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Archive forOktober, 2007

Kontextbezogene Werbung

Inzwischen kennt man das: Werbung, die sich hinter normalen Links in normalen Texten versteckt: man erwartet eigentlich weiterführende Informationen, aber dann poppt nur eine Werbenachricht auf.

Und für was wird wohl geworben, wenn in einem Linuxforum das Wort “Fehlermeldung” unterstrichen ist?

Windows

Interessant :)

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Sind Linuxnutzer für Mozilla Nutzer zweiter Klasse?

Vor ein paar Jahren konnte man dankbar sein, dass Mozilla, später Firefox, auch für Linux entwickelt wurde. Eine ernstzunehmende Alternative zum Netscape-Nachfolger gab es nämlich einfach nicht. Konqueror war zu instabil und kämpfte mit Kinderkrankheiten, Opera war irgendwo zwischen Version 5 und 7 mit integriertem Werbebanner nicht massenkompatibel und alles andere waren sowieso nur Mozilla-Aufsätze.

Inzwischen hat man auch als Linuxer fast die freie Auswahl: Konqueror als Zwillingsbruder von Apples Safari, Opera kostenlos oder eben Firefox und seine vielen Ableger. Dabei ist Firefox unter Linux quasi das, was der Internet Explorer für Windows ist: der Standardbrowser. Kaum eine Distribution kommt ohne vorinstallierten und als Standard eingerichteten Firefoxbrowser daher – ob Suse, Fedora oder Ubuntu – überall steht Firefox an erster Stelle.

Aber statt dass dieser Umstand von Mozilla großartig beachtet oder gar honoriert wird, kann man als Linuxnutzer bisweilen das Gefühl bekommen, nur als drittes Rad am Wagen geduldet zu sein. Im Vordergrund stehen zumeist Windows und MacOS – ob in Anleitungen, Besprechungen oder einfach nur in der Reihenfolge der Downloadlinks:

Screenshot
Linux kommt immer an letzter Stelle.

Doch die Linuxnutzer sind schon längst keine Randgruppe mehr. Das fällt auf, wenn ein Firefoxler, der an dem optischen Erscheinungsbild des Browsers arbeitet, über seine Arbeit spricht – und dabei Linux völlig außen vor lässt. Was passiert? Ein Sturm der Entrüstung, in dem sich auch alle anderen Unzulänglichkeiten des Firefox unter Linux entladen: z.B., dass es absolut keine KDE-Integrierung gibt und Firefox stur auf Gnome setzt.

Es ist aber auch wirklich nicht einfach, Firefox an Linux anzupassen, denn anders als z.B. Opera, das auf allen Plattformen seinen ganz eigenen Stil mitbringt, hat sich Firefox der Idee verschrieben, möglichst nahe an das jeweilige Erscheinungsbild eines Betriebsystems, auf dem der Firefox läuft, heranzukommen. Der Kundige ahnt es schon: das muss bei Linux natürlich grandios scheitern, weil es “das Linux” schlicht nicht gibt. Jede Distrubution sieht anders aus, auch wenn hauptsächlich Gnome oder KDE als Oberflächen eingesetzt werden. Würde man Firefox farblich perfekt zu Ubuntu passend gestalten, sähe das unter Fedora oder Suse ziemlich schräg aus – umgekehrt genauso.

Inzwischen wird überlegt, ob man die Tango-Symbolik (die den Anspruch erhebt, einen Standard unter Linux bereitzustellen, es in Wirklichkeit aber auch nicht schafft, weil jeder Linuxanbieter letzlich sein Auftreten anders gestaltet und sich allenfalls einige GTK-Programme an den Tango-Stil halten) in Firefox zum Standard machen soll, was allerdings auch nur eine halbgare Lösung wäre: denn die pastellblauen Standard-Symbole von “Tango” passen weder besonders gut zum grau-grünen Suse, noch zum gelblichen Fedora, noch zum knallorangenen Ubuntu. Und zum alten und neuen “Plastikdesign” von KDE schon gar nicht.

Es sieht so aus, als wäre Mozilla mit Firefox hier wirklich in der Zwickmühle: aber immerhin – man versucht, Lösungen zu finden und eine Alternative anzubieten, statt wie bisher bei den derzeit aktuellen Firefox-Versionen den Linuxern einen Browser anzubieten, der mehr oder weniger nach der Windowsvariante aussieht.

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Tee mit KDE

(Beitrag verschoben zum Pinguinzubehör)

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