Der Bodenständige - der Mate-Desktop im Test

4. Februar 2015

Gnome hat mit dem radikalen Umbau zur Gnome-Shell eine Lücke in der Linux-Desktoplandschaft hinterlassen, die auch die weiteren Desktopumgebungen wie XFCE, LXDE oder Enlightenment trotz aller Anstrengungen bislang nicht füllen konnten. Der traditionellen Gnome-Klientel blieb nur, auf KDE umzusteigen, sich an die Shell zu gewöhnen oder Abstriche beim Desktopumfang in Kauf zu nehmen. Inzwischen steht mit Mate wieder ein zukunftssicherer Desktop als Alternative zum neuen Gnome bereit, der das alte Gnome 2 fortführt. Im Gegensatz zum KDE-3-Nachfolger Trinity, das außer in Spezialfällen praktisch keine große Rolle spielt, sieht es bei Mate anders aus.

Als Mate gerade im Entstehen war, war noch nicht absehbar, ob es nur eine vorübergehende Erscheinung bleiben würde oder tatsächlich zu einer ernstzunehmenden, dauerhaften Alternative avanciert. Ähnlich wie Trinity wirkte es zunächst nur wie der trotzige Versuch, das zu retten, was nicht mehr zu retten war. Doch während das Trinity-Projekt kaum Beachtung findet, weil KDE nur die Technik und nicht das Desktopkonzept änderte, sieht es bei Mate anders aus. Mate hat mittlerweile den Einzug in eine beachtliche Zahl von Distributionen geschafft. Denn es ist nicht mehr nur der Versuch, den Status quo zu erhalten, sondern eine aktive Weiterentwicklung des alten Gnome-2-Desktops. Die Portierung auf GTK 3 ist fast abgeschlossen.

In den meisten Distributionen wieder vorhanden

Nachdem Gnome 2 in den letzten Jahren nach und nach aus den Distributionen verschwand und durch die Gnome-Shell ersetzt wurde, die auch im Classic-Modus nicht mehr an das alte Gnome anzuknüpfen vermag, ist es in Form von Mate nun wieder in die meisten Distributionen zurückgekehrt. Nachdem es zunächst in Linux Mint zu neuer Blüte kam, gibt es Mate nun auch wieder bei Ubuntu und Fedora, auch Mageia, Arch Linux und Suse haben es offiziell in den Paketquellen. Sogar für das noch-aktuelle, stabile Debian 7 ist es verfügbar, man muss lediglich die Backports-Softwarequellen einbinden – und schon hat man Mate zur Auswahl.


Mate unter Debian Wheezy

In Debian 8 wird Mate Bestandteil des regulären Softwareangebots sein. Mit Point Linux und Descent OS gibt es sogar zwei Distributionen, die Mate als Standarddesktop einsetzen.

Rolle rückwärts – dank x-tem Fork

Dass es Mate nun auch als Ubuntu-Variante gibt, ist eine Ironie der Geschichte, denn somit findet die Desktopumgebung den Weg von der Abspaltung (Linux Mint) wieder zurück zur Mutterdistribution (Ubuntu) – für dessen Grundlage Debian Mate ebenfalls verfügbar ist. Somit hat sich der alte Gnome- bzw. nun Mate-Desktop gewissermaßen rückwärts durch alle Instanzen wieder zur Basis zurückgekämpft (nur, falls mal wieder jemand fragen sollte, wozu es den 100. Fork einer Linuxdistribution eigentlich braucht). Zwar wäre die Entwicklung von Mate auch ohne Linux Mint möglich gewesen, es dürfte jedoch feststehen, dass die standardmäßige Verwendung bei Mint die Akzeptanz von Mate forciert und dessen Wiederkehr beschleunigt hat.

Nachinstallieren

Beim Nachinstallieren zeigt sich Mate mal besser und mal weniger gut vorkonfiguriert. Wählt man z. B. bei Debian das Paket mate-desktop-environment-core, landet zunächst nur die Kerninstallation auf dem System. Damit Mate nicht im kantigen Notfall-Look erscheint, muss noch das Paket mate-themes hinterherinstalliert werden. Dort versteckt sich Mates Standard-Design „Menta“, das den Desktop in ein dezentes Grün-Grau taucht – und damit zugleich seine originäre Herkunft aus dem Linux-Mint-Projekt offenbart.

Neue Namen, alte Funktionen

Wer noch mit Gnome 2 vertraut ist, findet zwar sofort viel Bekanntes wieder, muss sich aber vor allem mit neuen Bezeichnungen vertraut machen. Um Nebenwirkungen mit Gnome 2 zu vermeiden, tragen alle Programme der Mate-Umgebung neue Namen. Nautilus, das im neuen Gnome nur noch „Dateien“ genannt wird, heißt nun Caja und verfügt noch über alle Funktionen, die man beim Nautilus des aktuellen Gnomes längst ausgebaut hat. Geteilte Fensteransicht, Embleme für Ordner und Dateien, Seitenleiste mit Baumansicht, all das gibt es bei Caja weiterhin. Auch die Transparenz des Terminals, das statt Gnome-Terminal nun folgerichtig Mate-Terminal heißt, plant man bei Mate nicht abzuschaffen.


Menüs werden nun mit Mozo editiert

Der Menüeditor, der ebenfalls meist nicht gleich mitinstalliert wird, hat ebenfalls einen neuen Namen: Wer es wie zu Gnome-2-Zeiten mit Alacarte versucht, kommt nicht weit. Benötigt wird das Paket mozo, dann klappt’s auch wieder mit den Menüeinträgen im Panel.

Spagat zwischen Tradition und Moderne

Mate will einerseits die ausgereifte Gnome-2-Umgebung bewahren, die traditionelle Desktop-Bedienung hochhalten, die Desktopumgebung aber auch behutsam weiterentwickeln und weiter verbessern. Auch soll Mate weiterhin auf älterer oder schwächerer Hardware ohne Compositing-Fähigkeiten laufen, hier grenzt man sich bewusst vom neuen Gnome ab. Trotzdem will man zukunftsfähig bleiben, dazu wird Mate gerade auf GTK 3 portiert. Großartige (Neu-)Entwicklungen darf man hier nicht erwarten, dafür fehlt die Personalstärke des einstigen Gnomes. Aber für die Feinheiten wird gesorgt. Mate macht dabei schon jetzt absolut keinen verstaubten Eindruck, im Gegenteil, die Grundkonfiguration kommt frisch daher. Schon allein die neue Standarddeko, die frischer und moderner wirkt als das traditionelle Clearlooks, muss den Vergleich mit Adwaita nicht scheuen. Mate ist daher nicht nur etwas für alte Gnome-Fans, sondern auch eine neue Alternative für alle, die einen flotteren Desktop als Gnome-Shell oder KDE suchen – dabei aber nicht auf XFCE oder LXDE/LXQT ausweichen wollen.

Mate oder XFCE?

Mate hat im Grunde nicht viel, was XFCE nicht auch hat, aber es bleibt für Gnome-Fans dennoch vertrauter, die Eigenheiten von Gnome 2 findet man auch in Mate wieder. Vor allem aber sind viele der Komponenten umfangreicher und mächtiger, was letztendlich den Unterschied macht und den Ausschlag geben kann für den Einsatz von Mate; der Funktionsumfang ist teils immer noch größer als bei XFCE & Co. Zu den Vorteilen gegenüber XFCE zählen z. B. frei positionierbare Icons auf dem Desktop bzw. im Dateimanager oder die individuelle, ordnerspezifische und erhalten bleibende Sortierreihenfolge in Caja.


Geteilte Ansicht in Dateimanager Caja

Dafür fehlen wiederum nützliche Funktionen, die man bei LXDE, XFCE oder KDE schätzen gelernt hat, wie etwa das Verschieben von Fenstern über die Bildschirmränder hinaus auf den nächsten virtuellen Desktop, Fensterlisten bei Mittelklick oder auch das Scrollen durch Arbeitsflächen auf dem Desktop. Hieran sieht man, dass Mate eben doch ein Gnome-2-Fork ist und nicht progressiv fortentwickelt wird. Die Konturen des alten Gnome 2 bleiben erkennbar.

Neue Bugs

Auch neue Fehler haben sich eingeschlichen. Es macht sich bemerkbar, dass die Qualitätskontrolle – offenbar mangels Manpower und großer Nutzerbasis – nicht den Umfang wie früher bei Gnome erreicht. So lässt sich die Symbolgröße auf dem Desktop nicht verändern, die Panels zeigen gelegentlich Artefakte. Das Schubladen-Applet für das Panel kommt auf einmal nicht mehr mit Umlauten und Leerzeichen in Dateinamen zurecht. Besonders gravierend wirkt sich der aktuelle Tastenkürzel-Bug aus: Nach dem Anlegen von eigenen Tastenkürzeln lässt sich das Einstellungsfenster für die Tastenzuordnung nicht mehr öffnen. Der Aufruf von mate-keybinding-properties meldet fortan nur einen Speicherzugriffsfehler. Mit dem Befehl

dconf reset -f /org/mate/desktop/keybindings/

lässt sich das Ganze zwar wieder reparieren, beim nächsten Eintragen von Tastenkürzeln geht es jedoch erneut kaputt. Hier hilft nur ein Workaround, also das Vermeiden dieser Funktion und das Einsetzen einer desktopunabhängigen Alternative, z. B. via xbindkeys.

Zukunftsfähig

Mate gibt sich bodenständig und bietet eigentlich alles, was viele Linuxer auf dem Desktop wollen – was man am damaligen Erfolg von Gnome 2 sehen konnte. Alte Gnome-Fans und Anhänger des traditionellen Desktops mit Icons und Panel-Symbolen müssen sich also nicht mit KDE beschäftigen oder sich abgespeckte Alternativen wie XFCE oder LXDE suchen, sie müssen sich die Shell auch nicht zurechtbiegen oder zurechtbiegen lassen oder andere Ausweichlösungen nutzen, wenn sie klassisches Gnome-Desktop-Gefühl möchten. Sie können mit Mate einfach das Original nehmen. Man bekommt einfach einen Desktop, der schon alles Nötige an Bord hat – und auf darüberhinausgehende Experimente verzichtet. In einem Satz: Mate ist flotter als KDE, praktischer als Gnome-Shell und umfangreicher als XFCE.


Die alten Themes in frischem Grün

Werden die kleinen Schwachstellen beseitigt, ist Mate auf dem besten Wege, sich hinter KDE und Gnome zur neuen, festen Größe neben XFCE und LXQT zu etablieren. Womit zum Kanon der verbreiteten Linux-Desktops künftig also fünf statt vier Oberflächen zu zählen wären.


aus der Kategorie: / Tests / Gnome & KDE

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Kommentare

MATE ist eine schöne Desktopumgebung, schlicht, einfach und ruhig. Das einzige was mich etwas stört ist, dass man Fenster nicht auf Doppelklick halbieren kann.

— blablabla · 4. Februar 2015, 22:03

Also ich verwende XFCE mit nemo als Dateimanager da mir Thunar zu wenig Funktionen hat und der Filemanager schon ein wichtiger Bestandteil ist.

Mit XFCE und Nemo fahre ich bisher super.

— Ano · 5. Februar 2015, 08:29

Ich hab’ kürzlich das inoffizielle ubuntu-mate 14.10 ( https://ubuntu-mate.org/ ) ausprobiert…

Wer auf seinem Linux-Rechner netflix gucken will hat damit —derzeit— keine Freude: Es gibt da unschönes tearing der Videos. Mit anderen *buntus ist dieses Problem bei mir nicht aufgetreten.

Wie ist das unter Mint oder Debian?

— Marco · 5. Februar 2015, 11:09

Womit mal wieder bewiesen wäre, dass Desktopoberflächen die Domäne der Generation 35+ sind (real oder im Herzen). Allen anderen kann man doch mit der Ästhetik von Win XP nicht mehr kommen. Gerade der Linuxer, aber nicht nur der, hat ja schon immer über das Klickibunti gespöttelt, was nun umso erstaunlicher wirkt, da das alte Feindbild plötzlich zum Vorbild mutiert, wenn Trend zur angeblich unbenutzbaren Menülosigkeit schwenkt.
Mit Gnome 4 werden wir dann wohl das gute alte Gnome 3 vermissen. Und Unity wird zum superbenutzbaren Geheimtipp gehypt – allerdings nicht die dann aktuelle Version, sondern das noch vernünftige aus 14.04.

— Lorag · 5. Februar 2015, 13:49

Die Geschmäcker und Arbeitsweisen sind eben nicht bei allen Menschen gleich.

Freut mich, dass Mate für DICH der richtige Desktop ist. Nur warum verallgemeinerst du das denn immer?

Für mich ist die Gnome-Shell immer noch der beste Desktop den ich je hatte.

— Alternativ · 5. Februar 2015, 19:30

Ich halte das Klammern an alten Desktops nicht für sinnvoll. Die Energie kann man auch in Extensions für Gnome Shell stecken.
Mit der aktuellen Entwicklungsgeschwindigkeit (die ganzen GTK3-Ports wurden schon zu Gnome3-Zeiten) werden Mate und erst recht Xfce nie Wayland unterstützen.

— Kurt · 5. Februar 2015, 23:00

Wie gewohnt ein schöner Artikel von Dir. Danke.
Unter welchem System hast du MATE jetzt getestet gehabt? Ich verwende hier Debian 8 (Jessie) und bin zufrieden. Das einzige Problem, welches ich mit MATE, bzw. genauer Caja habe, ist, dass die Datei/Ordnerbeschriftungen trotzt richtig eingestellter Schriftfarbe immer schwarz bleibt. Da ich dunkle Themen bevorzuge ist das natürlich ärgerlich. Aus dem Grund habe ich mir Thunar installiert. Der macht es unter MATE richtig. Allerdings funktionieren die fertigen Pakete für das Entpacken im Kontextmenü nicht. Da verlangt Thunar nach Xarchiver. Das kann man wiederum umgehen, indem man selbst ein Menüpunkt anlegt. Dafür öffnet man Thunar und wählt unter dem Reiter “Bearbeiten” den Menüpunkt “Benutzerdefinierte Aktionen …” Meines sieht so aus:
———-
Name: Hier entpacken
Beschreibung: entpackt das ausgewählte Archiv im selben Ordner
Befehl: engrampa -h %f
Dateimuster: .rar;.zip;.7zip;.tar;*.bzip
erscheint: Andere Dateien
———-
engrampa ist der Name des Archivierungsprogrammes von MATE.
Was ich dafür noch nachinstallieren musste war gvfs, da ich öfter FTP-Strukturen im Dateimanager nutzen möchte. Das man Mozo zum editieren benutzt hattest du schon genannt. Auch habe ich mir den dconf-Editor nachinstallieren müssen. Das sind aber alles Kleinigkeiten und auch Geschmacksfragen. Außerdem bringt jede Distribution halt andere vorinstallierte Pakete mit. Vorher benutzte ich Xfce und war eigentlich auch recht zufrieden. Ich wollte nur mal MATE ausprobieren und bleibe vorerst auch dort ;) Große Unterschiede gibt es nicht. Trotzdem wirkt MATE etwas klarer, jedenfalls für mich. Es hat aufjedenfall seine Berechtigung unter den Desktops.

Achja:
Ein Doppelklick auf ein Fenstertitel bewirkt bei mir eine Halbierung des Fensters.
Und zum Theme Gnomeshell-Extensions:
Ich finde es halt auf Dauer unübersichtlich. Eventuell gibt es eine Extension nur für Gnome 3.4, aber nicht mehr für 3.8 usw. Die Idee an sich ist gut, aber es müssten vielleicht andere Regelungen her. Wie man es machen sollte weiß ich auch nicht :(
So das war’s.

— Patsche · 6. Februar 2015, 21:30

@Patsche
Mate mag zwar einige gute Tools an Bord haben, wenn es auch Nautilus als Dateibrowser akzeptiert das unterm alten Gnome bekannt war/ist, dort konnte ich mit arbeiten was mit Thunar nicht so schön ist, im Nautilus kann ich bestimmen ob ich eine startbare Textdatei starten will oder ob ich den Text ansehen will um textbasiert Einstellungen auszuführen und das Mausverhalten konnte ich bei den Nautilus-Einstellungen einstellen ob ich ein Doppelklick oder ein Sofortklick haben will um Programme und Dateien zu öffnen und die Löschauftrag konnte bei Nautilus so bestimmt ob gelöschte Dateien im Papierkorb landen soll oder ganz gelöscht werden, dann konnte man im Nautilus im Browserfenster 2 Ordnerflächen auf einmal einstellen dh ich kann Dateien, Ordner von Ordner A – bzw Festplatte die im Linux als Ordnerstruktur erscheinen – per Kontextmenü markieren und nach Ordner/Laufwerk B verschieben und im Gconf-Editor kann man Nautilus besser konfigurieren z.B das Adressfeld einrichten wenn ich wissen will wo der Ordner gespeichert ist und vieles

An den Autor/Autorin:
Hat Mate ein aktuelles Brasero an Bord und Gnomebaker als Brennprogramme das habe ich bei Ubuntu die vor 2010 an Bord waren genutzt Brasero in späteren Versionen noch und wie sieht es mit Evince das PDF-Prg und Evolution das @-Prg, OpenOffice, Soundjuicer dort konnte man Musikcds zu mp3 auch ogg rippen, war schnell und übersichtlich oder Banshee dort konnte man mp3 aus Jamendo anhören usw und was mich bei Nautilus gut gefällt war/ist das man wenn man den Mousezeiger auf eine Mp3-Datei zeigte das das Hörspiel oder Musiktitel anhören kann dh zum testen – ohne jene Datei direkt zu öffnen dann braucht eine große Datei nicht geöffnet werden wenn ein Hörbuch paar h dauert dann teste ich sie vorher ob sie abzuspielen ist oder kein Ton gibt haben bei Mathe die Filemanager die gleiche Funktion und gibts dort Nautilus? Und was für ein Videoplayer ist dort Xine oder gibts in den Paketen auch Totem zum Filme und mp3s abzuspielen und gibts dort Möglichkeiten fremde Totem-Pakete die im Deb-Format( dh xxx.deb) sind in Mate zu installieren?

— · 8. Februar 2015, 01:16

@Alternativ
Mit den Gnome-Shell haste vollkommen Recht Gnome bleibt das beste auch für mich das habe ich seit Unity bei Ubuntu echt vermißt dort kann ich (Unity) nähmlich nichtlaufende Programme die mein Desktop zum Absturz bringen können, nicht mit den Tool BeendenErzwingen abwürgen fage gibts bei Mate so ein Tool, beim Gnome 2 konnte ich bequem am Panel dieses Tool anbringen auch diese Möglichkeiten vermisse ich wie selbst Panels anlegen an allen 4 Bildschirmrändern bei Ubuntu und selbst konnte ich die Panels mit Tools und Programmen wie ich bei Unity nicht habe es geht mir nicht darum ums nachtrauern es geht darum das es gute Desktopeinstellungen waren die sich ja bewährt haben die uns wieder vom Entwickler genimmen worden weil irgendwelche Großkupferten meinten wir brauchen was neues ich bin nicht gegen Fortschritt aber sind Dinge die kaum einer nutzt wie mit der Mode da werden uns Trends vorgegauckelt nur das man das neue ja akzeptieren weil die andern Artikel nicht mehr Trend oder der Schuh gerade wenn die neuen Trends kommen schon Verschleißen ähnlich ist es beim PC ist dein Rechner im Hades so wird ein neuer PC du kannst dein altes Desktop nicht mehr installieren weil irgendwelche Treiber fehlen aber der Arbeitsspeicher wurde seit Jahren nicht mehr erhöht, die Arbeitsspeicher der Smartphone und Tablet überholen den PC und man muß nachrüsten gut wenn man keine 3D-Spiele spielt geht es noch aber die neuen Desktope sind auch nicht alle Ressourcensparer und die Desktops die Ressourcen sparen sind in Funktionen so gedrosselt das man wenig Tools und Features zum Einstellungen machen dh man kann mit denen manchmal schlechter arbeiten als mit den alten Gnome, das kann es in Sachen Software auch nicht gewesen sein, wie sieht rs mit Mate aus hat dort obwohl es schlanker ist einigermaßen gute Features bei Videos abspielen habe ich schon von Mankos gelesen das kann auch an den fehlenden Videocodecs wie die Lizenzen zum MPEG4 abspielen aber dort kann man bei Synaptics fündig werden einfach Gestreamer10 im Sucher eingeben und dort sind Mp3 wie MPEG4-Pakete zum nachinstalieren oder vielleicht prüfen ob die Grafikkarte mit Mate harmoniert!!!???

— · 8. Februar 2015, 02:03

Was für ein schöner Artikel!

Auch ich nutze seit ca. 1 Jahr Mate, unter LMDE 201403, nachdem ich vorher jahrelang Ubuntu mit Gnome 2 hatte.

Anstatt dem trägen Caja nutze ich den nachinstallierten PCManFM-Dateimanager.

Am allerliebsten hätte ich 2 Panels am oberen Bildschirmrand gehabt, ich konnte das zunächst auch so einrichten, aber nach einem PC-Neustart spielte Mate dann verrückt, so dass ich nach einigem vergeblichen Probieren einfach die “user”-Datei unter ~/.config/dconf umbenannt habe (ich hätte sie stattdessen auch löschen können), und nach einem erneuten PC-Neustart hatte Mate eine neue “user”-Datei angelegt und die Mate-spezifischen Einstellungen waren zurückgesetzt.

Jetzt habe ich also 2 Panels: Eines oben mit links der Uhr inkl. Wetter, von rechts gesehen zunächst das Mate-Hauptmenü, dann der Fensterwähler, dann das mintMenu, dann die Systemüberwachung, dann der Arbeitsflächen-Knopf, dann Schnellstarter für Firefox, Thunderbird, PCManFM, Mate-Terminal, Windows-XP-Virtualbox, dann das Benachrichtigungsfeld, dann nochmal den Wetterbericht, dann der Arbeitsflächen-Umschalter und schließlich die (allerdings inaktive) “Vollständige Benachrichtigungsanzeige”.

Unten ist links die Fensterliste und rechts der Systemmonitor.

— linux_joy · 8. Februar 2015, 06:02

Ich versuche mal auf ein paar Dinge einzuigehen ;)
Dass bei Shellskripts nachgefragt wird, ob sie ausgeführt oder bearbeitet werden sollen, fehlt mir auch unter Thunar. Auch die 2 Spalten-Ansicht fehlt mir. Nautilus hat dies rausprogrammiert und Caja ist für mich mit oben genannten Bug mit dunklem Thema nicht zu gebrauchen. Vielleicht gibts ja noch ein Update. Aber unter Thunar ist es dennoch möglich ohne Umwege Dateien zu löschen. Auch ob ein Ordner mit Doppelklick oder Einfachklick geöffnet werden soll ist möglich. Debian 8 verwendet Thunar 1.6.3. Es wird hier leider einiges durcheinandergeworfen. Ob MATE mit einem Brennprogramm oder gewissen Multimediaplayern mit Codecs ausgeliefert liegt einzig und alleine am Distributor. Ubuntu’s MATE liefert noch wieder andere Sachen, als Debian oder Arch oder sonst wer. Hier war VLC vorinstalliert. Soweit ich weiß ist es auch möglich Audiodateien direkt abzuspielen. Das liegt aber am Dateimanager. Mit Thunar kann man sich ja selber Sripte schreiben, die dann im Kontextmenü mit einem Rechtklick angezeigt werden. Ich habe auch die Sache mit den 2 oberen Leiste getestet. Ist hier kein Problem. Hab auch extra ein Neustart gemacht ;)
Auch ist ein abgestürstes Programm über ein Panelicon beendbar. Hier heißt es “Beenden erzwingen”, wie das Paket heißt, dass der Distributor bereitstellt, weiß ich nicht. Unter Debian kann man nicht bestimmen, welche Plugins bereitstehen sollen. Vielleicht ist das auch normal? Bei Xfce ist jedes Plugin ja einzelnd installierbar. Man könnte sich sonst ja auch ein Tastaturkürzel mit dem Befehl:
xkill
anlegen. Oder alternativ Alt+F2 und dann den Befehl eingeben. Oder sich selbst ein Programmstarter ins Panel legen. Es gibt so viele Möglichkeiten …. :D
MATE ist ähnlich wie Xfce sehr ressourcensparend und hatr dabei eine gute Optik. Hier verbraucht MATE knapp 500MB RAM bei geööfnetem PaleMoon (InternetBrowser). Das ist ein guter Wert, wie ich finde. Mit anderen geht vielleicht auch noch weniger, aber mir gefällt’s. Die Tatsache, dass die Unterstützung von Grafikkarten am System liegt und nicht am Desktop, erübrigt sich die Frage, ob eine Grafikeinheit mit MATE kompatibel ist. Wie gesagt. Wie sich MATE anfühlt, liegt auch am verwendeten Betriebssystem und an den Paketbauern und nicht nur an den MATE-Programmierern.

Ich kann jdem, der Gnome 2 mochte, empfehlen mal MATE auszuprobieren.

— Patsche · 8. Februar 2015, 13:51

@Patsche,
sehr guter Kommentar da sieht man denn Vergleich mit Mate und (Old) Gnome 2 und das Nautilus drosselt mit dem 2 Spalten-System das hat der alte Nauti auch mit den Datei-und-Ordner-Sucher gemacht dort konnte man vor 2009 mit z.B Ubuntu im Gnome 2 gezielter suchen laßen,ich vermisse im Linux die SignalsoundEinstellungen für sämtliche Befehle,Benachrichtigungen und anderen Tools gerade für Sehbehinderte war es eine große Hilfe naja Ubuntu war früher auch barrierefreier!

— · 10. Februar 2015, 13:07

Schöner Artikel, gut geschrieben.

Sobald Jessie das Licht der Welt erblickt, sehe ich zwei Desktops, die meine Bedürfnisse befriedigen: Mate und Gnome-Flashback. Zwar sollte man sich ja immer ein eigenes Bild machen, aber warum nicht einen Blogger fragen, ob er einen schönen Vergleichsartikel daraus machen möchte? Eine entsprechend tiefgründige Recherche kannst du besser bewerkstelligen ;)

— Thomas · 17. Februar 2015, 12:44

Ich hatte heute Zeit und installiere mir Debian 8 “Jessie” mit Mate 1.8.1 aufs Läppi. Das funktioniert sehr gut bisher. Als Dateimanager nehme ich Sunflower (http://sunflower-fm.org/): Zweigeteiltes Fenster zum Arbeiten ist hervorragend.
Brasero als Brennprogramm und VLC zum Abspielen von Videos und Musik. Diese beiden Programme erschlagen doch schon 90% des Multimedia-Abspielwunsches. VLC kann doch beinahe alles..

Mit einigen Änderungen und zusätzliches Codecs versehen, läuft das wirklich schnell auf einem älteren Laptop mit “nur” einem Centrino Duo Prozessor. :-)

Ich versucht dann mal einen Remaster der Installation herzustellen. Falls da jemand Interesse daran hat, einfach hier kurz melden.

— Jessie · 21. April 2015, 13:54

Besonders erwähnenswert wäre auch die Tatsache, dass Ubuntu MATE wirklich außerordentlich gut auf dem RaspberryPi 2 läuft. Kein anderer Desktop (nicht einmal XFCE) kann hier auch nur im geringsten mithalten, schon gar nicht Windows 10. Ubuntu MATE macht aus einem Pi2 mit nur 1 Gb Arbeitsspeicher einen brauchbaren Desktop-PC – ohne die Einschränkungen von XFCE!

— Red Rooster · 25. September 2015, 21:34

Ein sehr schöner Artikel.
Ich habe mir erlaubt, deinen Artikel auf meiner Webseite zu verlinken.
https://www.pilgermaske.org/2016/07/ubuntu-mate-16-04-erfahrungsbericht-und-tralala/
Gruss und dank.
Mathias

Mathias · 5. August 2016, 19:34

Diesen Artikel finde ich auch sehr schön geschrieben. Ich nutze seit einiger Zeit Linux-Mint-Mate. Ich finde dass Mate auf Ubuntu doch etwas langsamer ist, als die Mint-Version. In einigen Fällen läuft es sogar etwas schwerfällig und träge. In der Mint-Version gibt es den Displaymanager Marco, den ich für den besseren Displaymanager im Vergleich zu allen anderen Displaymanagern halte. Grundsätzlich liefen bei mir alle Softwareprogramme ohne Probleme, ob diese nun auf der Basis KDE oder Gnome oder XFCE programmiert worden sind. Bisher habe ich keine Inkompatibilitäten feststellen können. Ich kann nicht behaupten, dass der Caja Manager träge arbeitet, wie ein Vorschreiber es hier dargelegt hat. Auch das Programm Brasero läuft einwandfrei und ohne Probleme. Ansonsten kenne ich auch keinerlei Probleme, die hier von einigen Usern beschrieben worden sind. Ich nutze einen Intel Celeron-Prozessor und arbeite mit 4 GB RAM Speicher. Um seinen Rechner spürbar flotter zu machen, kann man das gesamte System optimieren. Hierzu nutze ich Prelink und Praeload. Zusätzlich zum Auslagerungsspeicher habe ich noch zram installiert. Man kann aber auch sein System optimieren in dem man die Programme über eine Ramdisk abruft. Hierzu gibt es exakte und sehr gute Beschreibungen in der Ubuntuuser-Wiki.de, wie man solches macht. Obwohl anfänglich Mate auch in der Mintversion, etwas träge auf meinem Rechner reagierte, habe ich durch diese benannten Optimierungsmöglichkeiten, eine recht flotte Kiste gemacht. Ich nutze den älteren PC DELL OptiPlex 755, was einen Celeron-Prozessor von Intel nutzt. Bei diesem Geräte handelt es sich um einen Einkernprozessor. Insgesamt bin ich mit Mint-Mate sehr zufrieden und lässt kaum Wünsche offen. Durch die Systemoptimierung, laufen alle anderen Desktopsysteme, insbesondere auch KDE recht flott.

— Kaufmann · 20. August 2016, 14:09

Ich arbeite in der Familie mit einem „System“ aus „uralten“ Tecra-S1 Laptops. Diese Geräte (32 Bit) gehörten dereinst zu Spitzenklasse und sind eigentlich noch immer Spitze, zumal mit 2GB RAM und einem 1200 × 1600 15“ Display.
Mit dieser Hardware habe ich unter Ubuntu 14.04 gearbeitet, mit KDE als Desktop. Ich wurde von fast allen Windows 10 Usern beneidet, selbst denen, die mit der neuesten Hardware ausgestattet sind. Leider hat sich von denen bisher noch keiner getraut, auf Linux umzusteigen. Wird sich aber ändern.
Ich selbst hatte nämlich das Problem, dass ich Ubuntu 16.04 mit KDE Plasma 5 nicht zum laufen kriege. Dann ist mir (auf einer Disk im „Linux-Magazin“) Ubuntu-Mate 16.04 begegnet. Mit dem Argument „ressourcenschonend“ habe ich es probeweise installiert – und bin begeistert.
Ich sehe gegenüber KDE keine Abstriche, im Gegenteil, das System wirkt nicht nur übersichtlicher, einfacher zu bedienen und zu konfigurieren sondern es bietet auch zusätzliche sinnvolle Features wie die Möglichkeit „Embleme“ an Verzeichnissen in CAJA anzubringen, was viel einfacher funktioniert wie z.B. die Änderung von Ordnersymbolen in KDE.
Irgendwelche Mängel an Performance (wie gesagt, mit einem veralteten Laptop) kann ich nicht erkennen.
Ich kann jedem empfehlen, Mate zu testen, egal ob er an altem hängt, neues bevorzugt oder altes alt aussehen lassen will.
Entscheidend ist, was funktioniert, praktisch ist und möglichst intuitiv zu erfassen.

Ubuntu-Mate ist das Mittel der Wahl.

- Bernd

— · 26. August 2016, 00:04

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