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Archive forJanuar, 2007

Und welches Internet benutzt Du?

Vor zweieinhalb Monaten, anlässlich der Veröffentlichung des Internet Explorers 7, haben wir schon einmal einen Blick auf die Browserstatistik geworfen, wer Knetfeder mit welchem Programm betrachtete. Nun ziehen wir den Vergleich: was hat hat sich seitdem auf den Computern unserer Besucher getan?

Tortendiagramm

Internet Explorer 6 – 47,3%
Internet Explorer 7 – 16%
Firefox 2 – 11%
Firefox 1.5 – 7%
Opera – 4,6 %
Firefox 1.0 – 1,5%
Mozilla/Seamonkey – 1,7%
Internet Explorer 5 – 1,4%
Safari – 1,5%
Konqueror – 0,2%
Netscape 7.1 – 0,2%

Große Unterschiede zur letzten Statistik machen sich generell nicht bemerkbar, die Browserlandschaft scheint sich tatsächlich stabil eingependelt zu haben. Interessantes ergibt sich nur innerhalb der Verbreitung der einzelnen Browserfamilien.

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Browser-Revue: SeaMonkey 1.1

Im Reigen der Browser-Revuen (die übrigens ab heute auch so genannt werden), darf der Nachfolger des ursprünglichsten aller Browser natürlich nicht fehlen: Seamonkey 1.1 ist vor einer Woche veröffentlicht worden.

Seamonkey-AusrissDen Ausdruck Nachfolger muss man sehr wörtlich nehmen, denn großartige Veränderungen gibt es beim Seamonkey nicht. Das Programm sieht noch genauso aus und lässt sich auch noch genauso bedienen wie Netscape 7 bzw. Mozilla. Lediglich die Technik im Hintergrund wurde auf den aktuellen Stand gebracht, zudem einige Kleinigkeiten implementiert: Das Anzeigen von Miniatur-Vorschauen, wenn man mit der Maus über ein Tab fährt (wie man es bereits von Opera 9 kennt), eine sich gelb verfärbende Adresszeile beim Aufruf verschlüsselter Seiten (wie von Firefox bekannt) oder einen Warnhinweis, bevor man auf about:config, die erweiterte Konfiguration, zugreifen darf. Für Linuxer jedoch bedeutsam: unter Linux ist es nun endlich möglich, Links in anderen Programmen anzuklicken, ohne dass Seamonkey versucht, ein neues Profil anzulegen, anstatt einfach nur den Link zu übernehmen.

Wirklich mithalten in der Entwicklung kann Seamonkey im Vergleich zum Schwesterprodukt Firefox jedoch nicht mehr. Wenn man von Firefox auf Seamonkey umsteigen möchte, wirkt das Programm altbacken und unübersichtlich. RSS-Unterstützung ist nicht vorhanden (obwohl sich gerade das bei einem ansonsten perfekt integrierten Mailer doch anbieten würde), ebensowenig wie ein ernstzunehmendes Sessionmanagement: Seamonkey erlaubt zwar nun, die zuletzt geöffnete Seite nach einem Neustart wieder anzeigen zu lassen, allerdings wirklich nur die zuletzt geöffnete, also sichtbare Seite – danebenliegende diverse Tabs gehen beim Programmbeenden unwiederbringlich verloren.

Einstellungs-Dialog

Erweiterungen sind nach wie vor auch für Seamonkey erhältlich, jedoch deutlich weniger im Vergleich zu Firefox. Eine alternative Sizungswiederherstellung z.B. ließ sich bis Redaktionsschluss nicht auftreiben. Fazit: SeaMonkey bleibt eher etwas für Nostalgiker, die ihre Netscape-/Mozilla-Suite nicht loslassen – bzw. ein E-Mail-Programm lieber im Browser integriert sehen möchten. In Sachen Bedienkomfort und Erweiterungsfähigkeit des Browsers fällt Seamonkey dann jedoch deutlich hinter Firefox zurück.


siehe auch: Firefox für Nostalgiker

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101 Möglichkeiten, das Ei zu erschrecken (8)

Eier in der Armee

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Das Orakel von Mountain View

Man könnte meinen, Google weiß auf alles eine Antwort (stimmt ja auch, zumindest solange wir als bescheidene Inhaltsproduzenten etwas nachhelfen…).
Doch manchmal schafft es Google tatsächlich, auch uns mit seinen Fähigkeiten zu verblüffen. Unsere antiken Vorfahren beispielsweise mussten noch beschwerliche Reisen auf sich nehmen und paarbehufte Jungtiere schlachten, um überhaupt die Chance zu bekommen, Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

Heute geht das alles viel bequemer, schneller – und vor allem auch zuverlässiger: Nehmen Sie einfach mal an, sie wollten wissen, ob irgendjemand noch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist. Dann geben Sie dies als abstrakte Frage einfach ins Orakel-Feld ein und drücken den typischerweise nebenstehenden Beschwörungsknopf,

Google-Abfragefeld

um nur Sekunden später die geweissagte Antwort zu bekommen:

Google-Ergebnis

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Wir sind überall…

Dass knetfedrige Inhalte ihren Eingang in städtische Präventionsprojekte finden, wertvolle Tipps für studentische und wissenschaftliche Zwecke ebenso wie zur elterlichen Information bieten, juristische Aufklärungsarbeit leisten und ansonsten mindestens zur Erheiterung bzw. Erweiterung sowie zur Verschönerung gewisser Projekte beitragen – all das wussten wir bereits. Neu ist, dass auf knetfeder.de nun auch nach Grafiken zur kommerziellen Verwendung gefahndet wird (geklaut wurde Grafisches ja schon immer gerne von uns; hier handelt es sich aber mal um eine gesetzestreue Nutzungsanfrage), so von einem Verlag:

Sehr geehrte Frau Lerch,
durch Zufall bin ich auf Ihre Website gestoßen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Präsentation.
[...]
Z.Z. produzieren wir für [xxx] einen Liederkalender im Format A2. Die Bilder darauf sind quadratisch 40×40 cm.
[...]
Gerne würden wir das Weihnachtsbild der kleinen Julia (6Jahre) in diesen Kalender aufnehmen.
Ist das möglich und wenn ja, wie schnell könnten wir das Bild zum Scannen haben?

Diese Kinderzeichnung aus unserer Galerie also wird möglicherweise Karriere machen:

Julia, 6 Jahre

Das allerdings liegt nicht mehr in knetfeders Händen, denn das Urheberrecht an der Zeichnung hat das ehemals kleine Mädchen Julia, das inzwischen erwachsen ist und von mir per Mail von der Anfrage des Verlags unterrichtet wurde. Falls Julia eine Rückmeldung an knetfeder gibt, werden die Leser der Revue selbstverständlich exklusiv erfahren, was aus der Geschichte wurde ;) . Falls wir nichts mehr von Julia hören, werden wir wohl auf die Veröffentlichung des Liederkalenders warten müssen, um festzustellen, ob knetfedrige Inhalte wiedermal (wenn auch mittelbar) Eingang in die nicht-virtuelle Realität gefunden haben.

Aktualisierung 4.4.2008: Gerade haben wir recherchiert: Julias schönes Bild hat leider keinen Platz in dem Liederkalender gefunden! :(

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Fragen Sie uns – wir wissen es auch nicht. (Folge 6)

SuchmaschinenWenn man die Frage “Woher wissen die welchen Browser ich benutze” bei Google eingibt und bei den Ergebnissen auf “Knetfeder” klickt, dann landet man auf dieser Seite. Was den Fragesteller konkret leider auch nicht weiterbringt.

Dem versuchen wir nun abzuhelfen, indem wir uns einmal anschauen wollen, woher andere eigentlich wissen, welchen Browser man benutzt. Aber fragen wir uns ersteinmal: woher weiß man eigentlich, dass die anderen wissen, welchen Browser ich benutze? Nun, zum einen bekommt man auf Webseiten oft Hinweise, dass das entsprechende Angebot nur mit Programm X oder Programm Y angesehen werden kann und man doch bitte einen anderen Browser installieren solle… beziehungsweise freundlich gebeten wird, die Seiten zu verlassen:

... Also verzieht Euch!

Die müssen also irgendwie herausbekommen haben, dass ich einen bestimmten Browser benutze (in diesem Fall hier war’s Firefox, der Nachfolger von Netscape). Stutzig wird man oft z.B. auch in Foren (meistens in den Signaturen der Mitgliederbeiträge), in denen lustige kleine Graphiken in Sprechblasen oder auf Schildern verkünden, welchen Browser man gerade benutzt – und das stimmt dann sogar meistens:

Bei Dir läuft Linux und Du verwendest Opera!

Das Geheimnis hinter diesen Tricks lautet “Referrer“. Denn Browser (das ist das Programm, mit dem Sie sich das Internet ansehen) sind nämlich überaus gesprächig und plappern ohne gefragt zu werden trotzdem bei jeder besuchten Seite aus, wer sie sind (also welches Programm es selbst ist, nicht den Namen seines Benutzers), welche Versionsnummer sie haben und (wenn man einen Link angeklickt hat, um eine Seite zu besuchen), über welchen Weg man auf die Internetseite kam, welchen Provider man dazu benutzt hat und mit welchen Suchbegriffen man vorher eine Suchmaschine gefüttert hat. Der Anbieter einer Internetseite kann das alles nachvollziehen, wenn er in das “Log” seines Zentralrechners, der die Interseiten im Netz bereitstellt, anschaut. Dies lässt sich auch automatisieren, so dass wie im Beispiel oben diese Daten sofort sichtbar werden und z.B. ein passender bzw. unpassender Text eingeblendet werden kann, der auf den Referrer eingeht.

Wenn Sie sich nun entsetzt an den Kopf fassen, weil Sie nicht gewusst haben, dass wir hier mitbekommen, dass Sie unsere Webseiten nur deshalb aufrufen, weil Sie z.B. kurz zuvor nach “Britney Spears nackt” gesucht haben – oder auch sonst eher auf Ihre Privatsphäre achten – dann können Sie sich nun wieder beruhigen: Denn die Übermittlung des Referrers lässt sich in den meisten Browsern deaktivieren. Bei Firefox z.B. gibt es eine versteckte Option in der erweiterten Konfiguration und bei Opera reicht es sogar, im Menü unter Extras > Schnelleinstellungen ein Häkchen wegzunehmen. Und schon weiß eine Internetseite nicht mehr, über welchen Link Sie sie erreicht haben.

Unser eingangs erwähnter Fragesteller hatte die Referrerübermittlung glücklicherweise nicht deaktiviert – denn sonst hätten wir sein Anliegen nie erfahren. Und es auch nicht beantworten können.

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