Keine Kröte zu schlucken – ein schneller Blick auf Open Suse 12.3

19. März 2013

Ubuntu sammelt derzeit nicht gerade Sympathiepunkte und ließ Anwender und Entwickler im Ungewissen, wie es in Zukunft genau weitergehen wird. Willkommener Anlass, weiter über den Tellerrand zu schauen, welche Distribution Ubuntu das Wasser reichen könnte. Fedora ist derzeit nicht wirklich zumutbar – schauen wir also weiter, was die Linuxlandschaft noch so bietet. Zum Beispiel Open Suse. Die grüne Distribution ist gerade erst in einer neuen Version, 12.3, erschienen. Ein kleiner Blick darauf, wie sich Open Suse im Vergleich zu Ubuntu schlägt.

Traditionell war Suse einmal eine der einsteigerfreundlichsten Linuxdistributionen – lange Zeit, bevor an Ubuntu überhaupt zu denken war. Wer sich vor 10 Jahren für Linux interessierte, der stolperte fast zwangsläufig über Suse, denn diese Distri hatte neben Mandrake (das spätere Mandriva, jetzt in Mageia weiterlebend) die anwenderfreundlichste Installationsroutine, die zu haben war. Mit YaST hatte Suse ein Alleinstellungsmerkmal, das auch den Durchschnittsnutzer Linux installieren und konfigurieren ließ, trieb fortgeschrittene Anwender jedoch in die Verzweiflung, weil die Automatismen manuell vorgenommene Änderungen teils wieder überschrieben. Schnee von gestern.


Das neue Open Suse mit Standarddesktop KDE

Die YaST-Besonderheit hat sich jedoch bis heute gehalten, das Setup-Tool von Suse durchzieht die komplette Distribution wie ein grüner Faden und ist herausstechendes Merkmal von Suse. Was bei der erstmaligen Installation weiterhin super ist (sich von den Installern der anderen Distributionen aber kaum mehr unterscheidet, die allesamt aufgeholt haben), nervt im laufenden Betrieb bisweilen etwas: ändert man irgendeine Systemeinstellung, dann rattert erst einmal YaST los und schreibt graphisch die Systemdateien neu.

Die neue Suse

Bei der Oberfläche setzt Suse traditionell auf KDE. Für Viele gilt Suse als die KDE-Distribution schlechthin. Auch Gnome wird gleichberechtigt angeboten, KDE ist jedoch vorausgewählt und man wird das Gefühl nie los, dass KDE gemeinhin bei Suse immer ein bisschen runder läuft. XFCE & Co lassen sich selbstverständlich auch immer (nach-)installieren und sind ebenfalls im Suse-typischen Stil vorkonfiguriert.


Das Maskottchen taucht mal wieder prominent im Hintergrundbild auf

Bei der Optik versucht sich Suse 12.3 diesmal am Art-déco-Stil im Zusammenspiel mit dunklen, gedeckten Farben. Das ist mutig, nicht jedermanns Sache, aber sieht sehr edel und schick aus. Bei KDE sind die Farben im Suse-Stil angepasst, ansonsten hat man nicht viel modifiziert, man bekommt Standard-KDE.

Die (Nach-)Installation und Verwaltung von Software funktioniert ähnlich wie mit Synaptic. Wer den aktuellen Debian- und ehemaligen Ubuntu-Standardweg schätzt, wird sich hier gleich wie zu Hause fühlen. Die graphische Paketverwaltung ist nicht so spartanisch wie bei Fedora, sondern funktional und dabei doch übersichtlich wie Synaptic. Auf ein „Software-Center“ verzichtet Open Suse, mit Zypper steht für das Terminal ein Äquivalent zu apt-get bereit.


Paketverwaltung mit YaST

Paketgruppen sind bei Suse jedoch leicht anders benannt, wo man z.B. bei Ubuntu XFCE mit xfce4-desktop bzw. xubuntu-desktop nachinstallieren kann, muss man bei Open Suse nach patterns-opensuse-xfce Ausschau halten. Ähnlich verhält es sich mit anderen Paketen. Das Einbinden von Drittanbieterquellen gelingt mit Yast ebenso einfach wie mit den Ubuntu-Werkzeugen – oder man klickt einfach im Browser auf einen Installationslink. Als RPM-basierte Distribution hat Open Suse zwar mit Debian-Paketen nichts am Hut, aber die Bedienung ist in etwa dieselbe. Dasselbe in Grün, sozusagen.

Abseits von KDE

Bei der Feinabstimmung patzt Suse dann etwas: Während sich GTK-Anwendungen gut in den KDE-Desktop einpassen, ist das umgekehrt nicht der Fall. Startet man etwa unter XFCE KDE-Anwendungen, dann erscheinen sie zwar nicht im KDE-Oxygen-Stil, allerdings im Clearlooks-Design, das jedoch auch nicht zum voreingestellten Adwaita-Theme in XFCE passt – weder farblich noch gestalterisch. Wer ein einheitliches Erscheinungsbild beider Welten möchte, muss es sich bei Open Suse selbst zurechtbasteln, wenn er nicht mit KDE arbeitet.


XFCE-Desktop unter Open Suse


Gemischtwarenladen: KDE-Anwendungen bleiben grau

Doch insgesamt ergibt sich das Bild einer runden Angelegenheit ohne Überraschungen, zumindest wenn man den Standarddesktop wählt und die richtige Hardware hat. Open Suse bleibt sich selbst treu und bietet eine gute Lösung sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene, die es gerne bequem mögen.

Die „Hipness“ eines Ubuntu erreicht Suse irgendwie nicht, dafür biedert sich die Distribution auch nicht bei Apple an. Schließlich hat das grüne Chamäleon auch seinen eigenen Charme. Eigentlich sind Chamäleons ja für ihre Wandlungsfähigkeit bekannt – doch bei Open Suse ist man vor Überraschungen eher sicher. Der nichtkommerzielle Touch, der nüchterne Stil, der zur freien Software doch irgendwie dazugehört, wird weiterhin gepflegt. Mit Shopping-Linsen, Cloud-Dienste- und Shop-Integrationen oder anderem wird man hier nicht konfrontiert. Fast schon langweilig.


aus der Kategorie: / Tests / Distributionen

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Kommentare

Was SuSE betrifft: Natürlich steht KDE dort an erster Stelle, viele Feder führende KDE-Entwickler stehen in Lohn und Brot bei SuSE (oder andersrum?).

Ich hatte damals, Ende der 1990er Jahre, SuSE 6.0 als erstes “richtiges Desktoplinux” kurz ausprobiert, noch mit KDE 1.0 und dem damals noch erfreulich unaufdringlichen YaST 1. YaST2 ist eine Zumutung und einer der Gründe, wieso ich openSUSE eher skeptisch gegenüberstehe.

Ich kann nicht verstehen, warum das von Grund auf kaputte Ubuntu damals SuSE überholt hat; ich kann aber verstehen, wenn jemand openSUSE zu nervig findet. Es ist einfach nicht zurückhaltend genug.

Einsteigerfreundliche Linuxdistributionen mit einem benutzbaren Installationssystem sind heutzutage ja auch keine Mangelware mehr. Selbst Gentoo hat einige Derivate, mit denen man als Neuling arbeiten kann. Ob man das tun sollte, ist eine andere Frage.

Mageia ist recht hübsch, wenn’s denn unbedingt Linux sein muss und die erwähnten Macken von Fedora zu schwerwiegend sind. Ich bleib’ bei BSD.

tux. · 20. März 2013, 00:40

Danke für den Bericht. Ich hab damals auch mit Suse 6.0 experimentiert. Habe dann aber mangels Hardwareunterstützung aufgegeben.
Aber schön wenn man lesen kann, was daraus geworden ist. :-)

Andi · 20. März 2013, 06:35

Dann bin ich der Dritte hier, der mit der 6.0 angefangen wollte, es aber damals aufgegeben hatte ;)
Vielen Dank für diesen schönen Überblick. Eine Frage: Wie sieht es mit Gnome 3 aus? Ist die Integration ok? Ich selbst habe mich nun endlich mit dem aktuellen Ubuntu, aber mit Gnome 3 angefreundet. Bei Michael Kofler las ich aktuell, dass die Einstellmöglichkeiten bei Gnome 3 unter openSUSE arg kastriert wurden, schon beim Einstellen des Hintergrundbildes. Bei Ubuntu kann ich das beschriebene Verhalten nicht bestätigen, da funktioniert alles wie es soll.

Leider habe ich wenig Lust, weiterhin Versuchskaninchen für Canonical zu spielen, wenn zukünftig mit MIR experimentiert wird. Suche deshalb eine Alternative Distri mit Gnome 3.

Vielen Dank,
Turicon

Turicon · 20. März 2013, 07:57

Der Nachteil gegenüber Ubuntu ist allein schon, das man sich um seine proprietären Treiber, egal welcher Art, selbst kümmern muss. Und je nach Hardware, werden allein schon propr. Grafiktreiber bei openSUSE gebraucht. Besonders dumm, wenn der freie Treiber bei der Installation schon nicht richtig funktioniert und nach dem Reboot man vor einer schwarzen Bildschirm hockt und dann in der Text-Konsole herum hacken muss um an einen Grafiktreiber zu kommen. Dazu kommt, das man mit IDE Platten in der Kiste auf der schon eine openSUSE liegt, über selbige nicht drüber installieren kann weil dies ein alter, aber nicht gefixter Bug verhindert. Hier kann man sich nur mit Gparted behelfen und die Platte vorher leer machen.

Weiterhin ist bei openSUSE zu merken, das es an Maintainern der haufenweise vorhandenen Pakete mächtig, mächtig fehlt. Egal ob beim Packman-Team, was einst mal aus vielen Leuten bestand und aktuell wohl nur noch 3 (?) Leute sich um “alles” kümmern, sieht es bei KDE Team oder Build-Service auch nicht besser aus. Man erinnere sich nur an 12.1 die aus genannten Gründen verschoben werden musste, hat sich an dieser Situation selbst nicht viel geändert.

SuSE und später bis openSUSE 11.0 war noch gut, aber dann ließ es nach. Leider muss man sagen, denn die Nürnberger waren, vor allem im deutschsprachigen Raum, echt mal die besten. ;-)

— Ex-Gekko · 20. März 2013, 08:00

denn diese Distri hatte neben Mandrake (das spätere Mandriva, jetzt in Mageia weiterlebend)

Ganz tot ist Mandriva noch nicht. Es wird, zumindest laut Planung, ja die Community-Version Moondrake geben.

Ansonsten schöner Artikel. Hast du eventuell Fortsetzungen z. B. mit Mageia geplant?

Anaximander · 20. März 2013, 09:13

“und schreibt graphisch die Systemdateien neu” … was meinst du mit “graphisch”?

Mit diesem selbständigen Neuschreiben der Config Dateien hat sich Suse bei mir ins Abseits gestellt.

Weiterer Punkt der gegen Suse spricht ist der Deal mit MS: http://linux.slashdot.org/story/11/07/25/1854205/microsoft-extending-linux-patent-deal-with-suse

Den dritten Punkt hat Ex-Gekko schon angesprochen: die Hardware Unterstützung lässt etwas zu wünschen übrig. Das halte ich mit für den schlimmsten Punkt, was will der einfache Anwender wenn seine Hardware nicht völlig und einfach eingebunden wird?

— Partygast · 20. März 2013, 11:05

Danke für den Überblick. Vielleicht ist Opensuse ja doch mal wieder einen Blick wert.

Wollte in der Vergangenheit nie so ganz rund laufen bei mir.

— freundhansen · 20. März 2013, 15:30

openSuse war damals bei meinem Windowsumstieg meine erste Distrubition die ich ausprobiert hatte und fand es an sich sehr ansprechend. Welche Version das war, weiß ich allerdings nicht mehr.

Inzwischen habe ich bei mir seit über einem Jahr Mint am laufen…überlege aber mir das neue Suse als Zweitsystem anzulegen.

Es ist mir zumindest sympathischer als Ubuntu mit dem unsäglichen Unity.

Fluxxi · 23. März 2013, 21:01

Ich habe SuSE gerade mit MATE am Laufen und bin eher recht enttäuscht. Mit der Installation hatte ich dagegen keinerlei Probleme. Jetzt wird meine FAT-Bunker-Partition nicht mehr automatisch als “Microsoft Windows” gemountet wie noch bei 12.2. Deshalb wird sie nach den Installation auch angezeigt. Man muß das nicht mehr im komplizierten Partitionierer des Installers zurechtbasteln. Erstaunlicherweise hat man nach der völligen Installation aller brauchbaren KDE-Pakete sowohl KDE4 als auch KDE3.5 zur Auswahl! Das gibt es bei keiner anderen Distro mehr, zumindest die ich kenne. MATE gibt es ziemlich “blank”, also mit weniger “App-Forks”, so daß man nicht so viel doppelt hat. Aber nun zu den Negativa: Nach jedem Reboot muß ich das Netzwerk händisch starten, und zwar mit doppelter Passwort-Eingabe. Ich weiß allerdings nicht, ob das nur bei DSL so ist. Ich habe kein GSM zum Testen. Mit der Druckererkennung hatte ich Probleme, obwohl es ein lausiger Brother HL-1450 ist. Und Simple CCSM will sich partout nicht starten lasssen. Ein CompizFusion Icon gibt es bei SuSE ja nicht. Ich kann also trotz installiertem Compiz keine Desktop-Effekte einschalten. Compiz ist ebenso wie bei Ubuntu Quantal auf die Hälfte abgespeckt worden, so daß der Verlust so gewaltig nicht mehr ist. Ich habe mit der Installation erst angefangen. Wer weiß, was es noch für Überraschungen geben wird. Ach ja, der Wetterbericht aktiviert sich nach dem Reboot auch nicht wieder. Ich müßte das Applet löschen und neu hinmachen. Bis jetzt macht diese SuSE bei mir einen Eindruck der Halbfertigkeit. Dafür funktioniert – anders als bei 12.2 – Alacarte wieder tadellos…

— Oscar alias xpenguin · 30. März 2013, 23:49

Fedora mag nicht empfehlenswert sein, aber man sollte dann mal einen Blick auf Kororaa werfen. Ich arbeite damit sei über einem Jahr und es hat bei mir Mint verdrängt.

KDE-Probleme wie mit Kubuntu und KDE Mint traten bei mir bisher nicht auf. Alles läuft rund.

— CoolHand · 28. April 2013, 12:32

Also ich bin zuerst eher gezwungenenermaßen auf 12.3 gelandet, seit mir Ubuntu mit 11.04 eine verschollene Partition und Kernelpanic bescherte ist auf meinr alten Mühle opensuse die Rettung gewesen, auch wenn das damalige 11.1. das ich noch ungenutzt im Fach liegen hatte, erstmal nicht tat, aktuell war gerade 11.3 erschienen, aber mit der alten CD und Yast, erreichte ich erstmal dass ich wenigstens wieder mein gutes altes XP nutzen konnte. Seitdem habe ich mich an diese Distri eher gehalten, suche jetzt jedoch eine stimmige Multiboot geschichte für meinen SeniorRechner aus 2004- mit Hardwarewechsek 2008, wobei sich immer wieder noch die Folgen des Kernelpanics zeigen. Es bootet kein Ubuntu, kein Mint, kein Knoppix obwohl der Fehler behoben scheint, ich aber RAM nicht vollständig bisher ersetzen konnte, kommt es immer wieder zu Problemen.
Aber openSuse läuft, wenn auch arsch lahm, aber superzuverlässig, und ich empfinde die Lösung
in XFCE durchaus nicht so wie du hier schreibst. Aber womöglich deswegen, weil ich mir in Punkto Geschmack nichts vorschreiben lasse, schon das gräßliche Braun oder jetzt Lila-orange bei Ubuntu war das erste was ich abgeschafft habe. so hqalte ich es auch bei Susi, schon in der Grundinstallation sind so nette Themen dabei, oder einfach nachzuladen, wie in einer Beziehung halt man muss die Wohnung selber einrichten um auf Dauer damit voran zu kommen.Seit ich auch rausgefunden habe, dass KDE neuerdings den Ressourcebedarf
drosselt wenn man es geschickt macht, weil ja Gnome3/MATE/Cinnamon auf beiden Rechnern, auch dem neuen nicht läuft, versuche ich mich zumindest stundenweise im KDE Modus.
Ohne Zweifel hat Yast seine Tücken, das habe ich erneut bitter zu spüren bekommen, als
ich mein gut+stabil laufendes 12.2. mit Updates versorgen wollte, just an der Schwelle als man 12.3 rausbrachte. Irgendwo hatte ich wohl was übersehen in der Vorankündigung wenn Apper und co starten. Und ich kriegte das 12.2 nicht wieder zugange, auch neuinstallieren ging schief, also blieb mir nur, 12.3. auszuprobieren- ich hoffe dass es mir auf dem neuen PC lange erhalten bleibt, neben “derzeit” Mint. Ich finde das meistens sinnvoll, wenn die Konfiguration neu geschrieben wird, das vermeidet auch viele Fehler, nur muss man aufpassen, und wenn man nicht gerade 100 Dinge ändert dauert das auch nicht so lange. Hingegen auf meiner alten Maschine, ist sie zwar ebenso elegant, die 12.3. Suse aber sehr langsam noch, aber ich habe sie erst frisch installiert, nacdem ich mit Zorin 6.1. und 6.2 nicht zu Potte komme (Grafikkartenprobleme). und mich da der enge Pfad zu Ubuntu zur Besorgnis treibt, denn sobald Ubuntu ins Spiel kommt, weil man eben bei
Derivaten nicht ganz auf die “Mutter” verzichten kann, fängt der Ärger an. Aber zum Glück findet man ja hier auch viele Möglichkeiten die man noch ausprobieren kann.
Leider ist ja Slitaz wohl zumindest für unsereins vom rechten Weg abgekommen und somit nicht mehr in meiner engeren Wahl- ich erwähne es nur, weil auch das verschlechtern einer Distribution ein Grund sein kann, sich doch wieder an einer besser unterstützte Version zu wagen. Und wenn ich aus “Not” zu Suse gegriffen habe, hat sie mich nie im stich gelassen.
Ansonsten mal noch meinen Dank für die vielen Infos und Einträge, Tests und Ratschläge. viele Grüße

— diotima · 10. Juni 2013, 08:23

Tja, habe gerade mal openSuse auf einem 08/15-Notebook Amilo Pro ausgetestet, um zu sehen, welche Alternativen es zu Ubuntu gibt. Gleich vorweg: Ich hasse KDE wie die Pest ins seiner ganzen Hässlichkeit genau wie ich Unity unter Ubuntu verabscheue. Und nein – die Susie ist nicht mal ansatzweise eine Alternative zu Ubuntu. Anscheinend haben die SuSE-Entwickler seit fast einem Jahrzehnt nichts dazu gelernt.

- Erster Bootvorgang in einer Endlosschleife. Erst durch Rausziehen des USB-Sticks zu beenden.
- immer noch Denglisch, toller Mischmasch aus deutsch- und englischsprachigen Texten. Wie damals halt.
- Standard-Font ist das hässlichste, was ich je gesehen habe. Unzumutbar. Augenkrebs fördernd.
- Der gesamte Klickibunti-Desktop ist so derart unangenehm, das man den Rechner am liebsten ganz schnell wieder ausschalten möchte
- immer noch sind alle (!) Shortcut-Biuchstaben unterstrichen und verpassen dem Gesamtbild ein sehr unruhiges Aussehen. Sehr unangenehm. Vieleicht mal bei Gnome abgucken, wie man es richtig macht.
- Energiesparmodus geht gar nicht. Egal welcher.
- bleibt sporadisch beim Bootvorgang hängen – keine Fehlermeldungen im Log …
-Bootvorgang bis zum fertigen Desktop WESENTLICH länger als unter (x)Ubuntu oder Mint.

und noch viele kleine Dinger mehr …

Fazit: Gut, das ich dem KDE-Zeug mit 4.x den Rücken gekehrt habe und zu Gnome gewechselt bin. Und neben Windows 7 auch wieder zu Ubuntu mit Gnome-Shell zurück. Ich kann verstehen, das so wenige Linuxer noch etwas mit SuSe und/oder KDE anfangen können.

— Normy · 16. Juni 2013, 15:45

@Normi:
Du solltest nicht unbedingt von deinem etwas aggressiven Geschmack auf den Anderer sachließen. Sicher hat auch Pseudo-GNOME seine Anhänger gefunden. Die sind mittlerweile aber in der Minderheit, anders als bei GNOME 2. Die Anderen haben jetzt MATÉ, Cinnamon & Co. als Oberfläche. Ich komme auch mit KDE nicht klar, äußere mich aber bestimmt nicht derart abfällig darüber. Wer es mag, der soll es nehmen. Die Macken, die ich mit SuSE 12.3 erlebt habe, sind an keinen der Desktops gebunden. KDE ist davon ebenso betroffen wie die anderen. Auch mit deiner “GNOME Shell” ist das nicht anders. Ich hoffe, daß das Team das erkennt und die nächste Release wieder funzt…

— Oscar alias xpenguin · 23. Juli 2013, 16:35

Den meisten Kommentaren dieser Seite kann ich nur zustimmen.Zwei Wochen habe ich versucht OpenSuse 12.3 zu installieren.Im Menü sind keine Einstellungen möglich, da die Bildauflösung nicht zu korrigieren geht.Ich habe mich mehrmals darüber geärgert dafür Geld ausgegeben zu haben. Um wieder Online zu sein habe ich das alte 11.1 installiert. Das 12.3 werde ich den Müll schmeissen. Für mich war das eine Lehre. Mit OpenSuse habe ich abgeschlossen. Viel Mist für treuer Geld,

— Peter Bonack · 27. Juli 2013, 01:12

@ Peter Bonack:
Wenn du unbedingt für ein OS Geld ausgeben willst, solltest du wohl besser was von Microsoft nehmen. Wer diese grünen Pappschachteln bei MediMaxx & Co. für einen halben Hunderter kauft, hat echt nichts besseres verdient als eine Schrott-Release zu bekommen. Ein ISO aus dem Netz zu laden ist nach wie vor kostenlos. Für wieviel Geld auch immer kriegt niemand eine bessere Installations-DVD

— Oscar alias xpenguin · 13. August 2013, 01:36

So, als Ergänzung zu meinem obersten Beitrag: Auch mit 20 zusätzlichen Repos fehlen jede Menge Abhängigkeiten. Am Schlimmsten ist das bei den Spielen. Etwa jedes dritte Spiel läßt sich nicht installieren, vor allem die großen, die ein wenig hermachen. Meist fehlt libpng16.so.16(64bit). Aber auch das ist dann nicht genug. Nachdem man sich den Allerwertesten aufgerissen, das Ding im Netz gefunden und dann installieren lassen hat, kriegt man die Spiele nicht, weil dann wieder ein Paket fehlt. Und danach möglicherweise noch eins und noch eins… Da kommt man sich veralbert vor. Wenn man die Dinger eh nicht installieren kann, sollte man sie besser garnicht auf den Repo packen! Bei anderen Distributoren kommt sowas auch mal vor, aber beiweitem nicht in diesem Ausmaß! Wäre es wirklich solch eine Schwerarbeit, diese kleinen Dinger mit draufzupacken? Oder steckt gar Absicht dahinter? So nach dem Motto “User veralbern”?… Aber auch bei den anderen Sachen fehlen etliche Abhängigkeiten, oder grafische Oberfläche und Data-Paket haben verschiedene Nummern und passen nicht zusammen. Da scheint das Bier besonders gut gemundet zu haben… Wie ich bereits oben schrieb, macht diese SuSE den Eindruck, als sei es eine Beta-Version.

— Oscar alias xpenguin · 14. August 2013, 01:26

Liebe Community!

Vielen Dank erst einmal an den Autor.
Als nächstes dann an alle Nörgler und Kritiker- es ist wie auch schon xpenguin sagt, man kriegt für kein Geld ein besseres OS.
Wer meint, das Chamäleon wäre nichts für ihn, der sollte sich ein Winzigweich 8.1 kaufen und sich mit Viren und Co. rumplagen oder sich einen Mäck Apfel zulegen, mit der dazugehörenden lebenslangen Abhängigkeit.
Danke an dieser Stelle an alle, die an der erfreulichen Erstellung eines aus meiner Sicht gelungenen Betriebssystems beteiligt waren und sind. Für meine Begriffe ist SuSe wieder das was es vor Jahren schon einmal war: das beste Linux am Markt. Rund und mit einer schier unendlichen Anpassbarkeit an die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben.
Diejenigen unter Euch, die hier nur am wettern sind und meinen wie schön doch Ubuntu und dessen Derivate seien, sind nach meiner Einschätzung die 0815 User, die nicht gewillt sind sich tiefergehend mit der Materie zu beschäftigen.
Und wenns mit der Zockerei nicht läuft, dann spiel doch auf`m Windog.
Schönen Gruß crackjackx

J.C.Sparrow · 25. Oktober 2013, 17:47

Das seh ich nicht so es sind keine nullacht15-User mach Vorschläge, Gebe lieber Tipps ohne Beleidigungen es ist eine Unsitte geworden jemanden degradieren der seine Meinung über Linux äußert wir leben in ein freies Land und jeder hat eh andere Interessen!

— Ralle · 8. November 2013, 01:01

Ich verstehe nicht das immer wieder auf Ubuntu rumgehackt wird und geschrieben wird das man nicht verstehn kann das so der Wortlaut so ein Schrottsystem Suse in die schranken weisen könnte diese Meinung teile ich nicht Soundjuicer war gut zum CD rippen

— Ralle · 10. November 2013, 02:50

Leute schaut euch Android an die Ko-Abhängigkeit bei jeden App runterladen muß man sich bei Google ein Google-Benutzerkonto einrichten mit Namen und Paßwort einrichten bevor man Programme dh Apps zum downloaden also Apps installieren geht dafür schnell

— Ralle · 10. November 2013, 03:37

Bis heute ist für mich vom Design Wikipedia von Jimmy Wales seinen Loyout treu geblieben ohne bunte Farben zu benutzen was oft in Softwarebereich und Betriebssystemen einem Aufgezwungen wird mit wenig pers. Einstellungen…!

— Ralle · 21. November 2013, 09:53

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