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Archive forMärz, 2006

Kinderbetreuung im Spannungsfeld der Erwartungen

»In unserer Gesellschaft sind Menschen, die sich beruflich mit kleinen Kindern
befassen, noch immer wenig angesehen – weniger als Menschen, die sich mit
Maschinen beschäftigen.«

(Karin Grossmann, Bindungsforscherin, zit. n. tagesanzeiger.ch 6.2.2004)

Babysitten, bzw. jegliche Form der Kinderbetreuung, ist nicht einfach nur ein Job, mit dem sich jedermann etwas dazuverdienen kann. Zunächst erscheint es vielleicht sehr einfach, ein paar Stunden am Tag oder gar nur abends, wenn das Kind schläft, aufzupassen, dass ihm nichts passiert. In Wirklichkeit aber ist Babysitten viel mehr, als nur den Aufpasser zu spielen.
Als Betreuer von Kindern übernimmt man eine Riesenverantwortung, denn Kinder sind das Allerwichtigste und Wertvollste im Leben ihrer Eltern. Diese wünschen sich deshalb nicht nur einen Aufpasser für die Stunden, in denen sie selbst nicht bei ihrem Kind sind, sondern sie möchten, dass es ihrem Kind rundum gut geht, dass es nicht allzu große Sehnsucht nach Mama und Papa haben muss, weil der Babysitter liebevoll auf es eingeht, sich mit ihm beschäftigt und mit ihm eine lustige Zeit verbringt.
Aber auch der Babysitter tritt mit gewissen Erwartungen, Vorstellungen und Wünschen seine Stelle bei einer neuen Familie an. Gerade eine so vertrauensvolle Aufgabe wie die Kinderbetreuung lebt vom gegenseitigen Geben und Nehmen. Daher sollten sowohl die Eltern als auch die Betreuungsperson sich vorab einige Gedanken über die Zusammenarbeit machen und ihre Vorstellungen auch artikulieren. Sicher lassen sich die beiderseitigen Erwartungen nicht für alle Eltern-Babysitter-Teams verallgemeinern, aber vielleicht können folgende Punkte einen Denkanstoss bieten:

Was Eltern von einem guten Babysitter erwarten:

  • Liebe, Wärme und Begeisterung für Kinder
  • Engagement und Beschäftigungsideen
  • Bereitschaft zu längerer Zusammenarbeit und zur Aufnahme einer echten Beziehung zum Kind, Zulassen von Nähe
  • Geduld
  • Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Diskretion
  • Hohes Verantwortungsgefühl
  • Flexible Einsatzzeiten

Was der Babysitter von den Eltern erwartet:

  • Gute Einführung und Information
  • Regelmäßige Einsatzzeiten
  • Konsequentes Verabschiedungsverhalten nach Eingewöhnung
  • Teilhabe an der Entwicklung des Kindes
  • Vertrauen und Zutrauen
  • Feedback
  • Eine der großen Verantwortung angemessene Bezahlung

Knetfeders Kleinkindpädagogik klärt ausführlich, welche Ideen und Erwartungen sich konkret hinter den einzelnen Punkten verbergen.
Die Kommentare sind freigegeben für Ergänzungen und Meinungen zu diesem Thema.

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Tragische Existenzen

EntenweltErinnert sich noch jemand an diese beiden hier? Nun, ihr Leben ist zwischenzeitlich nicht unbedingt spannender geworden, aber sie waren verblüfft darüber, zu entdecken, dass sie Hauptakteure eines Filmes geworden sind. Nun ja, nicht direkt sie selbst, aber die Ähnlichkeit ist unverkennbar:

Quietscheente im QT-Player

Wer also schon immer mal wissen wollte, was Gummienten so den Tag über machen, wenn sie sich nicht gerade auf ein Entenrennen vorbereiten, der sollte sich diesen wunderbaren Clip bzw. authenthischen Einblick in den Gummientenalltag nicht entgehen lassen… (mp4, 10,1 MB). Allein schon die bebilderte Entstehungsgeschichte des Films ist einen Klick wert. Knetfeder-Wertung: niedlich-niedlich!

(Dank an Marco für den Link; Beitrag ebenfalls aufgenommen in die Entenwelt)

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In der Falle gelockt

Hallo Herr Sick,

könnten Sie bei Gelegenheit in der Redaktion mal den Unterschied zwischen in dem und indem erklären?

Screenshot Spiegel.de

Dankeschön.

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Akute Seestörungen!

Das Bürosoftwarepaket OpenOffice.org enthält seit Version 2.0.2 erstmals eine eingebaute deutsche Rechtschreibprüfung:

Automatische Rechtschreibkorrektur schlägt

Absolut empfehlenswert.
Das bislang gefürchtete Extrembestätigungsdialoging ist zudem inzwischen endlich abschaltbar.

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Ebays EU-Recht rückt in den Fokus.

ratloser Paragraph2003 schlossen 300.000 Ebayer das neue EU-Recht aus, Ende 2004 waren’s einmal 526.900 Artikelseiten, die sich vom Gemeinschaftsrecht distanzierten, und heute? Momentan sind’s “nur” noch 517.676 Angebote, die aufs EU-Recht verweisen (inklusive Schreibweise mit Deppenleerzeichen: knapp 620.000). Warum das so ist? Weil es aus unerfindlichen Gründen nach wie vor näherzuliegen scheint, wahllos Klauseln des virtuellen Nachbars abzuschreiben, statt sich aus objektiver Quelle zu informieren.

Ebay.de-Screenshot

Immerhin; der Aufwärtstrend scheint gestoppt. Wer sich informieren wollte, was es mit dem EU-Recht bei Ebay wirklich auf sich hat, der schaffte das auch, z.B. seit 2003 hier. Selbst bei einer Google-Suche mit nur einigen wenigen Stichworten kam man der Absurdität des Ebay-EU-Rechts schnell auf die Schliche. Doch viel zu viele Ebayer wollen offensichtlich noch immer nicht selbst recherchieren.

Umso besser, dass Ebays EU-Recht nun auch abseits der speziell ebayrelevanten bzw. juristischen Berichterstattung in den Fokus rückt… bei Spiegel Online, welches hoffentlich auf diesem Wege ein paar weitere Gelegenheits-Ebayer erreichen wird, die immer noch nicht ahnen, was sie da wirklich in ihren Auktionen stehen haben – juristischen Quark nämlich. Es wird also wieder spannend, ob es doch noch gelingen wird, das “neue” EU-Recht (ab wann wohl ist neues EU-Recht eigentlich nicht mehr neu?) langfristig auszurotten. Wir bleiben skeptisch.

(via lawblog.)

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Fragen Sie uns – wir wissen es auch nicht. (Folge 5)

SuchmaschinenLange nicht dabeigewesen, aber nicht vergessen: eine weitere Folge aus unserer beliebten Serie “Fragen Sie uns, wir wissen es auch nicht”. Diesmal bestand eine der bei uns aufgeschlagenen Google-Suchanfragen aus folgender Phrase: zusammenfassung deutsche märchen. Auch auf diese vermeintliche Frage hielt das Knetfeder-Angebot bislang noch keinerlei Antwort bereit, aber wir reichen sie hiermit gerne nach:

Rotkäppchen
Wolf frisst Großmutter, Wolf gibt sich als Großmutter aus, Enkelin besucht Wolf, Enkelin ertränkt geschützte Tierart in Brunnen.

Aschenputtel
Waisenkind macht alleine den Haushalt seiner Pflegefamilie, besucht spätabends heimlich Partys, heiratet den Partyveranstalter.

Rapunzel
Frau mit Haarfollikelstörung wird aus Gefangenschaft befreit.

Der Froschkönig
Motorisch ungeschickter Führungsnachwuchs verliert Wertgegenstände, verweigert dem Wiederbeschaffer den Finderlohn, heiratet stattdessen den Finder.

Schneewittchen
Adlige mit Hang zu kleinwüchsigen Proletariern heiratet nach überstandenem Scheintod einen Adligen.

König Drosselbart
Staatsoberhaupt lebt seine kleinbürgerliche Ader aus, um seinem Schwarm die Starallüren abzugewöhnen.

Frau Holle
Abenteuer einer Meteorologiepraktikantin.

Dornröschen
Reisender Nachwuchsregent stellt sich als Gegenmittel für Schlafkrankheit zur Verfügung.

Hänsel und Gretel
Zwei Minderjährige finden ein Lebkuchen-Outlet-Center und werden von der Geschäftsführung als Produktionshelfer angeworben.

Die Frage, wie man einen großen Busen bekommt, klären wir ein andermal.

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