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Archive forAugust, 2005

The translation formerly known as German

Als ich neulich unter Windows mal wieder einen Blick auf FeedReader werfen wollte, weil andere, vergleichbare RSS-Programme einfach zuviel Zeit zum Starten benötigen, stellte sich heraus, dass mittlerweile auch Favicons unterstützt werden und FeedReader sogar in Deutsch verfügbar ist (in Form einer zusätzlich installierbaren Sprachdatei).

Screenshot Feedreader 2.9Die deutsche Oberfläche hielt allerdings ein paar Überraschungen bereit: Jede Menge Tippfehler (“News makieren”), Grammatikfehler “Browser Ansicht” und semantische Ungenauigkeiten präsentierten sich in der Programmoberfläche. Die Kontaktierung des Erstellers der Übersetzung, um ihn auf die Fehler aufmerksam zu machen und um Korrektur zu bitten, scheiterte leider. So habe ich kurzerhand für mich selbst zunächst die Fehler korrigiert; da mir aber vieles in der Übersetzung grundsätzlich nicht gefiel, oft anscheinend nur wörtlich und nicht inhaltlich übersetzt wurde, habe ich – ausgehend vom englischen Original – eine neue Übersetzung geschrieben.

Diese alternative Sprachdatei stelle ich hier zum Download zur Verfügung (ZIP-Datei, 4,5 KB). Zum Installieren die Datei einfach öffnen/entpacken und die darin enthaltene translation.lng in den gleichen Ordner kopieren, in den FeedReader zuvor installiert wurde (z.B. C:ProgrammeFeedReader).

Installationsanleitung

Nach einem Neustart des Programmes spricht FeedReader dann Deutsch. (zum Wiederherstellen des Originalzustandes diese Datei einfach wieder löschen)

PS. Eine deutsche (Installations-)Anleitung für FeedReader gibt es bei Alp Uçkan.
PPS. Meine ursprüngliche Alternativdatei ist nun offizielle Übersetzung von FeedReader.

Kommentare

Hätten Sie einen Moment Zeit…?

Es stimmt wirklich – Großstädter werden am Telefon häufiger belästigt als Einwohner weniger komprimiert zersiedelter Gebiete, so zumindest das subjektive Empfinden. Hier haben zuletzt angerufen: zweimal ein Gewinnspielautomat “Sie haben gewonnen! Drücken Sie jetzt die Null, um Ihren Preis in Empfang zu nehmen!!”, ein Versicherungsvertreter “wir haben günstigere Konditionen als Ihre Krankenversicherung” (ich habe es immer für ein Klischee gehalten, aber es muss offenbar tatsächlich Leute geben, denen schmierige Kaltaquisiteure nicht zu unseriös erscheinen, um sich von ihnen Versicherungen vermitteln zu lassen), ebenfalls zweimal eine vermeintliche Marktforschungsagentur “Wie hoch ist Ihr Einkommen?” und “Wie hoch ist Ihr Einkommen?”, einmal Mediaanalyse “Welche Radiosender hören Sie?”, einmal Tiefkühlproduktdirektvertrieb “Haben Sie unseren Katalog bekommen?” und einmal sogar die… ach, das möchte ich lieber gar nicht so genau wissen “Haben Sie oder einer ihrer Haushaltsangehörigen Interesse an einem lukrativen Nebenerwerb…?”.

Ganz zu schweigen von der Flut klassischer Postsendungen und dem Real Life. Man schwankt regelmäßig zwischen blankem Zorn, gelassener Resignation und ehrlichem Mitleid mit den Callcenterjobbern, von denen sicherlich auch nur die wenigsten freiwillig ihre Mitmenschen belästigen würden, wenn sie eine andere Wahl hätten (Mitleid, welches allerdings rasch verfliegt, wenn man sich das klassische Verhältnismäßigkeitsbeispiel mit der armen alleinerziehenden Mutter, die auf dem Schulhof Drogen dealt, ins Gedächtnis ruft).

Und ja, Weblogeinträge mit nichts weiter als einem Link und allenfalls noch der Aufforderung “Lesebefehl”, “er/sie hat ja so recht…” oder “ich hab’ mich weggeschmissen vor lachen” sind oft recht peinlich; ich habe es mit dieser Einleitung hoffentlich gut kaschieren können. Hier entlang bitte:

Die Chronik angekündigten Spammens

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