Windows 8 mit Metro – die Chance für Linux auf dem Desktop?

12. Juni 2012

Obwohl bereits der ein oder andere annahm, dieser Artikel wäre ein solcher Versuch gewesen, widmen wir uns dem Thema nun einmal ein wenig ernsthafter – auch wenn manches tatsächlich wie Realsatire anmutet. Microsofts Betriebssystem Windows steht zumindest äußerlich vor einem seiner größten Umbrüche, die „Metro“-Oberfläche soll den bisherigen Desktop sowie den Aero- bzw. klassischen Windows-Stil weitgehend verdrängen.

Die spannende Frage dabei ist, ob die Kunden diesen Schritt mitgehen werden oder nicht. Könnte es dadurch einen Schub für Linux geben, wenn auch Mac OS X immer mehr zum iOS-Abziehbildchen verkommt und Windows 8 wie der Fahrkartenautomat in der U-Bahn erscheint – ein Touchscreen-Terminal in der Metro? Windowsanwender werden sich entsetzt die Augen reiben, wenn sie plötzlich kein Startmenü mehr finden – ähnlich den Gnome-2-Anhängern, die plötzlich vor der Gnome-Shell saßen. Windows 8 könnte vielleicht dasselbe Problem wie Gnome 3 bekommen: eindrucksvolles Aussehen, aber vernünftiges Arbeiten ist damit kaum möglich, sofern man das System nicht mit Dutzenden von Fremderweiterungen bis zur Unkenntlichkeit zupflastert. Doch werden die bisherigen Mac- und Windowsnutzer sich nach Alternativen umsehen und damit bei freier Software landen? Es kursieren dazu vor allem zwei Szenarien, die die weitere Entwicklung abzuschätzen versuchen.

Die Szenarien

Szenario Nr. 1: Die Computernutzer wenden sich mit Grausen von Windows ab, bleiben so lange wie möglich bei ihren alten Systemen – und suchen dann nach Alternativen, die ihrem alten Windows ähnlicher sind als das neue Windows.

Szenario Nr. 2: Die Leute werden sich an Metro gewöhnen, da es auf neuen Rechnern vorinstalliert ist und sich dadurch allmählich aber sicher in den PC-Alltag einschleichen wird – selbst dann, wenn es zunächst überhaupt nicht akzeptiert wird.

Wie realistisch sind diese Szenarien und welche Variante ist die wahrscheinlichere? Wem Metro so auf die Nerven gehen wird, dass er sich Windows95 zurückwünscht, der findet unter Linux tatsächlich adäquaten Ersatz. XFCE und LXDE bieten annähernd perfektes Win95- bis XP-Feeling. Mit KDE steht sogar ein Ersatz für die an die Optik von Windows 7 Gewöhnten bereit. Wer ohnehin lieber mal Mac-Feeling ausprobieren wollte, wird im Ansatz bei Unity und Gnome 3 fündig. Doch werden Windows-Nutzer das auch tatsächlich tun?

Ein Blick in die Vergangenheit könnte helfen, eine bessere Einschätzung zu gewinnen. Während Windows95 und 98 gemeinhin als Erfolg gelten, auch deshalb, weil sie in eine Zeit fielen, als PCs zum allgemeinen Gebrauchsartikel wurden, kam mit Windows ME der erste größere Flop. Die Anwender empfanden es als instabil und unnötig. Man blieb bei Windows98 oder arbeitete lieber gleich mit dem „richtigen“ Windows 2000 statt mit dem DOS-Aufsatz ME, das lediglich das Erscheinungsbild von Windows 2000 hatte. Man wartete auf Windows XP. Linux stellte zur Jahrhundertwende noch keine ernsthafte Alternative dar, Gnome und KDE gab es zwar schon, aber überzeugten noch nicht. XP seinerseits fand im Laufe der Jahre breiteste Zustimmung, da technisch zuverlässig, obwohl es die ungeliebte Zwangsaktivierung einführte. Linuxdistributionen hatten zu Zeiten der XP-Einführung bereits einen Punkt erreicht, wo sie auch für den normalen Anwender eine Alternative darstellen konnten – doch nur wenige nahmen die Microsoft-Gängelung zum Anlass und wechselten tatsächlich zu Linux. Windows Vista ereilte das ME-Schicksal: es wurde als unnötig oder gar Verschlimmerung empfunden. Vista war ungeliebt, fraß in der ersten Version zu viele Systemressourcen und wirkte wie mit heißer Nadel gestrickt. Das andauernde, enervierende Bestätigenmüssen von Sicherheitsabfragen hatte die Nutzer schon bald so weit, dass diese deswegen bald völlig auf Computer verzichten wollten. Vista nervte die von XP verwöhnten Anwender. Und was taten diese? Sie blieben einfach bei XP, statt auf Alternativen wie Linux zu wechseln. Windows 7 wiederum überzeugte die Windows-Anhängerschaft wieder mehrheitlich. Auch wieder kein Grund, auf Linux zu wechseln. Trotz vorhandener Gründe, die einen Umstieg rechtfertigt hätten, haben Windowsnutzer nie in Massen das System gewechselt. Der reguläre Weg zu Linux führt nicht über die Ablehnung von Windows, sondern aufgrund Interesses für das Pinguinbetriebssystem.

Nun also kommt Windows 8 – und statt auf Linuxlösungen umzuschwenken, werden die Anwender erstmal einfach bei Windows 7 bleiben. In der Zwischenzeit wird sich das metroisierte Windows schleichend verbreiten. Marktmacht und -durchdringung von Microsoft kann man nicht negieren – auf neuerworbenen Computern wird demnächst mehrheitlich Windows 8 vorinstalliert sein und sich auf diese Weise langsam aber sicher verbreiten. Dazu kommt, dass wer mit Windowsprogrammen arbeitet, diese meist auch weiterhin benutzen möchte. Zwar bieten die Distributionen zu fast jeder Aufgabe ein äquivalentes Programm, doch die Umstellungshürde bleibt.

Folgen für Linux

Ein Sturm auf Linux ist also unwahrscheinlich, trotz der anstehenden epochalen Änderungen bei Windows. Wahrscheinlich ist jedoch, dass die Änderungen aus dem Hause Microsoft auch Linux mehr oder weniger stark beeinflussen werden. Denn die Oberflächen für Linux haben sich stets auch am Marktführer orientiert. Am auffälligsten war dies immer bei KDE. KDE 1 war ein optischer Windows-95-Klon, KDE 3 ahmte den bunten XP-Luna-Look nach und die auffälligste Änderung von KDE 4 war wie auch bei Windows Vista/7 der inflationäre Einsatz von Transparenz und graphischen Effekten – klar, alles natürlich auch abschaltbar. Linux-Desktops tun sich schwer damit, einen eigenen Stil zu finden, meist kommt ein Mischmasch aus Windows, Mac und CDE dabei heraus. Allein Gnome versuchte bislang konsequent, einen ganz eigenen Stil für Linux zu schaffen. Egal ob Gnome 2 oder jetzt die Gnome-Shell – Vorreiter für Linuxdesktops, die nicht wie eine reine Mac- oder Windows-Kopie wirkten, war und ist das Gnome-Projekt. Eine Bemühung, die aktuell natürlich in die Hose geht, wenn die gefühlte Linuxdistribution Nr. 1 lieber auf einen Mac-Klon setzt, statt originale Gnome-Shell auszuliefern.

Doch mehrheitlich versuchen die Linuxdesktops die Anwender dort abzuholen, wo sie stehen – und die stehen in der Masse eben bei Windows und Mac OS X. Eine Linuxoberfläche, die sich optisch und funktional nicht mindestens genauso gut präsentiert wie die Konkurrenten, ist für den Anwender nicht gerade attraktiv. Windows’ Metro hat mehr gemeinsam mit dem in Star Trek vorkommenden „LCARS“ als mit den eigenen Vorgängern. Insofern könnte es durchaus passieren, dass in naher Zukunft eine Metroisierung auch bei Linux einsetzt. Nicht nur, um Windowsnutzern eine vertrautere Ausgangsbasis zu bieten, sondern auch, um nicht hoffnungslos veraltet zu wirken. Das ist das Problem, das KDE und Co. demnächst haben werden. Hier rächt es sich jetzt, dass KDE gestalterisch immer recht nah an Windows dran ist. Ist Windows 8 erstmal etabliert, wird KDE, da am ehesten Windows 7 gleichend, schlicht altmodisch wirken. Transparenzen, Rundungen und Schatten werden bald ein Synonym für überholtes Design sein. LXDE könnte dagegen schon bald wieder regelrecht modern wirken.

Ähnlich sieht es auch beim Dateimanagement aus. Da Windows die von Office bekannten „Ribbons“ nun vor allem auch im Explorer etabliert, werden Dateimanager mit klassischer Ansicht bald wie altes Eisen wirken. Der Ribbons-Dateimanager sieht zwar völlig chaotisch und unelegant aus, bietet aber einen einfachen und semipermanenten Überblick über die Möglichkeiten des Programms. Wetten werden angenommen, wann es eine Datei-umbenennen-Schaltfläche, eine Auswahl-umkehren-Taste oder einen Neuen-Ordner-anlegen-Button in Dolphin, Nautilus, Thunar und PcmanFM geben wird.

Ein Trend weg vom klassischen Desktop ist bei Linux bereits seit Längerem zu beobachten. Gnome-Shell und Unity versuchen es mit einem Ansatz, der nicht mehr viel mit dem herkömmlichen Desktopschema zu tun hat und sich eher an Tablet- und Netbookbedienung orientiert. Die meisten Fenstermanager verfolgen ohnehin einen sehr eigenen Ansatz, sieht man einmal von IceWM ab, das ein Windows95, erweitert um OS/2-Elemente, darstellt. Von den fünf häufiger benutzten Linux-Desktop-Umgebungen (KDE, Gnome, Unity, XFCE und LXDE) sind also bereits 2 auch für den Bereich des klassischen Desktop-PCs auf eine Art Smartphone-Stil umgestiegen.

Linux für Einsteiger

Wenn das neue Windows die Nutzer zu Linux treiben wird (und das wird unter Garantie in manchen Fällen durchaus passieren), dann werden diese zum einen hauptsächlich auf ein Ubuntu treffen, das aus Prinzip vieles anders macht als Windows, das dann zwar keine Kacheln hat, dafür aber „Linsen“. Zum anderen kommen sie vielleicht mit Gnome in Kontakt, das wie das neue Windows radikal mit gewohnten Konzepten bricht. Bleibt noch KDE. Dem könnte es tatsächlich gelingen, manch frustrierten Windowsnutzer, der gerne beim gewohnten Desktopbild bleiben möchte, zur Verwendung von Linux zu bewegen. LXDE und XFCE wären für Windowsumsteiger auch eine gute Wahl, doch ist bei diesen Oberflächen zurzeit noch zu viel Handarbeit und Linux-Hintergrundwissen für eine umfassende Konfiguration erforderlich, was gerade Umsteiger von Windows nicht mitbringen.

Wie man es auch dreht und wendet, eines ist jedoch sicher: wer in Linux einen Windows-Ersatz erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Es klingt banal, doch wer Linux will, muss auch Linux wollen. Das bedeutet, sich dennoch auf Neues einlassen sowie Lern- und Veränderungsbereitschaft mitbringen zu müssen. Auch wenn es Windows sehr ähnlich sein kann – seine Vorteile spielt Linux nicht bei der Imitation von Windows aus, sondern es überzeugt durch seine eigenen Stärken. Eine Alternative ist immer nur eine Alternative, doch Linux ist Linux.


aus der Kategorie: / Tratsch /

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Kommentare

Der letzte Abschnitt gefällt mir sehr gut!
“Wer Linux will, muss auch Linux wollen”

— Michael · 12. Juni 2012, 12:30

Wie sollten endlich mal aufhören, das Jahr des Linuxdesktops heraufzubeschwören und uns vor diesem fürchten! Früher war ich mal der Ansicht, das jeder auf Linux wechseln sollte, weil es meiner Meinung nach das beste Betriebssystem war und ist.

Aber wenn ein Betriebssystem populär wird, hat das mehr Nach- als Vorteile.
Klar, ein Vorteil wäre natürlich, das Linux dann mehr Leute in die Community bekommt, die ihren Teil zu diesem tollen OS und allem, was dazugehört, beitragen.
Aber die Preise, die im Durchschnitt für das Humble Indie Bundle bezahlt werden in Abhängigkeit vom Betriebssystem zeigt doch, das der Großteil eher egoistisch veranlagt ist (wobei egoistisch nicht das richtige Wort ist, mir aber auch kein besseres dafür einfällt).
Wollen wir die ganzen Nutzer, die nichts zur Gemeinschaft beitragen, sondern nur schimpfen, wenn mal etwas nicht funktioniert? Die trotzdem keinen Bugreport einsenden? Und dabei das System noch attraktiv für Virenschreiber machen?

Der Fall Mac OS X zeigt vor allem, je mehr Nutzer ein Betriebssystem hat, desto stärker wird es angegriffen.

Wir sollten uns darüber freuen, das Linux so wenige Nutzer hat. Falls irgendwann mal Linux unter Beschuss liegt, dann werden wir auch erstmal nicht vorbereitet sein. Mit einem Unterschied: für die Linuxcommunity wird es dann besonders peinlich. Immerhin gilt sie doch als technischer begabt als andere Nutzergruppen (im Durchschnitt).

Wir sollten daher das Jahr des Linuxdesktops fürchten, und am besten jetzt schon damit beginnen, einen Virenscanner zu entwickeln, der perfekt in den Linuxkernel integriert ist. Das wäre das erste mal in der IT-Geschichte, das man der Entwicklung einen Schritt vorraus wäre. Denn dann hätte die Community schon mehr Erfahrung mit Viren als die Virenprogrammierer, bevor diese überhaupt daran denken, ihre Bankingtrojaner zu portieren.

pakohan · 12. Juni 2012, 14:31

windows8 wird imho ein erfolg. wenn nicht, bleiben die leute bei win7 bis win9 raus ist – und das ist gut so. wir brauchen leute die linux geil finden, keine windowshater. linux ist viel viel mehr als eine alternative zu windows. wer die vorteile von linux nicht zu schaetzen weiss, wird damit nicht gluecklich.

— peter feeder · 12. Juni 2012, 14:39

Meiner Erfahrung nach benutzen viele leute Windows, nicht weil die Oberfläche so Toll ist, sondern weil ihre Lieblings-Programme und -Spiele darauf laufen.

blubberbart · 12. Juni 2012, 15:05

@pakohan: es gibt selinux und apparmor. fuer gnu/linux gibt es kaum schaedlige, weil es ein gutes, gepflegtes sicherheitskonzept verfolgt, software i.allg. aus gepflegten repositories kommt und schnell gepatcht wird (werden kann – im gegensatz zu android/linux). die enorme anfaelligkeit von ms-windows, ist hauptsaechlich hausgemacht. natuerlich wuerde gnu/linux angegriffen werden, wenn es staerkere verbreitung haette – das know how muesste aber betraechtlich hoeher sein, als fuer windows. die angriffe wuerden wahrscheinlich staerker ueber die repositories laufen, als ueber den einzelnen endanwender.

— sudo foo · 12. Juni 2012, 15:22

Der Durchbruch naht, Kameraden! Windows wird eingekachelt und aus der Luft fertig gemacht!

Der Ballmer kann bei der Goombay-Dance-Band anfangen, wenn Tux mit ihm fertig ist!

Sieg, Sieg, Sieg!

www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-US-Navy-ruestet-bei-unbemannten-Drohnen-auf-Linux-um-1614825.html

— Wintergewitter · 12. Juni 2012, 16:30

Wie sollten endlich mal aufhören, das Jahr des Linuxdesktops heraufzubeschwören

Allerdings. Wir machen uns sehr lächerlich damit.
Ich denke sobald Steam auf Linux läuft wird es Spiele technisch steil bergauf gehen und somit viele zu einem Umbruch bewegen, aber noch längts nicht alle.

— · 13. Juni 2012, 11:50

Sehr nette Beitrag.
Ich bin auch der Meinung, daß sich Linux bei den Leuten durchsetzen wird, die es möchten. Linux als Mainstream ist doch längst angekommen, nur nicht auf dem Desktop. Wer sich mit den Internet und seinen Möglichkeiten beschäftigt wird unweigerlich nicht um Linux herum kommen.
Im Privaten umfeld kann ich nur sagen, benutzen und durch Benutzung überzeugen. Spielt nicht den Heiligen und versucht zu überzeugen, daß kommt von allein. Die meisten brauchen nur ein wenig hilfe. (Parallelinstallation)

DrCRAZY · 13. Juni 2012, 12:10

Ich hoffe Du hast nicht recht, was KDE angeht. Klar ist das der Desktop, der meist am nächsten an Windows dran war, aber grade bei KDE4 sehe ich auch viel eigenständiges, was mindestens anders, wenn nicht besser als bei Windows 7 ist.

Zwar denke ich auch, das es in naher zukunft auch unter Linux eine metro clone geben wird, ich hoffe aber das es nicht das KDE Projekt sein wird, sondern das dort der eigene Weg weiterverfolgt wird. Ich bin da aber auch recht optimistisch, da ja ein wesentliches Merkmal von KDE die(über)anpassbarkeit und konfigurierbarkeit ist, und metro da eher das genau Gegenteil repräsentiert.

— · 13. Juni 2012, 15:58

Super geschriebener Artikel!

Ich hoffe allerdings, dass Du Dich bei dieser eher negativen Einschätzung täuschst.
Aber wahrscheinlich wirst Du Recht behalten.

Den Konkurrenten “Google” hast Du aber vergessen zu erwähnen.

Die haben Kapital und Potential, um die vom Tisch fallenden Brotkruemel aufzusammeln..

MfG

— Schlaffi · 14. Juni 2012, 09:22

Linux Durchbruch auf dem Desktop?

Na klar, nächsten Jahr. Und Hurd ist auch nächstes Jahr fertig.

Die konnen in Redmond Fliesen legen, Kacheln malen, in Windows 13 nur noch einen schwarzen Bildschirm bieten oder beidseitige Displays vorschreiben, die man von der Rückseite bedient. Diese Generation wird bei Windows bleiben weil

1. das alle so machen
2. Lehrer und Kitas zum Anfixen den Kram nachgeschmissen kriegen
3. die Entscheidungsträger zwar keine Ahnung haben dürfen aber dafür Einladungen zu “Seminaren” mit lecker Essen und gutem Wein kriegen
4. Linux kompliziert, schwer, nur für Hacker ist und eh nix funktioniert
5. in der Industrie und bei Schulen und Verwaltungen eben die Vorgabe lautet “Qualitätssoftware” zu kaufen und keinen Frickelkrams
und 6. überhaupt. Wo kämen wir dahin.

JO

Linux seit 2000, Debian (jetzt mit XFCE) seit 2004

— JoachimA · 16. Juni 2012, 01:27

Das Problem ist nicht die grafische Oberfläche, sondern, dass die meisten ‘normalen’ Endbenutzer in Hinblick auf Betriebssystem(+ grafische Oberfläche)
1. oft nicht wissen, dass sie überhaupt Wahl haben
2. eine Entscheidung nicht treffen wollen
3. unfähig sind eine Entscheidung zu treffen,
daher benutzen sie, was ihnen ihnen vorgesetzt wird oder warten eben bis zur übernächsten Version.

Mal ganz abgesehen, davon, dass die meisten ‘normalen’ Windowsnutzer wohl den Explorer für das Betriebssystem halten.

Eine Zeit lang dachte ich, man könnte das Problem lösen, wenn nur genügend über linuxbasierte Betriebssystem informiert, allerdings würde das nichts daran ändern, dass dann immer noch der Wille und/oder die Fähigkeit zur Entscheidung fehlt. Daher hilft m.E. nur eins: vorinstallierte Distributionen – die würden wohl genauso genutzt werden …

Ansonsten kann Microsoft einfach auf den Markt sch(m)eißen, was ihnen beliebt und die OEMs weiter in Ketten legen.

Also bleibt nur, beim Kauf von Hardware auf Vertragserfüllung, d.h. Übertragung des Eigentums i.S.v. § 903 BGB zu beharren und ggf. nach Windows EULA, die Lizenzgebühren erstattet zur verlangen.

Zum Schluss etwas off topic, dass mir vor einiger Zeit aufgefallen ist:
Warum kann Microsoft Windows nicht als OpenSource vertreiben?
Das hat 2 Gründe, zum einen müssten sie dazu erstmal den vollständigen Sourcecode kennen und zum anderen, müssten sie dann wohl mit Support Geld verdienen!1!!

phlK · 2. August 2012, 00:35

Es gibt wirklich Leute die Schnauze von Windows vollhaben mit ihren vielen Änderungen und nach Linux gehn und Leute die kein teueres Betriebssystem kaufen wenn ihrs nicht mehr läuft nur an besondere Programme die nur auf Windows lizensiert sind muß man…

— Ralle · 12. November 2013, 02:05

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