Nun also doch: Firefox wird zur Adware

22. August 2014

Bislang war der Mozilla-Browser nur so etwas wie „sponsored software“, nun jedoch werden Mozillas Pläne konkreter, wie man mit dem Browser Geld verdienen kann – außer mit dem Verkauf von Einträgen im Suchfeld. Die angezeigte persönliche Chronik in neuen Tabs könnte künftig zugunsten von Werbetreibenden manipuliert werden.

Firefox ist seit seiner ersten Veröffentlichung Freeware, die Monetarisierung spielte sich im Hintergrund ab. Bereits Anfang dieses Jahres war die Einführung von neuen Werbeformen angedacht gewesen, doch bislang wurden die „Directory Tiles“, wie die Werbeidee genannt wurde, nicht in die regulären Firefoxversionen integriert. Die ursprünglichen Pläne sahen vor, die bei neuen Installationen bislang leeren und noch nicht gefüllten Kacheln in einem neuen Tab mit Emblemen von Werbetreibenden zu füllen. Werbeflächen hätten die Firefoxnutzer also nur kurze Zeit nach der erstmaligen Installation des Browsers zu sehen bekommen, bis sich der Browserverlauf und damit auch die Schnellwahl-Kacheln mit Miniaturansichten der am häufigsten besuchten Seiten gefüllt hätten. Bereits bei Bekanntwerden dieser Pläne ging ein Raunen durch die Netzgemeinde. Letztlich wurde die dezente Werbeform, das Füllen der leeren Kacheln bei einem neuen Profil für neue Nutzer, aber noch nicht umgesetzt.


Werbekacheln in der Firefox-Entwicklerversion

Doch Mozilla entwickelte die Idee fort und geht nun sogar noch einen Schritt weiter. Im Gespräch mit cnet.com ließ Mozillas Vize-Marketingchef Darren Herman verlauten, dass das Konzept nun auf alle Nutzer umgelegt wird – und um die Komponente „Enhanced Tiles“ ergänzt. Nicht nur die leeren Kacheln bei einer frischen Browserinstallation sollen mit Anzeigen gefüllt werden, sondern auch bestehende, durch das Nutzerverhalten entstehende Kacheln der meistbesuchten Seiten. Die entsprechenden verkleinert dargestellten Seiten werden durch Werbeflächen relativ zur vormaligen Seite ersetzt, die die Kachel überlagern. Wer also z.B. bislang die verkleinerte Seite von Amazon sieht, wird künftig vielleicht ein dickes Amazon-Logo oder gar Produktbilder und andere Anzeigenformate im Browser entdecken können. Erst beim Überfahren mit der Maus sähe man wieder den Eintrag aus dem Browserverlauf.

Die neuen Werbeformen in Firefox seien eine Möglichkeit, Werbetreibenden behilflich zu sein, ihre Inhalte zu verbreiten, so Herman. Genauso gut könnte man auch sagen: Regen hilft, dass die Menschen nass werden. Worthülsen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Fokus vom Nutzer weiter wegbewegt und stattdessen die Werbewirtschaft hofiert wird, Firefox sich zum Reklameträger entwickelt – und die oft viel beschworene Nutzererfahrung abnimmt. Besonders dreist wird es dann, wenn es den Nutzern auch noch als Mehrwert verkauft wird.

Mozilla befindet sich damit auf einer schwierigen Gratwanderung. Mozilla versteht sich auch weiterhin als Community-Projekt, das wird in Fragen der Monetarisierung eines Produktes recht schnell zum Bumerang. Das Gefährliche an Community-Projekten ist, dass sich die Community schnell gegen das Projekt wendet, wenn es sich auf einmal wie ein ordinäres kommerzielles Programm gebärdet. Mozilla muss den Spagat schaffen, für eine Generierung von Geldmitteln zu sorgen, ohne dabei seine Nutzerschaft, die einen nichtkommerziellen Browser erwartet, zu verprellen.

Historische Parallelen

Mozilla könnte mit den neuen Plänen die Grenze jedoch überschreiten, die die Nutzer zu tolerieren bereit sind, denn es wird nicht nur dezente Werbung für den Nutzer sichtbar, womit sich vermutlich viele noch arrangieren könnten, wenn sie tatsächlich nur temporär beim Öffnen eines neuen Tabs erschiene, sondern sie ersetzt auch vorhandene persönliche Informationen. Wer als Kachel seine Anmeldemaske bei Ebay, Amazon oder seinem Mailanbieter erwartet, dort nun aber Werbung eingeblendet wird, könnte sich gelinde gesagt verschaukelt fühlen.

Ironischerweise beerbt Firefox damit nun den Opera-Browser, der in der kostenlosen Version einst standardmäßig Werbebanner mitten in der graphischen Oberfläche einblendete, um später in der „Schnellwahl“, dem Vorbild für die Firefox-Kacheln, ebenfalls gesponserte Seiten anzuzeigen. Firefox könnte zudem Gefahr laufen, in die Netscape-Falle zu geraten. Bevor Microsoft mit dem Internet Explorer herauskam, waren Browser generell kostenpflichtig, was sich heute kaum noch jemand vorstellen kann. Für Netscape, den Firefox-Vorläufer, wurde in den 90er Jahren gezahlt. Erst die Praxis, Browser zum essentiellen Teil des Betriebssystems werden zu lassen, beendete dieses direkte Geschäftsmodell, einfach die Nutzer zur Kasse zu bitten. Netscape wurde fortan ebenfalls kostenlos verteilt – und mit eingebauten kommerziellen Lesezeichen vertrieben. In diese Fußstapfen tritt nun Mozilla, um die Abhängigkeit von Google zu verringern. Der Haken daran: gegen ein komplett werbefreies Programm, das sich allein in den Dienst der Nutzer stellt, kann Firefox nicht gewinnen, als Adware hat Firefox einen sichtbaren Nachteil. Die betriebssystemeigenen Browser wie der Internet Explorer und Safari werden im Gegenzug gefühlt wieder zu den Guten – denn sie sind bereits mit dem Erwerb des Betriebssystems bezahlt und nicht angewiesen auf eine indirekte Finanzierung.

Alternative Google Chrome

Das Fatale dabei ist, dass Google es sich leisten kann, seinen eigenen Browser gratis unter die Leute zu bringen – als Werbeträger nur für die eigenen Dienste. Damit steckt Chrome zwar ebenfalls voller Werbung, die jedoch nicht als solche wahrgenommen wird, da Nutzer die meisten Google-Dienste sowieso aufrufen würden. Doch bei Firefox wird die Werbung wie unerwünschte Werbung wirken – und die Anwender womöglich noch weiter in die Arme des direkten Firefox-Konkurrenten Chrome treiben. Sogar die Alleinstellungsmerkmale gegenüber Opera nehmen dadurch ab. Drittwerbung in der geplanten Form wird für die Nutzerschaft jedenfalls kein Anreiz sein, der zum Verbleib bei Firefox animiert.

Alles halb so wild?

Zunächst wird die Funktion nur in den Vorschau- bzw. Entwicklerversionen von Firefox Einzug halten, die Werbung also nur in den Aurora- und Betaversionen erscheinen – zu Testzwecken. Und die Funktion ist abschaltbar, der Nutzer kann weiterhin wählen zwischen einer leeren Seite, dem ursprünglich angedachten Verhalten (nur leere Kacheln werden gefüllt) und dem neuen Verhalten (alle Nutzer bekommen unbeschränkt Anzeigen zu sehen). Etwas anderes wäre auch zu bitter für diejenigen, die freiwillig für Firefox spenden oder das Programm durch ihre Mitarbeit unterstützen.


Noch lassen sich die Werbekacheln deaktivieren

Die Werbung selbst lässt sich nicht abschalten, der Nutzer kann zunächst nur entscheiden, ob er Werbung anzeigen lässt oder auf die Kachelvorschaufunktion insgesamt verzichtet. Lediglich mit der mittleren Einstellung verschwindet die Werbung nach einiger Zeit, wenn sich der Browserverlauf gefüllt hat.

Dass die ursprünglichen Pläne trotz des Image-Debakels Anfang des Jahres weiter ausgebaut werden, deutet darauf hin, dass es Mozilla ernst ist mit der Umsetzung – und die Funktion auch in den späteren regulären Firefoxversionen enthalten sein wird. Je nachdem, wie die Nutzergemeinde auf die Änderungen reagiert, wird sich entscheiden, ob es in absehbarer Zeit auch Werbung in den Hauptversionen von Firefox geben wird.

Hardcore-Werbegegner haben noch genug Vorlaufzeit, sich einen neuen Browser zu suchen – oder sollten Firefox später nur noch offline nutzen. Dabei gibt es eine weniger kommerzielle Inkarnation von Firefox bereits jetzt: Seamonkey, eine Art Firefox mit traditioneller Oberfläche, zeigt generell keine Kacheln in neuen Tabs, sondern wie früher üblich nur eine leere, weiße Seite.


aus der Kategorie: / Tratsch / Browser

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Kommentare

Seamonkey.

Der einzige Weg dieser Google höriger Mozillabande zu entkommen!

Von wegen Abhängigkeit zu Google lösen.. Googledesign mit verringerter Anpassungsmöglichkeit, Google Style Suchleiste in den Neuen Tabs, Google Style Werbung nun auch nur mehr penetranter da offensichtlich…

Und Brendan Eich rausgemobbt mehr oder minder… Ich hab die Nase voll!

— LordVampire · 22. August 2014, 19:56

1. Mozilla Firefox ist keine Freeware, es ist OpenSource Software.
2. Mozilla bezahlt mit seinen 300 Millionen Euro Jahresumsatz hauptsächlich Entwickler damit Menschen wie du ein freies Internet genießen können dank HTML5 und vielen anderen sinnvollen Dingen.
3. Google ist das neue Microsoft, Chrome und Firefox haben zusammen ca. 50% Marktanteil den Google finanziell kontrolliert.

Und du regst dich über neue Kacheln auf? Wenn das Datenschutztechnisch richtig umgesetzt wird (Auslieferung über Mozilla CDN, kein Referer Header, lange Cache Expire) und Transparent angekündigt wird wer jetzt was für was gespendet/gekauft hat ist das kaum ein Problem sondern sorgt dafür das unser freies Web welches wir brauchen nicht mehr von nur einem Unternehmen kontrolliert wird.

Zusätzlich solltest du auch mal prüfen was Adware ist, steht glaube ich in der Wikipedia (die du auch kostenlos Nutzen kannst weil Tausende Menschen das Projekt finanzieren). Also Hand auf Herz, wie viel würdest du für Firefox bezahlen damit keine Werbung damit kommt? Und wie viele Menschen werden das bei einer solchen Software machen um auf 300 Millionen Euro pro Jahr zu kommen?

Zum Vergleich, Wikipedia bekommt lediglich einen 2 stelligen Millionenbetrag zusammen. Aber Hauptsache einen billigen Rant ins Internet geballert.

Stefan Betz · 22. August 2014, 20:53

Man könnte:

1. seinen eigenen Firefox kompilieren, der diese Einschränkungen nicht mitbringt,
2. einen Drittfirefox nehmen, wie es sie sicherlich bald zuhauf geben wird,
3. Erweiterungen wie New Tab King nutzen, die about:newtab anpassbar machen…

Alles besser als auf Chromescheißdreck zu setzen.

tux. · 22. August 2014, 20:59

Chrome ist ohnehin abzulehnen. Google ist die größte Gaunerbande ohnehin. Aber dicht gefolgt ist ihr Rockzipfel Mozilla.

Mozilla ist doch nur für Google das Open Source Aushängeschild dass sie so lang von innen raus zerstören bis sie sich alle Nutzer einverleibt haben. Siehe Chrome Umgestaltung des Fox.

Und nein, einen Fork zu betreiben ist zuviel Arbeit. Deswegen war und wird Seamonkey die einzige brauchbare Alternative zu Google und ihrem Schoßhund Mozilla bleiben.

— LordVampire · 22. August 2014, 21:21

1. Mozilla Firefox ist keine Freeware, es ist OpenSource Software.
Das schließt sich nicht aus (außer, man folgt oberflächlich der starren Definition der FSF). Aber selbst die FSF ist auf dem Standpunkt, dass Firefox keine freie Software im engeren Sinne ist.

2. Mozilla bezahlt mit seinen 300 Millionen Euro Jahresumsatz hauptsächlich Entwickler damit Menschen wie du ein freies Internet genießen können dank HTML5 und vielen anderen sinnvollen Dingen.
Das ist noch keine Begründung, Anwendern merkwürdige Werbeformen unterzujubeln.

Und du regst dich über neue Kacheln auf?
Nein, ich berichte, dass sich Firefox ein neues Geschäftsmodell erschließt, und welche Risiken das für Mozilla birgt. Die “drastisch gestiegene Popularität” von Ubuntu nach Einführung der Suchlinsen drängt sich geradezu als Vergleich auf.

Zusätzlich solltest du auch mal prüfen was Adware ist, steht glaube ich in der Wikipedia

Das habe ich witzigerweise sogar gemacht vor der Veröffentlichung, nur um sicherzugehen für den Fall, dass entsprechende Kommentare kommen. Zitat: “Es bezeichnet Software, die dem Benutzer zusätzlich zur eigentlichen Funktion Werbung zeigt” (http://de.wikipedia.org/wiki/Adware). Man darf die Dinge auch ruhig mal beim Namen nennen.

Pinguinzubehör · 22. August 2014, 21:59

Der Autor hat schon recht.
Mozilla geht den Ubuntu-Weg.
Und noch was:
Im Ubuntuplaneten und dem OSBN-Feed gibt es eh schon zu viele Mozilla-Jubel-Perser-Infos mit beachtlichem Ausstoß ohne den Ansatz von Kritik. Da frage ich mich, ob nicht so mancher Dollar (de rzur Verbesserung angeblich beiträgt) nur in PR geht, mit der wir zu-ge-PRt werden.

— bett-A-Tester · 23. August 2014, 09:54

Hallo zusammen,

ja Werbung ist manchmal ärgerlich. Aber auch Mozilla muss Rechnungen bezahlen. Die abhängigkeit von Google ist ja auch nicht klein. Dies könnte helfen das zu ändern.

solange Firefox das ganze OpenSource lässt, und solange sie für die offenheit des Internets kämpft finde ich sollte man sich nich zu sehr besorgen.

Hey es ist immernoch openSource! man kann forken, oder einen Fork benutzen.

Ich finde Firefox ein sehr guten Browser. Wenn das der Preis ist ihn zu erhalten, so werd ich damit leben müssen, und werde es auch tun.

— ich · 23. August 2014, 11:04

Naja, das ist ein schwieriges Thema.

Ich finde es gut, dass Mozilla versucht, sich den Fängen von Google (als Hauptgeldgeber) zu entziehen, aber die Frage, wie man mit einem Browser an sich Geld verdienen kann, ist kompliziert.

Ich bin nicht grundlegend gegen diese “Idee” von Mozilla, aber dann muss auch sichergestellt sein, dass wirklich keine Daten übertragen werden und die Werbeanzeigen nicht direkt von den Werbenden kommen sondern über einen Server, den Mozilla bzw. die Community kontrolliert.

Darüber hinaus nutze ich schon seit Ewigkeiten das Addon “Speed Dial” und bekomme die Standardmäßig angezeigte Seite in neuen Tabs nicht zu sehen. Daher muss auch sichergestellt sein, dass solche Addons auch in Zukunft funktionieren. Aber unter bestimmten Umständen (siehe vorherigen Absatz), wäre ich auch bereit, in solchen Addons die die Standard Startseite ersetzen, DEZENTE Werbung zu akzeptieren.

Ich bin gerne behilflich dabei, damit Firefox auch in Zukunft frei von kommerziellen Interessen bleibt.

So und jetzt werde ich erst mal Spenden. Natürlich an Mozilla. ;-)

— kar · 23. August 2014, 11:09

  • SeaMonkey ist ein Produkt von Mozilla
  • Pinguinzubehörs Begründung, warum Firefox mit der kommenden Änderung Adware sei, ist völlig falsch. Denn Firefox ist demnach schon jetzt mit der Google-Suche Adware.

Sowohl der OP als auch LordVampire sind massiv von FLOSS == kostenlos und rein geblendet.

Spende der Mozilla Foundation ein wenig Geld, und dann würde überhaupt nicht zur Debatte stehen, dass Werbung in den FF kommt. Aber nein, es ist freie Software, somit muss die in der *Frei*zeit der Entwickler entstanden sein – oder wie darf die Argumentation verstanden werden?

— Martin · 23. August 2014, 12:05

Werbung magst du nicht, Abhängigkeit von Google durch Verkauf als Standardsuche magst du nicht. Ok, nur wie soll sich Mozilla deiner Meinung nach finanzieren?

— · 23. August 2014, 12:31

SeaMonkey ist ein Produkt von Mozilla
Das ist nicht ganz richtig. Seamonkey ist kein Mozillaprojekt (das war der Vorgänger “Mozilla Suite”), Seamonkey nutzt lediglich die Infrastruktur von Mozilla weiter und bedient sich teils deren Ressourcen. Im Grunde ist Seamonkey ein permanenter Fork von Firefox und Thunderbird, der immer wieder neu auf den Firefox-Unterbau aufsetzt, formal aber unabhängig ist von der Mozilla Corporation/Foundation.

Firefox ist demnach schon jetzt mit der Google-Suche Adware

Könnte man evtl. so sehen, wenn man eine sehr strenge Definition anlegt und die schon jetzt in Firefox vorhandenen Google-Logos/Schriftzüge (im Suchfeld oder auf der Tab-Seite) als Werbung gelten lässt. Diese haben aktuell aber primär eher hinweisenden Charakter. Da sie mit einer Programmfunktion verknüpft sind, würde ich sie persönlich nicht als zusätzliche Werbung (die übliche Adware-Definition) ansehen.

Pinguinzubehör · 23. August 2014, 12:43

Werbung magst du nicht, Abhängigkeit von Google durch Verkauf als Standardsuche magst du nicht. Ok, nur wie soll sich Mozilla deiner Meinung nach finanzieren?

Auf wen bezog sich das? Mozilla soll ruhig Werbung einblenden und Suchfeldplatzierungen verkaufen, gar kein Problem. Kritisch zu sehen ist allein die Form der geplanten Werbung – personalisiert und manipulierend.

Pinguinzubehör · 23. August 2014, 13:03

Im Zweifel, Firefox ist OpenSource, d.h. irgendjemand den diese Funktion nicht passt kann es forken und evtl. deaktivieren und diese dann zu Verfügung stellen.

— · 23. August 2014, 13:57

“Mozilla soll ruhig Werbung einblenden und Suchfeldplatzierungen verkaufen, gar kein Problem. Kritisch zu sehen ist allein die Form der geplanten Werbung – personalisiert und manipulierend.”

Ok, wie/wo sollte denn deiner Meinung nach die Werbung plaziert werden?

“Manipulierend” ist so ein schönes Schlagwort(*) über das ich immer stolpere. Was versehst du in Bezug auf Werbung darunter?

(*) Oft bemerke ich eine eigenartige Definition vom “manipuliernd”, in dem Sinne: Entspricht meiner Meinung => Information, widerspricht meiner Meinung => Manipulation.

— · 23. August 2014, 14:26

wie/wo sollte denn deiner Meinung nach die Werbung plaziert werden?
Wie wär’s mit neben oder unter den Vorschaubildern?

“Manipulierend” ist so ein schönes Schlagwort(*) über das ich immer stolpere. Was versehst du in Bezug auf Werbung darunter?
Ich verwende es hier im technischen Sinne. Die Werbung legt sich über ein bereits vorhandenes Vorschaubild des Browserverlaufs. Die Werbung erscheint an derselben Stelle der verkleinerten Vorschau-Webseitenbilder, sie ersetzt Informationen der Browserverlaufsfunktion. Die Werbeform manipuliert also die reguläre Ansicht, um Werbung einzublenden.

Dass die Werbung dadurch dem Nutzer auch noch möglichst unauffällig untergeschoben wird, steht noch mal auf einem ganz anderen Blatt.

Pinguinzubehör · 23. August 2014, 17:54

Klar: Streng genommen war Firefox schon immer Ad-Ware, weil er die Google-Suchmaschine über andere bevorzugte. Aber: Erstens ist Google die Suchmaschine, die wahrscheinlich eh die meisten Anwender eingestellt hätten, würde FF beim ersten Start fragen, welchen Standard man haben will und zweitens lässt sich FF mit eine handvoll Klicks googlefrei gestalten (ein Grund, warum ich den Browser nutze^^). Bei den Werbekacheln ist das anders!

Ich persönlich halte Werbung für sehr problematisch und versuche, werbefinanzierte Dienste zu meiden (und/oder einen Werbeblocker zu verwenden). Und ehrlich gesagt lässt sich ein Browser, der einzelnen Firmen für Geld die Möglichkeit einräumt, auf der :newtab-Seite mehr Aufmerksamkeit zu erheischen oder besser dazustehen nicht mit meiner Vorstellung von einem guten Umgang im Netz vereinbaren. Für mich sind die Parallelen zur Netzneutralitätsdebatte (in der Mozilla mit viel Verve die andere Seite einnimmt) nicht übersehen…

Trotzdem hat Mozilla ja nun Kosten, und viele Nutzer einen Vorteil davon, dass es Mozilla gibt. Wäre wohl mal Zeit, eine solide Spendenkampagne zu starten, oder?

Philipp · 23. August 2014, 23:42

Das schließt sich nicht aus (außer, man folgt oberflächlich der starren Definition der FSF). Aber selbst die FSF ist auf dem Standpunkt, dass Firefox keine freie Software im engeren Sinne ist.

Wer (den eigenen Link!) lesen kann ist klar im Vorteil: Dort steht Firefox ist freie Software, es wird nur mit nichtfreier Software verteilt. Wenn du es frei haben möchtest kannst du einfach die nichtfreien Teile deaktivieren.

Und sonst: Wieder mal ein Trollpost von der Knetfeder. Ist man ja inzwischen gewohnt. Die Mozilla-Entwickler sollen am besten von Luft und Liebe leben…

— · 25. August 2014, 01:23

[zitat]Und sonst: Wieder mal ein Trollpost von der Knetfeder. Ist man ja inzwischen gewohnt. Die Mozilla-Entwickler sollen am besten von Luft und Liebe leben…[/zitat]

…nee aber sie sollen aufhören, ihre User für dumm zu verkaufen. Ich zähl mal kurz ein paar Sachen auf: ständige ‘Vereinfachung’ aka VerDAUung, verstecken wichtiger Konfigurationsdialoge in about:config (zB um JS-Spielereien mit Werbefenstern zu verhindern), voreingestellte Annahme von Third-Parity-Cookies und speichern selbiger bis Cookiedauer abgelaufen ist. Das riecht alles streng nach Verarschung. Und jetzt auch noch obendrauf schicke Werbung.
Aber hast recht. Is alles garnicht so schlimm [weiterkau..]

— Klara · 28. August 2014, 13:23

So wie ich das verstehe will Mozilla ein großes Favicon verwenden statt Screenshot der Seite. Was ist denn daran verwerflich?

— · 11. September 2014, 03:05

@Klara
Wie Recht du hast mit der Cookiedauer ein Programm kann unter ein MB bleiben als Browser es ist schlank und das allerbeste man könnte es auch mobil mit wenig Netzleistung nutzen schau dir Wikipedia es ist die größte Byblothek der Welt und hat kaum Cookies auch auf mein Smartie Android nutze ich es und es wird das Highspeedvolumen nicht so verbraten wie Seiten und Apps und Priogramme es machen und Geld verdienen das die Software sich finanziert ist keine Schande nur es muß fair sein der User muß entscheiden ob es will oder nicht und im about:cinfig kann man im PC-Firefox viel aktiivieren und abschalten was man will zum Webseiten von ps auf pdf umstellen zum erstellen von Texten aus den Webs und man kann das Druckformat von US auf Dina4 umstellen im About:config das die Webseiten und PDFs auch mit unsern Druckern nach unsern Format drucken, das ist bei Opera nicht so umfangreich!
Auch kann ich im about:config festlegen auf welchen Unicode die Texte basieren sollen UTF 8 dann auf de dann haben wir die deutschen Sonderzeichen und in der Suchleiste kann ich statt Google Ixquick einbinden und Google ganz verbannen und ich kann mehre Suchmaschinen einbinden das geht bei Opera nicht dort läßt sich Google nicht mal entfernen dafür macht sich Opera mini im Smartphone besser als Firefox im Android wegen der Webseitendarstellung die läßt sich bei Opera gut auf mobil einstellen FF für Android tut sich da schwerer dort muß ich immer noch zoomen es kommt immer wieder ne neue Version aber keine wirklich gutes Android-FF also wie gesagt Firefox oder Opera sind nicht besser oder schlechter als der andere sondern es kommt drauf für was man es nutzt und auf wekchem System, ob auf Handy oder PC da unterscheiden sich die beiden Browser erheblich um auf den Kommentartor zu kommen Google läßt sich FF entfernen im Opera laßen sich in der Suchzeile kaum neue Suchmaschinen aus dem Netz einbinden man muß die Webseite auf die Tabfelder platzieren als Icone sozusagen!

— · 12. Februar 2015, 10:50

@Pinguinzubehör
Ketzerische Frage welcher Browser wird irgendwann nicht zur Litfaßsäule nur was kann der Endverbraucher ereichen eine Popupbremse ist das eine, dann besteht die Möglichkeit im about:config eine Werbebremse bei mein Android gibts extra Apps dafür vielleicht kann man über die Addons und Plugins was beeinflussen, dann baut Mozilla eine Addonsperre für bestimmte Addons ein es schwimmen ihnen Felle weg da bleibt nur noch Seamonkee,Palemon,Iceweasel und die andern Forks!

— · 12. Februar 2015, 11:32

@Philipp
Das ist garnicht so tragisch mit Google bei FF entfernen du löscht Google aus dee Suchzeile und stellst Google im about:config auf disabled und du hast im FF weniger Google, bei Opera sieht es anders aus dort kannste nicht mal Google im Sucher entfernen bei mein Opera mini habe ich 4 Suchmaschinen von der Softwareschmiede ASA die Firma und geistige Besitzer von Opera am Bord nach Installation dort kann ich Amazon löschen 0 problemo, dort kann ich Leo löschen 0 problemo und Wikipedia löschen auch ok, aber Google geht nicht weg ich kann auch kein Fremdanbieter wie Ixquick oder Bing einbinden und uch weiß nicht wie ich diese Drossel umgehen kann, weißt du ein Befehl den man ins Adressfeld eingeben kann bei Opera mini denn config: macht mir den Gefallen nicht da ist auch FF in der Konfiguration flexibler auch bei den Addons bei Opera kenne ich keine oder du kannst deine Suchmaschine deiner Wahl im FF einbinden ohne da Iconsfeld für die Tabs zu benutzen, Firefox hat schon lange vor FF 29 gedrosselt und jetzt wird es zur Litfasssäule naja wird FF noch langsamer wie er eh ist sammelt Cookies vieleicht und Abofallen kann man alles deaktivieren oder man nimmt ESR-FF statt Normal-FF!

— · 12. Februar 2015, 12:10

beauftragt die chinesen, einen vielsprachigen brownser zu bauen,ohne reklamen,und besser als all das mistzeug das uns untergejubelt werden soll…und siehe da all der mist würde von alleine bankrott machen.

ff-gaga · 29. Oktober 2015, 13:50

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