Opera für Linux steht in den Startlöchern

24. Juni 2014

Die Überraschung ist Opera gelungen. Nachdem es über ein Jahr lang keine neue Version für Linux mehr gab, nur die veraltende Version 12 auf Presto-Basis weitergenutzt werden konnte, gibt es Chrome im Opera-Gewand bald auch für Linux.

Trotz anderslautender Beteuerungen einiger Operamitarbeiter hat die Linuxgemeinde nicht mehr wirklich daran geglaubt, doch Opera für Linux ist auf dem Weg. Noch gibt es das neue Opera offiziell nur als Vorschauversion in einem 64-Bit-Paket für Ubuntu. Doch wenn Opera 24 demnächst erscheint, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach auch wieder für alle Linuxdistributionen verfügbar sein.


Noch lädt der Opera-Download-Button die alten 12er-Versionen für Linux

Die einstigen Opera-Fans wird man damit jedoch nicht mehr erreichen, diese haben sich mittlerweile längst etwas Neues gesucht, haben Firefox über Erweiterungen mit operaähnlichen Funktionen ausgestattet, sind zu Seamonkey gewechselt oder haben sich den Otter-Browser schon einmal näher angeschaut.

Spekuliert werden darf darüber, inwieweit die Ankündigung des Otter-Browser-Projekts, einen Opera-Ersatz für Linux bereitstellen zu wollen, der die von Opera 12 gewohnten Funktionen nachprogrammiert, zu der Entscheidung beigetragen hat, Opera wieder für Linux herauszubringen. Wahrscheinlich überhaupt nicht, denn die Richtung von Opera ist längst eine andere. Opera hat in den letzten Jahren einen Richtungswechsel vollzogen, vom innovativen Spezialisten zum Anbieter von Mainstreamprodukten. Der frühere Ansatz, einen sowohl für Anfänger als auch erfahrene Anwender gleichermaßen attraktiven Browser bereitzustellen, ist beim aktuellen Opera nicht einmal mehr im Ansatz zu erkennen.

Unter Linux fängt der neue Opera zudem praktisch wieder bei Null an. Es gibt z.B. – wie auch in der Mac- und Windowsversion – noch immer keine klassischen Lesezeichen, die Seitenleisten fehlen und es gibt keine Integration in die verschiedenen Desktops. Momentan sieht der Linux-Opera überall wie für Ubuntu gemacht aus. Das dürfte sich in Zukunft höchstwahrscheinlich noch ändern, doch momentan sollte man die Vorschauversion besser nicht unter KDE laufen lassen.

Doch bereits jetzt ist absehbar: Operanutzer, die den Funktionsumfang der 12er-Serie schätzen, sollten sich trotzdem nach etwas anderem umsehen und nicht auf baldige Nachrüstung fehlender Funktionen hoffen. Für alle Webkit/Blink-Fans wird es dagegen in Zukunft unter Linux eine weitere Auswahlmöglichkeit im Browserangebot geben.


aus der Kategorie: / Tratsch / Browser

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Kommentare

Wann wird die stabile Vollversion Opera 24 verfügbar sein mit Ubuntu 10.14 im Okt 2014 und wird es den PDF-Betrachter der bei Sören-Hentzschel.at angekündigt wurde mit dabei sein, und wie sieht mit Addons aus und about: das in der Adressleiste eingeben..?

— Ralle · 24. Juni 2014, 07:10

@Pinguinzubehör
Um welche Opera-Version handelt sich die Vorabversion die im Paketmanager von Ubuntu 64bit gibt handelt sich das um O. 24 Betaversion und welchem Ubuntu gibts das Ubuntu 14.04 oder Ubuntu 14.19? Jetzt kann sich O das leisten mit Chromium!

Ralle · 24. Juni 2014, 07:25

Jetzt wo der Hersteller von Opera Googgle 2 mal an Bord hat und nicht nur die Googlesuchleiste wo Google etliche Millionen einspült..
jetzt auch mit Chromium-Unterbau kann sich O auch Linux leisten weil Linux zahlt nicht soviel als Mac und Win habe Link..

Ralle · 24. Juni 2014, 07:37

Hier habe ich erstmal 2 Links:

www.soeren-hentzschel.at/mozilla/2014/05/08/opera-moechte-mozillas-pdf-betrachter-integrieren/

Und:

www.pro-linux.de/news/1/21213/opera-developer-24-fuer-linux-freigegeben.html

Gibt es inten.PDF-Leser für Linux?

Ralle · 24. Juni 2014, 08:04

Diese Umdesignerei wie ASA mit Opera und Mozilla mit Firefox macht gibts nicht mal bei Open Office, Libre Office und Star Office zumindest ab der OO-2.00-Version man mußte sich im Design und Layout nicht umgewöhnen, Wikipedia ist sich auch treu geblieben!

— Ralle · 24. Juni 2014, 08:20

Und der Browser Otter wird es auf dem Linuxmarkt schwer haben der polnische Hersteller hat nicht soviel Kohle und Erfahrungen um ein altes Opera nachzueifern dazu brauchen sie Quelltexte von ASA die gibt Opera nur gegen Cash raus und wahrscheinlicher teue

— Ralle · 24. Juni 2014, 08:53

@Pinguinzubehör
Das Otterprojekt wird es schwer haben in der Linuxwelt, nicht weil viele Opera den Rücken gekehrt haben, auch jener polnischer Hersteller kann Otter schlecht vermarkten da müßte Werbung wie bei den großen Browserkonzernen gemacht werden..!

— Ralle · 24. Juni 2014, 12:00

Opera lässt sich nur mit Root-Rechten öffnen, sonst kommt ein Segfault. Das Ambiance-Theme ist hardgecodet (!), sieht also auch unter Arch, etc. wie unter Unity aus. Nicht zu vergessen ist auch, dass man das Browser-Fenster nicht per Maus vergrößern kann, da ja die Fensterdeko, etc. alles hardgecodet von Opera ist…
Gesehen, gelacht, gelöscht….

Andreas · 24. Juni 2014, 13:59

Werden diese Kommentare noch kommentiert oder gibts bald ein neuen Artikel Thunderbird wäre nicht schlecht, frage was ist eigentlich aus Opera-Mail geworden? Aber andererseits trenn ich @ und Browser wegen Datensicherheit ich weiß nicht wenn ich googel…

— Ralle · 24. Juni 2014, 14:45

Man man Ralle…

1. Kommentar: Es wird (aller Voraussicht nach) nur Ubuntu 14.10 geben und es gibt keinen Grund, dass der PDF-Betrachter und Addons (da diese jeweils nur auf Javascript basieren) nicht Teil der Linux-Version von Opera werden.

2. Kommentar: Im Paketmanager von Ubuntu dürfte die Vorabversion noch nicht gelandet sein. Wenn du aber auf den Link im Artikel klicken würdest siehst du dort, dass man eine .deb-Paketdatei mit Opera 24 runterladen kann. Ubuntu 14.19 wird es auch nicht geben. Opera 24 soll unter Ubuntu 14.04 laufen und kommt auch mit Flash-Unterstützung.

3. Kommentar: Was zur Hölle…

— · 24. Juni 2014, 20:16

@Andreas
Hi Andreas, handelt sich das Opera das gerootet werden muß um ein Linux-Opera der 12.x-Version und 2. Frage mußteste Opera dafür rooten oder mußteste Linux für Opera freischalten für jetzige Opera 12.x Version oder meinsteste Windows-Opera 24?

— Ralle · 25. Juni 2014, 17:21

Hey Namenlos, auf den Download-Button kannste nicht Opera 24 für Linux runterladen, siehe oben Artikel sondern noch wie im August 2013 immer noch Opera 12.x für Linux runterladen und Ubuntu 14.19 sollte eigentlich 14.10 heißen für die Oktoberversion v Ubu

— Ralle · 25. Juni 2014, 17:34

MR Namenlos ich habe garnicht gewußt das du unter dem Wort deb.Datei ein Link über Opera 24 versteckt hast magste uns veraten wie du es gemacht hast und übern PDF-Betrachter kann man streiten ob man ihn braucht oder nicht schlanker ist Opera auch ohne ihn

— Ralle · 25. Juni 2014, 22:23

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