LXDE oder XFCE? Die beiden „kleinen“ Linux-Desktops im Vergleich.

21. September 2010

Über zu wenig Auswahl kann man sich unter Linux wirklich nicht beschweren – MacOS und Windows haben genau eine Oberfläche, Linuxer haben die Wahl unter einem guten Dutzend. Doch das bedeutet auch: während man woanders mit dem Gebotenen leben muss, hat man beim Pinguinbetriebssystem die Qual der Wahl, denn die Linux-Desktops und -Fenstermanager sind allesamt gut, aber keiner wirklich perfekt.

Einen XFCE-Test und einen LXDE-Test gab es auf diesen Seiten bereits, jedoch noch keinen direkten Vergleich dieser beiden Desktopumgebungen. Sehen wir uns daher diesmal in einem allgemeinen Vergleich diese beiden schlankeren Desktops an.

Die Unterschiede sind im Grunde genommen nicht sehr groß. Sowohl XFCE als auch LXDE bedienen im Kern dieselbe Zielgruppe: Anwender, die eine klassische Oberfläche mit Taskleiste, Startern sowie Symbolen auf dem Desktop bevorzugen, ohne weiteren Schnickschnack. Doch gerade weil sich die beiden Desktops so ähnlich sind, fällt die Entscheidung für einen von beiden umso schwerer. Schauen wir also einmal im Detail auf die tatsächlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Fensterverwaltung
Das Wichtigste an einem Desktop bleibt der Fenstermanager. XFCE hat einen eigenen namens XFWM4 eingebaut, LXDE den beliebten „Openbox“ integriert. Beide lassen sich bis ins kleinste Detail konfigurieren und bieten einen großen Funktionsumfang. Geöffnete Fenster als Menü anzeigen, aktive Fenster per Mittelklick auf die Titelleiste in den Hintergrund schicken statt sie zu minimieren, Fenster zur Titelleiste einrollen, bequeme Größenänderung bzw. schnelles Verschieben von Fenstern per Mausklick und Alt-Taste, Fenster über den Bildschirmrand auf die nächste Arbeitsfläche ziehen, Arbeitsflächen per Mausrad wechseln – alles kein Problem. Bei den Tastenkürzeln bietet XFCE mehr Komfort: sie können bequem über einen graphischen Dialog angelegt und editiert werden; bei LXDE muss man dazu die unübersichtliche Openbox-XML-Konfigurationsdatei editieren. Beim Verschieben von Fenstern bietet LXDE zudem keine Möglichkeit des prozessorschonenden Verschiebens von Fenstern ohne ständiges Neuzeichnen des Fensterinhaltes. Bei XFCE hingegen kann man das fensterinhaltslose Verschieben aktivieren.

Panel und Startmenü
Beide Desktops verfügen über vergleichbare Panels samt Startmenü. Die Startmenüs sind beide traditionell aufgebaut, fast identisch und gleichermaßen ähnlich umständlich zu editieren. Die Panels verfügen beide über die notwendigen „Basics“ wie Uhr, Arbeitsflächenumschalter, Lautstärkeregler, Traybereich oder die Möglichkeit, eigene Menüs anzulegen. Die Taskleiste bei XFCE ist optionenreicher als die von LXDE, sie enthält mehr Funktionen, Plugins und Extras. Das Anlegen von individuellen Startern auf dem Panel ist bei XFCE leichter; bei LXDE benötigt man zunächst vorgefertigte Icon-Dateien zum Integrieren. Mehrere Leisten sind bei beiden Umgebungen problemlos möglich.

Die Arbeitsfläche
Die eigentlichen „Desktops“, die Arbeitsoberflächen, sind jeweils noch ziemliche Baustellen, sowohl bei XFCE als auch LXDE besteht durchaus Verbesserungsbedarf. Hauptunterschied ist, dass sich bei XFCE die Symbole individuell positionieren lassen – wenn auch nur grob –, beim LXDE-Desktop sind die Dateien stets aneinandergereiht und lassen sich nur nach vordefinierten Kriterien sortieren (Name, Änderungsdatum…). Dafür lassen sich hier auch Datei- oder Ordnergrößen anzeigen oder Dateirechte ändern, was bei XFCE nicht funktioniert. XFCE beherrscht keine Vorschaubilder auf dem Desktop, LXDE zeigt Bilddateien verkleinert an.
Ein technischer Unterschied besteht darin, dass bei XFCE die Arbeitsfläche aus einem eigenen Programm besteht, wohingegen bei LXDE der Dateimanager die Verwaltung des Desktops mitübernimmt.


Der LXDE-Dateimanager PCManFM

Dateiverwaltung
Die fehlenden Vorschaubilder auf dem Desktop macht XFCE bei seinem Dateimanager „Thunar“ wieder wett, hier gibt es Vorschaubildchen auch in der Listenansicht. Beim LXDE-Pendant „PCManFM“ fehlt dies. PCManFM wird derzeit gerade neu entwickelt, die bisherige Version verfügte noch über keine Papierkorbfunktion. PCManFM beherrscht im Gegensatz zu Thunar Registerkarten. Ein doppelter Mittelklick auf einen Ordner in Thunar öffnet diesen in einem neuen Fenster, bei einem Doppelklick in PCManFM erhält man hingegen einen neuen Tab. Der LXDE-Dateimanager bietet mehr Funktionen als Thunar, dafür lässt sich dieser bequem und graphisch um viele weitere Befehle erweitern. Ein nettes Feature, das man nur bei Thunar findet, ist das Umschalten der Ordneransicht über Tastenkürzel. Ansonsten sind sich die beiden Programme – wie sollte es auch anders sein – sehr ähnlich.


Der XFCE-Dateimanager Thunar

Design
Nicht zuletzt spielt das Erscheinungsbild eine große Rolle, ob man sich mit einem Desktop wohlfühlt oder nicht. XFCE und LXDE bauen gleichermaßen auf das GTK-Toolkit auf, das auch GNOME zur Darstellung der Fensterinhalte verwendet, und sind damit genauso einfach durch (GTK-)Themes anpassbar. Dem Design und der Umsetzung persönlicher Vorlieben sind somit praktisch keine Grenzen gesetzt.
Doch die tatsächliche technische Umsetzung und das Standarddesign unterscheiden sich erheblich. Generell lässt sich sagen, dass sich XFCE um einen eigenen Stil bemüht: der „Mäusedesktop“ hat diverse funktionale Fensterdekorationen hervorgebracht und sogar seine eigene, schnelle GTK-Theme-Engine an Bord, die wiederum mit vielen verschiedenen Themes aufwartet. Das aktuelle XFCE-Standardtheme lehnt sich dabei etwas an das Erscheinungsbild von Windows Vista bzw. Windows 7 an. LXDE hingegen bedient sich bei anderen Projekten, schöpft etwa für die Fensterdekos aus dem jedoch auch nicht geringeren Fundus der Openbox-Themes. LXDE präsentiert als Fensterdekoration den schwarzglänzenden Openbox-Standard und als Standard-Theme den GTK-Stil von GNOME, Clearlooks. Der LXDE-Desktop sieht dadurch bisweilen etwas zusammengeschustert und sehr „bunt“ aus.
Dieser Mischmasch ist technisch bedingt, da LXDE modular aus ursprünglich unabhängigen Einzelprojekten aufgebaut ist, was in Sachen Design jedoch zu Nachteilen führt: während sich bei XFCE die Taskleisten und Fenstertitel bei einer Änderung des Themes gleich mitändern, müssen bei LXDE Panel, Fensterdekos und -inhalte separat eingestellt werden.
Insgesamt wirkt LXDE stellenweise etwas filigraner als XFCE, dafür punktet XFCE, wenn alles wie aus einem Guss wirken soll. Obwohl ebenfalls modular, greifen die einzelnen XFCE-Komponenten besser ineinander.
Nicht zuletzt hat XFCE einen Compositing-Manager (Transparenz-Effekte, Schatten) bereits eingebaut, bei LXDE kann man auf den „Xcompmgr“ zurückgreifen, um ähnliche Ergebnisse zu erzielen.

Die Programme
Zum XFCE-Desktop gehört eine kleine Palette von Programmen, XFCE beschränkt sich also nicht auf das Bereitstellen der Arbeitsoberfläche mit allen möglichen Helferlein und Raffinessen, sondern versucht wie auch KDE oder GNOME, für jeden Zweck das richtige Programm gleich mitzuliefern. Einen Kalender (Orage), Browser (Midori) oder auch ein Brennprogramm (Xfburn) findet man in der XFCE-Welt. LXDE hingegen beschränkt sich auf die Kernfunktionalität eines Desktops, außer z.B. einem Editor (Leafpad), einem Terminal (Lxterm) oder etwa einer Systemüberwachung wird nichts mitgeliefert. Programme muss man aus dem GNOME-, XFCE- oder KDE-Lager „hinzubuchen“.

Zusammenfassend
Auch mit dem Wissen um die Stärken und Schwächen der beiden Kandidaten fällt eine Wahl nicht leicht. Die merklichen Unterschiede sind gering oder gleichen sich aus. Allein die Zielsetzungen scheinen auseinanderzugehen: LXDE bemüht sich, den Desktop so schnell wie möglich zu bekommen, XFCE scheint inzwischen eher das Ideal des komfortabelsten Desktop anzupeilen – auch wenn das bedeutet, dass man etwas an Geschwindigkeit einbüßt. Damit ist auch der auffälligste Unterschied zwischen LXDE und XFCE beschrieben: LXDE ist ein ganzes Stückchen flotter als XFCE – was jedoch nur auf älteren Computern wirklich auffällt –, XFCE bietet dafür etwas mehr Komfort.
Wenn es auf jedes Bisschen Speicherplatz, RAM und Rechenleistung ankommt, weil der Computer klein oder alt ist, hat LXDE tatsächlich die Nase vorn. Kommt es auf die Geschwindigkeit nicht an, steht man weiterhin vor der Qual der Wahl, wenn man auf der Suche nach einer Alternative zu GNOME und KDE ist. Dann werden die oben genannten Kleinigkeiten ausschlaggebend.


aus der Kategorie: / Tests / XFCE & LXDE

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Kommentare

Schöner Vergleich – danke! XFCE habe ich schön öfter auf schwachen Rechnern eingesetzt. Denke wenn Meerkat rauskommt wird es auch eine Lubuntu-Version geben, dann gebe ich LXDE auf einem alten File-Rechner eine Chance.

Quincy · 21. September 2010, 07:57

Ahoi …
ich habe mich seid langen auf meinen Netbook mit KDE4 herumgeschlagen (mit Gnome und XFCE werd ich net warm) … es war immer alles so träge und zäh …
Vor 3 Tagen habe ich mir (L)Ubuntu installiert und Voilá … der kleine rennt :D

1,6GHz Atom-Böxchen mit 1GB RAM … mittlerweile ist das für Gnome, KDE und XCFE zu wenig … leider

PS.: Den Vergleich mit XP würde ich rausnehmen … XP ist zu alt um mit aktuellen Desktops verglichen zu werden

Rene · 21. September 2010, 08:50

Fein, Artikel ist ganz gut und auch recht objektiv.

Ein paar Anmerkungen:
Der Editor in LXDE ist nicht schwer wie Blei (lead) sondern leichtgewichtig wie ein Blatt (leaf) deshalb sollte es Leafpad heißen. :D ein Buchstabe und schon ist die Bedeutung des Namens invertiert, hehe.

Der Anfang ließt sich so, als wären die Oberflächen unter Win und Mac perfekt. Das ist auf keinen Fall so. Unter Linux hat man aber den Vorteil, eventuell den perfekten Desktop für die eigenen Bedürftnisse zu finden. (obwohl das auch der WinMac-Desktop sein kann)

Der Geschwindigkeitsvergleich ist etwas seltsam, weil da Xubuntu mit LXDE verglichen wird. Wenn man wirklich XFCE und LXDE vergleichen will sollte man beide mal unter Debian testen. LXDE ist natürlich kleiner und flotter als XFCE, nur nicht so extrem wie im verlinkten Test.

Ein Vorteil vom XFCE-Panel ist, dass man Gnome-Applets benutzen kann.

Insgesamt finde ich beide DEs sehr gut, jede wurde aber für einenen etwas anderen Zweck entwickelt. XFCE für maximalen Komfort bei minimalem Resourcenverbrauch und LXDE für minimalen Resourcenverbrauch bei maximalem Komfort. Ok das klingt jetzt wie das Gleiche bewirkt aber die erwähnten Unterschiede.

Vor 5 Jahren hatte XFCE noch die gleichen Ziele wie LXDE aber es ist halt gewachsen

—- Aus der Sicht eines XFCE-Users geschrieben —-

— stfischr · 21. September 2010, 09:12

Ich weiß nicht, hatte mir LXDE und XFCE auch mal angesehen. Hat auf mich immer den Eindruck “nichts Halbes und nichts Ganzes” gemacht. XFCE wächst immer mehr und büßt seinen Geschwindigkeitsvorteil so gegenüber den Großen ein. Gehört halt nicht zu den einfachsten Sachen ne Desktop Oberfläche zu schreiben. Wenn man irgendein Gnome oder KDE Programm benötigt (was meist der Fall ist),
hat man wieder ein paar mehr MB an Libs auf der Platte und im Speicher wenn die Programme werkeln.

Wenn Du mal einen wirklich schlanken Manager sehen willst, schau dir Ratpoison oder StumpWM an.

schmiddi · 21. September 2010, 09:15

> 1,6GHz Atom-Böxchen mit 1GB RAM … mittlerweile ist das für Gnome, KDE und XCFE zu wenig … leider

Huch, was machst du denn mit dem Rechner? Bei 1GB da lass ich XFCE laufen und darin ne VM mit XFCE.

— stfischr · 21. September 2010, 09:16

1GB reicht sogar für Ubuntu mit Gnome. ;)

Ansonsten wurde das wichtigste schon gesagt. Xubuntu != Xfce. Xubuntu wird mit einigen Gnome Komponenten aufgeblasen, die eigentlich nicht zu Xfce gehören.

Einen wichtigen Aspekt vom Xfce WM hast du vergessen: den Compositor. Der eröffnet einige interessante Möglichkeiten, ohne gleich 30-40MB für Compiz opfern zu müssen

— burli · 21. September 2010, 09:25

> 1GB reicht sogar für Ubuntu mit Gnome. ;)

Das stimmt wohl … aber irgendwie läuft es nicht flüssig.
Da dauert nen FF-start schonmal 3 Minuten (gefühlte).

Da macht lxde schon mehr Spaß.

Rene · 21. September 2010, 12:32

Auch XFCE bietet einen Texteditor (mousepad), ein Terminal (terminal) und eine Systemüberwachung (xfce4-taskmanager) an. Des weiteren wird schon an einem Menu-Editor für XFCE 4.8 gearbeitet und die Thunar-Entwickler haben sich ausdrücklich gegen Tabs entschieden (Begründung).

— killermoehre · 21. September 2010, 12:59

Der Editor in LXDE ist nicht schwer wie Blei (lead) sondern leichtgewichtig wie ein Blatt (leaf) deshalb sollte es Leafpad heißen. :D

Autsch. Danke!

Der Anfang ließt sich so, als wären die Oberflächen unter Win und Mac perfekt.

Nein, das wollte ich damit keinesfalls sagen, ganz im Gegenteil. Aber es gibt eben dort keine Wahlmöglichkeit (unter Windows auch lediglich Themes), so dass der Nutzer womöglich gar nicht bemerkt, dass etwas nicht perfekt ist. ;-)

Der Geschwindigkeitsvergleich ist etwas seltsam, weil da Xubuntu mit LXDE verglichen wird.

Verlinkt ist zwar ein solcher Vergleich, das ist richtig (und ein solcher in der Tat unfair gegenüber XFCE), für meine Tests habe ich jedoch unter Ubuntu 10.04 sowohl natives XFCE (kein Xubuntu) als auch natives LXDE (kein Lubuntu) verwendet. Auch so bleiben die Geschwindigkeitsunterschiede noch deutlich spürbar, die Abweichung bei der Belegung des Speicherplatzes fällt nicht mehr so dramtisch aus, dennoch läuft LXDE spürbar flüssiger. Deutlich merken kann man es beispielsweise an der Reaktionsgeschwindigkeit der Menüs (der Panels oder der Fenstermanager), auch PCManFM ist selbst nach dem Rewrite deutlich reaktionsfreudiger, Thunar verhält sich stellenweise etwas träger.

Insgesamt finde ich beide DEs sehr gut, jede wurde aber für einenen etwas anderen Zweck entwickelt. XFCE für maximalen Komfort bei minimalem Resourcenverbrauch und LXDE für minimalen Resourcenverbrauch bei maximalem Komfort.

Schön auf den Punkt gebracht! Daraus erwächst auch genau das Dilemma, wenn man vor beiden steht und sich entscheiden soll.

Pinguinzubehör · 21. September 2010, 13:46

Einen wichtigen Aspekt vom Xfce WM hast du vergessen: den Compositor. Der eröffnet einige interessante Möglichkeiten, ohne gleich 30-40MB für Compiz opfern zu müssen

Nein. Letzter Absatz im Abschnitt „Design“:

„Nicht zuletzt hat XFCE einen Compositing-Manager (Transparenz-Effekte, Schatten) bereits eingebaut, bei LXDE kann man auf den „Xcompmgr“ zurückgreifen, um ähnliche Ergebnisse zu erzielen.”

Pinguinzubehör · 21. September 2010, 13:52

Auch XFCE bietet einen Texteditor (mousepad), ein Terminal (terminal) und eine Systemüberwachung (xfce4-taskmanager)

Selbstverständlich, die Aufzählung ist nur beispielhaft.

Des weiteren wird schon an einem Menu-Editor für XFCE 4.8 gearbeitet

Auch bei LXDE wird bereits an frei positionierbaren Desktop-Icons gearbeitet, aber ich muss mich natürlich an den Ist-Zustand halten, wenn ich etwas beschreiben will, das man zumindest zum jetzigen Zeitpunkt auch tatsächlich benutzen kann und nicht irgendwann später mal. Tragisch ist allerdings, dass XFCE einen Menüeditor früher schon mal hatte, er mit XFCE 4.6 aber wieder verschwunden ist.

und die Thunar-Entwickler haben sich ausdrücklich gegen Tabs entschieden

Ich kritisiere das auch nicht, ich beschreibe nur die Fakten. Der eine mag Tabs lieber, der andere arbeitet lieber mit neuen Fenstern. Das ist weder Vor- noch Nachteil. Allerdings kann man bei PCManFM selbst entscheiden, ob man Tabs oder neue Fenster möchte, bei Thunar muss man neue Fenster nehmen – PcManFM deckt an dieser Stelle also einen größeren Anwendungsbereich ab.

Die damalige Begründung von Benedikt Meurer gegen Tabs überzeugt mich im Übrigen nicht, es ist eher eine Haltung als eine Begründung. Inzwischen sind 5 Jahre vergangen und viele Nutzer haben sich nunmal an Tabs gewöhnt und arbeiten gerne damit. Wenn sogar die sonst auf Feature-Reduzierung bedachten Nautilus-Macher Tabs eingeführt haben, will das schon was heißen (Nautilus geht sogar noch weiter und lässt dem Nutzer die Wahl zwischen “Nurfenster”, Reitern und geteilter Ansicht – plus Seitenleiste). Vor allem auch, da die Tabfunktionalität nicht sichtbar sein muss, wenn man sie nicht benötigt.

Pinguinzubehör · 21. September 2010, 14:27

Hallo; ich habe mit beiden Oberflächen gearbeitet, kam mit X etwas besser zurecht als mit L. Bin trotzdem letztendlich bei Gnome/Nautilus geblieben, da wir mehrere Linux-Rechner im Hause haben und es mir mit Thunar oder mit PCManFM nicht gelang, Netzwerke herzustellen. Habe dann Nautils installiert, was allerdings eine wesentlich größere Trägheit zur Folge hatte.

— bostaurus · 21. September 2010, 17:06

> Nein. Letzter Absatz im Abschnitt „Design“:

Hoppla. Ich bin beim Lesen gestört worden, da hab ich den letzten Absatz wohl vergessen. Sorry

— burli · 21. September 2010, 19:08

da hab ich den letzten Absatz wohl vergessen. Sorry

Macht ja nichts; der Einwand ist gar nicht mal so schlecht, denn das kann man ruhig tatsächlich noch etwas stärker betonen: Einfacher als mit XFCE kommt man wirklich kaum zu einem optisch ansprechenden System. Es genügt ein Klick im laufenden Betrieb, um das Compositing zu aktivieren, und alle Einstellungen sind graphisch und übersichtlich erreichbar. Natürlich fehlen solche Geschichen wie z.B. “abbrennende” oder “wackelnde Fenster”, aber das Gebotene ist durchaus ausreichend für einen funktionalen Desktop. Der gesparte Speicherplatz ist da fast nur das I-Tüpfelchen.

Pinguinzubehör · 21. September 2010, 20:07

Auch bei mir merke ich allmählich einen Schritt in die Richtung Minimalismus. Unter Linux sieht mein Weg bisher so aus: fvwm – KDEXFCE – awesome WM. GNOME konnte ich nie ausstehen, der ist mir zu OS-X-ähnlich.

Bin mal gespannt, ob mir noch mal was besseres als awesome WM begegnet. :)

— tux.. · 22. September 2010, 10:52

Bei den kleinen Desktops vermisse ich manche Features wie das einfache Einbinden eines FTP Verzeichnis in das lokale Dateisystem. Deshalb verwende ich nur auf den “kleinen” Rechnern Xfce.

Die OS X Ähnlichkeit von Gnome sehe ich eigentlich nur bedingt, aber ich muss auch gestehen, dass mir die Anordnung mit den zwei Panels vom ersten Tag an gefallen hat, obwohl ich jahrelang Windows genutzt habe. So wie Gnome respektive Ubuntu daher kommt finde ich es eigentlich (für mich) nahezu optimal.

— burli · 23. September 2010, 12:10

Hey Daniel, interessanter Artikel ;-) !

Ich bin vor kurzem wieder extrem von Gnome genervt gewesen – Ich sage nur “Gnome3” und habe kurzerhand XFCE gemäß dieser Anleitung auf Debian WHEEZY installiert:

http://www.webstimme.de/2011/11/12/debian-gnulinux-alternative-zu-gnome-3-xfce-unter-debian-installieren/

Ich kann nur bestätigen, dass XFCE super stabil läuft und sehr übersichtlich gehalten ist.

Zum Glück ist man(n) bei Linux nicht so fest gefahren wie bei Windoof ;-) !

MfG

Max · 21. November 2011, 22:12

Hi, hallo.

Ich bin Fanboy beider Desktopumgebungen und habe von daher den Artikel mit großem Interesse gelesen.

Mir fehlte nur die Erwähnung von Thunars eigenem Bulk Rename. Dieses kleine App finde ich nach wie vor so einfach wie auch genial in der Handhabung.

Den Thunar habe ich von daher sogar dann installiert, wenn ich mal kein komplettes XFCE auf dem Rechner habe.

Gruß,
Peter

— Trekker · 7. Januar 2012, 06:46

Zunächst einmal danke für deinen Artikel, hat mir etw. bei der Entscheidung für meinen “alten” Laptop geholfen (AMD Turion 1,6Gz 512mb ram 128 davon mit der Grafikkarte geteilt). Benutze jetzt LXDE und bin zufrieden.

Eine kleine Anmerkung: Das es für Windows und Mac keine Alternativen gibt stimmt so allerdings nicht. Für Windows XXX gibt es einige alternative Desktopoberflächen. siehe http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_alternative_shells_for_Windows.

— · 11. Februar 2012, 13:41

Schöner Artikel und ich kann mich dem Inhalt voll und ganz anschließen.
Nach etlichen Stunden mit Unity (Ubuntu 12.04) auf meinem nicht mehr aktuellen Rechner habe ich die Desktop-Oberfläche gewechsel und sowohl XFCE als auch LXDE (nicht Xubuntu oder Lubuntu!) nachinstalliert und nutze die Desktops parallel.
Beide überzeugen mich durch die Performance.

— · 30. Mai 2013, 18:16

P.S: Für ältere Rechner ab Jahr 2000 bis 2007 gut geignet somit stimmt der Vergleich mit WinXP was den AB-Speicher RAM und CPU angeht somit ist moderne Software bei älteren PC wieder nutzbar was Geld sparen kann in Sachen Hardtware gerade für Hartz4leute

— Ralle · 10. November 2013, 06:48

Hi ich verwende seit kurzem lxde, weil kde bei mir lahm war, aber immer noch schneller als xp. Xfce gefällt mir einfach nicht, weil es so seltsam ist, wenn man nur volle Leisten gewohnt ist und unity kannste vergessen. Dein Artikel war sehr aufschlussreich. Man kann lxde sogar aussehen lassen wie ein windows, was für Umsteiger perfekt ist.

— · 30. Juni 2014, 20:32

“ Man kann lxde sogar aussehen lassen wie ein windows, was für Umsteiger perfekt ist.”

Man kann seine 18 jährige Freundin auch aussehen lassen
wie meine Oma, was für Spackos perfekt ist.

knollewurz · 26. Januar 2015, 15:18

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