Wird GNOME wieder zum Zwerg? – eine Generalkritik zur neuen Shell

15. März 2011

Gnome 3 steht unübersehbar in den Startlöchern, Betaversionen stehen zum Ausprobieren bereit. Doch auch, wenn die Software noch längst nicht fertig ist, zeichnet sich bereits jetzt deutlich ab: sie wird Rückschritt und Fortschritt zugleich sein.

Not my Desktop

Optisch wie technisch ist das dritte Gnome ein gewaltiger Schritt nach vorn: Animationen, Eleganz – und ein neues Konzept, das nicht mehr wie aus den 90er Jahren zu stammen oder von Windows oder Mac kopiert zu sein scheint. Die Krux daran: genau diese Änderungen sind zugleich die größten Probleme.


Aussehen

Da wäre zunächst die Optik. Die filigrane Eleganz von Gnome 2 ist passé. Es gibt nun viel mehr Weißraum, die Symbolik ist derart überdimensioniert, dass ein über die Tastatur laufendes Huhn damit klarkäme. Die Titelleisten sind klobig, die Buttons darauf haben Windows-XP-Luna-Qualitäten. Eleganz erreicht das neue Gnome allein über dunkle Farbtöne und Effekte. Strukturelle Ästhetik scheint der Gnome-Shell völlig abhanden gekommen zu sein. Die Effekte sind großartig – aber die Proportionen der Elemente stimmen dafür einfach nicht mehr. Jede Leiste, jeder Bereich der neuen Shell hat eine andere Größe und Breite; Statustexte allerorten, überflutende Symbolwüsten in den Auswahlmodi.


Dickere Fensterleisten in Gnome 3

Polemisch könnte man sagen, es wirkt wie eine auf Grobmotoriker zielende Mischung aus Tablet-Oberfläche und Fahrkartenautomat. Im Gegensatz zum bisherigen Gnome (man denke nur an die sich die Waage haltenden zwei schlichten Leisten oben und unten) wirkt die Shell unruhig und zusammengewürfelt.


Eingeschränkte Anpassbarkeit

Nun gut, die Optik lässt sich am einfachsten ändern, gravierender sind funktionelle Aspekte. Vereinfachung, „Simplifizierung“, Übersichtlichkeit. Das war und ist das Credo Gnomes und das macht den besonderen Reiz dieses Desktops aus. Aufgeräumtheit schön und gut, aber nun bekommt man allmählich wirklich den Eindruck, dass eindeutig übertrieben wird. Die Möglichkeiten des Nutzers zur Anpassung „seines“ Desktops werden mit Gnome 3 noch weiter beschnitten, als Gnome 2 dies schon tat. Die obere Leiste – quasi zur Statusanzeige degradiert – ist permanent sichtbar, beherrscht den gesamten Monitor. Die Anzeigeart der Ansichten kann nicht konfiguriert werden. Die ehemalige Arbeitsfläche fungiert nur noch als Bilderrahmen, der eigentliche „Desktop“ dient nicht mehr der Bearbeitung und Ablage von Dateien. Die Panels/Leisten lassen sich nicht mehr mit zusätzlichen „Applets“ bestücken und somit individuell um Funktionalität erweitern. Gnome zwingt überdies seine Nutzer nun geradezu zum Gebrauch des Konzeptes der „Aktivitäten“.


Angst vor Schaltflächen

Was vor Kurzem noch als Witz taugte und dem Verfasser sogar übelgenommen wurde (was soll das vollkommen unsinnige GNOME bashing) wird nun wohl tatsächlich Realität: Beim Standard-Gnome wird es künftig nur noch einen einzigen Button in den Fenstertitelleisten geben – das Schließen-Kreuz, sonst nichts mehr. Minimieren und Maximieren bleibt dem Menü vorbehalten.


Kein Witz mehr: Tschüss, Maximieren/Minimieren!

Spätestens jetzt fragen sich Viele, ob man die Verantwortlichen noch ernstnehmen kann. Dabei ist die Entscheidung zum Wegfall dieser quasi auf allen Systemen vorzufindenden Buttons logisch (denn das Konzept des Minimierens gibt es in der Shell eigentlich nicht mehr), die Begründung allerdings absurd: die Nutzer – kein Witz! – könnten ja „versehentlich draufklicken“ („… but makes your window vanish if hit accidentally“). Konsequent fortgedacht müsste sich Gnome also irgendwann selbst abschaffen, denn „die Nutzer könnten ja versehentlich den PC einschalten“.


Systemeinschnitte

Und dann ist da natürlich noch das leidige Thema Systemvoraussetzungen. Die Gnome-3-Shell kann man nur mit entsprechender Hardware nutzen. Ist der Rechner zu alt oder enthält er die „falsche“ Graphikkarte, bekommt man statt der neuen Optik nur eine Mitteilung des Bedauerns – und den alten Gnome-2-Desktop vorgesetzt.


Shell oder nicht Shell, Zwischenlösungen gibt es nicht

Praktisch und aus Anwendersicht schießt sich Gnome damit ironischerweise wieder genau in die 90er Jahre zurück: in die Zeiten, wo man Linux nur durch Zufall zum Laufen bekam, der Bildschirm oft einfach nur schwarz blieb oder statt einem Desktop ein schickes buntes abstraktes Muster anzeigte. Die Frage, ob man auf seinem PC „Linux“ wie erhofft nutzen kann, wird wieder zur Glückssache. Natürlich gibt es das Fallback und auch Alternativen. Doch die helfen nicht gegen enttäuschte Erwartungen, wenn der Nutzer doch eigentlich das schicke neue Gnome haben wollte. Am Ende steht dann nur wieder die Erkenntnis, dass „Linux nicht funktioniert, schwierig ist“, usw. Hier könnten die Gnome-Entwickler sogar von Microsoft noch etwas lernen. Selbst Windows 7 läuft noch auf ältesten Maschinen, da sämtliche Funktionen, die High-End-Graphik erfordern, strikt optional sind; es besteht keine Notwendigkeit für Notfalllösungen. Gnome 3 mit Shell hingegen läuft entweder ganz oder gar nicht.


Bedeutungsverlust

Die gravierende Umstellung (völlig neues Bedienkonzept, zwingende hohe Hardwareanforderungen) erstaunt umso mehr, als dass Gnome sich bislang als traditioneller und sich kontinuierlich entwickelnder Desktop positionierte. Dass sich ausgerechnet die Gnome-Entwickler für einen de facto völligen Bruch mit Althergebrachtem entscheiden, ist daher eine Überraschung, zumal ohne Not mit den klassischen Konzepten gebrochen wird. Gnome geht damit ein hohes Risiko für die eigene Bedeutung in der Linuxwelt ein. In den letzten Jahren hat sich der Gnome-Desktop zur gefühlten Nr. 1 unter den Linux-Desktops entwickelt. Ursprünglich KDE hinterherhinkend, emanzipierte er sich spätestens mit Gnome 2 und wurde so etwas wie das Gesicht von Linux. Kaum eine Distribution kam ohne Gnome aus, die großen Unternehmensdistributionen von Suse und Red Hat setzen auf Gnome als Standard. Vor allem Ubuntu aber verhalf Gnome zu weiter Verbreitung und Bekanntheit. War gerade hierzulande früher KDE das Aushängeschild schlechthin, wurde Gnome im Zuge des Ubuntu-Hypes ebenfalls immer populärer. Die Distributionen waren austauschbar, Gnome war als Schnittstelle zum Nutzer fast Standard, überall fand man ein ähnlich gut vorkonfiguriertes Gnome, mal in blau, grün oder braun. Diese Zeiten sind nun vorbei, mit Gnome 3 dürfte das Bild von Linux nun wieder fragmentarischer werden. Gnome wird künftig nicht mehr „der Desktop“ oder gar Referenzoberfläche sein, denn den ersten Kollateralschaden gab es schon: Ubuntu mit Unity. Wer in Zukunft Ubuntu installiert, bekommt kein Standard-Gnome mehr vorgesetzt. Ob auch andere Distributionen nachziehen und lieber auf Eigenentwicklungen bzw. Alternativen setzen werden, weil sie ihrer Nutzerbasis nicht zumuten wollen, Opfer experimenteller Designstudien zu werden, lässt sich noch nicht absehen.


Fatal

Festzuhalten ist, dass Gnome 3 samt Gnome-Shell den Desktop neuerfindet. Die Bedienung ändert sich radikal und das alles unter dem Slogan der einfachen Zugänglichkeit für den normalen Anwender. Doch ob der noch einen guten Zugang zu Gnome findet, darf bezweifelt werden. Will man wirklich einen Desktop nutzen, der nicht einmal mit den üblichen Fensterknöpfen daherkommt? Sicher, man kann alles ändern – aber die Masse bleibt eben doch beim Standard. Macht man es damit nicht ausgerechnet Windowsumsteigern noch schwerer, einen problemlosen Einstieg bei Linux zu bekommen? Alle Welt setzt derzeit auf „Apps“ – Gnome schmeißt sie kurzerhand raus und bringt den starren Einheits-Desktop, der sich kaum noch modifizieren lässt. Das neue Gnome wirkt ambitioniert um den Preis des Bruchs mit vertrauten Konzepten. Die Änderungen sind mutig, vielleicht zu mutig. Gnome will einen Desktop für die Masse entwickeln, könnte sich dieses Mal damit aber arg verkalkuliert haben. Die Shell wirkt eher wie ein futuristisches Projekt für fortgeschrittene Anwender, die sich nicht scheuen, auch einmal neue Arbeitsweisen auszuprobieren. Ob man diese Klientel jedoch gleichsam mit der Philosophie der Funktionsreduzierung glücklich macht, kann ebenso bezweifelt werden. Der normale Nutzer hingegen braucht Desktop-Icons, eine flexible Taskleiste und – platt ausgedrückt – die gewohnten Knöppe an den gewohnten Stellen. Beides wird Gnome 3 nicht bieten. Immerhin wird das alte Gnome 2 nicht abgeschafft, es lebt modifiziert weiter als Fallbacklösung für schwächere oder falsche Hardware. Somit besteht Gnome 3 nun aus zwei unterschiedlichen Oberflächen, je nach vorhandener Rechnerausstattung. Wenn das mal nicht die Nutzer verwirrt.


Dieser Artikel ist Bestandteil der „Not my Desktop“-Reihe.
Bereits erschienen:

Wird GNOME wieder zum Zwerg?
Eine Woche Gnome 3: Der uniformierte Desktop
Strategien zur GNOME-3-Vermeidung
Gnome-Shell – es wird immer unübersichtlicher


aus der Kategorie: / Tests / Gnome & KDE

---

Kommentare

Ganz Deiner Meinung. Mir kommt das so vor, als hätten sich die Entwickler verrannt. Die entwickeln schon so lange an Gnome 3 und dessen Konzept, dass sie gar nicht mehr merken wie verwirrend das Ganze für den durchschnitts-Desktop-Nutzer ist.
Gnome 3 mag seine Vorteile in der Arbeitsweise haben, allerdings sollte ein Desktop dem Benutzer keine aufzwingen.

felix · 15. März 2011, 10:45

Abwarten. Die ersten Versionen von KDE3 waren auch grausam. Es ist jetzt erstmal wichtig, daß eine Final Version rauskommt. Da ist es viel wichtiger, daß unter der Haube alles funktioniert. Für die meisten von dir angesprochenen Kritikpunkte wird es dann schon bald Gconf Basteleien geben oder Verbesserungen durch das Gnome Projekt.

Die Hardware Anforderungen finde ich jetzt nicht so schlimm. Wer einen alten Rechner hat muß halt eine alte Oberfläche nutzen – egal ob KDE, Gnome oder bei dem OS aus Redmond ;).

— m · 15. März 2011, 10:56

Ich bin ziemlich verärgert über die Qualität dieses Beitrags. Nicht nur, dass sich eine hohe Anzahl an Rechtschreibfehlern darin befinden, es wird auch relativ polemisch und unsachlich eine Meinung vertreten, die man sauber hätte untermauern können.
Ein paar Punkte der über weite Teile haltlosen und steinzeitlichen Ausführungen will ich aber herausgreifen:
“Die filigrane Eleganz von Gnome 2 ist passé”
Ich kenne gut 5 Leute, die seit Ubuntu Dapper Drake regelrechte Fans von Gnome waren (mich eingeschlossen).
Alle sind mit mir einer Meinung, und ihr solltet auch mal aufwachen:
Bis auf eine absolute Minderheit will diesen altbackenen Mist heute keiner mehr haben.
In der Zeit von modernem Design und von hoher Ästhetik im Betriebssystemmarkt (Windows 7, Apple, Kde4) wirkt Gnome 2 für viele jüngeren Leute wie ein Ausstellungsstück aus der 8 Bit Ära.
Seht der Wahrheit ins Auge: Ein Panel, drei Menüpunkte, keinerlei Transparenz etc., das will heute niemand mehr.
Das haben auch die Gnome Entwickler eingesehen und müssen sich jetzt von versessenen Konservativen dafür rügen lassen.

“Am Ende steht dann nur wieder die Erkenntnis, dass „Linux nicht funktioniert, schwierig ist“”

Du liegst vollkommen daneben. Was führt zu solchen Aussagen von Neulingen wie der Zitierten?
Vor allen Dingen: mangelnde Hardwareunterstützung, fremdartige Linux Strukturen (Rechteverwaltung, Paketverwaltung, schlechte Erfahrungen mit Installationsversuchen etc.) und irgendwo an ganz unterster Stelle steht die Desktopumgebung.

Die Leute können sich ganz offensichtlich durchaus an neue Bedienkonzepte gewöhnen, wenn sie gut sind; das Ipad wird tausendfach von Laien und ehemaligen Windows Usern ohne große Probleme bedient.

Außerdem: Was wäre denn dein Gegenvorschlag zu Gnome 3 ?
Du willst also Gnome 2 für alle Zeiten in dieser antiquierten Weise behalten und damit sein eigenes Todesurteil sprechen?
Ich vergaß, Linux hatte mit Gnome 2 ja exorbitante Erfolge und verbreitete sich in Windeseile…

— freundhansen · 15. März 2011, 11:01

Au weia, das klingt alles übel. Damit “verjagt” man sicherlich nicht wenige User… Schade.

— · 15. März 2011, 11:17

Also ich muss auch sagen dass ich Probleme mit dem neuen GNOME habe. Ich bin momentan sehr zufrieden mit meinem GNOME2, natürlich mit Compiz, um auch einige nützliche Effekte zu haben, aber sicherlich keine sinnlose Transparenzen, Würfeldrehereien usw, die die Produktivität sicher nicht erhöhen.

— Nagian · 15. März 2011, 11:30

Seit Jahren frage ich mich, wozu das alles gut sein soll. Ich meine damit wabbelnde Fenster, animierte Icons, als Würfel rotierende Desktops, transparente Fenster, usw. Ausser dass diese Effekte Rechenzeit und Strom verbraten. Dies kommt aber nicht dem Benutzer zugute. Schliesslich wird der Brief dadurch nicht schneller geschrieben, das Foto nicht schöner bearbeitet und die Software die programmiert wird nicht fehlerfreier.

Ich für meinen Teil benötige ein System, bei dem ich Programme und Terminalfenster starten kann und das ohne Effekte. Es sieht zwar alles toll aus, aber spätestens nach 15 Minuten nervt es bloss noch.

hampa · 15. März 2011, 11:45

Schade du hattest schon bessere und objektivere Berichte geschrieben.

— stfischr · 15. März 2011, 11:56

Für alte Rechner benutzt man ja auch schon lange xfce und nicht gnome. Ich sehe nicht die Notwendigkeit Gnome auch noch auf einem 486er benutzen zu können. Die Zeit geht weiter, die Technik entwickelt sich.

— rr · 15. März 2011, 12:22

Ich finde den Artikel gut, da er GNOME 3 aus einer weniger “Selbstverliebten-Perspektive” betrachtet (auch wenn sich hier einige daran stören).

Gerade die im letzten Abschnitt angesprochenen Punkte halte ich für kritisch:

Macht man es damit nicht ausgerechnet Windowsumsteigern noch schwerer, einen problemlosen Einstieg bei Linux zu bekommen? Alle Welt setzt derzeit auf „Apps“ – Gnome schmeißt sie kurzerhand raus und bringt den starren Einheits-Desktop, der sich kaum noch modifizieren lässt…

Die Shell wirkt eher wie ein futuristisches Projekt für fortgeschrittene Anwender, die sich nicht scheuen, auch einmal neue Arbeitsweisen auszuprobieren. OB MAN DIESE KLIENTEL JEDOCH GLEICHSAM MIT DER PHILOSOPHIE DER FUNKTIONSREDUZIERUNG GLÜCKLICH MACHT, KANN EBENSO BEZWEIFELT WERDEN. Der normale Nutzer hingegen braucht Desktop-Icons, eine flexible Taskleiste und – platt ausgedrückt – die gewohnten Knöppe an den gewohnten Stellen.

— Paradiesstaub · 15. März 2011, 12:29

Ich bin geneigt dir zuzustimmen. Ich habe mich auch schon oft ueber die GNOME-Entwickler geaergert. Oft hat eine neue Version dazu gefuehrt, dass man Funktionen verloren hat. Bspw. die Moeglichkeit einzustellen welche Nutzer auf dem Anmeldebildschirm angezeigt werden und welche nicht (bis heute nur manuell konfigurierbar, bis vor kurzem sogar garnicht). Die enge verbundenheit mit Mono (durch Miguel) stoert mich auch immer mehr. Kommen bald GNOME default apps nur noch in Form von C#-Anwendungen?

Kommen wir jetzt zu meinem “ABER”: Ich werde sowohl GNOME3 als auch Unity eine Chance geben. Die Welt entwickelt sich weiter, Computer entwickeln sich weiter, Bedienkonzepte veraendern sich. Was 1980 als Metapher oder Bedienkonzept sinnvoll erschien, muss es heute nicht mehr sein. Gerade die Entscheidung auf “minimieren/maximieren” zu verzichten, finde ich sehr konsequent. Maximieren geht einfacher und Minimieren hat keinen Sinn mehr. Will ich andere Fenster erreichen gibt es bessere Konzepte als das darueber-liegende zu minimieren. Will ich den Desktop erreichen schnapp ich mir einfach einen leeren Desktop.

Ich werde sicher zunaechst weiter auf “classic gnome” setzen. Aber ueber kurz oder lang muessen neue Konzepte her. Ich sehe das immer haeufiger bei Bekannten, dass z.B. auch das Konzept der “tabs” absolut untauglich ist. Das fuehrt bei so vielen Menschen dazu, dass sie irgendwann einfach 100 Tabs geoeffnet haben. Und da finde dann mal schnell, was du gerade suchst.

Was das angeht finde ich das Konzept des Texteditores Scribes auch vorbildlich. Der verzichtet absichtlich auf Tabs und bietet intelligentere Moeglichkeiten viele Dokumente zu organisieren.

dakira · 15. März 2011, 12:29

Weiter oben steht: Die ersten Version von KDE3 war auch grausam. Ergänzung: KDE4 konnte man auch erst aber 4.2 “vernünftig” nutzen – es sei denn, man hatte enormen Pioniergeist ;-)

Immerhin gibt es ja noch Unity von Canonical – vielleicht sollte wir darauf unsere Desktop Hoffnung setzen. :-)

— noisefloor · 15. März 2011, 12:36

Bleibt immer noch die Hoffnung, dass, wenn GNOME 3 ein Reinfall werden sollte, die GNOME Entwicklergemeinde bei Unity mit anpackt und man an einem Strang ziehen kann. Für mich ist aufgrund der Verbreitung von Ubuntu auf dem Desktop ohnehin klar, werd im Rennen Unity vs. GNOME Shell gewinnen wird.

— Name · 15. März 2011, 12:55

Also beim iPad habe ich auch eine feste Leiste, große Icons und keine Minimieren- und Maximieren-Buttons. Die Leute kommen trotzdem damit klar. Ich finde das neue Gnome-UI ebenfalls gut. Endlich machen sich auch mal unter Linux Leute Gedanken über einfache Bedienung, statt bei Uralt-Konzepten zu verharren.

— bleistift · 15. März 2011, 13:17

Wie alt bist Du, der Blog-Autor? 12?
Wie kann es sein, dass es immer wieder so komplett ahnungslose Leute gibt, die einen Punkt-Null-Release gleichbedeutend für die komplette Generation sehen??

Hast Du Dir mal GNOME 2.0 angesehen? GNOME 1.0? Boah, waren die Releases Schrott!
Aber sie mussten raus, so wie KDE 4.0 raus musste und in gewisser Weise Windows Vista auch, denn ohne Vista hätte es das relativ gute Windows 7 nicht geben können.
Mac OS X 10.0: Ach Du meine Güte!

Wenn man eine Plattform modernisiert, fallen erst einmal reichlich alte Zöpfe.
GNOME 3.2 wird schon ganz anders aussehen und danach GNOME 3.4 auch.

Die Inkompetenz des Beitrags ist nicht nur durch die Generalisierung von Punkt-Null-Releases für die ganze Generation und von Unmenden Rechtschreibfehlern offensichtlich, sondern auch von vollkommen ausgedachten „Fakten“.
Da wird Popularitätsgrad von Desktop-Umgebungen einfach mal behauptet, ohne auch nur einen Beleg zu liefern. Ubuntu wird als Verbreitungsmotor für GNOME dargestellt, völlig ignorierend, dass Canonical selbst vor einiger Zeit mal angegeben hat, dass Ubuntu lächerliche ca. 8 Mio. Nutzer weltweit hat und damit sind alle „Geschmacksrichtungen“ wie Kubuntu und Xubuntu eingeschlossen, denn halbwegs verlässliche Verbreitungsstatistiken für Linux-Distributionen lassen sich nur über Zugriffe auf Update-Server errechnen und Kubuntu greift auf die selben Updates zu wie Ubuntu. (Fedora hat ca. 24 Mio. Nutzer, um das mal in eine Perspektive zu bringen.)
Wer von diesen Nutzern nun welche Oberfläche nutzt, ist verlässlich schlicht nicht zu ermitteln.

Peinlich ist auch die Behauptung, die Nachteile der GNOME Shell wären der Grund für die Entwicklung von Unity.
Newsflash: Unity ist genau so auf 3D-Beschleunigung angewiesen und läuft ohne nicht.
Wären die Nachteile der Grund, wieso wiederholt Canonical sie dann? (Und komm jetzt nicht mit Unity2D als Gegenargument an. Das ist eine komplett separate Anwendung mit komplett eigenem Source Code. Das Haupt-Unity wird dadurch immer noch nicht ohne 3D-Beschleunigung laufen.)
Unity wird entwickelt, weil Canonical volle Kontrolle darüber haben will: Kein Diskutieren mit irgendeiner Entwickler-Comunity, volles Copyright,…

Zu guter Letzt frage ich mich, ob Du GNOME Shell überhaupt mal ausprobiert hast.
Da sieht man in einem Bildschirmfoto eine GNOME-3.0-Fensterleiste mit allen drei Buttons, nur um dann ein Bildschirmfoto später zu sagen, dass es zwei der drei Buttons gar nicht gibt.
Das sieht mir verdächtig danach aus, als hättest Du Dir von völlig verschiedenen Quellen wahllos Screenshots zusammengesucht, statt Shell selbst zu starten und die Shots selbst zu erstellen.
Hättest Du Shell (aktuell ist Beta2) mal benutzt, wüsstest Du, dass maximieren und minimieren gar nicht in das Bedienungskonzept von Shell passen.

Wer das neue Konzept nicht nutzen mag, soll’s halt sein lassen. Das klassische Panel-Konzept gibt es weiterhin. Es ist bloß eine Auswahl in GDM entfernt. Es ist ja nun wirklich nicht so, als würde das GNOME-Projekt wen zu Shell zwingen.

Und selbstverständlich müssen Titelleisten usw. von der Pixelanzahl her größer werden. Die Auflösungen der Displays werden ja auch dichter.
Das kleine iPad hat eine Auflösung, wie es vor 10 Jahren noch dicke 17-Zoll-Röhrenmonitore hatten. 17-Zoll-TFTs haben eine entsprechend höhere Auflösung mit max. 16×16 Pixeln großen Schaltflächen kommt man einfach nicht mehr hin, zumindest nicht wenn man Lesebrille-Träger als Nutzer nicht verprellen will.
Es ist ja nun wirklich nicht so, als könne man Fenster-Buttons und deren Größe nicht weiterhin konfigurieren…

— Marrrrkus · 15. März 2011, 13:27

Ich warte schon lange auf neue Konzepte. Zwar ist Gnome Shell noch nicht sehr anpassungsfähig, das wird aber sicher noch!

Ich hab Gnome 3 noch nicht getestet… Es gibt aber meiner Meinung nach nur einen Unterschied zwischen gute und Schlechte Konzept:
Ob sie logisch sind.
Bei guten GUIs mach man einfach das Nahelingenste, auch wenn man sich nicht eingearbeitet hat.
Gute Konzept erklären sich FAST selbst. Zum beispiel haben die wenigsten Gnome/Windows User Probleme mit Smartphone GUIs oder dem IPad.

— jannis · 15. März 2011, 14:13

Wie alt bist Du, der Blog-Autor? 12?

Ich versuche dennoch mal, sachlich zu antworten, da die Einwände teils hanebüchen, teils aber durchaus stichhaltig sind.

Hast Du Dir mal GNOME 2.0 angesehen? GNOME 1.0? Boah, waren die Releases Schrott! Aber sie mussten raus, so wie KDE 4.0 raus musste
Gnome 2.0 kann man nicht mit KDE 4.0 vergleichen, Gnome war damals tatsächlich bereits für den Endanwender nutzbar; es fehlte zwar noch Vieles, aber das bereits Vorhandene wirkte stabil.

Wenn man eine Plattform modernisiert, fallen erst einmal reichlich alte Zöpfe.
Das ist ein Trugschluss bzw. gilt nur für den technischen Hintergrund. Das Abschneiden alter Zöpfe muss nicht zwangsläufig in einer Aufgabe einer erprobten Bedienphilosophie münden, das hat KDE 4 z.B. sehr schön gezeigt.

Unmenden Rechtschreibfehlern
Der einzige Fehler wurde korrigiert. Rechtschreibfehler sehe ich nun nur noch in diesem Kommentar.

Da wird Popularitätsgrad von Desktop-Umgebungen einfach mal behauptet, ohne auch nur einen Beleg zu liefern.
Bitte die Bedeutung des Wortes “gefühlt” in diesem Kontext beachten.

Ubuntu wird als Verbreitungsmotor für GNOME dargestellt, völlig ignorierend, dass Canonical selbst vor einiger Zeit mal angegeben hat, dass Ubuntu lächerliche ca. 8 Mio. Nutzer weltweit hat und damit sind alle „Geschmacksrichtungen“ wie Kubuntu und Xubuntu eingeschlossen, denn halbwegs verlässliche Verbreitungsstatistiken für Linux-Distributionen lassen sich nur über Zugriffe auf Update-Server errechnen und Kubuntu greift auf die selben Updates zu wie Ubuntu. (Fedora hat ca. 24 Mio. Nutzer, um das mal in eine Perspektive zu bringen.) Wer von diesen Nutzern nun welche Oberfläche nutzt, ist verlässlich schlicht nicht zu ermitteln.
Die Quelle ist mir nicht bekannt, das wäre dann aber in der Tat ein guter Einwand. Aber gerade weil sich Nutzerzahlen einem bestimmten Desktop nicht zuordnen lassen, muss man sekundäre Anzeichen dafür heranziehen.

Peinlich ist auch die Behauptung, die Nachteile der GNOME Shell wären der Grund für die Entwicklung von Unity.
Hat niemand behauptet. Das neuartige Bedienkonzept (bzw. die fehlende Möglichkeit, eigene Vorstellungen mit der Gnome-Shell adäquat umsetzen zu können), könnte jedoch durchaus zu der Entscheidung beigetragen haben, etwas Neues aufzubauen.

Newsflash: Unity ist genau so auf 3D-Beschleunigung angewiesen und läuft ohne nicht.
Nur weil ein anderer es auch falsch macht, heißt das noch nicht, dass es dadurch richtig wird. KDE 4, XFCE oder eben auch Windows beweisen, dass es auch anders ginge. Ich rede hier übrigens nicht bloß von alter Hardware, auch auf aktuellen Rechnern gibt es nicht wenige Probleme bei fehlenden Treibern.

Unity wird entwickelt, weil Canonical volle Kontrolle darüber haben will: Kein Diskutieren mit irgendeiner Entwickler-Comunity, volles Copyright,…
Das ist sicherlich der andere Punkt, welcher den anderen Grund aber nicht ausschließen muss.

Da sieht man in einem Bildschirmfoto eine GNOME-3.0-Fensterleiste mit allen drei Buttons, nur um dann ein Bildschirmfoto später zu sagen, dass es zwei der drei Buttons gar nicht gibt.
Die Erklärung ist simpel: Dieser Screenshot entstand schon, während die Beta 1 noch aktuell war (der zweite stammt aus dem verlinkten satirischen Beitrag und ist natürlich eine Montage). Texte wie diese hier entstehen nicht nur an einem Tag.

Hättest Du Shell (aktuell ist Beta2) mal benutzt, wüsstest Du, dass maximieren und minimieren gar nicht in das Bedienungskonzept von Shell passen.
Hätte man den Text oben mal gelesen, hätte man gemerkt, dass genau das da so steht.

Wer das neue Konzept nicht nutzen mag, soll’s halt sein lassen. Das klassische Panel-Konzept gibt es weiterhin. Es ist bloß eine Auswahl in GDM entfernt.
Darum geht es nicht, es geht darum, was künftig als Standard angeboten wird. Wobei es sich im Übrigen beim Gnome-2-Eintrag in GDM dann wohl um ein Gnome 2 handeln wird, das ähnlich wie die Shell vorkonfiguriert sein wird.

Und selbstverständlich müssen Titelleisten usw. von der Pixelanzahl her größer werden.
Merkwürdig nur, dass Mac seit Jahren konstant bleibt und Windows die Schaltflächengrößen sogar wieder hat schrumpfen lassen.

Pinguinzubehör · 15. März 2011, 14:29

@hampa: Es stimmt nicht, dass mit Compiz zwangsläufig mehr Strom verbraucht wird. Es kann sogar Strom sparen, weil viel Arbeit von der GPU schneller und effizienter erledigt werden kann als von der CPU. Das Problem ist hierbei weniger Compiz sondern eher der Xserver

Außerdem gibt es neben dem blingbling Effekten durchaus nützliche Funktionen, die manchen Menschen bei der Nutzung eines Computers helfen (z.B. Lupe) oder Funktionen wie Grid.

— burli · 15. März 2011, 14:31

Fest steht: Das klassische Bedienkonzept, welches sich Jahrzehntelang durch die verschiedenen Oberflächen zog, ist stark verbesserungswürdig. Mittlerweile haben sich die meisten Nutzer mit ihrer Oberfläche mehr oder weniger arrangiert, aber bei vielen sieht es oftmals eher wie ein Kampf statt arbeiten aus. Dies wurde eigentlich mittlerweile von allen OS-Entwicklern erkannt.

Die Erforderlichkeit der 3D-Unterstützung ist in der Tat ein Problem. Nicht weil, wie viele behaupten, wir alle noch Uralt-Teile rumstehen haben, eher im Gegenteil: Gerade bei neueren Grafikkarten muss immer erst ein proprietärer Treiber installiert werden, damit 3D läuft. Bei “mittleren” Karten auch, weil es zwar einen freien Treiber gibt, welcher aber nicht funktioniert. Nur bei alten Karten läuft es meist out-of-the-box. Wenn jemand eine Distribution von der Live-CD ausprobiert, dann will er aber keine Fehlermeldung zu sehen kriegen oder irgendeine klassische Ansicht, er will ja die Oberfläche testen, mit der er später auch arbeiten wird.

Die GNOME Shell braucht aber zwingend funktionierenden 3D-Support. Unity nicht, weil es dort ein 2D-Version gibt. Sind zwar unterschiedliche Codebasen, aber der damit eingehende erhöhte Entwicklungsaufwand ist das Problem von Canonical, wichtig ist, dass der User die Oberfläche ausprobieren kann. Generell kommt mir persönlich Unity stabiler als die GNOME Shell vor. Außerdem gefällt mir Unity vom Design her besser und das Bedienkonzept ist zwar progressiv, aber nicht so radikal wie das von der Shell. Über den CompizConfig-Manager kann man auch einiges einstellen.

@Pinguinzubehör: Im kommenden Mac OS X 10.7 sollen die Fensterleistenbuttons sogar verkleinert werden.

FERNmann · 15. März 2011, 15:50

Für mich ist Gnome3 ein gewaltiger Rückschritt – genau wie Ubuntu Unity. Das Problem lautet: Resourcenverbrauch. Selbst auf meinem Core i5, mit 8GB RAM und SSD sind mir die neuen Desktops (genau wie Windows Aero) viel zu resourcenfressend. Ich brauche die Rechenkraft meines PCs nicht für Fensterdekorationen, sondern zum arbeiten! Wann kapiert denn endlich jemand, dass Animationen (durch die Verzögerung) beim Arbeiten behindern und die Usability gewaltig reduzieren?

Gut, einiges hat sich auch verbessert, aber diese graphischen Features regen mich wirklich auf. Könnte man nicht auch die (voll funktionale) Gnome Shell im Windows 2000 Look herausgeben? Und alle Animationen deaktivieren?

Schade, dass XFCE noch nicht ganz stabil ist…

— genodeftest · 15. März 2011, 17:35

@genodeftest: Was für Verzögerungen? Ich habe keine Verzögerungen. Ich hab nur praktische Funktionen, die mir Übersicht verschaffen.

Was ist das Problem daran, wenn man die Leistung der Grafikkarte nutzt? Was bringen die besten Grafikkarten, wenn ihre Leistung in 95% der Zeit brachliegt?

Valentin · 15. März 2011, 17:52

@burli:
dafür braucht dann die GPU mehr Strom…
Außerdem: für welche GPU gibt es denn schon akzeptable Treiber? die von Nvidia machen mit der 200er Serie Probleme: sie können die GPU scheinbar nicht automatisch in einen Energiesparmodus versetzen, was sogar der WindowsXP-Treiber kann.

Außerdem: die Lupe gibts schon länger als Compiz!

— · 15. März 2011, 17:54

@genodeftest: also auf meinem Netbook mit Atom CPU und 1GB RAM läuft Unity problemlos und ich kann damit schnell arbeiten. Irgendwas machst du falsch.

@-: natürlich braucht die GPU Strom. Aber für die gleiche Arbeit braucht sie weniger Strom als die CPU.

Vielleicht ist der 3d Zwang von Unity und der Gnome Shell ja endlich mal Anlass dafür, dass die Grafiktreiber verbessert werden.

— burli · 15. März 2011, 19:38

Ist Gnome3 etwa schon fertig?

Und auch so, jeder kann doch machen was er will… ich finde es schön, dass mal was gewagt wird – auch wenn es mir bisher auch noch nicht gefällt.

— martin · 15. März 2011, 20:36

Das kleine iPad hat eine Auflösung, wie es vor 10 Jahren noch dicke 17-Zoll-Röhrenmonitore hatten. 17-Zoll-TFTs haben eine entsprechend höhere Auflösung mit max. 16×16 Pixeln großen Schaltflächen kommt man einfach nicht mehr hin, zumindest nicht wenn man Lesebrille-Träger als Nutzer nicht verprellen will.
Es ist ja nun wirklich nicht so, als könne man Fenster-Buttons und deren Größe nicht weiterhin konfigurieren…

— Marrrrkus · 15. März 2011, 13:27

Hallo Marrrrkus,

das ist ein Trend, den ich leider nur auf Smartphones und manchen Apple-Produkten sehe.
So gibt es z.B. so gut wie keine 15 “ Notebooks mit UXGA (15xx x 1xxx) oder WUXGA mehr und 19” Monitore mit 1900 × 1xxx mehr. Das gabs früher mal bei z.B. Dell. Und auch deutlich größere Displays könnten heutzutage viel mehr PPI haben.
Besser wäre es, da ich auch Serifenschriften gestochen scharf sehen möchte.

— Der C · 15. März 2011, 21:39

Ich kann mich mit deinem Beitrag identifizieren und würde niemanden in meinem Umfeld zu Gnome 3 raten. Dass sich an der Benutzbarkeit in den Folgeversionen noch etwas entscheidend verbessert glaube ich nicht, schließlich gibt es weitere Baustellen wie die Zeitgeist-Integration. Wie einige andere halte ich die Gnome Shell auch für “broken by design”. Ich sehe die Entwicklung als Vertrauensbruch und bin enttäuscht.

Als traditioneller Fluxbox- und derzeitiger Openbox-Nutzer tangiert mich der Wandel nicht unmittelbar. Nur kann ich derzeit noch nicht erkennen, was ich solchen Freunden und Kommilitonen noch empfehlen kann, die Interesse an Linux zeigen, aber eine gut funktionierende, konsistente und stabile GUI brauchen. KDE 4.x und Gnome 3.x würde ich selbst nicht nutzen, ebenso Unity (denn niemand wird vorhersagen können, welche Richtung Canonical in einem Jahr einschlagen wird). Vielleicht kommt Xfce infrage, vermutlich werde ich eher gar nichts empfehlen.

— · 16. März 2011, 09:52

Die Diskussion gab es doch grade schon bei Ubuntu, als z.b. die Knöpfe nach links rutschten. Und jetzt?
Ein großteil ändert eh so viel am Erscheinungsbild, dass es nichtmehr zuzuweisen ist. Frag doch das mal nach.

Und die antiquierte Panel krampfhaft so erhalten zu wollen spricht leider für ein Phänomen in der Linuxwelt: “Bloß nichts anders machen, wenn wir nur lange genug warten werden die User schon in Scharen herlaufen.”

In Zeiten von Smartphones, xPads und Touchscreen PCs kann man auf mickrige Applets im Panel verzichten. Auf Netbooks ist Gnome2 auch ein Krampf.

Der Punkt, dass die ganz oder gar nicht Lösung auf alter/inkompaktibler Hardware zu Frust und Enttäuschung sorgt unterschreibe ich auch. Da sollte eine vernünftige Fallback Lösung her.

Aber der Artikel in der Form ist leider zu polemisch verfasst. Schade eigentlich weil das Thema mehr hergibt.

— k1l · 16. März 2011, 17:41

genodeftest, wenn dir Optik so unwichtig ist, dann möchte ich mal nicht wissen, wie deine Freundin ausschaut. Effekte und Style sind natürlich dermaßen wichtig. Beim Autokauf wird doch das Aussehen auch nicht total vergessen.
Außerdem ist Gnome3 verdammt cool. Wenn man nicht zu spießig ist lässt man das auch als Argument gelten.

An Marrrrrkus:
Das Fedora dreimal so häufig genutzt wird wie Ubuntu ist ja wohl ein Witz. Den Autor hier dumm anmachen, weil er seine eigene Einschätzung über die Verbreitung, logischerweise ohne Quellen, angibt, aber selbst dämliche Behauptungen aufstellen und behaupten, mal von irgendwelchen Quellen gehört zu haben. Wenn du dir schon so was ausdenkst, dann nimm das nächste mal realistischere Zahlen, damit du nicht wieder als Lachnummer da stehst. Aber das schaffst du ja auch, indem du in deiner Kritik zur Rechtschreibung des Artikels einen Rechtschreibefehler machst.

— aki · 16. März 2011, 19:51

Die Kommentatoren, die sich hier über Rechtschreibfehler beschweren, haben eigentlich schon ihr Recht auf freie Meinungsäußerung verloren :-p

1. geht es in dem Artikel nicht um die deutsche Rechtschreibung (ihr seid also Populisten, nicht besser als zumeist die Bild oder Österreich). 2. seid ihr dann auch noch blöd genug in euren Beiträgen zur Rechtschreibung wiederum dutzende Rechtschreibfehler einzubauen…

Jetzt aber genug Populismus, konzentriert euch doch bitte mal auf den Inhalt des Artikels – und nicht ob Daniel nun dumm ist, weil er Rechtschreibfehler macht, und nicht ob er nun dumm ist, weil er eine eigene Meinung hat. (Dann wären eure Kommentare auch gleich halb so lang…)

· 17. März 2011, 02:59

“Das Fedora dreimal so häufig genutzt wird wie Ubuntu ist ja wohl ein Witz. Den Autor hier dumm anmachen, weil er seine eigene Einschätzung über die Verbreitung, logischerweise ohne Quellen, angibt, aber selbst dämliche Behauptungen aufstellen und behaupten, mal von irgendwelchen Quellen gehört zu haben. Wenn du dir schon so was ausdenkst, dann nimm das nächste mal realistischere Zahlen, damit du nicht wieder als Lachnummer da stehst.”

Die 8 Millionen Ubuntu-Nutzer hat Canonical mal selbst veröffentlicht. Kannst es ja googlen, wenn Du mir nicht glaubst. Die Statistiken zu den Zugriffen auf Update-Server veröffentlicht das Fedora-Projekt laufend im eigenen Wiki.
Aber ich muss eine Korrektur zugestehen:
Aktuell hat Fedora knapp über 29 Millionen erfassbare Nutzer: https://fedoraproject.org/wiki/Statistics#Total_repository_connections
(Und wie da steht: Eine 100% genaue Nutzerzahl ist nicht erhebbar. Wenn aber Ubuntu laut Canonical nach gleicher Messweise 8 Mio. Update-Server-Zugriffe hat und Fedora halt 29 Mio., denken sich nur geistig Umnachtete, dass Fedora weniger Nutzer hat als Ubuntu.)

Canonical könnte ja eine Statistik-Seite bereitstellen, wo man auch aktuellere Zahlen herkriegen kann. Macht Canonical aber nicht. Die einzigen Statistiken, sind die:
http://popcon.ubuntu.com/
Da die Zahlen aber ganz anders ermittelt werden, sind die nicht vergleichbar.

Die komplette Red-Hat-Familie an Produkten (also inkl. Fedora) hat für Linux-Verhältnisse unglaublich hohe Verbreitungsgrade im Firmen-Segment. Die Nutzer nutzen ihre Rechner aber nur und protzen nicht mit ihrem OS rum, während Ubuntu-Nutzer tendenziell ein größeres Mitteilungsbedürfnis zu haben scheinen.

— Marrrrkus · 17. März 2011, 03:01

Etwas pessimistisch, oder? Wie man an KDE4 gesehen hat, braucht es nunmal nach dem ersten offiziellem Release noch eine ganze Weile bis die Ecken und Kanten abgefeilt sind.

Jetzt schon ein derartiges Urteil zu fällen, halte ich für sehr vermessen. Ich meine: hallo? Es ist gerade mal die zweite Beta draussen. Und das bisher auch ohne grosses Feedback von Endanwendern.

Konstruktive Kritik ist etwas anderes.

— Nordlicht · 17. März 2011, 07:39

Etwas pessimistisch, oder?

Absolut, das kann ich nicht leugnen.

Ich meine: hallo? Es ist gerade mal die zweite Beta draussen.

Es geht bei der Kritik nicht um kleinere Mängel oder Bugs, sondern um Grundsätzliches (das Bedienkonzept). Wenn Gnome 3 hieran noch etwas ändern wollen würde, müssten sie die Shell wahrscheinlich einstampfen und nochmal von vorn beginnen. Also ist ein Ausblick auch zum jetzigen Zeitpunkt schon berechtigt (den es übrigens auch für KDE4 schon gab:).
KDE 4 – was wird das denn?
Kleinigkeiten ändern sich selbstverständlich immer noch, am Grundkonzept wird jedoch kaum mehr gerüttelt.

Pinguinzubehör · 17. März 2011, 11:40

Moin Moin,

Tja ich denke mal ich werde es Abwarten, denn ich habe zu Gnome gefunden , als bei KDE damals alles über den Haufen geworfen worden ist.
Ich für meinen Teil mag Gnome so wie er ist, ein wenig durch Compiz aufgebauscht und fertig.
So lang es für mein Ubuntu noch die Gnome2 Pakete geben wird ist mir alles recht.

— DrCRAZY · 17. März 2011, 12:35

Lieber Blogautor,

hast du schon einmal jemandem die Benutzung eines Computers von Grund auf erklaeren muessen?

Ich habe dies schon mehrfach tun muessen und mich immer gewundert wie kompiziert eigentlich der “moderne” Desktop ist und wir es gar nicht mehr merken.

Erklaere einem Menschen der noch nie einen Computer verwendet hat warum er zwei Moeglichkeiten benoetigt ein Fenster von seinem Bildschirm verschwinden zu lassen, nicht so einfach!

Egal was man beginnt, es ist immer die Auswahl im Ueberfluss die einem das Leben erschwert, erst im Laufe der Zeit lernt man den Umgang damit.
Aber ist das wirklich noetig, diese steile Lernkurve oder koennen nicht auch fortgeschrittene Benutzer von einer einfachen Benutzeroberflaeche profitieren?

— flomar · 19. März 2011, 12:25

Aber ist das wirklich noetig, diese steile Lernkurve oder koennen nicht auch fortgeschrittene Benutzer von einer einfachen Benutzeroberflaeche profitieren?

Das genau ist die Frage. Der Denkfehler, der dabei allerdings oft gemacht wird, ist, dass Anfänger irgendwann keine Anfänger mehr sind. Irgendwann ist auch ein Anfänger fortgeschrittener Nutzer – und spätestens dann beschränkt ihn eine rigorose Simplifizierung in seinen Möglichkeiten. Erst recht, wenn er den Vergleich zu anderen Systemen bemerkt (“Win/Mac kann das aber!”). Eine Ausrichtung allein auf Bedürfnisse von Anfängern führt früher oder später in eine Sackgasse (sinngemäß nach Torvalds).

Pinguinzubehör · 19. März 2011, 20:57

Das genau ist die Frage. … Irgendwann ist auch ein Anfänger fortgeschrittener Nutzer – und spätestens dann beschränkt ihn eine rigorose Simplifizierung in seinen Möglichkeiten.
Ich verstehe zwar deine Befuerchtung, jedoch glaube ich daran, dass das Konzentrieren auf das noetigste, also die von dir s.g. rigorose Simplifizierung, auch dem fortgeschrittenen Benutzer hilft sich auf die Verrichtung seiner Arbeit zu konzentrieren.
Als Beispie, ich denke jedem noch so fortgeschrittenen Benutzer ist es schon mal passiert, dass er ein Fenster minimiert statt maximiert hat, es handelt sich immerhin nur um wenige Pixel Distanz zwischen den beiden Aktionen.
Weiters denke ich je weniger Knoepfe und Menues auf einem Desktop vorhanden sind umso einfacher ist es sich auf seine Arbeit zu konzentrieren und sich nicht ablenken zu lassen von Dingen die die Effizienz mindern. Jedoch meine ich damit nicht zwangslaeufig, dass man auf irgendwelche Funktionen verzichten muss, nur muss es erlaubt sein, ueber eine Umstrukturierung im Sinne der Effizienzsteigerung nachzudenken.

— flomar · 21. März 2011, 12:29

schlecht gebrüllt ***hase, nicht jeder hat einen Hochleistungsrechner und nicht jeder will solche Spielereien benutzen um damit seineZeit zu vertrödeln, was den Fakt angeht, kommt mir die Taktik sehr vertraut entgegen aus AOL und Google.Chrome…
Wer weiß warum, ich jedenfalls möchte auf Gnome verzichten weil es mir noch zuviel Ressource nimmt, mein Männe besteht dagegen auf sein gnome und wartet lieber ewig bis alles sein Werk getan hat.
Ließe sich denn das Thema bei Gnome 3 noch modifizieren (also andre Themen nachinstallieren, oder bestehende bearbeiten) Bin mal gespannt, wegen der alten Hardware hier werde ich wohl kaum in die Verlegenheit kommen, Gnome3.0 kennenzulernen^^

— Diotima · 1. April 2011, 12:11

Gnome hat es wirklich Geschaft!

Gnome 3 ohne Fensterleiste ist ein No Go!

Kein schneller Überblick über die geöffneten Fenster und das ohne erst irgend eine Taste zu drücken!

Gnome3 hat mich nun verloren! Ich gehe nun zu XFCE!

— Feuerblitz · 22. April 2011, 10:19

So.
Durch Update von Arch gestern morgen irgend wann gegen 4 Gnome3 reinbekommen und mich erst mal an einem alten kaputten Notebook abreagiert. Dass ich mit der neuen sog. Shell als Screenreader-Nutzer gefickt sein werde, hatte ich davor schon befürchtet, aber nicht dass es so heftig kommt. Ist leider ein Phänomen in unserem System: Gut aussehen muss der Scheiß, dann verkauft es sich, auch wenn es an sich absolut unbrauchbar ist, aber wer sein Gehirn nicht abgibt und zu hohe Ansprüche stellt ist selbst schuld! Und das mit den paar Behinderten hat sich ja in ein paar Jahren dank Präimplantationsdiagnostik eh erledigt. Sehr guter Artikel, aber wenn ich gewisse Comments hier lese (wenn du nichts von Optik hältst will ich deine Freundin nicht sehen…sinngemäß…) wünsch ich mir einfach nur dass hier auch mal ein Kernkraftwerk hochgeht und es dabei die Richtigen trifft…Fallback Mode sei dank, aber wer weiß wann der irgend wann gekickt wird. Bin jetzt fertig mit Bashing und geh erst mal ne Runde mit Hund joggen um mich abzureagieren.

— vf04 · 2. Mai 2011, 15:52

Hatte mir die Gnome 3.0-Live CD von OpenSuse in der x64-Ausgabe gezogen, um’s mal auf ‘nem halbwegs aktuellen Mittelklasse-PC (ca. 2 Jahre alt) anzutesten (Bisher Dualboot: Win7 & Linux Mint):

Sah auch erstmal schick aus, soweit…

Apps im Dash? What the hell… Egal, klappte ja recht gut. Aha, Tastatur-Befehle spielen hier also eine wichtigere Rolle… Ok, Anwendung in den Vordergrund, per Maus nach oben, Voilà! Neue, ähm, App im, ähm, Dash anlegen… Ok, geht. (Nebengedanke: Haben sie also – genauso wie bei Unity – nach links und nicht nach unten verfrachtet, ein wenig “kastriert” und diesen, ähm, originellen Namen gewählt, damit es nicht zu sehr nach Apfel-Soft ausschaut… Oh, Mann!)

Programm 1 auf Workspace 1 geöffnet, dann Programm 2 auf Workspace 2. Wollte mit der Maus auf der rechten Fensterseite über den Pager(?) von Workspace 2 bzw. Programm 2 zurück zu Workspace 1 bzw. Programm 1, doch: Nada, Pager per Maus nicht erreichbar. Hm, Umweg über Activities klappte dann… War ich schonmal nicht mehr so gut aufgelegt. Na gut, per Tastatur-Befehl klappte es dann. (Nebengedanke: Erinnert mich in seiner Funktionalität irgendwie auch an, ähm, Apfel-Soft…)

Wollte dann ein wenig an den Einstellungen herumspielen und gelangte in ein völlig abgespecktes Menü, wo ich entweder auf den Konfigurationseditor (gconf-edit) oder den Punkt Colours zugreifen konnte. Mehr nicht. Wurde ich schon langsam wütend. (Nebengedanke: Erinnert mich nun wirklich nicht an irgendwen oder irgendwas. Muß man auch erstmal die Traute haben, sowas zu bringen…)

Dann fiel mir auf, daß Zeitgeist ja noch gar nicht zur Verfügung steht, was ich aber hätte wissen können, wie sich herausstellte. Wurde ich böse. Genauso böse wie bei KDE 4.0 mit seinem Social Desktop.

Werde in 5 Jahren wahrscheinlich nicht mehr böse, wütend oder schlecht aufgelegt sein, dann aber auch keinen Grund mehr sehen, von Xfce oder anderen Alternativen zurück zu Gnome zu wechseln, schätze ich. Eventuell bin ich dann aber auch schon freiwillig bei Apfel-Soft oder unfreiwillig in der serverbasierten Software-Cloud ein “Gefangener” von vielen… ;)

Alles in allem: Schade, schade, denn vielleicht hatte Herr Torvalds mit einem gewissen Statement doch nicht so ganz Unrecht… (siehe: http://www.tecchannel.de/news/themen/linux/433585/linus_torvalds_039gnome_offenbar_von_interface_nazis_entwickelt039/) Schon gut, ich kenne auch seine Äußerung, als er sich mit KDE 4.0 konfrontiert sah! :) Gut auch, daß ich mir diverse Tastatur-Befehle (http://live.gnome.org/GnomeShell/CheatSheet#List_of_Keybindings) einprägen konnte, damit das alles “ganz einfach” funzt… ;)

P.S.: Wenn auch nicht 1:1 übertragbar: Ich erinnere mich noch an den Wechsel von Amarok 1.4* zur Version 2.0*. Das war bitter! Doch inzwischen gibt’s ja Clementine… :P

— Dieter · 4. Mai 2011, 19:26

Nachtrag:

Habe 2 Artikel gefunden, in denen einige interessante Shell-Erweiterungen oder erste Tweak- und Modding-Möglichkeiten für Gnome 3 erwähnt werden:

- GNOME 3: Die GNOME Shell hat Extensions (http://drowningigby.wordpress.com/2011/04/10/gnome-3-die-gnome-shell-hat-extensions/)

- Gnome 3 – ansich mag ich’s ja! (http://ganz-sicher.net/blog/ubuntu/gnome-3-ansich-mag-ichs-ja/)

Insbesondere das Gnome Tweak Tool erfreut mich schonmal…

Vielleicht wird’s ja doch noch was mit uns beiden, Gnome 3! :)

P.S.: Mit erneutem Herumgespiele gewöhne ich mich auch langsam an die Tastatur-Benutzung. Nun ja… B)

— Dieter · 5. Mai 2011, 17:20

Moin
Ich bin ein alter Mann (51), 22 Jahre Computer-Erfahrung. Atari, Macintosh (System 7.1 bis 8.6), PC mit Windows 3.1, 95, 98SE,ME,XP.
Seit 2005 Linux-Serverbau, seit 2007 Linux als Arbeitsrechner, Arch Linux mit KDE 3.5.9, dann KDE 4.0 eingefangen (Himmel,Arsch und Zwirn!)
Umgebaut auf KDEmod 3.5.10.
Die Probleme wegen veralteter Bibliotheken wurden untragbar.
Mehrfach KDE4.x ausprobiert, ich verstehe es nicht! Ich kann es nicht bedienen. Auf Gnome 2.28 umgestiegen, karge Oberfläche, ich habe KDE 3.5.x wirklich geliebt…
Alle Updates bis 2.32 mitgenommen, dann Gnome 3.0 eingefangen (Himmel, Arsch und Wolkenbruch!)
Festplatte rausgeschmissen und System mit Openbox und diversen Helferlein neu aufgebaut. Ich hoffe, ich behalte ab jetzt für alle Zeit die Kontrolle über meinen Computer…

Ich bin ein technisch-physikalisch gebildeter Mensch, ich kann sehr vieles verstehen und bedienen, aber bei den “modernen” Oberflächen steige ich aus. Ich habe keine Lust mehr, mich umzugewöhnen.
Vermutlich liegt es daran, daß ich nur die Funktion will, wie mit einer Werkzeugkiste, der Schraubendreher Größe X muß IMMER an der gleichen Stelle zu finden sein. Ich benutze auch kein Smartphone, ich telefoniere mit einem 3.Welt Nokia, ich schmiere nicht mit den Fingern über ein Hochglanz-Display.
Das iPad ist mir egal…

— tuboletti · 20. Mai 2011, 22:31

…und was macht Apple??? Launchpad erinnert mich doch sehr stark an Gnome 3!

Warum wohl?

War Apple nicht mal Ergonomie-Papst?

Nach 2 Monaten Fedora 15 mit Gnome 3 bin ich eigentlich sehr zufrieden mit meinem Desktop. Gnome-Applets vermisse ich nicht (für das einzig brauchbare Hamster-Applett gibt es einen Hack).

Und wegen der Bedienung: Es fehlt eigentlich nur noch ein Multitouchpad und die drei-Finger-Wischgeste und wir haben Launchpad aus Mac OS X Lion!

Konsequent sage ich da nur… und vor allem DANKE, liebe Gnome-Entwickler!

Robert

— · 13. Juli 2011, 14:41

Ich kann die Kritik nicht ganz nachvollziehen. Mensch ist völlig überreizt mit all den eng getroffen werden wollenden Schaltflächen… Fenster-Umherschieben allerorts… Möglicherweise ist Vereinfachung, was die Menschen wollen. Zumindest sieht es so aus, ios5 bringt es auf den Punkt … nicht alles ist möglich, aber was es kann ist konsistent, z.B. VoiceOver als beispielloses Feature, dem kein Betriebssystem auch nicht mit hunderten von zusätzlichen Euros auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Spezielle Erfordernisse, individuelle Bedürfnisse und Vorlieben werden von Anbietern in Form von Software geliefert. Es ist nicht abzustreiten, daß dies ein Erfolgskonzept ist.
Ich für meinen Teil habe Gnome3 als unfallbedingt schwerstbehinderter Informatiker im Einsatz und bin fasziniert von der tiefen und präzisen Logik, die hinter Gnome3 steckt. Natürlich ist noch viel zu tun, aber die Zukunft wird zeigen, ob sich die Entwickler irren oder vielleicht bahnbrechende Ideen erfolgreich verwirklicht haben werden.
Ich sehe regelmäßig Kritik an neuem und oft zeigt die Zeit den Nutzen.
Ich für meinen Teil habe Gnome3 eine Chance gegeben und habe es über die letzte Zeit noch nicht bereut, bei tgl. vielen Stunden beruflicher und behinderungsbedingter Computernutzung. Ich danke den Denkern und Umsetzern für Ihre Ideen.

— Harry Earth · 6. September 2011, 01:48

Als PC-Benutzer möchte ich weiterhin genauso behandelt werden wie Benutzer von mobilen Geräten, nämlich gleichberechtigt. Es ärgert mich inzwischen zunehmend, daß man auf der Entwicklerseite – unter welchem OS auch immer – meint, man könne Kosten sparen, indem ein “universeller” Desktop eingeführt wird, welcher sogenannten “Mausschubsern” wie mir das Leben unnötig erschwert. Warum muß ich mir für die Benutzung von Gnome 3 oder Unity ein Tastaturblatt wie z.B. zu DOS-Zeiten in Plaste schweißen, um alle Funktionen aufrufen zu können? Ich versteh’s nicht.

Mir ist einerseits bewußt, daß sich die Erde weiterdreht. Andererseits frage ich mich, warum der Mobile-Hype solche Blüten treibt, denn es könnte ja durchaus sein, daß gerade ich als “Normalo” beispielsweise einen Beitrag zu einer Dokumentation eines geliebten Open Source-Programmes schreiben wollte, dies aber nicht fortführen kann, weil ich mich erst einmal mit Tastaturbefehlen herumplagen darf, die ich morgen schon wieder vergessen habe. Äußere ich dies, kommt prompt die – meiner Meinung nach überhebliche – Antwort, das eigentliche Problem würde wieder mal vor’m Bildschirm sitzen. Ist das der oftmals gelobte Dialog zwischen Entwicklern und Benutzern? Es kann doch nicht so schwer sein, entsprechende Schnittstellen einzurichten, welche die Benutzung des Gnome 3-Desktops auch per Maus unkompliziert ermöglichen?

— 0815 · 4. November 2011, 22:57

Ein System das sich nicht mehr abschalten lässt, keine Knöpfe zum Minimieren/Maximieren mehr hat, Probleme mit Benachrichtigungsfeld. 3D-Treiber zwingend, der Schreibtisch nicht mehr nutzbar, neue Registry (dconf) uswusfwtf?

— French · 2. Dezember 2011, 12:30

Weiß garnicht, was hier einige haben. JEDE Desktopumgebung zwingt dem Nutzer eine bestimmte Bedienweise auf! Sei es durch ein Panel oder sonstwas! Die Gnome-Shell ist zudem wie alle anderen anpassbar (Javascript, CSS) und nicht zuletzt durch die von allen Seiten bereitgestellten Extensions. Vom Ausschalten-Knopf, einem klassischen Menü, einem zweiten Panel bis zur allseitsbekannten Fensterliste ist bereits alles verfügbar. Wem die Shell insgesamt nicht passt, der kann was anderes nutzen oder von mir aus auch Gnome2 forken (lassen). Ihr habt die Freiheit, realisiert das aber nicht. Unfassbar!

— fragensteller · 9. Dezember 2011, 20:46

Nein, das ist sogar absolut erbärmlich. Wer auf Stillstand steht, soll daran gerne zu Grunde gehen…

— Harald · 11. Dezember 2011, 00:43

@Harald:
Also Veränderung um der Veränderung willen, unabhängig davon, ob die Veränderungen Sinn haben, das ganze auch noch als Einheitsdesktop – jedenfalls ursprünglich – und wenn der User meckert, weil es neben jeder Menge anderem auch das GNOME Appearance Properties nicht mehr gibt, dann schießen wir halt bei der nächsten Release ein lächerliches Tweak Tool hinterher. Damit kann er dann zwar auch nicht viel anfangen, aber wir können ihn ja scheibchenweise Extensions im Netz zusammensuchen lassen wie weiland bei DOS. Ist das nicht wunderbar modern und stillstandsfeindlich? Und erbärmlich ist das dann auf keinen Fall, denn wir wissen ja am besten, was dem User zu gefallen hat! Wie bitte, der will das selbst entscheiden? Na, wo leben wir denn? Da könnte ja jeder kommen!…

— Oscar alias xpenguin · 30. April 2012, 23:32

Ich mal wieder.

Habe meiner alten Mutter einen Oma-Computer gebastelt. Single-Core, immerhin 2083 MHz.

Arch-Linux, Openbox, das Menü selbst so angepasst, dass alles da ist, was gebraucht wird.
Es gibt keine Desktop-Icons, das Menü geht auch mit der Windows-Taste an :-)
Sie kommt damit klar und kann (fast) nichts zerlegen, das eMail-Programm Sylpheed hat sie mal verstellt, Taste “V”
Was macht man mit einem Computer außer Internet?
EMail, paar Spiele, Video, Musik, Foto.

Ich war von dieser Oberfläche so begeistert, dass ich mir selbst so eine Minimal-Oberfläche gebaut habe, 15 Programme sind im Menü, für Spezialaufgaben nutze ich das Terminal.
Die beiden mobilen Computer die ich nutze haben die gleiche Oberfläche.
Ich bin mit diesen Maschinen sehr schnell und ich werde meine Oberfläche niemals aufgeben.

Als Metallhandwerker habe ich einen “Zollstock” und eine Zange rechts am Hosenbein in dieser kleinen Tasche. Ich bin hilflos, wenn diese beiden Dinge nicht genau dort sind.

So müssen auch meine Computer sein, alle Werkzeuge immer am gleichen Platz.
Die Werkzeuge dürfen schneller und schärfer werden, ich habe nichts gegen Quad-Cores und 8GB Speicher, leise Netzteile, ja bitte, usw.

Meiner Ansicht nach, hätten sehr viele Programmierer schon vor vielen Jahren ihre Arbeit einstellen können. Irgendwann müsste doch auch “Word” mal fertig sein? …ich nutze kein Word…

Es ist eigentlich unnötig, sich überhaupt Gedanken über Gnome oder KDE zu machen, bei Linux haben wir alle Möglichkeiten, die Modernisierer können sich mit modernen Oberflächen austoben, ich für mein Teil seh mir das nicht mehr an.

Selbst dieser Beitrag ist unnötig…
Aber jetzt habe ich den geschrieben :-)

Einen schönen Tag noch.

— tuboletti · 27. Juni 2012, 20:42

@tuboletti
“Meiner Ansicht nach, hätten sehr viele Programmierer schon vor vielen Jahren ihre Arbeit einstellen können. Irgendwann müsste doch auch “Word” mal fertig sein? …ich nutze kein Word…”

Word! (D.h. auf neuenglisch: ich stimme dem absolut zu ;-) ).
Ich bin Ingenieur und war einige Zeit auch Softwareentwickler und ich frage mich wieso Leute es anscheinend als sinnvoll ansehen, ihre Lebenszeit mit dem Erlernen der Bedienung von neuen Oberflächen bzw. Betriebssystemversionen zu verbringen.

— Stephan · 12. Oktober 2014, 13:29

(anonymes Kommentieren möglich,
es gibt keine Pflichtfelder!)
Textile-Hilfe für Formatierungen
 

Anzeige