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Wichtige
Vorbemerkung: Die Sprachentwicklung eines
jeden Kindes verläuft individuell.
Kein Kind wird die folgenden Phasen exakt
wie vorgegeben durchlaufen, denn es handelt
sich bei den Altersangaben um Durchschnittswerte, nicht um Normen.
Manchmal wird das Kind vielleicht kleine
Pausen in der sprachlichen Entwicklung einlegen,
z.B. wenn es gerade sehr intensiv mit einem
anderen Entwicklungsbereich beschäftigt
ist (Laufen lernen). Zu anderen Zeiten
macht es dann wieder ganze "Sprünge"
und lernt in kurzer Zeit sehr viel. Jedes
Kind lernt in seinem eigenen Tempo sprechen;
es nutzt niemandem, wenn man das Kind ständig
an anderen Kindern misst und vergleicht.
Man
sollte sich vom Kind führen lassen und es
auf keinen Fall drängen - es besteht ein
wichtiger Unterschied zwischen "fördern"
und "fordern"! In diesem Sinne
sind auch die folgenden allgemeinen Hinweise
zur Sprachförderung und die kleinen Tipps
in den einzelnen Phasentabellen zu verstehen. Manchmal
allerdings verläuft die Sprachentwicklung tatsächlich
verzögert und es besteht die Gefahr, dass
das Kind zu weit zurück fällt und dadurch
Probleme mit seinen Spielkameraden oder
später in der Schule, aber auch mit
seinem Selbstwertgefühl bekommt. Daher
ist es wichtig, dass Eltern/ Erzieher mit
dem normalen Ablauf der Entwicklung vertraut
sind, um mögliche Schwierigkeiten früh erkennen
zu können. Zu diesem Zweck können die folgenden
Tabellen genutzt werden. Mögliche Alarmzeichen
für Probleme mit der Sprachentwicklung sind
in
dieser Farbe hervorgehoben.
Natürlich liegt nicht in jedem Fall des
Auftretens dieser Alarmzeichen eine Sprachentwicklungsverzögerung
oder gar -Störung vor, aber die rechtzeitige
Abklärung der Auffälligkeiten ist dennoch
wichtig. Je jünger das Kind ist, wenn die
Auffälligkeiten beobachtet und abgeklärt werden,
desto größer ist die Wahrscheinlichkeit,
dass es durch gezielte Hilfen - was nicht
immer eine logopädische Behandlung bedeuten
muss - aufholt und die Sprachentwicklung
doch noch erfolgreich bewältigt.
Die
Links bei den genannten Sprachstörungen
weisen auf meine Seite
zum Prüfungswissen Sprachstörungen.
Möglicherweise sind die dort zu findenden
Erläuterungen auch für Leser dieser Seite
interessant.

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Seite
1: vorsprachliche Entwicklung
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Seite
2: sprachliche Entwicklung
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Sprachentwicklungsförderliche
Verhaltensweisen
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Ein
Kind kann nur dann selbst sprechen
lernen, wenn die Menschen in
seiner unmittelbaren Lebenswelt
ständig liebevoll mit ihm in
sprachlichen Kontakt treten
und es an ihrer sprachlichen
Welt teilnehmen lassen. Kein
Kind lernt sprechen, indem man
es täglich der Einfachheit halber
stundenlang vor den Fernseher
setzt! Obwohl es dort
auch Sprache hören würde, hätte
es keine Gelegenheit, mit den
Sprechern in emotionalen Kontakt
zu treten, sich mit ihnen auszutauschen
und nachzufragen. Auch können
sich Fernsehsendungen nicht
dem augenblicklichen Sprachniveau
des Kindes anpassen und bieten
daher nicht die geeignete Sprachanregung
für Kleinkinder. Eltern hingegen
passen sich intuitiv den vorhandenen
sprachlichen Fähigkeiten ihres
Nachwuchses an, indem sie beispielsweise
einem zweijährigen Kind gegenüber
in der Regel keine komplexen
Satzkonstruktionen oder Fremdwörter
verwenden. Aber sogar noch bevor
das Kind überhaupt zu sprechen
beginnt, wissen Eltern (bzw.
alle Erwachsenen und sogar ältere
Kinder) intuitiv,
wie sie die Sprachentwicklung
ihres Kindes am besten unterstützen können.
So spricht man normalerweise
völlig automatisch höher und
langsamer
mit Babys als mit Erwachsenen,
weil Babys hohe Töne besser
wahrnehmen können als tiefe.
Außerdem macht man nach einer
Frage an das Baby eine kleine
Pause,
so, als ob man bereits eine Antwort des
Kindes erwarten würde.
Damit fördert man ihre Sprechfreude,
denn sie werden zu einer Reaktion
ermutigt (die oft auch als Brabbeln
bereits erfolgt) und lernen,
wie man miteinander ein Gespräch
führt. Natürlich wird auch mit
Babys in möglichst einfachen
Sätzen gesprochen,
wobei die besonders wichtigen
Teile des Satzes entweder besonders
betont
oder wiederholt
werden. Dies ermöglicht es Babys,
die Grundstruktur des Satzbaus
und die Abgrenzungen der Wörter
untereinander wahrzunehmen,
so dass es schon eine Menge
über Sprache weiß, wenn es das
erste Wort spricht. All diese
sprachentwicklungsunterstützenden
Verhaltensweisen wenden wir
an, wenn wir mit Babys in Kontakt
treten, ohne dass uns je
jemand darauf hinweisen musste,
wie man am förderlichsten mit
Babys spricht - offenbar handelt
es sich um instinktives, angeborenes
Verhalten.
Wenn
die Kleinkinder dann selbst
zu sprechen beginnen, können
noch einige weitere Hinweise
im Gespräch mit den Kleinen
berücksichtigt werden, die hauptsächlich
die Sprechfreude, den Mitteilungsdrang
und die Neugier von Kindern
fördern. Zu diesen Verhaltenstips
(die aber ebenfalls die meisten
Menschen intuitiv berücksichtigen)
gehören:
- Ein
anregendes Sprachvorbild
für das Kind zu sein, indem
gerne und viel über die
Welt, den Alltag, Gedanken,
Gefühle und Phantasien gesprochen,
erzählt und diskutiert wird,
wobei das Kind einbezogen
wird. Ein lebendiges Sprachvorbild
regt das Kind sehr zur Nachahmung
an und es wird gern an den
Gesprächen teilnehmen und
sich selbst mitteilen wollen.
- Dem
Kind immer die Wahl lassen,
ob es etwas sagen möchte
oder nicht. Keinesfalls
sollte Sprechen durch Druck
erzwungen werden ("Jetzt
sag doch Tante Erna, was
das ist!"). Das Allerwichtigste
ist, dass das Kind die Freude
am Sprechen bewahrt, was
unmöglich ist, wenn es anderen
ständig etwas beweisen soll.
- Dem
Kind geduldig zuhören,
so dass es sich ernst genommen
fühlt und den Eindruck bekommt,
dass es wichtig ist, was
es denkt und sagt und dass
es Erfolg hat mit seinen
Mitteilungsabsichten. Es
fällt nicht immer leicht,
abzuwarten, bis das Kind
mit seinen Erklärungen endlich
zum Punkt kommt, aber es
lernt eben sprechen eben
nur durch - sprechen!
- Auch
mit Äußerungen des Kindes
ganz normal umgehen, die
noch fehlerhaft sind und
das Kind auf keinen
Fall zum Nachsprechen der
richtigen Formulierung oder
zum Wiederholen seiner Äußerung
auffordern.
Das Kind muss Zutrauen in
seine sprachlichen Fähigkeiten
gewinnen und das gelingt
nicht, wenn es ständig auf
seine Unzulänglichkeit hingewiesen
wird, wobei ja der Inhalt
seiner Mitteilungen automatisch
an Bedeutung verliert. Bereits
das Lallen und Brabbeln
der ganz Kleinen sollte
von ihren Bezugspersonen freudig
aufgegriffen werden, so
dass das Kind merkt, dass
seine Bemühungen anerkannt
werden und dass das, was
es äußert, eine Bedeutung
für seine Umwelt hat.
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- Blickkontakt
zum Kind aufnehmen. Zum
einen signalisiert dieser
Interesse an dem, was das
Kind zu sagen hat und stellt
eine emotionale Verbindung
zwischen zwei Menschen her.
Außerdem braucht das kleine
Kind auch noch den Blick
auf den Mundbereich des
Gegenübers, von dem es sich
die richtigen Lippen- und
Mundpositionen für eine
richtige Aussprache abgucken
kann (schon Babys beobachten
ganz besonders aufmerksam
die Münder von sprechenden
Personen).
- Für
die Sprachförderung von
besonderer Bedeutung ist
das Verfahren des korrigierenden
Feedback,
das von Sprachtherapeuten
systematisch angewendet
wird, aber auch von Eltern
oft bereits unbewusst beim
Sprechen mit ihrem Kleinkind
eingesetzt wird. Hierbei
werden die unvollkommenen
oder fehlerhaften Äußerungen
des Kindes unmittelbar nach
Ende seiner Mitteilung vom
Erwachsenen als Fortführung
des Dialogs in korrekter
Form wiederholt. Das Kind
kommt auf diese Weise nicht
in die Verlegenheit, direkt
auf seine sprachlichen Schwächen
hingewiesen zu werden, sondern
hört einfach nocheinmal
die richtige Form seiner
Äußerung. Außerdem bekommt
es den Eindruck, dass sein
Gesprächspartner ihm zugehört
hat und an der Weiterführung
des Dialogs interessiert
ist.
Beispiele
für das korrigierende Feedback:
*auf
Lautebene:
"Das ist meine
Dabel." - "Ja,
und ich habe auch eine Gabel." *auf
Bedeutungsebene:
"Das Ding da."
- "Du meinst die Ampel." *auf
grammatikalischer Ebene:
"Weh getu!" -
"Wo hast du dir denn
wehgetan?" Die Wiederholung
des Erwachsenen sollte nicht
künstlich erscheinen, sondern
beiläufig erfolgen und durch
weitere spontane Äußerungen
ergänzt werden. Auch sollen
natürlich nicht permanent
alle nicht korrekten kindlichen
Äußerungen korrigierend
wiederholt werden.
Neben
diesen förderlichen sprachlichen
Verhaltensweisen sollten noch
einige Dinge beachtet werden,
die im Umgang mit sprachlernenden
Kindern vermieden
werden sollten (besonders, falls
ein Kind schon sprachliche Auffälligkeiten
aufweist), um seine Sprechfreude
nicht zu bremsen oder es unnötig
zu verunsichern. Oft werden
solche Verhaltensweisen in dem
Glauben angewendet, dass sie
dem Kind helfen, sich richtig
auszudrücken, was aber wie gesagt
nicht der Fall ist, weil das
Kind nur das Gefühl vermittelt
bekommt, dass es den Ansprüchen
nie genügen kann:
- Die
Mitteilungsversuche des
Kindes nicht
kritisieren
oder ihm gar Strafe androhen,
wenn es sich nicht mehr
Mühe gibt.
- Das
Kind nicht
korrigieren
oder nachsprechen lassen.
Die einzige sinnvolle Möglichkeit
der indirekten Korrektur
stellt die oben beschriebene
des korrigierenden Feedback dar.
- Das
Kind nicht
darin unterweisen wollen,
wie es zu sprechen habe,
wie etwa durch Kommentare
wie "sprich langsam"
oder "denk erst nach,
bevor du sprichst".
Sprechen ist ein weitgehend
unbewusst ablaufender Vorgang,
in den von Laien keinesfalls
eingegriffen werden sollte.
- Mit
dem Kind nicht
in der Babysprache
reden. Damit ist gemeint,
dass der Erwachsene vollständig
und richtig sprechen soll,
wenn auch in
einfachen Sätzen. Kinder
bringen in einer bestimmten
Entwicklungsphase häufig
Wortneuschöpfungen hervor
wie "Nana" für
alles Essbare oder benutzen
Geräuschimitationen als
Bezeichnung wie etwa "wauwau"
für alle Vierbeiner. Andere
Begriffe wie "ata gehen"
für den Spaziergang oder
"heia" für schlafen
hingegen stammen meistens
von den Erwachsenen im Umfeld
des Kindes, die die Babysprache
infach niedlich finden.
Richtiger wäre es aber,
die eigenwilligen Ausdrücke
des Kindes zwar freudig
anzunehmen, aber selbst
immer die richtigen Bezeichnungen
zu verwenden, damit auch
das Kind sie bald lernen
kann.
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Geburt
bis 3 Monate
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Zwar
kann das Baby in seinem
ersten Lebensjahr noch nicht
sprechen, aber es erwirbt schon
die grundlegenden Fähigkeiten,
die es brauchen wird, um das
Sprechen und die Kommunikation
in seinen kommenden Lebensjahren
zu erlernen. Es macht viele
notwendige Erfahrungen mit der
Sprache in seiner Umgebung und
mit der Funktionsweise seiner
Sprechorgane. Diese Phase wird
bis zu den ersten richtigen
Worten des Kindes als vorsprachliche
Entwicklungsphase bezeichnet.
In
den ersten drei Monaten muss
sich das Baby erst an sein neues
Leben außerhalb des Mutterleibs
gewöhnen und ist daher noch
nicht so zugewandt und nur kurzzeitig
aufmerksam. Es verschläft ja
auch noch einen großen Teil
des Tages. Immerhin erfüllt
es aber bereits die wichtigste
Voraussetzung zum Sprechenlernen:
es kann hören,
und das sogar schon vor der
Geburt. Außerdem
bevorzugt es menschliche Laute
und Sprache gegenüber allen
anderen Geräuschen in seiner
Umgebung, hört aufmerksam zu
und beobachtet schon fasziniert
die Mundbewegungen
seines Gegenübers. Über das
Schreien
tritt es intensiv mit seiner
Umwelt in Kontakt und trainiert
dabei auch seinen Stimmapparat.
Mit der Zeit verdeutlicht sich
dem Baby der Zusammenhang zwischen
seinem Schreien und der darauffolgenden
Reaktionen seiner Mitmenschen:
es übt sich in der frühesten
Kommunikation,
indem es seine Bedürfnisse laut
und deutlich äußert und Abhilfe
erwartet.
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Bald weiß es, dass
Mama oder Papa kommen, wenn
es sie braucht. Es bekommt bereits
das Gefühl, etwas in seiner
Umgebung bewirken zu können
- eine sehr wichtige Erfahrung,
sowohl für die Sprach- als auch
für die Entwicklung des Selbstkonzepts.
- Weil
das Baby ohne einen Erwachsenen
sehr hilflos ist, muss es
von Anfang an die Erfahrung
machen, dass es seine Bedürfnisse
äußern und dann damit rechnen
kann, dass ihm geholfen
wird. Der Zusammenhang zwischen
dem eigenen Verhalten und
der Reaktion der Umwelt
sowie das Gefühl der Selbstwirksamkeit
können sich nur einstellen,
wenn zuverlässig auf das
Schreien des Babys reagiert
wird. Dies zeigt dem Baby
nicht nur, wie Kommunikation
funktioniert, sondern es
festigt auch sein Vertrauen
in seine Bezugspersonen,
was wichtig für die Bindung
ist.
- Babys
nehmen Sprache von Geburt
an auf - daher ist es wichtig,
von Anfang an mit ihnen in
sprachlichen Kontakt zu
treten, statt aus der Annahme
heraus, dass es "sowieso
nichts versteht", zu
schweigen. Von
Anfang an wirkt sich die
sprachliche Begleitung vieler
Handlungen, Tätigkeiten
und Gefühlsäußerungen positiv
auf die Sprachentwicklung
aus!
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3 bis
6 Monate
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Etwa
ab dem dritten Monat ist das
Baby schon wesentlicher wacher
und wendet sich seiner Umgebung
aufmerksamer und ausdauernder
zu. Es lächelt jetzt bewusst
das sogenannte "soziale
Lächeln",
reagiert also freundlich auf
menschliche Gesichter. Außerdem
kann es sich nun differenzierter
äußern, es schreit nicht mehr
ausschließlich, sondern kann
sich auch über gurren, quietschen,
lallen, juchzen und brabbeln
mitteilen. Wenn seine Umwelt
erfreut auf diesen Fortschritt
reagiert, kann das Baby bald
die ersten "Gespräche"
führen, indem es auf Ansprache
reagiert und wiederum eine Antwort
abwartet. Diese Phase wird
als erste
Lallphase
bezeichnet. Das Baby experimentiert
mit seinen Artikulationsorganen,
seiner Stimme und der Atmung
und genießt die Empfindungen
im Mund- und Rachenbereich,
die es zu immer neuen Lautäußerungen
anregen. Diese
Lallphase ist sozusagen international,
denn alle Babys auf der ganzen
Welt verwenden in dieser Zeit
alle denkbaren Laute, auch wenn
diese in ihrer eigenen Muttersprache
gar nicht vorkommen. So bildet
ein japanisches Baby zum Beispiel
noch die Laute "l"
und "r", obwohl es
diese Unterscheidung im Japanischen
bekanntermaßen nicht gibt.
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Man
kann also davon augehen, dass
diese erste Lallphase ein angeborener
Anteil der Sprachentwicklung
ist, denn auch taubgeborene
Babys lallen im ersten Halbjahr. Mit
ca. 6 Monaten erkennt das Baby
seinen Namen und wendet z.B.
den Kopf, wenn es gerufen wird.
Ansonsten versteht es zwar keine
sprachlichen Inhalte, kann aber
Bedeutungen über den Stimmklang
und die Satzmelodie
erfassen, etwa ob seine Mutter
mit ihm scherzen will oder es
beruhigen will.
- Bereits
in diesem Alter kann man
mit Fingerspielen,
Kinderreimen und Liedern
beginnen. Den Babys verdeutlicht
sich durch die besondere
Intonation und die Wiederholung
der Sprachrhythmus, was
die Sprachentwicklung fördert.
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6
bis 10 Monate
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In
diesem Alter kommt das Baby
in die zweite
Lallphase.
Diese unterscheidet sich von
der ersten dahingehend, dass
die "Internationalität"
seiner Lautäußerungen verschwindet.
Dies liegt daran, dass von jetzt
an nicht mehr die Berührungsempfindungen
im Mund- und Rachenbereich entscheidend
sind für die Lautproduktion,
sondern die sprachliche Anregung
aus der Umwelt. Die Sprache
des Kindes entwickelt sich von
diesem Zeitpunkt an nur dann
weiter, wenn es Sprachäußerungen
wahrnehmen und nachahmen kann.
Taubgeborene Kinder hören in
diesem Alter langsam mit der
Lautproduktion wieder auf, da
sie ja weder ihre Mitmenschen
sprechen hören noch ihre eigenen
Laute wahrnehmen können. Gesunde
Kinder hingegen lallen nun auch
ganze Silben
und Silbenverdopplungen
wie etwa "lalala"
und "bububu".Auch
haben sie viel Spaß an "Brabbel-Gesprächen"
mit ihrer Familie und üben sich
im Nachahmen
der Lautäußerungen ihrer Umgebung
und auch ihrer eigenen Lautproduktion
- einer wichtigen Fähigkeit
für die weitere Sprachentwicklung.
Auch das Sprachverständnis
beginnt sich nun zu entwickeln:
das Baby versteht schon einige
Namen von alltäglichen Gegenständen
("Flasche", "Bett")
und bekannten Personen.
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Es versteht
auch kleine Fragen mit diesen
Wörtern, wie z.B. "Wo ist
der Ball?" und wendet sich
dorthin oder zeigt darauf.
- Für
Babys ist es jetzt besonders
erfreulich, wenn ihr Gegenüber
sich in ihrer Brabbel-Sprache
mit ihm "unterhält":
einfach mal Baby nachahmen!
- Wenn
das Kind in diesem Altersbereich
aufhört, Lautäußerungen
zu bilden, statt Silben
und Silbenverdopplungen
zu lautieren, kann der Verdacht
auf Hörprobleme
bestehen. Babys brauchen
jetzt die sprachliche Anregung
aus der Umwelt, um sich
sprachlich zu entwickeln,
während sie in der ersten
Lallphase durch die ihnen
angenehmen Empfindungen
im Mundbereich beim Gurren,
Quietschen und Lallen zu
diesen Äußerungen angeregt
werden. Kann das Baby weder
seine Umwelt noch sich selbst
hören, bleibt das Lallen
nach dem 7.Monat aus. In
diesem Fall sollte man sich
an einen Fachmann wenden.
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bis
12 Monate
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Aus
den intensiven Lautspielchen
des Kindes sind jetzt regelrechte
Lallmonologe
geworden, d.h. es lallt ausdauernd
und mit viel Freude lange Silbenketten,
wie z.B. "lalaaa-papa-brrr-atta-guguu". Die
Bezugspersonen des Kindes erwarten
um diese Zeit das berühmte erste
Wort, nämlich "Mama"
oder "Papa" und
reagieren entsprechend überschwänglich,
wenn sie es aus den Äußerungen
ihres Kindes herauszuhören glauben
("mamamama"). Tatsächlich
weiß das Kind zu diesem Zeitpunkt
meist noch nicht, was es da
eben gesagt hat, bzw. was damit
gemeint ist, aber im Laufe der
Zeit erkennt es dank der erfreuten
Verstärkung seiner Umgebung
den Zusammenhang zwischen seinem
Lallen und der glücklich strahlenden
Mama.
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Ein
wichtiger Augenblick, denn das
Kind weiß von jetzt an, dass
es Lautäußerungen bestimmte
Bedeutungen geben kann, die
etwas Positives in seiner Umgebung
bewirken. Das Ende der vorsprachlichen
Entwicklung ist erreicht!
- Wichtig
ist es jetzt, die eigene
Freude zu zeigen, wenn das
Babys etwas äußert, das
wie ein Wort klingt. Wenn
man das Gesagte wiederholt,
das Baby lobt und sich überschwänglich
freut, wird es die Laute
immer wieder sagen, um die
Freude des Erwachsenen zu
erleben. Auf diese Weise
lernt es in nächster Zeit
viele Wörter.
|
weiter
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