|
Zur Prüfung
muss man eine
Gliederung
mitbringen,
aus der
hervorgeht,
mit welchen
Inhalten man
sich
beschäftigt
hat und wie
man das
Gelernte
strukturieren
kann. Im Falle
dieser
Prüfung wurde
sogar eine
detailliertere
Aufführung der
Inhalte der
einzelnen
Gliederungspunkte
gewünscht, die
sich über ca.
2-3 Seiten
erstrecken
sollte. In der
Prüfung
richten sich
die Prüfer
beim Stellen
der Fragen
meiner
Erfahrung nach
weitgehend
nach dem
Aufbau der
Gliederung,
obwohl es
natürlich
immer mal die
eine oder
andere
"überraschende"
Frage zu einem
anderen
Themengebiet
zur
Einschätzung
der
Reflexionsfähigkeiten
des Prüflings
geben
kann.
Letztendlich
ist es aber
schon
sinnvoll, sich
mit allen auf
der Gliederung
genannten
Themenbereichen
auch wirklich
auszukennen,
bzw. eben
genau
jene Punkte
aufzuführen,
mit denen man
sich am
intensivsten
beschäftigt
hat.
Aus diesem
Grund ist es
auch nicht
ratsam, meine
nachstehende
Gliederung zum
Thema
Sprachstörungen
einfach für
die eigene
Prüfung zu
übernehmen!
Die
unterstrichenen
Gliederungspunkte
sind Verweise
zu weiter
unten auf
dieser Seite
stehenden
genaueren
Ausführungen
zum jeweiligen
Thema.
|
1.
|
DIE
KINDLICHE
SPRACHENTWICKLUNG
|
|
|
-
Sprache
und
Gesamtentwicklung
(der
„Sprachbaum“):
Umwelt,
Gesellschaft,
Kultur
> sensomotorische
Entwicklung,
sozial-emotionale
Entwicklung,
geistige
Entwicklung
und
Reifung
> sensomotorische
Integration
> Sprachverständnis
und
Sprechfreude
> Artikulation,
Grammatik
und
Wortschatz
(>
Schriftsprache)
+
Kommunikation
+
Wärme,
Liebe
und
Akzeptanz
|
|
|
-
Ablauf
der
Sprachentwicklung:
Sprachverständnis,
Wortschatz,
Artikulation
und
Grammatik
in
den
Phasen:
vorsprachliche
Entwicklung
(bis
ca.
1
J.)
> Phase
der
Einwort-Äußerungen
(1-1,5
J.)
> Phase
der
Wortschatzexplosion,
Zweiwort-Äußerungen
und
das
erste
Fragealter
(1,5
–2
J.)
> Phase
der
ungeformten
Mehrwortsätze
(2-2,5
J.)
> Phase
der
ersten
korrekten
Sätze
und
das
zweite
Fragealter
(2,5-3
J.)
> Phase
der
abschließenden
Lautentwicklung
(3-4
J.)
> fehlerfreie
Grammatik
(ca.
4-6
J.)
|
|
2.
|
SPRACHSTÖRUNGEN
|
|
|
-
Definition
Sprachstörungen:
Kind
erwirbt oder nutzt
das Regelsystem
und den Wortbestand
seiner Muttersprache
nicht altersgemäß;
Auffälligkeiten
der Sprache oder
des Sprechens
|
|
|
-
Anzeichen
gestörter
Sprachentwicklung:
bis
10
Mon.:
keine
Lautbildung
oder
ab
7.Mon.
keine
mehr
10-18
Mon.:
ausbleibende
Sprachentwicklung;
brabbelt
nur
wenige
Laute
und
Silbenfolgen;
kein
Sprachverständnis
18-24
Mon.:
spricht
weniger
als
10
sinnvolle
Wörter
2-3
Jahre:
auffallend
gestörte
Lautbildung;
stark
gestörte
Satzbildung;
ausbleibende
Sprachentwicklung
außer
wenigen
stereotyp
geäußerten
Lautgebilden;
näselndes
oder
heiseres
Sprechen
3-4
Jahre:
gestörte
Laut-
oder
Satzbildung;
eingeschränkter
Wortschatz
oder
Sprachverständnis;
Babysprache;
Eigensprache;
Sprechverweigerung;
Stottern;
überhastetes,
verwaschenes
Sprechen
|
|
2.1.
|
STÖRUNGEN
DES
SPRECHENS
UND
DER
SPRACHE
|
|
2.1.1.
|
Sprachentwicklungsverzögerung
(SEV)
/
Sprachentwicklungsstörung
(SES)
|
|
|
-
SEV:
Sprachentwicklung
verläuft
in
allen
vier
Bereichen
zeitlich
verzögert
(Sprachverständnis,
Wortschatz,
Artikulation,
Grammatik),
aber
strukturell
regelhaft;
organische
Ursachen
wurden
ausgeschlossen;
Verzögerungen
sind
in
absehbarer
Zeit
aufholbar
|
|
|
-
SES:
wie
SEV,
aber
Abweichung
von
normaler
Sprachentwicklung
beträgt
länger
als
½
Jahr
oder
es
besteht
eine
strukturelle
Abweichung;
bei
organischen
Ursachen
lautet
Diagnose
SES
|
|
|
-
Störungsformen
in
den
Bereichen
der
Sprachentwicklung:
|
|
|
-
Wortschatzeinschränkung:
Wortschatz
ist
nicht
altersgemäß;
Anzeichen:
hinweisende
Ausdrücke, undifferenzierte
Wortwahl, Fehlbenennungen,
Wortneuschöpfungen,
Lautmalereien,
Wortfindungsstörungen
-
Sprachverständniseinschränkung:
trotz
intaktem
Gehör
versteht
Kind
viele
Äußerungen
nicht
altersgemäß
-
Dyslalie:
Kind
kann
einzelne
Laute
oder
Lautverbindungen
nicht
altersgemäß
artikulieren;
Partielle
Dyslalie:
1-3
Laute
betroffen;
Multiple
Dyslalie:
4-6
Laute
betroffen;
Universelle
Dyslalie:
nur
wenige
Laute
werden
korrekt
artikuliert;
Störungssymptome:
Laute
werden
o
weggelassen
o
ersetzt
o
falsch
gebildet
oder
o
alle
Merkmale
treten
gemeinsam
auf
Einteilung
nach
Bedingungshintergrund:
sensorische
Dyslalie
(mangelhafte
auditive
Wahrnehmung,
Verarbeitung
und
Merkfähigkeit)
und
motorische
Dyslalie
(eingeschränkte
kinästhetische
und
taktile
Empfindung
und
Koordination
der
Zunge
im
Mundraum
und
der
Lippen)
-
Dysgrammatismus:
Kind
kann
Sätze
nicht
altersgemäß
grammatikalisch
gestalten;
zeitliche
oder
qualitative
Abweichung
vom
normalen
Verlauf
des
Erwerbs
des
sprachlichen
Regelsystems
Störungssymptome:
o
Auslassen
von
Wörtern
o
fehlende/
fehlerhafte
Form
o
falsche
Wortstellung
im
Satz
Schweregrade:
o
Leichter
Dysgrammatismus
o
Mittelschwerer
Dysgrammatismus
o
Schwerer
Dysgrammatismus/
Agrammatismus
|
|
2.1.2.
|
Alalie
|
|
|
-
Extremform
der
SES;
Ausbleiben
der
Sprachentwicklung
bis
zum
3.
Lebensjahr
|
|
2.2.
|
STÖRUNGEN
DES
SPRECHABLAUFS
|
|
2.2.1.
|
Poltern
|
|
|
-
überhastetes
unregelmäßiges
Sprechtempo,
verwaschene
undeutliche
Aussprache
(Tachylalie,
Repetitionen,
Elisionen,
Kontaminationen
etc.)
-
den
Schwierigkeiten,
Handlungsabläufe
in
einer
vorgegebenen
Abfolge
auszuführen
liegt
umfassende
Störung
der
Wahrnehmung
zeitlicher
Abfolgen
zugrunde
|
|
2.2.2.
|
Stottern
|
|
|
-
zeitweise
auftretende,
willensunabhängige,
situationsabhängige
Redeflussstörung
- Wiederholungen
(klonisch); Blockaden,
Pressen, Stillstände
(tonisch); Verspannungen;
Kraftanstrengungen;
Dehnungen -
emotionale
Begleiterscheinungen
-
Unterscheidung
von
physiologischem,
beginnendem
und
chronischem
Stottern
-
auch
Kommunikationsstörung
|
|
2.3.
|
STÖRUNGEN
DER
KOMMUNIKATION
|
|
2.3.1.
|
Mutismus
|
|
|
-
Kinder,
die
Sprache
erworben
haben
und
hörfähig
sind,
sprechen
nicht
mehr
-
totaler
Mutismus
-
elektiver
Mutismus
-
Früh-
und
Spätmutismus
-
Hintergründe
des
Verhaltens
(gelernte
Hilflosigkeit,
Bindungsunsicherheit,
Minderwertigkeit)
|
|
3.
|
URSACHENHYPOTHESEN
|
|
|
-
multifaktoriell:
-
organische
Faktoren
-
genetische
Faktoren
-
soziokulturelle
Faktoren
-
psychische
Faktoren
|
|
4.
|
PÄDAGOGISCHE
INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN
|
|
|
-
allgemeine sprachliche Förderung:
o
Sprachvorbild
der Bezugspersonen o
Spaß am Sprechen
fördern o
zuhören o
spielerisches
Aufgreifen der
Lautäußerungen o
trotz Fehlern
annehmen o
Kontakt zum
Kind herstellen
und halten o
sich Zeit nehmen
zum Spielen o
Kontakt zu Gleichaltrigen
ermöglichen
- Förderung von Kindern mit Störungen der
Sprache und
des Sprechablaufs:
o
alle zuvor genannten
Punkte o
Versprachlichung
von Handlungen
und Gefühlen o
sprachliches
Angebot nach
dem Muster "+1" o
alle Äußerungen
unbefangen annehmen o
Corrective Feedback
anwenden o
kommunikationsförderliches
aktives Zuhören
mit Reformulierung o
Entdeckungsdrang
fördern o
Verbündete im
Umkreis des
Kindes schaffen
- Hinweise
zum Umgang mit
sprachgestörten
Kindern:
o
nicht kritisieren,
bestrafen oder
korrigieren o
nicht nachsprechen
lassen o
keine Anweisungen
geben zur Sprachform o
nicht abfragen o
nicht unterbrechen o
keine Babysprache
verwenden o
Neugier und
Wissensdurst
nicht hemmen
-
Vorstellung
einer
Übung
für
das
erfahrungsgestützte
Lernen
von
Fachwissen
über
Sprachentwicklung
und
Sprachstörungen
für
die
Elterngruppenarbeit
oder
das
Multiplikatorentraining
(nach
Wendlandt)
|
|
5.
|
LITERATURLISTE
|
|
|
|
|
Sprachentwicklung
im Kontext der
Gesamtentwicklung
Die Sprache
des Kindes
entwickelt
sich auf der
Grundlage
bestimmter
Fähigkeiten
un
d
kultureller
Gegebenheiten.
Den Rahmen für
alle
Spracherwerbsprozesse
bilden
familiäre
Einflüsse
und
sprachliche
Anregungen
. Die
folgende
Tabelle ist
von oben nach
unten quasi
chronologisch
zu lesen:
innerhalb
der
Gesellschaft
, in die
das Kind
geboren wird,
muss es
sich
sensorisch
,
emotional
und
geistig
entwickeln,
bevor es
beginnen kann,
Sprache zu
erwerben.
Voraussetzungen
für die aktive
Sprachprodukion
in
Artikulation
,
Wortschatz
und
Grammatik
wiederum
sind
Sprachverständnis
und
Freude an
Sprache
. Auf einen
gelungenen
Erstspracherwerb
kann dann das
erfolgreiche
Erlenern
der
Schriftsprache
erfolgen.
Im
folgenden ist
die Tabelle in
ihrer
Kurzform, d.h.
ohne
erläuternde
Inhalte,
abgebildet.
Die gesamte
Tabelle
befindet sich
auf einer
Extraseite
hinter diesem
Link:
[Tabelle in
neuem Fenster
öffnen]
|
Sprache
entwickelt
sich
durch
tägliche
Kommunikation
mit
Bezugspersonen.
Eltern
sollten
sich
sprachfördernd
verhalten,
indem
sie:
Blickkontakt
herstellen,
nicht
nachsprechen
lassen,
zuhören,
aussprechen
lassen,
Sprachanregungen
geben
|
Umwelt,
Gesellschaft,
Kultur
|
>Liebe
und
Zuneigung,
Akzeptanz
und
Wohlwollen
>
keine
Überfürsorge
|
|
Sensomotorische
Entwicklung
(Hören,
Sehen,
Stimme,
Lallen,
Tastsinn,
Motorik)
|
Sozialemotionale
Entwicklung
|
Geistige
Entwicklung
Hirnreifung
|
|
Sensomotorische
Integration
|
|
Sprechfreude
|
Sprachverständnis
|
|
|
Artikulation
|
Wortschatz
|
Grammatik
|
|
Schriftsprache
|
verwendete
Literatur:
Wendlandt:
Sprachstörungen
im
Kindesalter.
Stuttgart
2000.
In der
folgenden
Tabelle - die
leider die
Breite dieser
Webseite
sprengen würde
und deshalb in
eine
Extraseite
ausgelagert
wurde -
wird der
Ablauf der
normalen
Sprachentwicklung
zwischen der
Geburt und 6
Jahren in den
Bereichen
Sprachverständnis,
Wortschatz,
Artikulation
und Grammatik
dargestellt.
Die
Altersangaben
sind als
Durchschnittswerte
und nicht als
starre Normen
zu
verstehen.
[Tabelle in
neuem Fenster
öffnen]
Der folgende
Text behandelt
die
Sprachentwicklungsverzögerung,
bzw. -störung
als
Verbindung der
einzelnen
Störungen im
morphologisch-syntaktischen
(Dysgrammatismus),
phonologisch-phonetischen
(Dyslalie) und
semantischen
Bereich
(Sprachverständnisstörung/
eingeschränkter
Wortschatz).
Der Text ist
ein Auszug aus
meinem Bericht
zum Praktikum
in einer
logopädischen
Praxis.
|
Die
Sprachentwicklungsverzögerung
(SEV)
|
|
Eine
Sprachentwicklungsverzögerung
liegt
vor,
wenn
die
sprachliche
Entwicklung
des
Kindes
auf
allen
Ebenen
verlangsamt
verläuft,
d.h.
es
sind
sowohl
der
Wortschatz
und
das
Sprachverständnis,
als
auch
die
Artikulation
(phonetisch-phonologische
Ebene)
und
die
Grammatik
(syntaktisch-morphologische
Ebene)
betroffen
(vgl.
WENDLANDT
1992,
S.
41).
Der
Störungsgrad
der
vier
Auffälligkeiten
kann
individuell
sehr
unterschiedlich
ausgeprägt
sein;
in
den
meisten
Fällen
sind
die
Sprachverständnisleistungen
jedoch
besser
entwickelt
als
die
Sprachproduktionsleistungen
(vgl.
GRIMM
1998,
S.
946).
Die
Diagnose
der
Sprachentwicklungsverzögerung
kann
nur
gestellt
werden,
wenn
organische
Ursachen
(z.B.
frühkindliche
Hirnschädigung,
Mißbildung
der
Sprechorgane,
Taubheit
u.a.)
für
die
Abweichungen im
Spracherwerb zuvor
ausgeschlossen
werden
konnten.
In
allen
anderen
Fällen
ist
von
einer
Sprachentwicklungsstörung
zu
sprechen
(SES),
bei
der
die
Sprachentwicklung
nicht
nur
zeitlich,
sondern
auch
strukturell
und
qualitativ
anders
verläuft.
Als
mitverursachende,
bzw.
aufrechterhaltende
Faktoren
einer
SEV
kommen
konstitutionelle
(psychomotorische
Störungen,
Beeinträchtigungen
der
sensomotorischen
Reifeentwicklung
hinsichtlich
der
Wahrnehmungsdifferenzierungsfähigkeit
u.a.)
und
psychosoziale
(schlechte
sprachliche
Vorbilder,
Deprivation,
ungünstige
Familiensituationen,
zweisprachige
Umwelt,
ungünstige
räumliche
und
wirtschaftliche
Verhältnisse
u.a.)
Aspekte
in
Betracht
(vgl.
GRUNWALD
1979,
S.
16ff.).
Die
einzelnen
Symptomkomponenten
der
SEV
im
Detail:
Eingeschränkter
Wortschatz/Sprachverständnisstörung
Der
Wortschatz
des
sprachentwicklungsverzögerten
Kindes
kann
im
Vergleich
zu
anderen
Kindern
seiner
Altersgruppe
zu
klein
sein.
Es
kann
viele
Dinge
nicht
benennen,
die
es
bereits
kennt.
Zur
Kommunikation
verwendet
es
deshalb
häufig
hinweisende
Ausdrücke
(„das
da“)
oder
es
benutzt
für
unterschiedliche
Dinge
denselben
Begriff
(z.B.
„Happa“
sowohl
für
„Löffel“,
als
auch
für
„Kuchen“
und
„Brot“)
(vgl.
WENDLANDT
1992,
S.
40f.).
Eine
Sprachverständnisstörung
zeigt
sich
darin,
dass
das
Kind
die
Bedeutung
von
vielen
Wörtern
oder
Sätzen
nicht
versteht,
die
sprachlich
unauffällige
Kinder
problemlos
erfassen.
Oft
können
sie
sich
jedoch
im
Alltag
an
der
Mimik
und
Gestik
des
Gesprächspartners
orientieren
und
finden
so
heraus,
was
gemeint
ist
(Bsp.:
Das
Kind
hat
die
Tür
beim
Hereinkommen
offen
gelassen.
Die
Mutter
sagt:
„Mach
bitte
die
Tür
zu!“
und
deutet
dabei
auf
die
Tür
oder
schaut
zu
ihr
hin.).
Aufgrund
dieser
Tatsache
bemerken
Eltern
die
Sprachverständnisschwierigkeiten
ihres
Kindes
häufig
nicht
und
geben
bei
Befragung
durch
die
Logopädin
an,
ihr
Kind
habe
ein
altersgemäßes
Sprachverständnis.
In
der
logopädischen
Therapie
der
SEV
werden
die
Wortschatzerweiterung
und
die
Förderung
des
Sprachverständnisses
des
Kindes
in
die
übrigen
Fördermaßnahmen
eingebettet,
d.h.
es
findet
kein
„Vokabeltrainig“
statt.
Zu
beachten
ist,
dass
eine
Integration
der
aktiven
und
passiven
Wortschatzerweiterung
in
den
situativen
Kontext
vorgenommen
werden
muss,
indem
ein
Gegenstand
oder
ein
emotional
ansprechendes
Erlebnis
mit
dem
Begriff
verbunden
und
im
handelnden
Umgang
verinnerlicht
wird.
Des
weiteren
sollten
Begriffe
in
syntaktisch-morphologische
Strukturen
eingebettet
werden,
d.h.
neue
Wörter
sollten
in
ihrer
„natürlichen
Umgebung“,
dem
Satz,
eingeführt
und
benutzt
werden.
Insgesamt
steht
also
bei
der
expressiven
und
rezeptiven
Wortschatzerweiterung
nicht
die
echoartige
Imitation
des
Vor-
und
Nachsprechens
im
Vordergrund,
sondern
das
gemeinsame
Handeln
von
Kind
und
Therapeut
im
kommunikativen
Kontext
(vgl.
GROHNFELDT
1990,
S.
87ff.).
Dyslalie
Als
Dyslalie
wird
eine
Störung
der
Artikulation
bezeichnet,
bei
der
einzelne
Laute
oder
Lautverbindungen
entweder
vom
Kind
ganz
weggelassen
werden
(Ellision:
Sonne
> Onne),
falsch
gebildet
werden
(Distorsion:
rot
> chot)
oder
durch
andere
ersetzt
werden
(Substitution:
Gabel
> Dabel).
Die
Dyslalie
kann
im
Rahmen
einer
SEV
auftreten,
sie
kann
aber
auch
als
isoliertes
Symptom
vorkommen
(häufig
z.B.
in
Form
des
„Lispelns“,
dem
Sigmatismus),
wobei
Lautbildungsfehler
bis
zum
Ende
des
vierten
Lebensjahres
nicht
als
pathologisch
angesehen
werden.
Der
Therapiebeginn
sollte
daher
zwischen
dem
vierten
und
6.
Lebensjahr
des
Kindes
liegen,
denn
danach
erlischt
die
spontane
Rückbildungstendenz
der
Störung
fast
vollständig.
Quantitativ
kann
die
Dyslalie
eingeteilt
werden
in
die
-
partielle
Dyslalie:
einzelne
bis
wenige
Laute
(ca.
ein
bis
3)
sind
betroffen;
die
Sprache
insgesamt
ist
gut
verständlich,
-
multiple
Dyslalie:
eine
größere
Anzahl
von
Lauten
(ca.
vier
bis
6)
ist
betroffen;
die
Verständlichkeit
der
Sprache
ist
stärker
eingeschränkt,
-
universelle
Dyslalie:
nur
wenige
Laute
werden
korrekt
artikuliert,
wodurch
die
Sprache
schwer
verständlich
ist.
In
qualitativer
Hinsicht
wird
die
Mogilalie
(der
Laut
fehlt,
z.B.
Asigmatismus:
ein
Zischlaut
wird
nicht
gebildet)
von
der
Paralalie
(der
Laut
wird
durch
einen
anderen
ersetzt)
unterschieden.
Bei
der
Paralalie
werden
gemäß
der
Jakobsonschen
Regel
entwicklungsphonetisch
spätere
Laute
(z.B.
/k/,
/g/,
/f/,
/w/,
/ch/,
/s/,
/sch/,
/r/)
durch
frühere
ersetzt
(z.B.
/p/,
/b/,
/t/,
/m/,
/n/,
/l/,
/d/).
Parakappazismus
bedeutet
demnach,
dass
das
Kind
anstelle
des
/k/
einen
anderen
Laut
artikuliert.
Am
häufigsten
sind
die
Zischlaute
von
der
Sprachstörung
betroffen
(/s/,
/sch/,
/ch1/)
sowie
die
Laute
der
dritten
Artikulationszone
(/g/,
/k/,
/j/,
/ch2/,
Gaumen-/r/);
am
seltensten
sind
die
Laute
der
ersten
Artikulationszone
(/b/,
/w/,
/p/,
/f/,
/d/,
/t/,
/n/)
gestört
(Einteilungen
und
Häufigkeiten
nach
WIRTH
1983,
S.
223ff.).
Der
Lautbildungsstörung
liegt
häufig
eine
ungenügende
Wahrnehmungs-
und
Differenzierungsleistung
zugrunde.
Handelt
es
sich
um
eine
kinästhetische
Differenzierungsschwäche,
so
ist
die
Feinmotorik
von
Lippen
und
Zunge
eingeschränkt
und
das
taktile
Empfinden
im
Mundraum
(z.B.
hinsichtlich
der
Position
der
Zunge)
ist
herabgesetzt
(
motorische
Dyslalie).
Das
Kind
kann
also
seinen
Aussprachefehler
aus
motorischen
Gründen
nicht
selbständig
korrigieren.
Eine
sensorische
Dyslalie
liegt
vor,
wenn
das
Kind
eine
mangelhafte
auditive
Wahrnehmung,
Verarbeitung
und
Merkfähigkeit
von
sprachlichen
Lauten
aufweist.
Das
Kind
kann
in
diesem
Fall
seinen
eigenen
Artikulationsfehler
nicht
wahrnehmen,
obwohl
seine
Hörfähigkeit
normal
ausgeprägt
ist.
Beide
Formen
der
Dyslalie
können
kombiniert
auftreten
und
es
ist
nicht
immer
eindeutig
feststellbar,
welchem
Dyslalietyp
das
Kind
zuzuordnen
ist
(vgl.
BECKER
&
BECKER
1993,
S.
261f.).
Daher
wird
in
der
Therapie
viel
Wert
gelegt
auf
eine
allgemeine
Sensibilisierung
der
auditiven
und
kinästhetischen
Perzeption.
Zum
einen
wird
die
Aufmerksamkeit
des
Kindes
auf
Gehörtes
gerichtet,
die
Unterscheidungsfähigkeit
von
Geräuschen
und
Sprachlauten
geschult
und
die
Merkfähigkeit
trainiert.
Dazu
stehen
verschiedenste
Übungen
und
Materialien
zur
Verfügung.
Zum
anderen
ist
die
Förderung
der
Bewegung
und
Wahrnehmung,
insbesondere
der
Körperteile,
die
für
das
Sprechen
benötigt
werden,
Bestandteil
einer
Sprachtherapie.
Dies
können
unterschiedliche
spielerische
Bewegungsübungen
im
Gesichts-Mundbereich
sowie
allgemeine
Schmeck-,
Riech-
und
Tastspiele
sein.
Sie
verbessern
die
Voraussetzungen
für
die
korrekte
Lautbildung,
indem
das
Kind
ein
sichereres
Gespür
beispielsweise
für
die
Zungenlage
entwickelt
und
damit
zielgerichtete
Bewegungen
ausführen
lernt.
Zudem
werden
nach
verschiedenen
Kriterien
die
von
der
Dyslalie
betroffenen
Sprachlaute
einzeln
ausgewählt,
die
für
eine
Weile
im
Mittelpunkt
der
Sprachtherapie
stehen
werden.
Je
nach
Schwerpunkt
der
Störung
geht
es
dann
um
die
gezielte
Anbahnung
dieser
Laute,
ein
Training
auf
Laut-,
Wort-
und
Satzebene,
bis
schließlich
die
Anwendung
in
der
Spontansprache
des
Kindes
geübt
wird.
Spielerisch
wird
dem
Kind
die
bedeutungsunterscheidende
Funktion
der
Laute
vermittelt.
Dies
erfolgt
über
sogenannte
Minimalpaare,
d.h.
Wortpaare
wie
z.B.
Tasse
–
Kasse,
die
sich
nur
in
einem
Laut
unterscheiden,
dadurch
aber
bereits
eine
völlig
andere
Bedeutung
erhalten.
Auch
die
Erweiterung
des
Wortschatzes
fließt
in
jeden
sprachlichen
Austausch
mit
dem
Kind
ein.
Zu
beachten
ist,
dass
die
konkrete
Beschäftigung
mit
dem
Sprachlaut
für
ein
Kind
eine
abstrakte
und
langweilige
Angelegenheit
ist.
Daher
muss
die
Arbeit
am
einzelnen
Laut
stets
in
praktische
Handlungen
und
Spiele
eingebunden
werden,
die
das
Kind
motivieren
und
ihm
Freude
bereiten
(vgl.
z.B.
BECKER
&
BECKER
1993,
S.
259ff.).
Dysgrammatismus
Als
Dysgrammatismus
wird
eine
zeitliche
(Stehenbleiben
auf
einem
früheren
Entwicklungsstand)
oder
qualitative
Abweichung
(es
treten
grammatische
Strukturen
auf,
die
in
der
normalen
Entwicklung
des
grammatischen
Regelsystems
nicht
vorkommen)
der
grammatischen
Satz-
und
Wortbildung
bezeichnet.
Die
Sprache
des
dysgrammatischen
Kindes
ist
gekennzeichnet
durch
-
Auslassungen
von
Wörtern
oder
ganzen
Satzteilen,
die
nicht
mehr
seinem
Alter
entsprechen,
z.B.
„Timo
Hause“,
„Mama
Ball“,
-
falsche
Stellung
der
Wörter
im
Satz,
z.B.
„Heute
nach
Hause
gehen
ich.“,
-
fehlende
oder
fehlerhafte
Form
von
Worten,
z.B.
„der
Mädchen“,
„ich
gehen,
du
machen“,
„ich
bin
gegangt“
(vgl.
WENDLANDT
1992,
S.
41).
Dysgrammatische
Beeinträchtigungen
lassen
sich
in
drei
Schweregrade
einteilen:
-
Leichter
Dysgrammatismus:
Das
Kind
kann
kurze
Sätze
richtig
nachsprechen.
Seine
Sprache
ist
noch
gut
verständlich,
wirkt
aber
kleinkindhaft.
Häufig
werden
Artikel
vertauscht,
die
Deklination
und
die
Konjugation
können
fehlerhaft
sein.
Längere
Sätze
mit
Nebensätzen
werden
gar
nicht
oder
regelwidrig
gebildet
(Bsp.:
„Die
Ball
ist
rot.“;
„Ich
essen
eine
Birne.“;
„Wenn
ich
hause
kommen,
ich
Puppe
spielen.“).
Im
Rahmen
einer
SEV
kommt
hauptsächlich
diese
Form
des
Dysgrammatismus
vor.
-
Mittelschwerer
Dysgrammatismus:
Auch
das
Nachsprechen
von
Sätzen
ist
dem
betroffenen
Kind
nur
begrenzt
möglich.
Gebildete
Sätze
überschreiten
nur
selten
eine
Länge
von
fünf
Wörtern.
Die
Sprache
des
Kindes
ist
für
Fremde
schwer
verständlich,
da
kaum
grammatische
Regeln
beachtet
werden
können.
Zu
der
falschen
Satzbildung
kommt
die
fehlerhafte
Bildung
von
Wörtern
hinzu
(Bsp.:
„Geter
Bursag
haben.
Viele
Schenke
haben.“
>> „Gestern
habe
ich
Geburtstag
gehabt.
Ich
habe
viele
Geschenke
bekommen.”)
-
Schwerer
Dysgrammatismus:
Das
Nachsprechen
von
Sätzen
ist
dem
betroffenen
Kind
gar
nicht
möglich.
Es
spricht
ausschließlich
in
Ein-
oder
Zwei-Wort-Äußerungen.
Auch
einzelne
Worte
sind
sehr
verstümmelt,
so
dass
die
Sprache
für
Fremde
sehr
schwer
verständlich
ist
(Bsp.:
„Borta
e.
Feu
auch.“
>> „Ich
habe
Geburtstag
gehabt.
Mein
Freund
war
auch
da.”)
(vgl.
GRUNWALD
1979,
S.
32).
Wie
in
der
Dyslalietherapie
hat
auch
in
der
Therapie
des
Dysgrammatismus
die
Förderung
der
Wahrnehmung
einen
hohen
Stellenwert,
denn
der
Anstoß
zur
Weiterentwicklung
der
grammatischen
Strukturen
entsteht
über
das
Feststellen
einer
Nichtübereinstimmung
der
eigenen
Sprachproduktion
mit
jener
der
Umwelt.
GROHNFELDT
meint
dazu,
dass
„[...]
sich
das
therapeutische
Vorgehen
zum
einen
auf
die
impressiven
Basisfunktionen
der
Sprache
richten
sollte
und
erst
dann
auf
die
Sprache
selbst.
Eine
ausschließliche
Arbeit
am
sprachpathologischen
Symptom
ist
besonders
in
diesem
Fall
[dem
Dysgrammatismus]
wenig
erfolgversprechend.“
(GROHNFELDT
1990,
S.
94;
Einfügung:
M.L.)
In
der
Therapie
sollen
außerdem
sprachanregende
Situationen
geschaffen
werden,
die
bestimmte
Äußerungen
geradezu
provozieren,
z.B.
Rollen-
oder
Handpuppenspiele,
Dialoge
am
Telefon
oder
ein
Reporterspiel.
Spielerische
Sprachverständnis-
(z.B.
in
Form
von
Aufforderungen:
„Leg
den
Löffel
auf
den
Teller.“)
und
Sprachgedächtnisübungen
sowie
rhythmisch-melodische
Übungen
sollen
das
Kind
für
sprachliche
Strukturen
sensibilisieren.
GROHNFELDT
veranschaulicht
in
seinem
Buch
viele
Möglichkeiten
der
therapeutischen
Arbeit
mit
Bildkarten
u.ä.(vgl.
GROHNFELDT
1990,
S.
96ff.).
Literaturnachweis:
BECKER,
K.
&
BECKER,
R.
(Hrsg.)
(1993):
Rehabilitative
Spracherziehung.
–
Berlin.
GRIMM,
H.
(1998):
Spezifische
Störung
der
Sprachentwicklung,
in:
Oerter,
Rolf
&
Montada,
Leo:
Entwicklungspsychologie.
–
Weinheim.
GROHNFELDT,
M.
(1990):
Grundlagen
der
Therapie
bei
sprachentwicklungsgestörten
Kindern.
–
Berlin.
GRUNWALD,
A.
(1979):
Sprachtherapie.
Praktische
Anleitungen
zur
Diagnose
und
Therapie
sprachgestörter
und
entwicklungsbehinderter
Kinder.
–
Hamburg.
WENDLANDT,
W.
(1992):
Sprachstörungen
im
Kindesalter.
Materialien
zur
Früherkennung
und
Beratung.
Stuttgart.
WIRTH,
G.
(1983):
Sprachstörungen,
Sprechstörungen,
kindliche
Hörstörungen.
Lehrbuch
für
Ärzte,
Logopäden
und
Sprachheilpädagogen.
–
Köln.
|
|
Alalie
|
|
Das
Kind hört normal,
ist kognitiv altersentsprechend
entwickelt, hat
keine motorischen
oder sozialemotionalen
Beeinträchtigungen
- aber die Sprachentwicklung
bleibt bis zum dritten
Lebensjahr aus,
das Kind spricht
nur 2-3 Wörter oder
gebraucht immer
nur dieselben stereotypen
Lautgebilde. Extremform
der Sprachentwicklungsstörung.
|
|
Poltern
|
|
Poltern
ist eine Störung
des Sprechablaufs,
die gekennzeichnet
ist durch ein überhastetes,
unregelmäßiges Sprechtempo
sowie eine verwaschene,
undeutliche Aussprache.
Die
Symptome im einzelnen:
- Kontaminationen
(Verschmelzungen,
Ineinanderziehen
von Lauten und
Wörtern)
- Elisionen
(Auslassungen
von Wortendungen
oder Lauten
in Wörtern)
- Tachylalie
(Beschleunigung
innerhalb längerer
Wörter oder
Sätze)
- Umstellungen
der Lautabfolge
in Wörtern
- Wiederholungen
von Satzteilen
oder Wörtern
ohne
krampfartige
Erscheinungen
oder Angst,
Abbruch von
Aussagen
Die
Störung liegt nicht
im Sprechvorgang
wie beim Stottern,
sondern in der gedanklichen
Vorbereitung der
Aussagen in Form
eines fehlenden
Satzkonzeptes. Eine
sprachliche Gestaltungsschwäche
liegt zugrunde,
die eng mit Schwierigkeiten,
Handlungsabläufe
in einer bestimmten
Reihenfolge auszuführen,
verknüpft ist. Die
Probleme mit der
Wahrnehmung zeitlicher
Abfolgen kann sich
auf andere Bereiche
neben der Sprache
ausweiten. Oft liegen
auch weitere Spachstörungen
vor, wie Dysgrammatismus
oder Dyslalie.
|
|
|
|
|
Es folgt
eine Liste der
Texte, die ich
zur
Prüfungsvorbereitung
nutze und
bearbeite.
Rechts findet
sich jeweils
ein kleiner
Kommentar zu
den Inhalten
der Bücher und
manchmal eine
persönliche
"Nützlichkeitsbewertung".
|
Literatur:
|
|
Becker,
P.
&
R.
(Hrsg.):
Rehabilitative
Spracherziehung.
Berlin
1993.
|
Sehr
detaillierte
Darstellung
der
Sprachförderung
und
Spracherziehung
bei unterschiedlichen
Störungsbildern
(z.B.
für
hör-
und
sehgeschädigte
Kinder,
autistische,
mutistische
und
geistig
behinderte
Kinder)
sowie
viele
Einzelheiten
über
die
normale
Sprachentwicklung;
zahlreiche
Tabellen
und
Ausklappseiten;
besonders
geeignet
für
Studenten,
Logopädieschüler
etc.
|
|
Braun,
O.:
Sprachstörungen
bei
Kindern
und
Jugendlichen.
Stuttgart
2002.
|
sehr wissenschaftlich und ausführlich
|
|
Fendrich,
B.:
Sprachauffälligkeiten
im
Vorschulalter.
München
2000.
|
|
|
Schoor,
U.:
Mutismus
- eine
Kommunikationsbehinderung
der
Mädchen?
in:
Die
Sprachheilarbeit
40, 4
(1995),
S.
215-227.
|
|
|
Wendlandt,
W.:
Sprachstörungen
im
Kindesalter.
Stuttgart
2000.
|
Ein
Überblicksbuch
zum
Thema
Kinder
und
Sprache;
sehr
kurz
und
knapp
gehalten,
auch
für
Eltern
geeignet;
mit
vielen
Vorschlägen
zur
Weitervermittlung
des
Wissens
durch
Fachleute
an
Eltern,
Erzieher
und
Studenten.
Wer
genaueres
über
einzelne
Sprachstörungen
oder
die
Hintergründe
der
Sprachentwicklung
wissen
möchte,
braucht
auf
jeden
Fall
weitere
Literatur.
|
|
Wirth,
W.:
Sprachstörungen,
Sprechstörungen,
kindliche
Hörstörungen.
Köln
1983.
|
Ein
nicht-didaktisches
Lehrbuch
;)
Alle
denkbaren
Informationen
über
Sprachstörungen
und
Co.,
aber
in
sehr
gestrafftem,
medizinischem
Stil
|
|
|
|
|
Der
folgende Text
basiert
ausschließlich
auf meinen
eigenen
Erfahrungen,
die ich
in
meiner
Prüfung zum
Thema der
Sprachentwicklung
und Sprachstörungen
gemacht habe.
Es werden also
keine
allgemeingültigen
Aussagen über
die Prüferin,
ihre
Notengebung
oder ihre
Prüfungsfragen
getroffen!
Prüfungen
laufen bei
jedem anders
ab und werden
unterschiedlich
empfunden.
Auch der
Prüfer ist
keine "feste
Größe", die in
jeder Prüfung
zu einem
bestimmten Thema
dieselben
Fragen stellt
oder sich
gleich
verhält.
Diese Prüfung lief sehr angenehm ab.
Ich war gut vorbereitet, weil
ich mich mit der "Kindersprache"
zur Prüfung nicht das
erste Mal beschäftigt habe,
sondern mich schon länger etwas
auskannte. Daher war es auch
nicht so schlimm oder schockierend
für mich, als dann doch einige
Fragen kamen, die laut meiner
Gliederung nicht zu erwarten
gewesen wären. Insgesamt war
der Schwierigkeitsgrad auf einem
mittleren Niveau, d.h., es wurde
nicht alles genau so oder in
der Reihenfolge gefragt, wie
es auf der Gliederung stand
und es waren einige überraschendere
Aspekte dabei, für die ich erstmal
ein bißchen überlegen musste,
dafür aber genügten meistens
relativ kurze, überblicksartige
Antworten, es wurde also nicht
in einzelnen Gebieten "herumgestochert",
sondern von jedem Gliederungspunkt
etwas angesprochen. Die Atmosphäre
war sehr positiv, was auf jeden
Fall hilft :)
Fragen + Themen:
- Ablauf der Sprachentwicklung relativ ausführlich
darstellen - letztendlich
wurde dann aber doch nach
einigen Phasen quergefragt,
weil ich allein darüber
sonst stundenlang geredet
hätte ;) Bedeutsam: erste
Wörter (=Substantive, konkret
etc.) Wortschatzentwicklung,
Ein- bis Mehrwortäußerungen
bis zum Zeitpunkt der ersten
kompletten Sätze...)
- Aussage des Sprachbaumes, Verwendungsmöglichkeiten
in der Fortbildungsarbeit
(Symbol für Ablauf der Sprach-
und Gesamtentwicklung, was
kann man noch ablesen, geeignet
zur Vermittlung von Grundkenntnissen
über Zusammenhänge in der
Entwicklung...)
- kleiner (ungeplanter) Exkurs zum Thema
Kinder und Schwerhörigkeit
- was passiert, wenn Kinder
nicht hören können, was
kann man dagegen machen...
- was kann passieren, wenn Kinder nicht auf
allen Frequenzen richtig
hören können, welche Störung
tritt auf (= Dyslalie, Diskriminationsschwäche,
Auswirkungen, Störungsbild
beschreiben)
- welche Auffälligkeiten können in Sprachentwicklung
auftreten, die Eltern beunruhigen
könnten (= altersgemäße
Sprechunflüssigkeiten, die
wie Stottern wirken, aber
normal sind und sich vom
Stottern anhand bestimmter
Merkmale zuverlässig unterscheiden
lassen; Unterscheidungsmöglichkeiten
nennen; wahrscheinlich hätte
man hier noch die physiologische
Dyslalie und den physiologischen
Dysgrammatismus nennen können,
was mir aber in der Prüfungssituation
nicht eingefallen ist ;))
- Alalie
- Ursachen
- Störungen des Sprechablaufs (= Stottern
und Poltern erklären, Unterschiede)
- Kinder, die gar nicht sprechen: Unterschied
Alalie und Mutismus (= Sprache
nicht erlernen können/ nicht
erlernt haben vs. psychische
Blockade bei erhaltener
Sprachfähigkeit), Häufigkeit
Mutismus
- pädagogische Interventionsmöglichkeiten
(einige Vorschläge machen,
wie sich Eltern, Lehrer,
Erzieher im Umgang mit Kleinkindern,
bzw. sprachentwicklungsgestörten
oder stotternden Kindern
sprachlich am besten verhalten
können, Bedeutung der Sprechfreude
ansprechen)
- Vorstellung einer Übung aus dem "Wendlandt"
zum erfahrungsgestützten
Lernen von Fachwissen, was
bringt das, wie finde ich
das...
|