Linux Desktop Chooser, Version 2.0

17. September 2014

Was vor einer Woche als Spaßprojekt begann und in den Tagen danach stetig ausgebaut wurde, nimmt nun tatsächlich ernstzunehmende Züge an. Denn es hat sich herausgestellt, dass tatsächlich Bedarf an einer realistisch kalkulierenden Auswahlhilfe zum Durchforsten des Linux-Desktop-Dschungels besteht. Dank zahlreicher Anregungen und mit Hilfe helfender Hände können wir nun Version 2 des Linux-Desktop-Chooser präsentieren, der nicht nur einen groben Tipp gibt, sondern anhand der eigenen Präferenzen eine echte differenzierte Empfehlung für einen bestimmten Desktop geben kann. Besonderer Dank an dieser Stelle an frafl für die Erweiterung der Codebasis.

entsetzter Pinguin vor Ergebnis

1. Statt eine Antwort fest einem entsprechenden Desktop zuzuordnen, werden die Antworten nun auf die verschiedensten Oberflächen abgestuft verteilt. Dadurch können bereits mit einer Antwort mehrere Desktops in die eigene Auswahl kommen. Außerdem werden die Antworten untereinander gewichtet, um ein noch präziseres Ergebnis zu ermöglichen.

2. Auch nach der Einblendung des Ergebnisses können die Antworten nun noch verändert werden, um ein anderes Ergebnis zu erreichen.

3. Es können mehr Fragen mit „egal“ beantwortet werden als vorher, andere wurden mit zusätzlichen Antwortmöglichkeiten ergänzt.

4. Die Fragen konnten durch die Fragetechnik gering gehalten werden, nur Frage 14 ist neu hinzugekommen.

5. Mate und Cinnamon werden nun als getrennte Ergebnisse angezeigt, ebenso die Tiling-Fenstermanager.

6. Die Ergebnisse nennen nun auch Distributionen, bei denen man die getroffene Desktopwahl leicht installieren kann, vorkonfiguriert findet oder sogar als Standarddesktop hat.

7. Neu aufgenommene Desktops: Pantheon (elementaryOS), Trinity.

Die Entwicklung ist damit im Kern nun vorerst abgeschlossen, geplant ist jedoch noch die Verbesserung des Auswertungsalgorithmus. Wer sich dafür interessiert, nach welchen Kriterien der Chooser die Desktopempfehlungen berechnet und welche Gewichtung zugrundegelegt wird, kann einen Blick in diese Tabelle werfen.

Wer einen bestimmten Desktop vermisst, sich vom Desktop Chooser falsch verstanden fühlt oder wer eine weitere Übersetzung beisteuern möchte: Verbesserungsvorschläge werden weiterhin hier oder per Mail entgegengenommen. Ansonsten: Weiterhin viel Erfolg bei der Desktopwahl!

Der Linux-Desktop-Chooser


aus der Kategorie: / Tratsch /

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Kommentare

Gut gemacht, aber mir fehlt etwas wesentliches. Die meisten meiner über 500 Linux-Kunden verwenden bevorzugt die Gnome Classic (Session Flashback / Ubuntu), da diese schnell und übersichtilich ist und der Aufbau logischen Regeln folgt. Verschachtelte Menus gehen gar nicht (Cinnamon ist also der falsche Tipp!).
Produktives Arbeiten – insbesondere mit mehreren Programmen gleichzeitig – ist nunmal nur unter der Classic wirklich effektiv möglich. Alles andere ist zu verspielt und umständlich – auch wenn es schön aussieht.

— Klaus Riesterer · 17. September 2014, 09:21

Ich bin begeistert!
Was mir aufgefallen ist:
Ich weiss nicht direkt was z.B. ein Dock ist. Wenn jemand nach einem fuer Ihn passenden Desktop sucht ist er mit groeserer Warscheinlichkeit ein Linux-Neuling. Da sollten solche Begriffe vielleicht im Tool kurz erklaert sein.

— Understater · 17. September 2014, 10:31

Sehr schön.

Jetzt wären noch Links / Screenshots zu den “Ergebnis” Desktops optimal.

— Engheneiro · 17. September 2014, 11:33

Was für ein Schwachsinn. Kaum klicke ich “Langsam aufbauen” an, wird aus Cinnamon oder Pantheon (letzteres ändert sich, ob ich Mainstream sein will oder nicht, die dämlichste Frage überhaupt…) immer KDE Plasma Desktop.
Plasma läuft auch auf alten Rechnern flüssig.

Niemand braucht drittklassige Gnome-Forks.

— SuperBB · 17. September 2014, 17:25

Die meisten meiner über 500 Linux-Kunden verwenden bevorzugt die Gnome Classic (Session Flashback / Ubuntu), da diese schnell und übersichtilich ist und der Aufbau logischen Regeln folgt. Verschachtelte Menus gehen gar nicht (Cinnamon ist also der falsche Tipp!).

Danke für die Einschätzung! Cinnamon oder Mate kommen in diesem Fall als Tipp, weil Flashback derzeit noch nicht berücksichtigt ist. Flashback und Gnome Classic werden noch ergänzt und in Kürze zur Auswahl stehen.

Pinguinzubehör · 17. September 2014, 18:51

Kaum klicke ich “Langsam aufbauen” an, wird aus Cinnamon oder Pantheon (…) immer KDE Plasma Desktop.
Das kommt daher, weil KDE bei der Initalisierung ganz leicht im Hintertreffen ist gegenüber den anderen Umgebungen.

ob ich Mainstream sein will oder nicht, die dämlichste Frage überhaupt…
Deswegen kann man sie auch auslassen.

Pinguinzubehör · 17. September 2014, 18:55

Ich vermisse ebenfalls irgendwie Gnome Classic bei den Antwortemöglichkeiten, konnte es nicht im QT finden. Dieser könnte auch bei Cinnamon oder so vorgeschlagen werden.

— Albatross · 17. September 2014, 18:56

Ich weiss nicht direkt was z.B. ein Dock ist. (…) Da sollten solche Begriffe vielleicht im Tool kurz erklaert sein.
Das werden sie bereits. Einfach mal den Mauszeiger ein paar Sekunden über das Wort Dock halten. ;)

Pinguinzubehör · 17. September 2014, 18:56

[QUOTE=Pinguinzubehör]Flashback und Gnome Classic werden noch ergänzt und in Kürze zur Auswahl stehen.[/QUOTE]
Das ist schön zu hören. Gerade für Anfänger und Neulinge wird Gnome Classic nämlich sicherlich eine echte Option sein.

— Abatross · 17. September 2014, 18:59

Ich vermisse ebenfalls irgendwie Gnome Classic bei den Antwortemöglichkeiten, (..) Dieser könnte auch bei Cinnamon oder so vorgeschlagen werden.

Ja, Cinnamon und Gnome Classic könnte man theoretisch zusammenfassen, nur Gnome Flashback unterscheidet sich stärker. Mal schauen, wie wir das am besten umsetzen …

Pinguinzubehör · 17. September 2014, 19:00

Lumina gibt es auch für Linux.
Gibt es eine Linux-Distribution, die Lumina anbietet? Das wäre das entscheidende Kriterium für die Aufnahme in die Ergebnisliste.

Pinguinzubehör · 17. September 2014, 20:45

Noch nicht, ist ja noch nicht final. Läuft aber z.B: unter Debian.
Danke für die Info. Dann warten wir noch bis zur Finalisierung bzw. bis es Standard-Paketquellen gibt.

Pinguinzubehör · 17. September 2014, 21:14

Gnome-Classic ist nun mit drin, obwohl es ja eigentlich keine eigene Oberfläche ist, sondern eine umgebaute Gnome-Shell. Es wird daher auch wie die Gnome-Shell gewichtet, lediglich mit dem Unterschied, dass 2 Panels vorhanden sind und die Bedienung leicht traditioneller erfolgt. Flashback wird ebenfalls getrennt ausgewiesen, und nicht parallel zu z.B. Mate. Gnome-Flashback wird gewertet wie Cinnamon, aber mit 2 Panels und mit geringeren Hardwareanforderungen. So lauten die entsprechenden neu hinzugekommenen Ergebnisse:

GNOME CLASSIC ist Deine Wahl. Gnome Classic ist technisch identisch mit der modernen Gnome-Shell, ergänzt diese aber um einige Erweiterungen, sodass eine wieder traditioneller bedienbare Oberfläche entsteht. Gnome Classic ist der voreingestellte Standarddesktop z.B. bei der Distribution CentOS.

Deinen Vorlieben entspricht GNOME FLASHBACK. Flashback war ursprünglich der Ausweichmodus der Gnome-Shell für ältere oder inkompatible Hardware. Es imitiert das Aussehen der Gnome-Shell, ohne jedoch deren Systemanforderungen erfüllen zu müssen, und wird einen Tick traditioneller bedient.

Pinguinzubehör · 17. September 2014, 21:59

IMO interessiert Leute eher wie flüssig die Bedienung einer DE ist. Ob eine DE 3 oder 5 Sekunden zum Laden braucht ist in Zeiten funktionierenden Suspends doch scheißegal. Fakt ist, KDE Plasma und in Teilen auch Gnome Shell (dank Extensions) bieten alles: vom globalen Menü bis zum Dock ist alles einstellbar. Beide DE laufen auch auf PCs der letzten mind 6 Jahre flüssiges.
Dass überhaupt irgendwelche obskuren Gnome Forks oder andere tote Projekte wie Xfce empfohlen werden, zeugt wie das Design von fehlender Kompetenz.

— SuperBB · 18. September 2014, 02:06

“3. Es können mehr Fragen mit „egal“ beantwortet werden als vorher, andere wurden mit zusätzlichen Antwortmöglichkeiten ergänzt.”

Wenn ein Nutzer bei einer Frage nichts (null) anklickt am besten auch als “egal” bewerten.

Graphisch schlage ich vor, das ganze kompakter zu machen, so das nicht soviel gescrollt werden muss.

Aufm Rechner hier würde der Druck 7 DIN A4 Seiten benötigen; Es passen nur zwei Fragen auf einmal in den Viewport. Das ganze mehr stauchen?

— · 19. September 2014, 01:50

Graphisch schlage ich vor, das ganze kompakter zu machen, so das nicht soviel gescrollt werden muss.
Guter Vorschlag, danke. Die Fragen stehen jetzt alle in einer Reihe, statt wie vorher zweireihig, und die Schrift ist etwas kleiner. Das macht alles etwas übersichtlicher – und der Scrollbalken dürfte sich damit nun halbiert haben.

Pinguinzubehör · 19. September 2014, 07:15

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