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Weniger Englisch bei der Bahn muss nicht besseres Bahnsprech heißen

Die meisten Bahnfahrer dürften es begrüßenswert finden, dass die englischen Ansagen in Zügen und Bahnhöfen weniger werden sollen. Ansagen, die die regelmäßigen Fahrgäste stören und von Englischsprachigen ohnehin kaum verstanden werden – sei es, weil Grammatik und Aussprache des Zugbegleiters nicht passen oder man bei parallel bremsenden Loks auf dem Bahnsteig ohnehin nichts mehr versteht.

Auch die ausufernden Anglizismen sollen eingedämmt werden. Die Bahncard bleibt die Bahncard, der Intercity der Intercity, aber der ServicePoint heißt nun wieder – international verständlich – Information.

Dass das Bahndeutsch deswegen wieder mehr in Richtung Standarddeutsch rückt, das darf jedoch weiterhin skeptisch gesehen werden. Zu verbürokratisiert ist das Bahnsprech, zu festgefahren die Begrifflichkeiten der Bahnersprache. Auch in Zukunft werden die Bahnansagen komisch klingen. Statt von Gleisen wird aus Gleisen gefahren werden, statt in Waggons wird man in Wagen einsteigen.



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