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Paypal-Pflicht bei Ebay.de

Für die Akten: Ebay ist als Online-Flohmarkt mal wieder einen kleinen Schritt unattraktiver geworden. Zumindest für Gelegenheitsverkäufer. Seit Ende Februar lassen sich keine Angebote mehr einstellen, wenn man als Zahlungsoption nicht auch Paypal-Zahlungen akzeptiert – außer, man hat bereits mehr als 50 Bewertungen.

Für gelegentliche Käufer/Verkäufer oder Ebay-Anfänger bedeutet dies im Klartext, dass sie dazu angehalten werden, ein Bankkonto bei einer ausländischen Bank (eben Paypal) zu eröffnen – oder eben nicht mehr bei Ebay verkaufen können.


Hinweise in Artikelbeschreibungen

Ebay dürfte damit 4 Fliegen mit einer Klappe schlagen: Angebote von privaten (umsatzschwachen) Verkäufern werden abnehmen, dem Bezahlvorgang für Käufer gibt man einen sichereren Anschein – und nicht zuletzt führt man seinem Tochterunternehmen Paypal jede Menge neue Kunden zu, die, wenn Paypal von Käufern als Zahlungsmethode genutzt wird, zusätzlich Gebühren für Ebay-Verkäufe bezahlen müssen.

Inwieweit dies ein Fall für das Bundeskartellamt ist, wird sich zeigen.

Eines scheint sicher: Demnächst dürfte es wieder verstärkt zu zivilem Ungehorsam unter den Verkäufern kommen, die sich den Paypalzwang nicht gefallen lassen möchten und wahrscheinlich trotz angekreuzter Paypal-Zahlungsoption in ihre Angebotstexte Dinge wie „Paypal-Zahlungen werden nicht akzeptiert“ schreiben werden.

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