Die tägliche Diskriminierung: Tastaturen für Linux

7. Mai 2012

Bei der Recherche zum Artikel über mechanische Tastaturen fiel uns nebenbei erst so richtig auf: Es gibt Windows-Tastaturen, es gibt Mac-Tastaturen – nur Linux hat kein eigenes Tastenlayout. Hier nutzt man wie auch unter Windows den IBM-Standard, also in der Regel für Microsoft-Computer konzipierte Tastaturen.

Thema TastaturenDas kann natürlich auch als Vorteil gesehen werden, denn da viele Linux als Zweitsystem betreiben oder aber Windows parallel weiternutzen, muss man sich nicht umgewöhnen, wenn sich Linux und Windows dieselbe Tastatur teilen können. Es hat aber auch zur Folge, dass Linuxnutzer täglich „diskriminiert“ werden, wenn sie an ihrem PC arbeiten – eben beim Blick auf die Tastatur, wenn ihnen statt eines freundlichen Pinguins ein Windows-Logo entgegenblickt – meist sogar zwei Mal. IBM-kompatible Tastaturen werden heutzutage eben wie selbstverständlich mit Windowstasten angeboten.

Was also tun, wenn man sich mit dem Windows-Logo gar nicht erst anfreunden möchte? Unter Linux braucht man theoretisch gar keine Super-Taste, die Windows-Tasten oder Apple/Command-Tasten zusätzlich zur Strg- und Alt-Taste sind eine relativ neue Erfindung. Vor dem Jahr 1995 hatten Tastaturen z.B. noch keine Windowstasten.


Die Windowstaste

Auch heute kann man noch Tastaturen kaufen, die sich strikter ans klassische IBM-Schema halten. Auf dem Markt für Privatnutzer sieht es diesbezüglich sehr düster aus, bei für den gewerblichen Bereich gedachten Tastaturen wird man jedoch noch fündig. So gibt es etwa die hier spaßeshalber ins Apple-Design umlackierte G81-3000 auch heute noch optional ohne Windowstasten. Mit diesem Modell wäre man also auf Wunsch windowslogofrei, der Nachteil ist, dass man ausgerechnet auf dieser Tastatur tippt wie auf kalten Pommes.


Noch ohne Windows-Tasten: eine historische G81-3000

Doch auf die Windows-/Super-Tasten an sich möchte man ja vielleicht gar nicht verzichten (die Gnome-Shell z.B. setzt sie ja quasi sogar voraus), denn auch unter Linux kann man mit diesen allerhand Nützliches anstellen. Vielleicht stört tatsächlich nur die Windows-Symbolik. Muss die also sein? Kann man PC-Tastaturen nicht auch mit Pinguin-Symbolik statt Windows-Fensterchen auf den Supertasten bekommen?

Wir fragten deshalb einfach mal bei den großen Herstellern von Eingabegeräten an, was diese dazu sagen. Wir wollten im Einzelnen wissen: Gibt es spezielle Tastaturen für Linux, gibt es Linux-Tastenkappen optional als Ersatzteil oder ist etwas in der Art für die Zukunft geplant?

1. Cherry
Die Presseabteilung von Cherry reagierte am schnellsten und teilte uns mit, dass das Modell G83-6188LPNDE-0, das tatsächlich mit Linux-Tasten ausgestattet ist, aufgrund mangelnder Nachfrage leider nicht mehr hergestellt werde.
Das verwundert nicht wirklich, denn die G83 ist eine billige Standardtastatur, die sich eher für den Büroschreibtisch eignet als für den Privatmann oder die Privatfrau mit Blick für Details – da hohes Tastenprofil, keine Medientasten und auch noch hellgrau.
Restbestände dieser Tastatur sind jedoch noch immer im Handel erhältlich.

2. Logitech
Am längsten brauchte Logitech für eine Antwort, aus der hervorging, dass es Logitech-Tastaturen schlicht und einfach nur mit Windows- und Mac-Layouts gibt. Ob es künftig auch Linux-Designs geben würde, wisse man nicht.

Und welche Firma stellt noch im großen Stil Tastaturen her? – Richtig. Daher schickten wir die Anfrage natürlich auch dorthin und fragten Microsoft, ob man bei ihnen Linux-Tastaturen kaufen könne. :)

Windows-Bluescreen, Weiter mit beliebiger Taste

3. Microsoft
Die Antwort ist kaum überraschend: Nein, die Hardware-Sparte von Microsoft habe derzeit keine Linuxtastaturen im Sortiment und biete auch keine Einzeltasten im Linux-Stil an. Der Microsoft-Sprecher teilte zudem mit, man sei nicht im Stande, etwas zu künftigen Produkten zu sagen.
„Weiter mit beliebiger Taste“ nimmt man im Hause Microsoft also nicht gerade wörtlich …

Es sieht im Ergebnis nicht gut aus für Linuxnutzer, die ihre Windowstasten loswerden wollen. Doch es gibt Nischen: Die Rockiger-Notebooks haben z.B. Ubuntu-Logos auf den Super-Tasten. Auch bieten andere Tastaturenhersteller durchaus Linux-Tasten als Ersatzteil an. Für absolute Linux-Enthusiasten besteht nicht zuletzt immer noch die Möglichkeit, sich individuelle Tastenbeschriftungen lasern, gravieren oder aufkleben zu lassen – was dann allerdings etwas ins Geld geht. Da sage noch einmal jemand, Linux würde nichts kosten.


aus der Kategorie: / Tratsch /

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Kommentare

Ich bin bisschen von Cherry verwirrt, denn die hatten eine ganze Weile die CyMotion Linux im Programm welche ich bis vor kurzem auch noch nutzte.

http://www.amazon.de/Cherry-Cymotion-Master-XPress-Tastatur/dp/B000777JNM

Jetzt nutze ich eine Logitech Illuminated, das die statt Tux ‘ne Windows-Taste hat stört mich aber nicht wirklich. ;)

— Horst · 7. Mai 2012, 10:18

denn die hatten eine ganze Weile die CyMotion Linux im Programm

Ups, die hatte ich völlig vergessen (und in der Presseanfrage daher auch nicht explizit erwähnt). Dieses Modell gibt’s aber auch in der Windows-Version nicht mehr, da sind wohl zu viele Leute mit den zusätzlichen F- bzw. Sondertasten an den Seiten nicht gut klargekommen.
Das Nachfolgemodell “Cymotion Expert” hingegen hat keine seitlichen Sondertasten mehr und natürlich auch keine Linuxtasten.

Pinguinzubehör · 7. Mai 2012, 10:28

Die Tastatur des Rockiger-Notebook hat einen Aufkleber auf der Taste(n).

— DStez · 7. Mai 2012, 10:33

Vorweg: Ja, ich habe eine MS-Tastatur schäm.

Aber es gibt ja noch die althergebrachte Möglichkeit:
http://www.getdigital.de/products/Tasten_Sticker_Tux
http://www.linux-onlineshop.de/Fanartikel/Aufkleber-/-Sticker/Tasten-Sticker.geek

Früher gab es an SUN-Terminals noch die Compose-Taste. Die hat sich aber meiner Meinung nach erübrigt, da sich dank intelligenter Tastenkombinationen (AltGr+ü+i => ï) schon genug Zeichen darstellen lassen.

Ansonsten eine sehr coole Idee, bei Microsoft anzufragen! :-)))

Ben · 7. Mai 2012, 11:28

Ich halte es für sehr übertrieben, sich an dieser Sache so aufzuhängen. Ich nehme mal an, dass die Windows-Taste auch nur für diesen Zweck (Windows eben) eingeführt wurde. Warum sich dadurch also diskriminiert fühlen und nicht über eine neue völlig frei belegbare Taste freuen? Und was da nun für ein Symbol draufklebt, kann mir herzlich egal sein.

dAnjou · 7. Mai 2012, 11:37

Also … imho – wer sich an dem Aufdruck einer Taste stört sollte vielleicht lernen blind zu tippen. Oder stellst du dir deine Tastatur in die Vitrine ?
Vielleicht wäre ein Artikel über die Benutzbarkeit von Spezialtasten sinnvoller – zum Beispiel habe ich eine Steelseries G6v2 (auch mechanisch) und diese hat anstatt der linken win-Taste eine “Steelseries”-Taste (ähnlich einer fn-Taste bei Notebooks) und die will unter Gnome partout nicht funktionieren.

Wenn man besonderes Layout und Exklusivität will, so gibt es auch noch die Happy Hacking pro – hat keine Windows-Tasten oder wahlweise sogar ganz blanke Tasten.

— appelblim · 7. Mai 2012, 12:17

Eine Alternative könnte natürlich
“Das Keyboard ultimate” sein
http://www.daskeyboard.com/

Aber wenn man so blind tippen kann, dass man damit zurecht kommt, stört einen auch die Windows-Taste nicht.

Ein weiterer Hersteller, den man fragen könnte wäre übrigens Fujitsu. Ich weiß nicht, ob die das heute noch machen, aber vor einigen Jahren haben die die Tastaturen in Deutschland gefertigt, und hatten wohl auch die Möglichkeit, kleinere Serien individuell herzustellen.

— Thorsten · 7. Mai 2012, 12:26

Ich habe eine Luxeed Tastatur, die mit den mehrfarbigen LEDs hinter jeder Taste. Dort ist neben dem Windows Symbol zusätzlich mit Start beschriftet.

— DStez · 7. Mai 2012, 12:49

Ehrlich gesagt, kann ich die ganze Diskussion nicht verstehen. Bei einer Mac-Tastatur sind die Tasten ja auch ein wenig anders belegt. Aber welches Icon jetzt wo drauf ist, ist doch eigentlich egal.

Wer möchte der kann bei mir gerne einen Ubuntu-Tastensticker bestellen.
Rückfrankierter Umschlag an mich und schon kommt der Sticker.

Tux hab ich nicht.

Rockiger · 7. Mai 2012, 13:00

Ich nehme mal an, dass die Windows-Taste auch nur für diesen Zweck (Windows eben) eingeführt wurde.

Historisch betrachtet ist die Windows-Taste nur eine Kopie der Apple-Befehlstaste. Knapp 15 Jahre früher hat Apple diese Taste eingeführt. Microsoft wollte da wohl nicht mehr zurückstehen und hat ab Windows95 ebenfalls eine eigene Systemtaste etabliert. Neben dem Aufklappen des Startmenüs verbirgt sich dahinter noch eine ganze Reihe von möglichen Tastenkürzeln, außer Win+E (um den Explorer aufzurufen) sind sie aber eher unbekannt.

Pinguinzubehör · 7. Mai 2012, 13:40

Also ich mache mir da nicht viel aus der Taste, nenne sie bei kunden einfach Supertaste oder Fenstertaste (durch das eindeutschen fällt vielen der Zusammenhang nicht auf).

Ich finde, darum sollte man ansonsten kein großes Aufheben machen, zumal die meisten Anwender ohnehin bestehende Hardware auf Linux umrüsten – und hierzu sicherlich nicht zur ‘Linux’-Tastatur wechseln würden – wenn auch nur aus Kostengründen …

— MacWomble · 7. Mai 2012, 14:07

Eher unbekannt? Also ich benutze täglich Win + R für den Run Prompt und Windows + D für Desktop anzeigen.

— PLanB · 7. Mai 2012, 14:07

> die Windows- oder Apple/Command-Tasten zusätzlich zur Strg- und Alt-Taste sind eine relativ neue Erfindung.

Was die Apple-Tasten betrifft, liegst du leider falsch:

Apple benutzte schon seit 1987 die Apfel-Taste auf den Keyboards:

http://en.wikipedia.org/wiki/Apple_Extended_Keyboard (Ist eine Erweiterung des Apple Keyboards)

Zudem sind Sondertasten auf Keyboards beileibe keine neue Erfindung. Mein Atari ST hat z.B. eine “Undo” und eine “Help”-Taste, welche in meinen Augen 100x sinnvoller waren (und sind) als die Tasten “Numlock”, “Pause” und “PrtScrn”.

Stefan Glasenhardt · 7. Mai 2012, 14:22

Also ich benutze täglich Win + R für den Run Prompt und Windows + D für Desktop anzeigen.

Okay. Aber sonst? Darüber hinaus? Die Liste ist ja noch ein bisschen länger, wie viele kennen die Möglichkeiten denn wirklich und nutzen sie auch? Der Punkt ist, dass man beim Mac ohne Apfel/Command-Taste praktisch gar nicht zurechtkommt, bei Windows die Windowstaste unter diesem Gesichtspukt jedoch fast schon Dekoration ist.

Pinguinzubehör · 7. Mai 2012, 14:24

Apple benutzte schon seit 1987 die Apfel-Taste auf den Keyboards
Laut dt. Quelle sogar noch früher. Habe den Satzteil gestrichen, danke!

Pinguinzubehör · 7. Mai 2012, 14:36

Und nicht zu vergessen die Tastenkombination Windows+P – umschalten zwischen Fernseher / Projektor / Bildschirm und so – seehhhrr viel einfacher als erst in den Einstellungen rumzukramen (und soweit ich weiß gibt es so eine Tastenkombination unter Linux / Gnome / Unity nicht, oder?)

Zurück zum Thema: Ist mir egal, was da für ein Logo drauf ist, aber die Anfrage bei Microsoft finde ich einfach mal geil :D :D :D

— katze_sonne · 7. Mai 2012, 15:24

Stimmt die Monitorumschaltung. Windowssuche war mir genauso bekannt. Die meisten Sachen kamen ja aber auch erst in späteren Windows Versionen hinzu und werden von mir warscheinlich deshalb nicht wirklich oft benutzt.

Was für ein Logo drauf ist interessiert aber nach wie vor eher sekundär. Für mich ist das ein lustiger Gimmick wenns mal kein Windows Logo ist aber im großen und ganzen ist das doch egal… Die Tastatur schaue ich doch eh nie an… Beim schreiben wird auf den Monitor geschaut.

— PLanB · 7. Mai 2012, 18:22

Was für ein Logo drauf ist interessiert aber nach wie vor eher sekundär […] im großen und ganzen ist das doch egal…

Das dürfte, das zeigen mehrheitlich ja auch die übrigen Kommentare, die breite Masse genauso sehen. Deshalb sind Tastaturen mit Tux wohl auch allesamt gefloppt.

Pinguinzubehör · 7. Mai 2012, 18:42

für “das Keyboard” gibt es auch Linux-Tasten ;-)

http://store.daskeyboard.com/Linux-Key-Caps-2-Keys/dp/B004JPK81I

— · 7. Mai 2012, 18:57

Was bin ich froh, dass ich noch eine gebrauchte Cymotion Master Linux ergattern konnte, als sie neu schon nicht mehr zum Verkauf stand. :) Schade, dass sie eingestellt wurde!

— PhotonX · 7. Mai 2012, 21:25

für “das Keyboard” gibt es auch Linux-Tasten ;-)

Nicht bis zum Schluss gelesen? :) Ist im letzten Absatz bereits verlinkt.

Pinguinzubehör · 7. Mai 2012, 21:48

Sorry, aber gibt es nichts wichtigeres? Falls irgendjemand das win-Logo (oder irgendein anderes Logo) störten sollte, hilft es vllt. einen einfachen Aufkleber drüber zu pappen.

— · 8. Mai 2012, 03:10

15,35 Euro bei
http://www.madprice.de/pc-peripherie/eingabegeraete/tastaturen/cherry-classic-line-g83-6188-linux-tastatur-ps-2/a-20527/?ReferrerID=7

DrCRAZY · 8. Mai 2012, 07:38

Doch auf die Windows-/Super-Tasten an sich möchte man ja vielleicht gar nicht verzichten (die Gnome-Shell z.B. setzt sie ja quasi sogar voraus), denn auch unter Linux kann man mit diesen allerhand Nützliches anstellen.

Seh ich nicht ganz so. Software sollte nicht von Hardware “abhängig” machen.

habe gerade wieder eine gute alte PS-2 / Compaq-AT (alias Model Mitsumi kpq-e99yc – Geekhack) installiert, nachdem mich die Tastenverzögerung meiner MS-Funke zum Wahnsinn brachte. Wer es nicht weiss: PS-2 Tastaturen arbeiten mit Interrupt, d.h. sie gehen nicht den Umweg über das – nicht priorisierte – USB-Protokoll und dann noch den Treiber sondern die Eingabe erfolgt umgehend ;)

Nur leider gibt es unter Ubuntu 12.04 nun keine Möglichkeit mehr ein Layout OHNE Windows Taste einzustellen (früher ging das ohne Probleme via GUI). Die Minimalisierung der Einstellmöglichkeiten ist langsam erschreckend. Es gibt immer noch genug Länder, in denen ist man froh eine 90er Jahre Taste aus dem Container fischen zu können – sorry. Und der Ersatz Strg+ESC will auch nicht funktionieren … das ist ja mal ein Fortschritt (LOL). Nun ja, ich werde schon einen Weg finden (bzw. habe einfach die Kombination Alt+F1 für das Dash “umgebogen”).

IBMs hatten früher auch keine “Super”-Tasten …

— Axel · 8. Mai 2012, 09:05

Nur leider gibt es unter Ubuntu 12.04 nun keine Möglichkeit mehr ein Layout OHNE Windows Taste einzustellen (früher ging das ohne Probleme via GUI).

Im Dash mal nach Tastaturlayout gesucht? Da kann ich soweit ich das sehen kann noch das gleiche einstellen, wie früher.

— dakira · 8. Mai 2012, 15:23

@ dakira: danke für den Tip ;) Aber das ist mir schon bekannt (als Nutzer von Debian / Ubuntu seit Ewigkeiten). Dann suche aber z.B. eine gute alte IBM Tastatur – gibt es nicht mehr. Es war früher kein Problem, Untermodelle der Tastaturen einzustellen. Sicher gibt es hierfür eine Erklärung und es ist natürlich für den “Average-User” auch sinnvoll, sich auf Standards zu beschränken … insofern möchte ich meinen Post etwas relativieren.

Schade nur, dass z.B. Strg+Esc nicht als Super-L-Ersatz funktioniert. Zumindest hier nicht. Na ja, ist alles nicht so tragisch. Wie gesagt, man kann ja mit dem CCSM problemlos das Alt+F1 verwenden, so dass Unity bedienbar bleibt.

So long und … ach so … danke für den Artikel ;) Und als Ergänzung: Linux-Tastaturaufkleber für die Windowstaste gibt’s doch mittlerweile ne ganze Menge wie im Tux-Onlineshp oder Linux-Sticker ;)

— Axel · 9. Mai 2012, 12:30

Viel länger, als Tastaturen eine “Windows”-Taste haben, hatten sie bereits eine Unix/Linux-Taste:

Den System-Request-Key, mit Alt-Druck zu erreichen, englisch beschriftet als “SysReq”, deutsch leider sehr schlecht übersetzt als “S-Abf”!

Ich kann mich erinnern, diese seltsame Beschriftung, nicht wissend, dass es sich um eine Unix-Taste handelt, schon Ende der 1980er auf Siemens-Tastaturen gesehen zu haben! Da gab es noch nicht mal Linux…

Insoferne müssten sich eigentlich die Windows-Jünger minderwertig vorkommen, dass ihnen M$ erst 10 Jahre später eine eigene Taste gewidmet hat… :-)

— Gerald · 10. Mai 2012, 10:06

Viel länger, als Tastaturen eine “Windows”-Taste haben, hatten sie bereits eine Unix/Linux-Taste: Den System-Request-Key

Damit dürfte die verlorene Ehre der Linuxer gerettet sein :) – danke für die Aufklärung diesbezüglich!

Pinguinzubehör · 10. Mai 2012, 12:32

|Viel länger, als Tastaturen eine “Windows”-Taste haben, hatten sie bereits eine Unix/Linux-Taste: Den System-Request-Key

Das ist ‘leider’ eine alte IBM-Taste und stammt vom MVS-Großrechnerterminal…

— Dirk Haar · 16. August 2013, 18:04

Es gibt bei www.linux-discount.de noch Tux-Tastaturen in weiß oder schwarz, wenn auch nicht gerade billig, aber die sind von Cherry, Modell: G83-6105 mit deutscher Belegung.

11.01.2014

— ds · 11. Januar 2014, 23:47

Die Diskussion sollte nicht über einzelne Tasten geführt werden, sondern über die gesamte Tastatur:

1. Das Qwertz- oder Qwerty-Layout ist entstanden, damit man nicht zu schnell schreibt und sich die Metallarme einer Schreibmaschine nicht ineinander verhaken. Das macht heute natürlich keinen Sinn mehr und verbrennt weltweit sehr viel Arbeitskraft. Entwürfe wie Neo und Neo2 haben sich bisher nicht durchgesetzt. Wer außer Linux kann so etwas integrieren – zumindest als Alternative?

2. Die Handhaltung einer “normalen” Tastatur ist für die Hand und den Arm nicht gut. Zugegeben, ergonomische Tastaturen sehen kurios aus, aber man kann mit ihnen 8h am Tag schreiben, ohne Sehnenscheidenentzündung zu bekommen. Bei Notebooks scheint es dieses Layout noch nicht zu geben.

3. Zum Schluss dieser Diskussion kann man auch überlegen, welche Sondertasten man benötigt und wo sie angeordnet werden sollten.

— Neo · 13. Mai 2016, 03:41

Zugegeben, ergonomische Tastaturen sehen kurios aus, aber man kann mit ihnen 8h am Tag schreiben, ohne Sehnenscheidenentzündung zu bekommen.

Ja, ein ergonomisches Keyboard hätte ich auch gerne.
Es ist schade, dass Apple seine Verstellbare Tastatur eingestellt hat.
Da hätte man zwar heute das Problem, es nicht direkt anschließen zu können, aber wofür gibt es denn die populär gewordenen Arduinos?
Und die PWM-Kodierung des ADB ist gut dokumentiert. Das wäre daher ein nettes Projekt. ;-)
Aber vermutlich müsste man die Tasten auch alle austauschen, da das Keyboard schon lange nicht mehr produziert wird und gebraucht vermutlich nur in schlechtem Zustand erhältlich ist.

— reichhart · 30. Mai 2016, 20:13

Die einzige vernünftige Tastatur kommt derzeit tatsächlich von Microsoft: Das “Ergonomic Keyboard 4000”. Da ist es mir völlig egal, ob auf der Taste nun ein Pinguin abgebildet ist oder nicht. Viel schwerer wiegt, dass die Tastatur von Linux auch nach Jahren am Markt noch nicht vollständig unterstützt wird. Ohne extremes herumfrickeln mit xkeymap lassen sich viele Sonderfunktionen leider nicht nutzen. Für den Mac bietet Microsoft dagegen passende Treibersoftware an.

— Bachsau · 3. April 2017, 23:33

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