Keuchend ins Ziel: Debian 7 („Wheezy“) ist da

5. Mai 2013

Debian, Mutter aller debianbasierender Distributionen – damit also auch von Ubuntu – ist heute in Version 7 veröffentlicht worden. Genauer gesagt: Debian 7.0 stable.

Das Entwicklungsmodell von Debian ist einzigartig in der Linuxwelt. Während die Hauptversion („Stable“) nur alle paar Jahre veröffentlicht wird, ist die Folgeversion ebenso jahrelang in Entwicklung, welche jedoch ebenfalls schon für den Produktiveinsatz geeignet ist und täglich neu mit Updates versorgt wird („Testing“). Auch diese Variante ist stabil im Sinne von zuverlässig, ändert jedoch schleichend und kontinuierlich ihren Gesamtzustand – im Gegensatz zum jetzt veröffentlichten Stable, für das es nur Sicherheitsaktualisierungen gibt. Testing ist gewissermaßen eine Art Rolling Release. Bevor neue Software in Testing aufgenommen wird, ist sie in einer weiteren Version („Unstable“) geprüft worden. Während es für Stable-Varianten nur Sicherheitsaktualisierungen gibt, werden in Testing und Konsorten laufend neue Programmversionen eingepflegt. Bei Stable ist der Nutzer vor Überraschungen sicher, hier kann er über Jahre mit exakt derselben Programmzusammenstellung arbeiten und muss bei Sicherheitsaktualisierungen nicht mit Nebeneffekten rechnen.

Was bisher nur als „Testing“ in Entwicklung war, wurde nach einer Übergangszeit, der letztmaligen Stabilisierung („Freeze“), nun also als Debian 7 stable, Codename „Wheezy“, zur Verfügung gestellt. Knapp 2 Jahre nach dem Erscheinen von Debian 6 gibt es nun also eine neue, in der Entwicklung abgeschlossene Hauptversion von Debian. Debian 6 (Codename Squeeze) wird damit zu „oldstable“, und Debian Testing nimmt Kurs auf Debian 8, unter dem Codenamen „Jessie“.

Debian 7 steht u.a. als CD- oder DVD-Image zur Verfügung, diese können direkt über FTP/HTTP vom Debian-Server geladen oder z.B. über Bittorrent bezogen werden. Die vollständige Debian-Distribution besteht aus 8 CDs oder 3 DVDs, zum Installieren der Distribution genügt aber die erste CD zunächst völlig. Wer DVD 1 zum Installieren nutzt, darf sich die gewünschte Oberfläche während der Installation aussuchen, hier sind KDE, Gnome, XFCE oder LXDE allesamt mit dabei.

Wer CD 1 nimmt, bekommt hingegen nur Gnome 3 als Standardoberfläche angeboten. Für den Fall, dass Debian von CD installiert werden soll, aber mit einer anderen Desktopumgebung, stehen Variationen des ersten CD-Images bereit: CD 1 ist auch mit KDE, LXDE und XFCE erhältlich.


aus der Kategorie: / Tratsch /

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Kommentare

Oh Mann.
Was ist das denn für ein Feickler Teaum!
Wo soll das laufen? Ich würde es nichtmal auf meine Kaffemaschine deployen.
Scheint Menschen mit zuviel Zeit zu geben.
Voll stable alles.
Ab in den Keller, Lucht aus, Diskette parat und dann voll alternativ auf openoffice mit dem voll testing OD Liebesbriefe schreiben.
Voll anders als alle.
Weiter so.

hm.

Yoyo · 6. Mai 2013, 21:48

Danke für den Beitrag!

@Yoyo: übst Du blindschreiben? :D

— stadtaffe · 7. Mai 2013, 21:40

also den titel finde ich etwas böse! keuchend? Als perfektionist finde ich es besser, wenn etwas gut funktioniert, als wenn man ein system übereilt released!

— debian fan · 9. Mai 2013, 09:46

Wenn es sonst nix ist davon stirbt Linux auch nicht aus hm!
Sonst interessanter Artikel wenn es auch nicht der beste im Knetipingu war naja es kann nicht alles perfekt wäre vieleicht langweilig hätte keine® was zumeckern endllich Ruhe oder Gähn,gähn!

— Ralle · 12. März 2014, 01:24

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