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Archive forDezember, 2005

Plüschologie für Fortgeschrittene

Dass Kuscheltiere wunderbare Seelentröster sind, würde wohl niemand in Abrede stellen. Dass die plüschigen Minimonster jedoch auch selbst in seelische Nöte geraten können, ist weit weniger bekannt – oder wird gar totgeschwiegen! Gegen die Stigmatisierung von psychisch krankem Plüsch wendet sich “Paraplüsch – Die Anstalt für misshandelte Kuscheltiere“. Hier finden sich die grausamen Beweise für die Seelenqual, die einige Vertreter unserer flauschigen Freunde ereilt hat. Aber nichts ist aussichtslos, und daher hoffen die kleinen bunten Helden im Wartezimmer der Klinik auf Hilfe in Form des plüschologisch versierten Besuchers der Seite. Dieser kann sich den vier Patienten annehmen und sie mit Hilfe ihrer Leidensgeschichte, einer umfangreichen Therapieauswahl sowie der Supervision heilen – oder sie vollends in den Wahnsinn treiben. Denn Therapiefehler haben unmittelbare Auswirkungen auf den labilen Zustand der Tierchen, und manchmal führt dann auch kein Weg mehr an drastischen Maßnahmen vorbei…
Zumeist aber sind die unterschiedlichen Therapiemethoden in ihrer Durchführung am Plüsch einfach wunderbar anzusehen. Ob klassische Psychoanalyse, Maltherapie oder Desensibilisierung – die kleinen Patienten geben nicht auf und interessieren sich trotz ihrer Nöte für (fast) alles, was ihnen an Hilfe geboten wird. Aber so putzig ihre Reaktionen auch anzusehen sind, es gibt immer nur einen Weg zur Heilung: die richtige Therapie zum richtigen Zeitpunkt! Nimmt der Plüschologe die Hinweise aus der Supervision dankend an, so ist dieser Weg auch gar nicht so schwer zu finden. Ein bisschen Erfahrung mit psychologischen Fachbegriffen ist jedoch tatsächlich unabdingbar, wenn der Heilerfolg nicht auf bloßem Zufall oder Ausprobieren auf Kosten der letzten psychischen Reserven der Kuschelchen beruhen soll, denn die vier Fälle sind allesamt psychologisch überzeugend und äußerst komplex in ihrer Hintergrundgeschichte konstruiert. Auf die psychiatrische Fachsprache wird dabei selbstverständlich nicht verzichtet. So entsteht ein abgerundeter Eindruck des Plüschpsychiatrieprojektes aus liebevoll gezeichneten und animierten Figuren, plausibl aufbereiteten Krankengeschichten und der Freude am Heilerfolg. Eine empfehlenswerte Seite für Plüschfans, psychologisch Interessierte und jeden, den niedliche Gestalten und anrührende “Lebensgeschichten” nicht kalt lassen!

Doch nun vom Allgemeinen zum Konkreten: die Vorstellung der vier momentan spielbaren Fälle auf www.parapluesch.de!
Da wäre zunächst Kroko, das paranoide Krokodil. Kroko hat schlimme Erfahrungen von Missbrauch hinter sich und möchte sich am liebsten unsichtbar machen. Erste Aufgabe des Plüschologen: das Krokodil unter seinem Schutzkarton hervorzulocken. Gelingt dies, hat Kroko gute Chancen auf Heilung, wenn er durch intensive und schmerzhafte Traumanalysen lernt, seine Wasserphobie zu überwinden – und wenn der behandelte Plüschologe die Träume korrekt deutet, um Kroko schließlich auch seine körperliche Unversehrtheit zurückgeben zu können…

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101 Möglichkeiten, das Ei zu erschrecken (Special Harry Potter 4-Edition)


“I’d try putting it in the water, if I were you.” [...]
Harry lowered the egg beneath the foamy surface, and opened it…

(J.K. Rowling: Harry Potter and the Goblet of Fire, S. 400-402)

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Geteilte Meinung

Anti-BerlinEs ist in der Tat erstaunlich – man liest bisweilen viel Positives über Großstädte und man liest bisweilen viel Negatives über Großstädte. In den Blickpunkt des miesepetrigen Feuilletons schafft es jedoch interessanterweise stets nur die Hauptstadt. Oder hat man schonmal Berichte gefunden, warum München so schrecklich ist? Oder Hamburg? Stuttgart? Nein, wenn etwas als belastend empfunden wird, dann spielt es sich mit Vorliebe in Berlin ab.

Das fällt einem sogar selbst beim stichprobenartigen Querlesen auf, so dass es mittlerweile zu einer eigenen Linksammlung reicht. Und was wäre ein geeigneterer Ort, um Anti-Berlin-Links zu bündeln, als die Anti-Berlin-Seiten? Wenn es nun sogar schon Weblogs gibt, die sich stets aktuell und zeitlos (sic!) mit der philosophischen Frage beschäftigen, weshalb Berlin so schrecklich ist, wird es höchste Zeit für einen Pressespiegel.

Daher ab sofort neu in diesem Projekt: Die Anti-Berlin-Linkliste.

Kommentar (1)

Eieiei!

Wir haben unserem Ei in letzter Zeit wohl eindeutig zu viele Strapazen zugemutet…

Kommentare (2)

Verlinkungen auf Ebay-Artikelseiten

§?Da sich die Anfragen per E-Mail in letzter Zeit wieder häufen in der Art


Der Artikel “Ebay und das neue EU-Recht” ist klasse! Ich versteigere auch Sachen bei Ebay – darf ich eure Seite in meinen Angeboten verlinken?

und wir einige Male beobachten konnten, dass Angebote bei Ebay.de, die einen Link zu uns enthielten, nach kurzer Zeit als “ungültiger Artikel” nicht mehr aufzurufen waren, möchten wir auch an dieser Stelle noch einmal auf eine unserer FAQs hinweisen!

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