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Archive forOktober, 2006

Opera Firefox 2.0 veröffentlicht.

Firefox-LogoFirefox war einst angetreten, um eine schnelle und schlanke Alternative zum schwerfälligen, mit Funktionen überladenen und schwer zu wartenden Netscape/Mozilla zu schaffen. Firefox sollte ein Browser sein, der nur das tut, was Browser eigentlich tun sollen: Webseiten anzeigen.

Die Zeiten sind mit der heute erschienenen Version 2.0 vorbei. Auf den ersten Blick ist Firefox immer noch ein übersichtlicher und schlichter Browser, oberflächlich unterscheidet er sich von seinen Vorgängern hauptsächlich durch eine leicht modifizierte Symbolik und Aufleucht-Effekte, die den Fuchs nun noch eleganter erscheinen lassen. Auf den zweiten Blick jedoch ist der Funktionsumfang explodiert: Firefox 2.0 verfügt über eine Rechtschreibprüfung für Texteingabefelder, eine automatische Wiederherstellung von geladenen Webseiten nach Schließen des Browsers, Firefox rettet die offenen Tabs nach einem Programmabsturz, enthält erweiterte Funktionen zur Handhabung von RSS-Feeds, einen Manager zur Verwaltung von Suchmaschinen-Plugins, eine Anti-Phishing-Sicherheitskomponente, die den Benutzer vor Betrugsversuchen durch manipulierte Webseiten warnt, zudem findet ein neuer Erweiterungsmanager Platz in der 2.0-Version.

Mozilla-Screenshot

In den letzten Versionen hatte sich Opera einiges von Firefox abgeschaut – diesmal fällt auf, dass es Firefox ist, der sich im Opera-Lager umgesehen hat. Ursprünglich ähnlich wie der Internet Explorer gestaltet, um diesem die Nutzer abjagen zu können, wird vom Fuchs nun funktionell bei Opera “gewildert”. Dadurch vereint Firefox nun quasi das Beste aus 3 Welten: das Aussehen und die Handhabung des Internet Explorers 6, die Sicherheit und Standardkonformität der Gecko-Engine und den Komfort von Opera. Vorteil für den Firefox-Benutzer: er bekommt das alles in nur einem Browser. Nachteil: nichts von alledem kann Firefox richtig. Die Firefoxoberfläche ist träger als die Operas, Safaris oder des Explorers, Firefox verbraucht mehr Systemressourcen als viele seiner Konkurrenten – und die Funktionalität Operas wird leider auch nur ansatzweise nachgebildet:

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Schon wieder das Kuriositätenkabinett

Erst letzten Monat fiel jemandem die Seite des Neuruppiner Landgerichtes auf, diesmal ist es die Staatsanwaltschaft Aachen, die sich mit einem kuriosen Hinweis auf das “Linkurteil” des Landgerichts Hamburg schmückt und dadurch schätzungsweise ungewolltes Amüsement bietet.

Screenshot

Auffällig ist, dass die Seite von Inhalt und Gestaltung recht stark der Selbstdarstellung des Oberlandesgerichtes Kölns ähnelt – das ebenfalls den berüchtigten Disclaimer verbreitet. Da wird doch nicht etwa die gleiche selbe Agentur verantwortlich gewesen sein und in sämtliche Justizseiten Nordrhein-Westfalens diesen Unsinn eingebaut haben…? Bloß nicht drüber nachdenken… #-)

(Dank an Dieter M. für den Link!)

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Die Knetfeder-Hymne

In Berlin bin ich einer von drei Millionen,
in Brandenburg kann ich bald alleine wohnen

Wer das ganze Lied, das wir zur Knetfeder-Hymne erkoren haben, hören will, suche bei Google nach “Rainald Grebe” brandenburg IFA und klicke auf eines der ersten Ergebnisse aus dem Archiv eines bekannten Videoservice.

Für uns Zwangs-Berliner ist die Sache glasklar: Rainald Grebe versteckt seine Leidenschaft für das ländliche Leben geschickt unter dem Deckmantel der Großstadtglorifizierung. Wie sonst sollte folgender Vers zu verstehen sein:

Berlin, Halleluja Berlin,
alle wollen da hin,
deshalb will ich das auch

Exakt, Berlin ist nur aus dem Grund so voller, ähm, Menschen, weil jeder zweite Umländer meint: “Naja, wenn’ s da so doll sein soll, dann darf ich natürlich nicht fehlen!” Typischer Fall von Masse statt Klasse. Rainald Grebe also hat das Problem erkannt, uns voll und ganz aus der großstadtgeschädigten Seele gesprochen und unser Heim-/Fernweh geweckt. Hiermit verleihen wir dem Herrn Künstler alle fünf Knetfedern für seine emotionale Darbietung!

In Berlin kann man so viel erleben,
in Brandenburg soll es wieder Wölfe geben

Lalalalalaaaa….

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