen übersichtlich angeordnet in einer extra Browser-Leiste) oder die “TBE” (erweiterte Funktionalität für die Tab-Handhabung) existieren für beide Produkte und auch der Throbber lässt sich hier und da manipulieren; und wer sich jetzt noch immer nicht entscheiden konnte: einfach beides ausprobieren!

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Kindersegen gefährdet Ihre Gesundheit!

Kinder können schlimme Verletzungen hervorrufen… zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie die Packungsbeilage oder lesen Ihren Arzt oder Apotheker:

...Familien mit Kindern und schwerer Verletzte

Na, wer ist diesmal schuld, dass sich hier ein Redakteur mit der Verwendung von zusammengesetzten Worten schwer tut? Doch nicht etwa die Rechtschreibreform?

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