Blattkritik: Das neue "Pro-Linux"

3. Januar 2010

Die für viele Linuxbegeisterte – neben distributionsspezifischen Portalen und Foren – regelmäßige Anlaufstelle im Netz hat sich in der Nacht vom 2. zum 3. Januar (genauer: nach knapp 5-jähriger Entwicklungszeit) in eine Portalseite verwandelt: Pro-Linux.de hat sich einen grunderneuerten Auftritt gegönnt.


altes Pro-Linux 2009

Man hat sich ein neues, abstraktes Logo inklusive Favicon verpasst (statt die Buchstaben PL in blauem Kreis nun ein stilisiertes L im durch Quadrat vervollständigten Quadrat) und setzt nun auf einem neuen, selbstentwickelten CMS auf. Doch die auffälligste Neuerung ist zunächst das neue Design samt Layout.


neues Pro-Linux 2010

Im Vergleich zur vorherigen Version eine beeindruckende Entwicklung, doch der Wiedererkennungswert ist erstmal weg (und mit ihm auch der alte Charme der 90er Jahre, z.B. die simplen kleinen verlinkten Bildchen als “Weiter-Link”). Pro-Linux unterschiedet sich in seinem neuen Auftritt nicht mehr sehr von vielen anderen Portalseiten.
Im Vergleich zur alten Seite sieht man nun eine eher kahle, klinisch wirkende, textbetonende und weitgehend von Farbe befreite Seite. Hoffentlich alles nur eine Frage der Gewöhnung.

Die Stärke von Pro-Linux, die Linuxmeldungen samt Kommentarbereich, sind zum größten Teil von der Startseite verschwunden, die Hauptseite enthält nur noch 2 Anreißer, dazu die ganzen typisch aufgepimpten Communityfunktionen wie Artikelhitliste, Benutzerbereich, Umfragebox etc. Auch die Einblendung von Werbung hat zugenommen. Die eigentlichen Nachrichten hat man auf eine Unterseite verbannt, diese Ansicht wird jedoch nun zerrissen von Werbefeldern und künstlich getrennt durch mehrere Rahmen. In Zeiten des RSS-Lesens könnte das sowieso egal sein, doch Pro-Linux bietet im Feed keinen Volltext an.


neue Nachrichtenansicht

Auch bei den Kommentaren hat man sich dem Zeitgeist angepasst: eine Kommentar-Bewertungsfunktion befriedigt nun Spieltrieb und Geltungsdrang von unausgelasteten Lesern, im Gegenzug trennt man die (subjektiv in den letzten Jahren oft immer kindischer und pöbelnder gewordenen) Kommentare vom eigentlichen Text und blendet standardmäßig nur noch die neuesten Anmerkungen als Anreißer ein.

Fazit: Eine echte Umgewöhnung für Stammleser und gleichsam eine interessante Verwandlung hin zu einem professionelleren, elganten und modernen Erscheinungsbild. Glückwunsch an Mirko Lindner und Hans-Joachim Baader!


aus der Kategorie: / Tratsch /

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Kommentare

“Im Vergleich zur alten Seite sieht man nun eine eher kahle, klinisch wirkende, textbetonende und weitgehend von Farbe befreite Seite. Hofentlich alles nur eine Frage der Gewöhnung.”

So wirkt es auf mich auch. Ich denke aber nicht, dass man sich nur daran gewöhnen muss. Naja, mit der Zeit sollen schließlich andere Themes zur Verfügung stehen, es wird sich zeigen, ob da schöneres bei ist.

— · 3. Januar 2010, 10:19

Die gröbsten Usability-Bugs bleiben aber erhalten. So ist der Weiterlesen-Link willkürlich in den Text gepflanzt und nach einem Klick darauf, darf man sich erst mal auf die Suche machen, wo man gerade war. Sowas geht auch besser.

Die rechte Spalte mit den Top-News wirkt auch etwas gequetscht. Insgesamt ist es aber aufgeräumter als vorher.

Im Text ist übrigens nicht ein Link auf Pro-Linux.de. Ist das Absicht? ;)

— Lorag · 3. Januar 2010, 12:17

Was mir beim schnellen anschauen der Website aufgefallen ist, das Forum von Pro-linux ist noch im alten Design.

lg
think123

think123 · 3. Januar 2010, 13:04

Also ich bin im Moment auch noch nicht so richtig angetan von dem neuen Design. Ich fand das alte irgendwie übersichtlicher. Mal schauen, wie es nach einer Ein-/Umgewöhnungszeit aussieht.

mfg Micha

— Micha · 3. Januar 2010, 19:31

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