|
Zur Prüfung
muss man eine
Gliederung
mitbringen,
aus der
hervorgeht,
mit welchen
Inhalten man
sich
beschäftigt
hat und wie
man das
Gelernte
strukturieren
kann. In der
Prüfung
richten sich
die Prüfer
beim Stellen
der Fragen
meiner
Erfahrung nach
weitgehend
nach dem
Aufbau der
Gliederung,
obwohl es
natürlich
immer mal die
eine oder
andere
"überraschende"
Frage zu einem
anderen
Themengebiet
zur
Einschätzung
der
Reflexionsfähigkeiten
des Prüflings
geben
kann.
Letztendlich
ist es aber
schon
sinnvoll, sich
mit allen auf
der Gliederung
genannten
Themenbereichen
auch wirklich
auszukennen,
bzw. eben
genau
jene Punkte
aufzuführen,
mit denen man
sich am
intensivsten
beschäftigt
hat.
Aus diesem
Grund ist es
auch nicht
ratsam, meine
nachstehende
Gliederung zum
Thema
Moralentwicklung
einfach für
die eigene
Prüfung zu
übernehmen!
|
1.
|
Biographische
Daten
Lawrence
Kohlbergs
|
|
2.
|
Grundlagen
|
|
2.1
|
Entwicklung
des
moralischen
Urteils
|
|
2.2
|
Voraussetzungen
für
die
Moralentwicklung
|
|
2.3
|
Ermittlung
moralischer
Urteile
über
Dilemmata
|
|
3.
|
Stufen
der
moralischen
Entwicklung
|
|
3.1
|
Präkonventionelle
Moral
|
|
3.1.1
|
Strafe
und
Gehorsam
|
|
3.1.2
|
Instrumentalismus
|
|
3.2
|
Konventionelle
Moral
|
|
3.2.1
|
Gruppenperspektive
|
|
3.2.2
|
Gesellschaftsperspektive
|
|
3.3
|
Postkonventionelle
Moral
|
|
3.3.1
|
Sozialvertrag
|
|
3.3.2
|
Universelle
ethische
Prinzipien
|
|
4.
|
Pädagogische
Umsetzungsmöglichkeiten
|
|
5.
|
Kritik
|
|
|
|
|
Auch wenn
die genaue
Gegenüberstellung
der drei
Stufenentwicklungstheorien
von Piaget,
Selman und
Kohlberg in
meiner Prüfung
nicht
behandelt
wurde, hat es
mir in der
Vorbereitung
ziemlich
geholfen, die
Zusammenhänge
zwischen der
kognitiven,
der
sozial-kognitiven
und der
moralischen
Entwicklung zu
verstehen. Zu
diesem Zweck
habe ich die
folgende
Tabelle
angefertigt.
Die Stufen der
kognitiven
Entwicklung
nach Piaget
sind eine
notwendige,
nicht aber
hinreichende Voraussetzung
für die
Entwicklung
der Niveaus
der
Perspektivenübernahme
nach Selman,
welche
wiederum
unabdingbar
sind für die
Moralentwicklung
nach Kohlberg.
Eine Person
kann sich also
kognitiv auf
formal-operationalem
Niveau
bewegen, ohne
deshalb
notwendigerweise
auch moralisch
auf einem
hohen
Entwicklungsniveau
zu sein.
Umgekehrt
jedoch können
sich
postkonventionelle
moralische
Urteilsstrukturen
in der Regel
erst dann
entwickeln,
wenn das
Individuuum
sich kognitiv
vom
konkreten zum
abstrakten,
hypothetischen
Denken
entwickelt
hat, denn
moralisches
Denken ist
letztendlich
ja auch
Denken. Die
Niveaus der
Perspektivenübernahme
liegen
vermittelnd
zwischen
Piagets und
Kohlbergs
Stufen. Ist
ein bestimmtes
Niveau des
allgemeinen
Denkens
erreicht, muss
die
Erkenntnisfähigkeit
zunächst auf
die allgemeine
soziale
Wahrnehmung
angewendet
werden können,
denn nur ein
Denken, das
die
Perspektiven
der
Mitmenschen,
ihre
Bedürfnisse
und
Erwartungen
erkennen und
in die eigene
Handlungsplanung
einbeziehen
kann, befähigt
auch zum
Fällen von
moralischen
Urteilen, die
ja stets auf
die
Wechselseitigkeit
zwischen dem
Selbst und
anderen
Personen oder
Systemen Bezug
nehmen.
In der
Tabelle werden
bei Piagets
Stufen nur die
für die
sozial-kognitive
Entwicklung
bedeutsamen
Aspekte der
einzelnen
Stufen
angeführt.
Die
Altersangaben
sind als
Durchschnittswerte,
von denen es
beim Einzelnen
erhebliche
Abweichungen
geben kann, zu
verstehen.
Zudem werden
nicht von
allen Personen
zwingend die
höheren Stufen
erreicht.
Der
Zusammenhang
zwischen
Piagets (P),
Selmans (S)
und KohIbergs
(K) Stufen in
der
Kurzfassung:
(>>
bedeutet "ist
unabdingbar
für und kann
führen
zu....")
-
P:1-2 -
S:0 -
K:0
-
P:3 I
>>
S:1
>>
K:1
-
P:3
II >>
S:2
>>
K:2
-
P:4
I >>
S:3
>>
K:3
-
P:4
II >>
S:4
>>
K:4
-
P:4 III
>>
S:5
>>
K:5+6
|
Stufen
der
kognitiven
Entwicklung
(Jean
Piaget)
|
Niveaus
der
Perspektivenübernahme
(Robert
Selman)
|
Stufen
der
Moralentwicklung
(Lawrence
Kohlberg)
|
|
Stufe
1:
senso-motorisch
|
Niveau
0:
egozentrische
Perspektive
(bis
ca.
5
J.)
|
Stufe
0:
Orientierung
an
egozentrischen
Bedürfnissen
|
|
Stufe
2:
prä-operational
(ca. 1
˝ -7
J.)
|
-
Egozentrismus
-
Zentrierung
auf
ein
Merkmal,
eine
Dimension
-
kein
In-Beziehung-Setzen
und
Vergleichen
-
keine
Mengenerhaltung
|
-
Kind
nimmt
zwar
den
Unterschied
zwischen
sich
und
anderen
wahr
(physisch),
aber
nicht
jenen
zwischen
seiner
sozialen
Perspektive
(Gedanken,
Gefühle)
und
der
anderer
(psychisch)
-
kann
offen
gezeigte
Gefühle
benennen
-
sieht
keinen
kausalen
Zusammenhang
zwischen
Handlungsgründen
und
Handlung
-
keine
Unterscheidung
zwischen
absichtlichem
und
unabsichtlichem
Handeln
-
Egozentrismus:
kann
Perspektiven
nicht
voneinander
abgrenzen;
sieht
nicht,
dass
andere
Personen
Situationen
anders
interpretieren
können
als
es
selbst
|
|
|
Das
Selbst
und
der
andere
in
der
sozialen
Wahrnehmung
auf
Niveau
0
|
|
-
Aussagen
über
Recht
und
Unrecht
je
nach
Auswirkungen,
nicht
nach
Absichten
-
moralische
Entscheidungen
werden
aus
Wunsch
nach
eigenem
Wohlergehen
hergeleitet
|
|
Stufe
3:
konkret-operational
I (ca.
7- 8 ˝
J.)
|
Niveau
1:
sozial-informationsbezogene
Perspektivenübernahme
(ab
6-8
J.)
|
Stufe
1:
Orientierung
an
Strafe
und
Gehorsam
|
-
noch
an
anschauliche
Inhalte
gebundenes
Denken
-
Klassifikationen
nach
zwei
Merkmalen
möglich
-
Mengenerhaltung
-
hierarchische
Klasseninklusion
("alle
Vögel
sind
Tiere;
nicht
alle
Tiere
sind
Vögel")
|
-
nimmt
wahr,
dass
der
andere
eine
eigene
Perspektive,
Sicht
der
Dinge
haben
kann
als
es
selbst
-
kann
sich
aber
nur
auf
eine
Perspektive
konzentrieren,
nicht
verschiedene
koordinieren;
Dinge
werden
einseitig
aus
der
Perspektive
eines
Beteiligten
gesehen
|
|
|
Das
Selbst
und
der
andere
in
der
sozialen
Wahrnehmung
auf
Niveau
1
|
|
-
nur
Perspektive
des
Mächtigen,
der
Autorität
wird
gesehen,
bzw.
mit
der
eigenen
verwechselt
-
Regeln
einhalten,
deren
Übertretung
mit
Strafe
verbunden
ist
-
Orientierung
an
materiellen
Konsequenzen
einer
Handlung
-
Bsp.:
Jemanden
nicht
zu
"verpetzen",
weil
man
sonst
von
ihm
gehauen
wird.
|
|
Stufe
3:
konkret-operational
II
(ca.
8-11
J.)
|
Niveau
2:
selbstreflexive
Perspektivenübernahme
(ab
8-10
J.)
|
Stufe
2:
Orientierung
an
instrumentellen
Zwecken
und
Austausch
|
-
reversibles
konkretes
Denken
(an
Handlungen)
-
Mengenerhaltung
auch
bei
Masse
und
Volumen
-
kann
zwischen
zwei
Bezugspunkten
schnell
genug
hin-
und
herwechseln
um
sie
zu
koordinieren
|
-
kann
andere
Perspektiven
auf
sich
selbst
beziehen,
im
Geist
aus
sich
heraustreten
und
erkennt,
dass
andere
dies
ebenso
können
-
kann
sich
also
an
Stelle
eines
anderen
versetzen,
um
Handlungen
zu
beurteilen
-
aber
kann
nicht
beide
Perspektiven
gleichzeitig
beobachten,
nur
nacheinander
>
kein
Abwägen
möglich
-
zwei
Individuen
sehen
sich
selbst
und
den
anderen,
aber
nicht
ihre
Beziehung
zueinander
-
Einsicht,
dass
die
verschiedenen
individuellen
Perspektiven
in
Konflikt
liegen
und
Gerechtigkeit
relativ
ist
|
|
|
Das
Selbst
und
der
andere
in
der
sozialen
Wahrnehmung
auf
Niveau
2
|
|
-
moralische
Gegenseitigkeit
als
gleichrangiger
Austausch
-
moralisch
richtig
ist,
was
mir
nützt
und
von
mir
hochgeschätzt
wird
-
Regeln
zu
befolgen,
wenn
es
irgendjemandes
unmittelbaren
Interessen
nützt
-
eigene
Bedürfnisse
befriedigen
und
andere
dasselbe
tun
lassen
-
gerecht
ist,
was
fair,
ein
Handel,
ein
Übereinkommen
ist
-
Elemente
von
Fairness
und
Wechselseitigkeit,
die
aber
aus
rein
pragmatischen
Gründen
angewendet
werden,
nicht
aus
Gründen
der
Gerechtigkeit
-
kein
Denken
in
Gemeinschaften;
keine
Erkenntnis,
dass
auch
gemeinsame
Interessen
auf
dem
Spiel
stehen
-
Bsp.:
Wenn
jemand
mich
drei
Mal
gehauen
hat,
darf
ich
genau
drei
Mal
zurückhauen.
|
|
Stufe
4:
formal-operational
I (ab
12
J.)
|
Niveau
3:
wechselseitige
Perspektivenübernahme
(ab
10-12
J.)
|
Stufe
3:
Orientierung
an
Aufrechterhaltung
wechselseitiger
Erwartungen
|
-
formales
und
abstraktes
Denken
-
Reversibilität
auch
von
nicht
konkreten
Inhalten
-
logische
Schlüsse
|
-
kann
aus
der
2-Personen
-
Interaktion
gedanklich
heraustreten
und
sie
aus
der
Perspektive
einer
dritten
Person
betrachten
-
kann
sich
selbst
und
den
anderen
zugleich
als
Handelnde
und
als
Objekte
sehen
-
Perspektive
des
Individuums,
das
in
Beziehung
zu
anderen
Individuen
steht
-
ist
sich
gemeinsamer
Gefühle,
Übereinkünfte
und
Erwartungen
bewusst,
die
den
Vorrang
vor
individuellen
Interessen
erhalten
|
|
|
Das
Selbst,
der
andere
und
der
konkrete
Andere
in
der
sozialen
Wahrnehmung
auf
Niveau
3
|
|
-
sei
zu
anderen
so,
wie
du
willst,
dass
sie
zu
dir
sein
sollen
-
alle
Gesichtspunkte
werden
betrachtet
und
Motive
aller
werden
reflektiert,
um
zu
einer
Übereinstimmung
zu
kommen
-
gemeinsame
Gefühle,
Übereinkünfte
und
Erwartungen
haben
Vorrang
vor
individuellen
Interessen
-
Erwartungen
anderer,
der
Gruppe
zu
entsprechen
-
„gut“
sein,
ehrenwerte
Absichten
haben,
sich
um
andere
sorgen,
Beziehungen
pflegen,
Vertrauen,
Loyalität,
Wertschätzung
-
Verlangen,
in
eigenen
und
in
den
Augen
anderer
als
guter
Kerl
zu
erscheinen
-
Beurteilung
von
Handlungen
nach
Intentionen
-
emotionale
Handlungsbegründungen
-
Bsp.:
Jemandem
helfen,
weil
es
von
der
Familie
erwartet
wird.
|
|
Stufe
4:
formal-operational
II
|
Niveau
4:
Perspektivenübernahme
mit
dem
sozialen
und
konventionellen
System
(ab
12-15
J.)
|
Stufe
4:
Orientierung
an
Erhaltung
des
Systems
|
-
Ordnen
von
Triaden
von
Informationen
(Franz
ist
größer
als
Fritz,
Fritz
ist
kleiner
als
Hans,
wer
ist
der
kleinste?)
|
-
Verständnis,
dass
wechselseitige
Perspektivenübernahme
nicht
immer
zu
völligem
Verstehen
führt
-
soziale
Konventionen
werden
als
notwendig
angesehen,
weil
sie
von
allen
Mitglidern
der
Gruppe
verstanden
werden;
die
von
allen
geteilte
Perspektive
ist
in
den
Konventionen
als
Rahmen
des
Handelns
erkennbar
-
Hineinversetzen
in
die
Perspektive
des
generalisierten
Anderen
möglich
(Gesellschaftsperspektive)
|
|
|
Das
Selbst
und
der
generalisierte
Andere
in
der
sozialen
Wahrnehmung
auf
Niveau
4
|
|
-
Einsicht
in
die
Funktion
und
Notwendigkeit
von
Rechten,
Pflichten
und
Gesetzen
-
Recht
steht
im
Dienste
der
Gesellschaft,
Gruppe,
Institution
-
Orientierung
an
der
Aufrechterhaltung
der
sozialen
Moral
und
Ordnung
-
Folgen
von
Handlungen
für
die
Gesellschaft
werden
in
Betracht
gezogen
-
moralisch
Richtiges
wird
definiert
im
Sinne
der
Perspektive
des
generalisierten
Anderen
-
Pflichten
erfüllen,
Gesetze
befolgen
-
Vermeiden
des
Zusammenbruchs
des
Systems:
„wenn
das
jeder
täte“
-
dem
Gewissen
genüge
tun
-
rationale
Handlungsbegründungen
-
Bsp.:
Jemandem
helfen,
weil
das
Gesetz
zur
Hilfeleistung
verpflichtet
|
|
Stufe
4:
formal-operational
III
|
Der
Gesellschaft
vorgeordnete
Perspektive
(frühestens
ab 20
J.)
|
Stufe
5:
Orientierung
am
Sozialvertrag
|
-
hypothetisches
Denken
-
Beachten
aller
möglichen
Kombinationen
von
Relationen
|
-
Perspektive
eines
rationalen
Individuums,
das
sich
der
Existenz
von
Werten
und
Rechten
bewusst
ist,
die
sozialen
Bindungen
und
Verträgen
vorgeordnet
sind
-
zieht
sowohl
moralische
als
auch
legale
Gesichtspunkt
in
Betracht
und
erkennt,
dass
sie
gelegentlich
in
Widerspruch
geraten
|
|
|
Das
Selbst
und
sein
Blick
auf
die
Gesellschaft
ab
Niveau
5
|
|
-
Bewusstsein,
dass
von
vielen
Menschen
und
Gruppen
auch
eine
Vielzahl
von
Werten
und
Meinungen
vertreten
wird,
und
dass
die
meisten
Werte
und
Normen
gruppenspezifisch
sind
-
diese
relativen
Regeln
sollten
im
allgemeinen
befolgt
werden,
da
sie
im
Interesse
der
Gesellschaft
liegen
und
den
sozialen
Kontrakt
ausmachen
-
aber
gewisse
absolute
Werte
/
Rechte
wie
Leben
und
Freiheit
(Menschenrechte,
Grundrechte)
müssen
in
jeder
Gesellschaft
unabhängig
von
der
Meinung
der
Mehrheit
respektiert
werden
-
der
Einzelne
wird
nicht
mehr
dem
Gesetz
fraglos
untergeordnet
-
demokratische
Verfahren
werden
bei
der Urteilsfällung
als
sehr
wichtig
erachtet
|
|
Perspektive
eines
„moralischen
Standpunktes“
|
Stufe
6:
Orientierung
an
ethischen
Prinzipien
|
-
gesellschaftl.
Ordnungen
leiten
sich
vom
moralischem
Standpunkt
her
-
Perspektive
eines
jeden
rationalen
Individuums,
das
das
Wesen
der
Moralität
anerkennt
-
erkennt,
dass
jeder
Mensch
seinen
Endzweck
in
sich
selbst
trägt
und
entsprechend
behandelt
werden
muss
|
-
selbstgewählten
ethischen
Prinzipien
folgen
(z.B.
Kants
kategorischem
Imperativ)
-
spezielle
Gesetze
sind
im
allgemeinen
deshalb
gültig,
weil
sie
auf
diesen
Prinzipien
beruhen
-
wenn
Gesetze
gegen
diese
Prinzipien
verstoßen,
muss
man
in
Übereinstimmung
mit
dem
Prinzip
handeln
-
universale
Prinzipien
der
Gerechtigkeit:
alle
Menschen
haben
die
gleichen
Rechte
und
die
Würde
des
einzelnen
ist
zu
achten...
-
Praktizierung
der
idealen
Perspektivenübernahme
>
moralischer
Standpunkt
-
Glaube
einer
rationalen
Person
an
die
Gültigkeit
moralischer
Prinzipien
und
ein
Gefühl
persönlicher
Verpflichtung
ihnen
gegenüber
|
|
|
|
|
Es folgt
eine Liste der
Texte, die ich
zur
Prüfungsvorbereitung
nutze und
bearbeite.
Rechts findet
sich jeweils
ein kleiner
Kommentar zu
den Inhalten
der Bücher und
manchmal eine
persönliche
"Nützlichkeitsbewertung".
Es gibt
natürlich weitaus
mehr Bücher
und Artikel
zur
Moralentwicklung,
aber die
folgenden
haben sich mir
als besonders
sinnvoll,
präzise und
ergiebig
erwiesen:
|
Literatur:
|
|
Aufenanger,
S.
u.a.:
Erziehung
zur
Gerechtigkeit.
München
1981.
|
Ein
Buch
für
Lehrer,
die
Kohlbergs
Ansatz
der
Dilemmadiskussionen
in
ihren
Klassen
anwenden
möchten;
die
Grundlagen
der
Moralentwicklungstheorie
werden
erläutert,
die
praktische
Anwendung
wird
erklärt
und
viele
Beispiele
zu
Dilemmata
in
verschiedenen
Schulfächern
werden
vorgestellt.
|
|
Colby,
A.
&
Kohlberg,
L.:
Das
moralische
Urteil:
Der
kognitionszentrierte
entwicklungspsychologische
Ansatz;
in:
Bertram,
H:
Gesellschaftlicher
Zwang
und
moralische
Autonomie
(S.
130-163).
Frankfurt
am
Main
1986.
|
Schwerpunkt
des
Textes:
die
verschiedenen
sozialen
Perspektiven,
die
die
Voraussetzung
für
die Ebenen
und
Stufen
bilden.
|
|
Edelstein,
W.:
Moralische
Intervention
in der
Schule
–
Skeptische
Überlegungen;
in:
Oser,
F.
u.a.:
Transformation
und
Entwicklung
(S.
327-349).
Frankfurt
am
Main
1986.
|
Behandelt
die
Frage,
welche
Probleme
bei
der
Anwendung
des
kohlbergschen
Moralerziehungsansatzes
in
Schulklassen
auftreten
können;
teilweise
nicht
leicht
verständlich
(meiner
Meinung
nach).
|
|
Flammer,
A:
Theorie
der
Entwicklung
des
moralischen
Urteils;
in:
Entwicklungstheorien
(S.
139-154).
Bern,
1996.
|
Nützlich
als
erster
einführender
Text,
der
die
wichtigsten
Aspekte
der
Theorie
klar
darstellt.
|
|
Garz,
D.:
Lawrence
Kohlberg
– Eine
Einführung.
Hamburg
1996.
|
Kompakt
-
erschlägt
einen
nicht
gleich
durch
wuchtige
Ausmaße
und
stellt
die
Theorie
dennoch
recht
präzise
dar.
|
|
Garz,
D.:
Lawrence
Kohlbergs
Moraltheorie:
Stufen
der
Gerechtigkeitsentwicklung;
in:
ders.:
Sozialpsychologische
Entwicklungstheorien
(S.
133-176).
Opladen
1994.
|
Gute
Einführung
ins
Thema;
das
Buch
bietet
noch
andere
wichtige
Theorien,
wie
etwa
von
Parsons,
Gilligan
oder
Mead.
|
|
Heidbrink,
H.:
Stufen
der
Moral
(Kapitel
1 und
2).
München
1991.
|
Recht
ausführliche
Behandlung
und
verständliche
Erklärung
des
Themas.
|
|
Kohlberg,
L.:
Die
Psychologie
der
Moralentwicklung.
Frankfurt
am
Main
2002.
|
Sammlung
von
Aufsätzen
zur
Theorie,
ihrer
Revisionen
und
dem
Urteil-Handeln-Zusammenhang
von
Kohlberg
u.a.,
also
keine
kontinuierliche
Theoriedarstellung,
sondern
relativ
unzusammenhängende
Artikel
aus
verschiedenen
Jahren.
|
|
Kohlberg,
L.:
Der
„Just
Community“-Ansatz
der
Moralerziehung
in
Theorie
und
Praxis;
in:
Oser,
F.
u.a.:
Transformation
und
Entwicklung
(S.
21-55).
Frankfurt
am
Main
1986.
|
Grundlagen
der
"Just
Community"-Schulen,
Beispiele,
Probleme...
|
|
Kuhmerker,
L.:
Lawrence
Kohlberg.
Seine
Bedeutung
für
die
pädagogische
und
psychologische
Praxis.
München
1996.
|
Im
ersten
Teil
des
Buches
wird
die
Theorie
erklärt,
während
im
zweiten
Teil
ihre praktische
Nutzbarkeit
(bes.
Just
Community)
im
Vordergund
steht.
|
|
Lickona,
T.:
Wie
man
gute
Kinder
erzieht!
München
1989.
|
Untertitel:
"
Die
moralische
Entwicklung
des
Kindes
von
der
Geburt
bis
zum
Jugendalter
und
was
Sie
dazu
beitragen
können";
eine
sehr
fundierte
und
ausführliche
Darstellung
der
Moralentwicklung
und
der
pädagogischen
Interventionsmöglichkeiten;
gut
geeignet
für
Eltern/Erzieher,
aber
auch
zur
Vertiefung
des
theoretischen
Wissens
von
Studenten
etc.;
lässt
sich
angenehm
"nebenbei"
lesen.
|
|
Lind,
G.
&
Raschert,
J.:
Moralische
Urteilsfähigkeit.
Weinheim
1987.
|
Hauptsächlich
zur
praktischen
Anwendung,
besonders
in
Deutschland.
|
|
Oser,
F.
&
Althof,
W:
Moralische
Selbstbestimmung
(Kapitel
1-3,
6+7,
10-12).
Stuttgart
1997.
|
Der
Klassiker;
hier
steht
einfach
alles
drin,
was
das
Studentenherz
zur
Moral
begehrt.
Unbedingt
reinschauen!
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Der
folgende Text
basiert
ausschließlich
auf meinen
eigenen
Erfahrungen,
die ich
in
meiner
Prüfung zum
Thema der
Moralentwicklung
gemacht habe.
Es werden also
keine
allgemeingültigen
Aussagen über
den Prüfer,
seine
Notengebung
oder seine
Prüfungsfragen
getroffen!
Prüfungen
laufen bei
jedem anders
ab und werden
unterschiedlich
empfunden.
Auch der
Prüfer ist
keine "feste
Größe", die in
jeder Prüfung
zu einem
bestimmten Thema
dieselben
Fragen stellt
oder sich
gleich
verhält.
Ich wäre
vor meiner
Prüfung ganz
froh gewesen,
wenn ich
wenigstens
Anhaltspunkte
gehabt hätte,
welcher Art
Prüfungsfragen
zu meinem
Thema in etwa
sein könnten.
Deshalb habe
ich natürlich
auch meinen
Prüfer vorher
in den
Sprechstunden
über seine
bevorzugten
Fragetechnik
"ausgequetscht".
Seine Antwort
konnte ich
dann in der
Prüfung
tatsächlich
verifizieren:
er lässt die
Prüflinge
nicht etwa
Monologe auf
der Grundlage
ihrer
Gliederung
halten (was
ich bei einem
anderen Prüfer
auch schon
erlebt habe
und was ganz
und gar nicht
nach meinem
Geschmack
ist), sondern
stellt relativ
viele
geschickt
gewählte
Fragen, die
die Prüfung
voranbringen
und den
Prüfling
sozusagen das
Thema
"entwickeln"
lassen - sehr
angenehm! Es
wird also
nicht jeder
Gliederungspunkt
einzeln
angesprochen -
dafür reicht
die Zeit auch
gar nicht -
sondern die
Fragen
"vereinen" oft
mehrere
Aspekte des
Themas
(manchmal
gemischt mit
anderen
Themen),
wodurch
insgesamt eher
ein Gespräch
als eine
Ausfragesituation
zustande
kommt.
Meinem Prüfer
war außerdem
noch wichtig,
dass die
Fachbegriffe
genannt und
auf Nachfrage
auch erläutert
(besser keine
auswendig
gelernten
Definitionen
aufsagen)
werden können,
wie z.B.
Egozentrismus,
Moral
usw..
Von Vorteil
bei diesem
Prüfer ist es
offenbar,
schon früh im
Gespräch mit
intelligenten
Erklärungen zu
glänzen und
möglichst eine
der ersten
Fragen
komplett
korrekt und
erschöpfend zu
beantworten,
denn je nach
"erstem
Eindruck"
stellt er die
folgenden
Fragen auf
eher
niedrigem,
bzw. hohem
Niveau, was
sich natürlich
auf die
Endnote
auswirkt (je
höher das
Niveau der
Fragen, desto
besser die
Note, auch
wenn die
eigenen
Antworten auf
schwierigere
Transferfragen
nicht
hundertprozentig
richtig sein
sollten - auf
die
Problemerkennung
kommt es an).
Beginnt man
also die
Prüfung eher
schwach,
sinken die
Chancen auf
überdurchschnittliche
Bewertungen, obwohl
ich nicht
ausschließen
kann, dass der
Prüfer im
Verlauf der
Prüfung noch
öfter
versucht, ein
höheres Niveau
einzuführen.
Du willst noch
mehr über die
Prüfung
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Fragen
+
Themen
(an die ich
mich noch
erinnere):
-
Biographischer
Hintergrund
Kohlbergs:
wieso hat
er sich
für die
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interessiert?
-
Was ist
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Weitere
Eingrenzungsfragen
und Frage
nach
Beispielen
für
moralische
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Gemeinsamkeiten
dieser
-
Was
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unter
Entwicklung?
>>
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Piaget,
Erläuterung
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von
Akkomodation
und
Assimilation
-
Was
sind
Entwicklungsstufen?
>>
Merkmale
von
Stufenentwicklungen
(bes.
Invarianz,
Universalität
und
hierarchische
Integration)
-
Was
sind
(kognitive)
Strukturen?
-
Wie
verändert
sich das
Verständnis
von Moral
auf den
drei
Entwicklungsebenen,
was daran
verändert
sich?
-
Was ist
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Reziprozität?
Veränderung
über
Stufenentwicklung?
-
Wodurch
verändert sich
das
Verständnis
von Moral?
>>
Entwicklungsfaktoren
=
Umwelterfahrungen,
ihre
Verarbeitung
gemäß
Äquilibrationsprinzip
etc.;
Veränderung
der
Fähigkeit
zur
Perspektivenübernahme
-
Perspektivenübernahmefähigkeit,
schrittweise
Überwindung
des
Egozentrismus
auf den
drei
Hauptebenen
-
Transferfrage:
Verhaltens-
bzw.
Erlebensbeschreibung
von
Kindern
auf den
unterschiedlichen
Ebenen
in einem
Fußballspiel
>>
vom Ich
zum Wir
etc.
-
Was ist
Konvention,
konventionell?
Prä- und
postkonventionell?
-
Wie
wird
Kohlbergs
Theorie
angewendet?
>>
besonders
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