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Sprachentwicklung
Die Phasen der sprachlichen Entwicklung bis zum 6. Lebensjahr

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Wichtige Vorbemerkung: Die Sprachentwicklung eines jeden Kindes verläuft individuell. Kein Kind wird die folgenden Phasen exakt wie vorgegeben durchlaufen, denn es handelt sich bei den Altersangaben um Durchschnittswerte, nicht um Normen. Manchmal wird das Kind vielleicht kleine Pausen in der sprachlichen Entwicklung einlegen, z.B. wenn es gerade sehr intensiv mit einem anderen Entwicklungsbereich beschäftigt ist (Laufen lernen). Zu anderen Zeiten macht es dann wieder ganze "Sprünge" und lernt in kurzer Zeit sehr viel. Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo sprechen; es nutzt niemandem, wenn man das Kind ständig an anderen Kindern misst und vergleicht. Man sollte sich vom Kind führen lassen und es auf keinen Fall drängen - es besteht ein wichtiger Unterschied zwischen "fördern" und "fordern"! In diesem Sinne sind auch die folgenden allgemeinen Hinweise zur Sprachförderung und die kleinen Tipps in den einzelnen Phasentabellen zu verstehen.
Manchmal allerdings verläuft die Sprachentwicklung tatsächlich verzögert und es besteht die Gefahr, dass das Kind zu weit zurück fällt und dadurch Probleme mit seinen Spielkameraden oder später in der Schule, aber auch mit seinem Selbstwertgefühl bekommt. Daher ist es wichtig, dass Eltern/ Erzieher mit dem normalen Ablauf der Entwicklung vertraut sind, um mögliche Schwierigkeiten früh erkennen zu können. Zu diesem Zweck können die folgenden Tabellen genutzt werden. Mögliche Alarmzeichen für Probleme mit der Sprachentwicklung sind
in dieser Farbe hervorgehoben. Natürlich liegt nicht in jedem Fall des Auftretens dieser Alarmzeichen eine Sprachentwicklungsverzögerung oder gar -Störung vor, aber die rechtzeitige Abklärung der Auffälligkeiten ist dennoch wichtig. Je jünger das Kind ist, wenn die Auffälligkeiten beobachtet und abgeklärt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es durch gezielte Hilfen - was nicht immer eine logopädische Behandlung bedeuten muss - aufholt und die Sprachentwicklung doch noch erfolgreich bewältigt.

Die Links bei den genannten Sprachstörungen weisen auf meine Seite zum Prüfungswissen Sprachstörungen. Möglicherweise sind die dort zu findenden Erläuterungen auch für Leser dieser Seite interessant.


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Seite 1: vorsprachliche Entwicklung

 

Seite 2: sprachliche Entwicklung

 

  Sprachentwicklungsförderliche Verhaltensweisen

Ein Kind kann nur dann selbst sprechen lernen, wenn die Menschen in seiner unmittelbaren Lebenswelt ständig liebevoll mit ihm in sprachlichen Kontakt treten und es an ihrer sprachlichen Welt teilnehmen lassen. Kein Kind lernt sprechen, indem man es täglich der Einfachheit halber stundenlang vor den Fernseher setzt! Obwohl es dort auch Sprache hören würde, hätte es keine Gelegenheit, mit den Sprechern in emotionalen Kontakt zu treten, sich mit ihnen auszutauschen und nachzufragen. Auch können sich Fernsehsendungen nicht dem augenblicklichen Sprachniveau des Kindes anpassen und bieten daher nicht die geeignete Sprachanregung für Kleinkinder. Eltern hingegen passen sich intuitiv den vorhandenen sprachlichen Fähigkeiten ihres Nachwuchses an, indem sie beispielsweise einem zweijährigen Kind gegenüber in der Regel keine komplexen Satzkonstruktionen oder Fremdwörter verwenden. Aber sogar noch bevor das Kind überhaupt zu sprechen beginnt, wissen Eltern (bzw. alle Erwachsenen und sogar ältere Kinder) intuitiv, wie sie die Sprachentwicklung ihres Kindes am besten unterstützen können. So spricht man normalerweise völlig automatisch höher und langsamer mit Babys als mit Erwachsenen, weil Babys hohe Töne besser wahrnehmen können als tiefe. Außerdem macht man nach einer Frage an das Baby eine kleine Pause, so, als ob man bereits eine Antwort des Kindes erwarten würde. Damit fördert man ihre Sprechfreude, denn sie werden zu einer Reaktion ermutigt (die oft auch als Brabbeln bereits erfolgt) und lernen, wie man miteinander ein Gespräch führt. Natürlich wird auch mit Babys in möglichst einfachen Sätzen gesprochen, wobei die besonders wichtigen Teile des Satzes entweder besonders betont oder wiederholt werden. Dies ermöglicht es Babys, die Grundstruktur des Satzbaus und die Abgrenzungen der Wörter untereinander wahrzunehmen, so dass es schon eine Menge über Sprache weiß, wenn es das erste Wort spricht. All diese sprachentwicklungsunterstützenden Verhaltensweisen wenden wir an, wenn wir mit Babys in Kontakt treten, ohne dass uns je jemand darauf hinweisen musste, wie man am förderlichsten mit Babys spricht - offenbar handelt es sich um instinktives, angeborenes Verhalten.

Wenn die Kleinkinder dann selbst zu sprechen beginnen, können noch einige weitere Hinweise im Gespräch mit den Kleinen berücksichtigt werden, die hauptsächlich die Sprechfreude, den Mitteilungsdrang und die Neugier von Kindern fördern. Zu diesen Verhaltenstips (die aber ebenfalls die meisten Menschen intuitiv berücksichtigen) gehören:

  • Ein anregendes Sprachvorbild für das Kind zu sein, indem gerne und viel über die Welt, den Alltag, Gedanken, Gefühle und Phantasien gesprochen, erzählt und diskutiert wird, wobei das Kind einbezogen wird. Ein lebendiges Sprachvorbild regt das Kind sehr zur Nachahmung an und es wird gern an den Gesprächen teilnehmen und sich selbst mitteilen wollen.
  • Dem Kind immer die Wahl lassen, ob es etwas sagen möchte oder nicht. Keinesfalls sollte Sprechen durch Druck erzwungen werden ("Jetzt sag doch Tante Erna, was das ist!"). Das Allerwichtigste ist, dass das Kind die Freude am Sprechen bewahrt, was unmöglich ist, wenn es anderen ständig etwas beweisen soll.
  • Dem Kind geduldig zuhören, so dass es sich ernst genommen fühlt und den Eindruck bekommt, dass es wichtig ist, was es denkt und sagt und dass es Erfolg hat mit seinen Mitteilungsabsichten. Es fällt nicht immer leicht, abzuwarten, bis das Kind mit seinen Erklärungen endlich zum Punkt kommt, aber es lernt eben sprechen eben nur durch - sprechen!
  • Auch mit Äußerungen des Kindes ganz normal umgehen, die noch fehlerhaft sind und das Kind auf keinen Fall zum Nachsprechen der richtigen Formulierung oder zum Wiederholen seiner Äußerung auffordern. Das Kind muss Zutrauen in seine sprachlichen Fähigkeiten gewinnen und das gelingt nicht, wenn es ständig auf seine Unzulänglichkeit hingewiesen wird, wobei ja der Inhalt seiner Mitteilungen automatisch an Bedeutung verliert. Bereits das Lallen und Brabbeln der ganz Kleinen sollte von ihren Bezugspersonen freudig aufgegriffen werden, so dass das Kind merkt, dass seine Bemühungen anerkannt werden und dass das, was es äußert, eine Bedeutung für seine Umwelt hat.

 

  • Blickkontakt zum Kind aufnehmen. Zum einen signalisiert dieser Interesse an dem, was das Kind zu sagen hat und stellt eine emotionale  Verbindung zwischen zwei Menschen her. Außerdem braucht das kleine Kind auch noch den Blick auf den Mundbereich des Gegenübers, von dem es sich die richtigen Lippen- und Mundpositionen für eine richtige Aussprache abgucken kann (schon Babys beobachten ganz besonders aufmerksam die Münder von sprechenden Personen).
  • Für die Sprachförderung von besonderer Bedeutung ist das Verfahren des korrigierenden Feedback, das von Sprachtherapeuten systematisch angewendet wird, aber auch von Eltern oft bereits unbewusst beim Sprechen mit ihrem Kleinkind eingesetzt wird. Hierbei werden die unvollkommenen oder fehlerhaften Äußerungen des Kindes unmittelbar nach Ende seiner Mitteilung vom Erwachsenen als Fortführung des Dialogs in korrekter Form wiederholt. Das Kind kommt auf diese Weise nicht in die Verlegenheit, direkt auf seine sprachlichen Schwächen hingewiesen zu werden, sondern hört einfach nocheinmal die richtige Form seiner Äußerung. Außerdem bekommt es den Eindruck, dass sein Gesprächspartner ihm zugehört hat und an der Weiterführung des Dialogs interessiert ist.
    Beispiele für das korrigierende Feedback:
    *auf Lautebene: "Das ist meine Dabel." - "Ja, und ich habe auch eine Gabel."
    *auf Bedeutungsebene: "Das Ding da." - "Du meinst die Ampel."
    *auf grammatikalischer Ebene: "Weh getu!" - "Wo hast du dir denn wehgetan?"
    Die Wiederholung des Erwachsenen sollte nicht künstlich erscheinen, sondern beiläufig erfolgen und durch weitere spontane Äußerungen ergänzt werden. Auch sollen natürlich nicht permanent alle nicht korrekten kindlichen Äußerungen korrigierend wiederholt werden.
     

Neben diesen förderlichen sprachlichen Verhaltensweisen sollten noch einige Dinge beachtet werden, die im Umgang mit sprachlernenden Kindern vermieden werden sollten (besonders, falls ein Kind schon sprachliche Auffälligkeiten aufweist), um seine Sprechfreude nicht zu bremsen oder es unnötig zu verunsichern. Oft werden solche Verhaltensweisen in dem Glauben angewendet, dass sie dem Kind helfen, sich richtig auszudrücken, was aber wie gesagt nicht der Fall ist, weil das Kind nur das Gefühl vermittelt bekommt, dass es den Ansprüchen nie genügen kann:

  • Die Mitteilungsversuche des Kindes nicht kritisieren oder ihm gar Strafe androhen, wenn es sich nicht mehr Mühe gibt.
  • Das Kind nicht korrigieren oder nachsprechen lassen. Die einzige sinnvolle Möglichkeit der indirekten Korrektur stellt die oben beschriebene des korrigierenden Feedback dar.
  • Das Kind nicht darin unterweisen wollen, wie es zu sprechen habe, wie etwa durch Kommentare wie "sprich langsam" oder "denk erst nach, bevor du sprichst". Sprechen ist ein weitgehend unbewusst ablaufender Vorgang, in den von Laien keinesfalls eingegriffen werden sollte.
  • Mit dem Kind nicht in der Babysprache reden. Damit ist gemeint, dass der Erwachsene vollständig und richtig sprechen soll, wenn auch in einfachen Sätzen. Kinder bringen in einer bestimmten Entwicklungsphase häufig Wortneuschöpfungen hervor wie "Nana" für alles Essbare oder benutzen Geräuschimitationen als Bezeichnung wie etwa "wauwau" für alle Vierbeiner. Andere Begriffe wie "ata gehen" für den Spaziergang oder "heia" für schlafen hingegen stammen meistens von den Erwachsenen im Umfeld des Kindes, die die Babysprache infach niedlich finden. Richtiger wäre es aber, die eigenwilligen Ausdrücke des Kindes zwar freudig anzunehmen, aber selbst immer die richtigen Bezeichnungen zu verwenden, damit auch das Kind sie bald lernen kann.

 

  Geburt bis 3 Monate

Zwar kann das Baby in seinem ersten Lebensjahr noch nicht sprechen, aber es erwirbt schon die grundlegenden Fähigkeiten, die es brauchen wird, um das Sprechen und die Kommunikation in seinen kommenden Lebensjahren zu erlernen. Es macht viele notwendige Erfahrungen mit der Sprache in seiner Umgebung und mit der Funktionsweise seiner Sprechorgane. Diese Phase wird bis zu den ersten richtigen Worten des Kindes als vorsprachliche Entwicklungsphase bezeichnet.

In den ersten drei Monaten muss sich das Baby erst an sein neues Leben außerhalb des Mutterleibs gewöhnen und ist daher noch nicht so zugewandt und nur kurzzeitig aufmerksam. Es verschläft ja auch noch einen großen Teil des Tages.
Immerhin erfüllt es aber bereits die wichtigste Voraussetzung zum Sprechenlernen: es kann
hören, und das sogar schon vor der Geburt.
Außerdem bevorzugt es menschliche Laute und Sprache gegenüber allen anderen Geräuschen in seiner Umgebung, hört aufmerksam zu und beobachtet schon fasziniert die Mundbewegungen seines Gegenübers.
Über das
Schreien tritt es intensiv mit seiner Umwelt in Kontakt und trainiert dabei auch seinen Stimmapparat. Mit der Zeit verdeutlicht sich dem Baby der Zusammenhang zwischen seinem Schreien und der darauffolgenden Reaktionen seiner Mitmenschen: es übt sich in der frühesten Kommunikation, indem es seine Bedürfnisse laut und deutlich äußert und Abhilfe erwartet.

 

Bald weiß es, dass Mama oder Papa kommen, wenn es sie braucht. Es bekommt bereits das Gefühl, etwas in seiner Umgebung bewirken zu können - eine sehr wichtige Erfahrung, sowohl für die Sprach- als auch für die Entwicklung des Selbstkonzepts.

  • Weil das Baby ohne einen Erwachsenen sehr hilflos ist, muss es von Anfang an die Erfahrung machen, dass es seine Bedürfnisse äußern und dann damit rechnen kann, dass ihm geholfen wird. Der Zusammenhang zwischen dem eigenen Verhalten und der Reaktion der Umwelt sowie das Gefühl der Selbstwirksamkeit können sich nur einstellen, wenn zuverlässig auf das Schreien des Babys reagiert wird. Dies zeigt dem Baby nicht nur, wie Kommunikation funktioniert, sondern es festigt auch sein Vertrauen in seine Bezugspersonen, was wichtig für die Bindung ist.
  • Babys nehmen Sprache von Geburt an auf - daher ist es wichtig, von Anfang an mit ihnen in sprachlichen Kontakt zu treten, statt aus der Annahme heraus, dass es "sowieso nichts versteht", zu schweigen. Von Anfang an wirkt sich die sprachliche Begleitung vieler Handlungen, Tätigkeiten und Gefühlsäußerungen positiv auf die Sprachentwicklung aus!

  

  3 bis 6 Monate

Etwa ab dem dritten Monat ist das Baby schon wesentlicher wacher und wendet sich seiner Umgebung aufmerksamer und ausdauernder zu.
Es lächelt jetzt bewusst das sogenannte "
soziale Lächeln", reagiert also freundlich auf menschliche Gesichter. Außerdem kann es sich nun differenzierter äußern, es schreit nicht mehr ausschließlich, sondern kann sich auch über gurren, quietschen, lallen, juchzen und brabbeln mitteilen. Wenn seine Umwelt erfreut auf diesen Fortschritt reagiert, kann das Baby bald die ersten "Gespräche" führen, indem es auf Ansprache reagiert und wiederum eine Antwort abwartet.
Diese Phase wird als
erste Lallphase bezeichnet. Das Baby experimentiert mit seinen Artikulationsorganen, seiner Stimme und der Atmung und genießt die Empfindungen im Mund- und Rachenbereich, die es zu immer neuen Lautäußerungen anregen. Diese Lallphase ist sozusagen international, denn alle Babys auf der ganzen Welt verwenden in dieser Zeit alle denkbaren Laute, auch wenn diese in ihrer eigenen Muttersprache gar nicht vorkommen. So bildet ein japanisches Baby zum Beispiel noch die Laute "l" und "r", obwohl es diese Unterscheidung im Japanischen bekanntermaßen nicht gibt.

 

Man kann also davon augehen, dass diese erste Lallphase ein angeborener Anteil der Sprachentwicklung ist, denn auch taubgeborene Babys lallen im ersten Halbjahr.
Mit ca. 6 Monaten erkennt das Baby seinen Namen und wendet z.B. den Kopf, wenn es gerufen wird. Ansonsten versteht es zwar keine sprachlichen Inhalte, kann aber Bedeutungen über den
Stimmklang und die Satzmelodie erfassen, etwa ob seine Mutter mit ihm scherzen will oder es beruhigen will.

  • Bereits in diesem Alter kann man mit Fingerspielen, Kinderreimen und Liedern beginnen. Den Babys verdeutlicht sich durch die besondere Intonation und die Wiederholung der Sprachrhythmus, was die Sprachentwicklung fördert.

 

   6 bis 10 Monate

In diesem Alter kommt das Baby in die zweite Lallphase. Diese unterscheidet sich von der ersten dahingehend, dass die "Internationalität" seiner Lautäußerungen verschwindet. Dies liegt daran, dass von jetzt an nicht mehr die Berührungsempfindungen im Mund- und Rachenbereich entscheidend sind für die Lautproduktion, sondern die sprachliche Anregung aus der Umwelt. Die Sprache des Kindes entwickelt sich von diesem Zeitpunkt an nur dann weiter, wenn es Sprachäußerungen wahrnehmen und nachahmen kann. Taubgeborene Kinder hören in diesem Alter langsam mit der Lautproduktion wieder auf, da sie ja weder ihre Mitmenschen sprechen hören noch ihre eigenen Laute wahrnehmen können. Gesunde Kinder hingegen lallen nun auch ganze Silben und Silbenverdopplungen wie etwa "lalala" und "bububu".Auch haben sie viel Spaß an "Brabbel-Gesprächen" mit ihrer Familie und üben sich im Nachahmen der Lautäußerungen ihrer Umgebung und auch ihrer eigenen Lautproduktion - einer wichtigen Fähigkeit für die weitere Sprachentwicklung.
Auch das
Sprachverständnis beginnt sich nun zu entwickeln: das Baby versteht schon einige Namen von alltäglichen Gegenständen ("Flasche", "Bett") und bekannten Personen.

 

Es versteht auch kleine Fragen mit diesen Wörtern, wie z.B. "Wo ist der Ball?" und wendet sich dorthin oder zeigt darauf.

  • Für Babys ist es jetzt besonders erfreulich, wenn ihr Gegenüber sich in ihrer Brabbel-Sprache mit ihm "unterhält": einfach mal Baby nachahmen!
  • Wenn das Kind in diesem Altersbereich aufhört, Lautäußerungen zu bilden, statt Silben und Silbenverdopplungen zu lautieren, kann der Verdacht auf Hörprobleme bestehen. Babys brauchen jetzt die sprachliche Anregung aus der Umwelt, um sich sprachlich zu entwickeln, während sie in der ersten Lallphase durch die ihnen angenehmen Empfindungen im Mundbereich beim Gurren, Quietschen und Lallen zu diesen Äußerungen angeregt werden. Kann das Baby weder seine Umwelt noch sich selbst hören, bleibt das Lallen nach dem 7.Monat aus. In diesem Fall sollte man sich an einen Fachmann wenden.

 

   bis 12 Monate

Aus den intensiven Lautspielchen des Kindes sind jetzt regelrechte Lallmonologe geworden, d.h. es lallt ausdauernd und mit viel Freude lange Silbenketten, wie z.B. "lalaaa-papa-brrr-atta-guguu".
Die Bezugspersonen des Kindes erwarten um diese Zeit das berühmte erste Wort, nämlich
"Mama" oder "Papa" und reagieren entsprechend überschwänglich, wenn sie es aus den Äußerungen ihres Kindes herauszuhören glauben ("mamamama"). Tatsächlich weiß das Kind zu diesem Zeitpunkt meist noch nicht, was es da eben gesagt hat, bzw. was damit gemeint ist, aber im Laufe der Zeit erkennt es dank der erfreuten Verstärkung seiner Umgebung den Zusammenhang zwischen seinem Lallen und der glücklich strahlenden Mama.

 

Ein wichtiger Augenblick, denn das Kind weiß von jetzt an, dass es Lautäußerungen bestimmte Bedeutungen geben kann, die etwas Positives in seiner Umgebung bewirken. Das Ende der vorsprachlichen Entwicklung ist erreicht!

  • Wichtig ist es jetzt, die eigene Freude zu zeigen, wenn das Babys etwas äußert, das wie ein Wort klingt. Wenn man das Gesagte wiederholt, das Baby lobt und sich überschwänglich freut, wird es die Laute immer wieder sagen, um die Freude des Erwachsenen zu erleben. Auf diese Weise lernt es in nächster Zeit viele Wörter.

weiter


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