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Not macht erfinderisch: Versandkostenverbot bei Ebay

Ebay-Verkäufer sind clever. Seit Ebay in bestimmten Verkaufskategorien nur noch kostenlosen Versand erlaubt, bieten manche Verkäufer einfach nur noch Abholung an.

Versand: nur Selbstabholung

Und schreiben die Versandkosten erst weiter unten in die Artikelbeschreibung, quasi als „Extraservice“.

Versand ab 1.- Euro

Nicht ganz ungefährlich – Ebay könnte auf seine „Grundsätze“ pochen und solche Angebote oder Verkäuferkonten löschen.

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Internettraditionen in der Weihnachtszeit

Das Internet hat sich in vielen Bereichen zu einer Entsprechung der realen Welt entwickelt.
Bankgeschäfte erledigen, einkaufen, arbeiten, Kontakte pflegen (oder nicht pflegen).

Verkehrsschild: Schnee- und EisglätteNatürlich findet auch die Weihnachtszeit ihre Entsprechung in der virtuellen Welt. Forums-Avatare bekommen Weihnachtsmützen aufgesetzt, Standard-Webseiten-Hintergrundbilder werden durch etwas Rötlich-grünlich-goldenes ausgetauscht und an jeder dritten Ecke gibt es einen “Adventskalender”. Auch für die grässlich blinkenden Fenster-Lichterketten, die zwar keine Weihnachtsatmosphäre, sondern nur Rummelplatzfeeling entstehen lassen, gibt es im Netz etwas Vergleichbares: Schneeflocken. Kleine weiße Schneeflocken-Bildchen, die plötzlich überall nicht nur auf privaten Homepages über die Bildschirme rieseln. Ein einziger Flockenfall treibt den Computerprozessor auf 100%, die Stromrechnung auf’s Maximum und die Rechnergeschwindigkeit gegen Null. Stößt man ausversehen gleichzeitig auf zwei oder mehr vereiste Seiten, friert der Browser ein oder hängt sich gleich das ganze System auf.

GIF-Blocker helfen nicht, Rettung vor dem elektronischen Schneegestöber verspricht meist nur das Deaktivieren von Javascript.

Glücklicherweise ist bald Januar. Und ja, wir hatten vor vielen Jahren auch mal animierte Javascript-Schneeflocken auf der Startseite. ‘Tschuldigung. :)

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[Hausmitteilung] @Radiorobbe

Steffen, lern’ endlich die verdammte Telefonnummer auswendig!!

Nicht kommentierbar

Wenn Wikipedia Autos bauen würde …

Wikipedia gerät ins Schleudern (Verkehrsschild) • Die Ledersitzbezüge und das Duftbäumchen wären in die Kategorie “exzellente Artikel” aufgenommen.

• Die Anzeige des Autoradios wäre in 260 Sprachen vorhanden.

• Beim Betätigen des Blinkers geschähe – nichts. Bevor das Blinken für alle anderen Verkehrsteilnehmer erkennbar wird, müsste es erst in der Werkstatt gesichtet worden sein.

• Der Motor wäre zur Löschung vorgeschlagen (“hat den überhaupt schon mal jemand gesehen?”).

• Bereits gelöscht wären Nebelschlussleuchte, Scheibenwischerberieselung und Heckscheibenheizung.

• Beim Lenken würden Richtungsänderungen erstmal wieder rückgängig gemacht.

• Wegen fehlender Relevanz für Autos schnellentfernt wären Aschenbecher, Getränkehalter und Handschuhfach.

• Der Kofferraum wäre aufgrund mangelnder Substanz zur Überarbeitung markiert.

• Wegen Redundanz würden das 2., 3. und 4. Rad weggelassen.

• Ebenso der Beifahrersitz und die Rückbank.

• Die Stoßstangen würden “gesperrt”, um Vandalismus zu verhindern.

• Um einen neutralen Standpunkt einzunehmen, wäre das Lenkrad in der Mitte.

• Da sie sich thematisch überschneiden, würden Frontscheinwerfer und Rücklicht zu nur noch einem Licht zusammengelegt.

• Am Heck klebte der Aufkleber: “Sei mutig!”.

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Berichte von heute nun noch heutiger

Da freut man sich jüngst gerade noch, dass die abendliche Nachrichtenmagazinsendung auf NDR 4 wie seit eh und je angekündigt wird von einem wohl aus den 50er Jahren stammenden, noch leicht blechern-dumpf klingenden Sprecher aus der Konserve, dem man den nüchtern-überheblichen Wochenschauunterton noch genau anhörte: “Berichte von heute”.

Das hatte Stil, das war phantastisch, dass sich NDR und WDR über die Jahrzehnte so beharrlich weigerten, das Erkennungszeichen zu modernisieren und den traditionellen Anachronismus aufrechterhielten.

Und dann auf einmal das: Die Berichte von heute haben nun einen neuen Jingle, eine neue Programmkennung. Noch immer sagt jemand “Berichte von heute”, aber es ist ein frischer Sprecher “von heute”, der wie im Werbefernsehen mit einer fordernd-frivolen Intonation spricht, als würde er dem Zuhörer gleich an die Wäsche gehen wollen.

(Opamodus ein:) Früher war halt doch alles besser. (Opamodus aus)

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Die Piratenkogge bleibt im Hafen

Wahlergebnisbalken mit PiratenparteiAls hätte jemand vergessen, das Ankertau zu kappen: Die Piratenpartei hat es nicht geschafft, mit dem erstmaligen Antreten zu einer Bundestagswahl auch gleich im Reichstag einzulaufen. Während sich manche Parteimitglieder und sogar ein Bundesvorstandsmitglied bereits Gedanken über mögliche Koalitionen gemacht haben, sind die Piraten zwar nicht gekentert, aber doch deutlich vom 5-Prozent-Eisberg gerammt worden. Das Piratenschiff bleibt somit für dringend notwendige Reparaturen vorerst im Hafen.

Bei der Pressemitteilung zum Wahlergebnis bedient sich die Piratenpartei dagegen schon der gleichen vernebelnden Floskeln wie die etablierten Parteien nach einem grandiosen Scheitern:

… mehr als ein Achtungserfolg …
… Schallmauer von 10.000 Mitgliedern durchbrochen …
… Bundestagswahl (...) nur ein Auftakt …
… einen tollen Wahlkampf hingelegt …
… die Piraten sind erfolgreich in See gestochen …

Mehr als ein Achtungserfolg ist das Ergebnis allerdings tatsächlich: 2 Prozent. Fast bundesweit kamen die Piraten auf zwischen 2 und 2,5 Prozent, in Berlin wählten sogar 3,5 % der Wähler Piratenpartei. Nur in Nordrhein-Westfalen (1,7 %) und im Saarland (1,5) blieben die Piraten deutlich darunter. Die übrigen und älteren Kleinparteien weisen zumeist eine Null vor dem Komma aus, die Piratenpartei hingegen kommt von null auf 2 Prozent. Und das, obwohl sich manche Protagonisten der Partei selbst kurz vor der Wahl eher dilettantisch gaben, was noch zu den höflicheren Formulierungen zählt.

Schlecht vergleichbar, aber in diesem Zusammenhang erwähnenswert: die Grünen kamen bei ihrem ersten Antreten zur Bundestagswahl 1980 auf nur 1,5 Prozent, und das, obwohl sie bereits in einigen Landtagen vertreten waren. Erst vier Jahre später gelang dann der Einzug ins nationale Parlament.

Festzuhalten bleibt: Deutschland ist nicht Schweden. Und es geht ein Riss durch die Gesellschaft; tatsächlich wohl nicht zwischen rechts und links, sondern zwischen alt und jung. Wären nur die Unterfünfundzwanzigjährigen zur Wahl gegangen – die Piratenpartei säße jetzt im Bundestag. Die Piraten sind ihrer Zeit (noch) voraus. Mindestens 4 Jahre, nach denen sie, vielleicht bereinigt von merkwürdigen Leichtmatrosen, die nur aus Protest, Machtinstinkt oder des Hypes wegen Zuflucht bei den Piraten gesucht haben, mit einem klar entwickelten Profil und vorhandenen Problemlösungsvorschlägen eine neue Chance bekommen. Vielleicht werden die Piraten 2013 dann sogar den Länderfinanzausgleich oder die Gesundheitsreform erklären können.

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Wie man die Piratenpartei am besten ins rechte Licht rückt.

Wahlergebnisbalken mit PiratenparteiWürden die Führer der Piratenpartei es mit einer von den etablierten Parteien unterscheidbaren Politik ernst meinen, wären sie wohl schon längst zurückgetreten. Stattdessen nur: Rechtfertigungsversuche.

Das Motto kurz vor der Bundestagswahl scheint zu sein, “wie verhindere ich möglichst erfolgreich, unsere Klientel zu einem Kreuzchen an der für uns richtigen Stelle auf dem Wahlzettel zu bewegen”. Das Heise-Forum allein wird nicht ausreichen, um eine Wahl zu gewinnen oder auch nur merklich zu beeinflussen.

Was schief gehen kann, geht schief. Tauss, Holocoust-Relativierung, Holocaust-Relativierungs-Verurteilung erst nach Protesten der Basis, Sympathisanten und Mitglieder, die meinen, in der allgemeinen Diskussion mit Abwesenheit von manierlichen Mindeststandards ihrer Partei einen Dienst zu erweisen – und nun auch noch der Parteivorsitzende und sein Stellvertreter, die sich ein neues Hausblatt ausgesucht zu haben scheinen. Auch wenn sich dadurch weitere Wähler sicherlich nicht für die Piraten gewinnen lassen, wurde damit doch immerhin eines erreicht: Das Netz und die Piraten lesen nun auch die Junge Freiheit.

Spätestens damit dürfte mancher Unentschlossene, der mit den Piraten gerade wegen derer linksliberalen Ziele geliebäugelt hatte, nun endgültig vergrault worden sein. Die Linken, Liberalen und Grünen wird’s freuen.

Erster Platz für die treffendste Darstellung der aktuellen Geschehnisse für Christian Sickendieck.

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Der Ente und die Pinguin: “Wir sind umgezogen!”

Ente und PinguinKnetfeders Revue: Umzug? Was soll das denn jetzt bitte? Was hat das auf sich mit eurem Umzug?
Pinguin: Ja, also, unsere Cartoons erscheinen doch immer hier in der Revue…
Ente: (zuckt mit der Augenbraue) Bislang.
Pinguin: (genervt) Ja, bislang. Nun nicht mehr.
Knetfeders Revue: Gar nicht mehr?
Pinguin: Doch, klar, auch in Zukunft werden wir bestimmt mal wieder hier reinschauen, wenn’s aktuell was zu melden gibt.
Ente: Aber ansonsten sind wir erstmal weg.
Pinguin: Aber nur nach nebenan.
Ente: Richtig, da haben wir nun unsere eigene Seite.
Pinguin: Mit eigenem RSS-Feed, eigener Suchfunktion und noch ein paar Schikanen.
Knetfeders Revue: Und Kommentare?
Ente: (rollt mit den Augen) Die gibt’s natürlich auch noch. Jetzt sogar ohne diese dummen Captchas.
Knetfeders Revue: Klingt gut. Viel Spaß in eurem neuen Zuhause!
Ente und Pinguin: Danke! (watscheln eine Seite weiter:)

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