Die Tragik der Gnome-Shell

5. September 2014

Die Gnome-Shell gibt es nun seit dreieinhalb Jahren. Sie war und ist vieldiskutiert und hat inzwischen eine Menge Konkurrenz quasi aus eigenem Hause bekommen. Neben einer Handvoll Varianten sind auch Forks entstanden. Im Ergebnis gibt es statt wie früher einem Gnome nun ein halbes Dutzend Linux-Desktops, auf altem oder neuem Gnome basierend. Dabei ist die Original-Shell im Prinzip ein genialer Desktop für Linux – scheitert letztendlich aber nicht nur am Babyentensyndrom der Benutzer. Ein versöhnlicher Rückblick auf die bisherige Entwicklung sowie eine Übersicht über den aktuellen Stand des Gnome-Desktops und seine Bedeutung für Linux.

Extended Desktop

Vor ziemlich genau 3 Jahren wurde an dieser Stelle prognostiziert, dass sich die Gnome-Shell in zwei Richtungen entwickeln könnte: entweder wieder zurück zum einstigen Gnome-2-Entwicklungsrhythmus, mit langsamer, aber stetiger Verbesserung – oder das Fortführen der radikalen Vereinfachungsstrategie, die ein homogenes Erscheinungsbild der Oberfläche quasi erzwingt.

„Entweder man kehrt wieder zum Entwicklungsmodell von Gnome 2 zurück, das wie ein Biotop langsam wuchs und sinnvolle Funktionen nach und nach integrierte – oder man hält die Shell möglichst uniform und vermeidet auch optionale Ergänzungen durch den Nutzer selbst.“

Schauen wir, was daraus geworden ist.

Innovation

Die Gnome-Shell ist das Modernste, was Linux oberflächentechnisch derzeit zu bieten hat. Während KDE beim klassischen Desktopparadigma geblieben ist, Unity MacOS kopiert und sich der Rest von Mate über Cinnamon bis XFCE und LXDE immer noch mehr oder weniger wie Windows 95 bedienen lässt oder sogar noch so aussieht, haben sich die Gnome-Leute wirklich mal etwas Neues einfallen lassen – und sich dadurch mit einem Schlag vom traditionellen zum avantgardistischen Desktop katapultiert. Die Gnome-Shell ist innovativ. Sie ist der erste Linux-Desktop, der der Windows-Taste eine zentrale Bedeutung einräumt, statt sie einfach mehr oder weniger ungenutzt auf der Tastatur versauern zu lassen. Das starre Konzept der für Linux typischen virtuellen Arbeitsflächen wurde aufgebohrt und stellt nun in Interaktion mit den Startern im Dock ein dynamisches Arbeitsflächensystem bereit, das sich flexibel an die jeweils aktuelle Arbeitssituation anpasst. Auch mit dem Verzicht auf ein klassisches Startmenü und stattdessen der Einführung einer bildschirmfüllenden Übersicht war Gnome Vorreiter.

Doch diese Innovationen haben nicht jedem gefallen und vor allem die bisherigen Gnome-2-Fans mächtig ratlos dastehen lassen. Als die Gnome-Shell auf die Welt losgelassen wurde, kam so mancher aus dem Staunen nicht mehr heraus. Dieser schlechte Witz sollte der Nachfolger des etablierten und weit verbreiteten Gnome 2 werden? Es sollte, aber es kam anders. Die Anwender flüchteten zu Alternativen wie XFCE, freundeten sich mit KDE an oder schwenkten auf die entstehenden Forks und Umbauten um. Sogar Linus Torvalds wünschte sich von den Fedora-Entwicklern einen Gnome-2-Fork. Das erledigten dann andere, unter den Fittichen von Linux Mint wurde Gnome 2 als Mate wiedergeboren, und die Gnome-3-Technik unter dem Namen Cinnamon zu einer traditionelleren Oberfläche gestrickt.

Konkurrenz aus dem eigenen Lager

Heute gehört Mate zum Lieferumfang fast aller gängigen Distributionen, Debian und Ubuntu machen es gerade zum offiziellen Bestandteil ihres Angebots, auch Cinnamon beschränkt sich nicht nur auf Linux Mint. Ubuntu, bis dato mit Gnome als Standard, lieferte die Gnome-Shell gar nicht erst aus, sondern etablierte die Eigenentwicklung Unity. Linux Mint stieg zu einer der großen Distributionen auf. Sogar Gnome-Förderer Nr. 1, Red Hat, lässt die Gnome-Shell nur in modifizierter Form auf die Kundschaft los. Fedora und Debian sind damit die letzten der großen Distributionen, die die Gnome-Shell als Standarddesktop installieren.


Sinnbild für die auseinandergehende Entwicklung: Das Kontrollzentrum von Mate …


… und die Systemeinstellungen der Gnome-Shell

Selbst hartgesottene Gnome-Shell-Fans kamen in der Regel nicht ohne Zuhilfenahme des Gnome-Tweak-Tools, einer erweiterten Konfiguration zurecht. Gnome sah sich zu Zugeständnissen genötigt. Erst wurde ein Erweiterungssystem geschaffen, das Ergänzungen der rudimentären Funktionen der Shell ermöglichte. Schließlich wurde auch noch der Fallback-Übergangsmodus aufgegeben, um Cinnamon-gleich einen Classic Modus standardmäßig parallel zur normalen Gnome-Shell anzubieten. Dadurch tummeln sich heute statt einem Gnome ganze 6 Desktopvarianten im Linuxbecken, die einen Gnome-Unterbau haben (Gnome 2, Mate, Gnome Fallback, Gnome-Shell, Cinnamon, Gnome Classic).

Design

Optisch setzt Gnome die klare Linie fort, die einst mit der Einführung des Clearlooks-Designs begann, das jedoch nicht mehr zeitgemäß wirkt. In der Gnome-Shell wirkt nichts mehr altbacken wie noch bei Gnome 2, dezente Farben und ein Spiel mit dem Kontrast aus dunklen und hellen Tönen bestimmen die Oberfläche. Shell und Anwendungsprogramme sind optisch getrennt, alles scheint durchdacht, ist visuell ansprechend und in elegante Formen gegossen. Optik und Funktion greifen nahtlos ineinander und ergeben in sich ein stimmiges Bild. Vom ersten Pixel bis zum letzten Fehlerklang-Tönchen stimmt hier alles. Zugegeben, grundsätzliche Smartphone-Einflüsse lassen sich nicht leugnen, was sich vor allem in der oberen Statusleiste ausdrückt, doch die Gnome-Shell bleibt als Desktopsystem erkennbar.

Im Grunde bläst die Shell das Fenstermanager-Konzept der kleinen Window Manager zum Desktoperlebnis auf und bringt damit ein altes Konzept unter dem Deckmäntelchen der Moderne zu neuem Glanz. Die Reduzierung aufs Wesentliche ist dabei der richtige Ansatz, um sich vor allem auch von anderen Oberflächen abzuheben, die sich dem Linuxanwender im Schnitt doch recht überfrachtet präsentieren.

Das Oberflächendesign war, ist und bleibt die Stärke des Gnome-Projekts, auch mit der Gnome-Shell. Die simple Eleganz des User Interface besticht, man merkt, dass hier fähige Designer am Werk waren, die nicht nur Wert auf ein elegantes Erscheinungsbild legen, sondern auch Ahnung von Kommunikationsdesign haben.

Der steinige Weg zu Erweiterungen

Der Geburtsfehler der Gnome-Shell dürfte indes gewesen sein, die Bedienung nicht nur weiter zu vereinfachen, sondern sie gerade dadurch im selben Zuge auch zu verkomplizieren – das passte nicht recht zusammen. Schickes Design und Funktionalität müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Leider tun sie’s oft, so auch bei der Gnome-Shell. Das Wegfallenlassen grundlegender Einstellungen und die Veränderung typischer Bedienmuster macht es eben schwieriger statt leichter, gewünschtes Verhalten zu realisieren. Diese simple Logik fand zumindest in den ersten Versionen der Shell keine Beachtung, so dass das Drama seinen Lauf nahm – die Forks und Abspaltungen waren vorprogrammiert.


Weiterhin im Beta-Modus: Beliebteste Erweiterungen für die Gnome-Shell

Das Entfernen des Herunterfahren-Punktes im Systemmenü (nur mit Alt-Taste zugänglich), die Veränderung des gewohnten Alt-Tab-Verhaltens oder das Ignorieren der Entfernen-Taste waren dabei nur die Spitze des Eisberges. Viele Nutzer beklagten sich über lange Mauswege und das Fehlen als essentiell empfundener Funktionen. Auch Nutzer, die sich wohlgesinnt auf das Gnome-Shell-Erlebnis einlassen und gewillt sind, sich neue Arbeitsweisen anzugewöhnen, geraten mit der grundlegenden Bedienphilosophie in Konflikt.

Die Einführung der Erweiterungen war im Nachhinein betrachtet das Beste, was Gnome tun konnte, denn letztlich wird die Gnome-Shell für viele Anwender erst durch Erweiterungen produktiv nutzbar und somit auch für Nutzer interessant, die mehr möchten als mit der Desktopumgebung nur den Browser zu starten. Die Shell ist mit Erweiterungen heute tatsächlich gut zu benutzen; diese schließen die Lücken, die die Gnome-Shell bewusst in die Oberfläche geschlagen hat.

Auch wenn die Etablierung des Erweiterungssystems ein Schritt in die richtige Richtung war, kam er dennoch zu spät, ebenso wie die Einführung des Classic-Modus auf Gnome-Shell-Basis. Die Diskussion unter den Entwicklern, ob Erweiterungen überhaupt offiziell zugelassen werden sollten, da sie das ursprüngliche Konzept konterkarierten, verzögerte die Einführung der Erweiterungen – aber sie war durchaus berechtigt, denn die aufoktroyierte Simplizität geht tatsächlich flöten, wenn zu viele Erweiterungen installiert werden. Die Gnome-Shell gleicht dann eher einer User-Interface-Katastrophe statt einer übersichtlichen Lösung. Vielleicht auch deshalb ist das Angebot von Erweiterungen immer noch halbherzig, eine standardmäßige Integration in der Shell gibt es nicht, die Verwaltung erfolgt Plug-in-gestützt primär über den Webbrowser – und die Erweiterungsseite ist noch immer als Beta gekennzeichnet.

Arrangieren oder aufgeben

Die Nutzer, die Gnome nicht den Rücken gekehrt haben, scheinen sich damit zu arrangieren und sich die Gnome-Shell nach ihren Wünschen zurechtzubasteln. Zusätzliche Themes, ein Anwendungsmenü, ein Ordnermenü und das klassische Alt+Tab-Verhalten zählen zu den beliebtesten Erweiterungen. Dennoch bleiben Merkwürdigkeiten im Bedienkonzept oder Einschränkungen, die sich auch durch Erweiterungen kaum geradebiegen lassen.

Gnome wirbt auf seiner Webseite mit dem Slogan „puts you in control“. Oder in den jüngsten Release Notes: „Für 3.12 haben wir mit unseren Nutzern zusammengearbeitet, um das GNOME 3-Erlebnis zu vervollständigen.“ Das wirkt angesichts des ständig abnehmenden Funktionsumfangs wie Realsatire. Wobei man auf die Idee kommen könnte, dass Vervollständigung hierbei nicht für die Ergänzung von Funktionen, sondern eben für die vervollständigte Reduzierung des Leistungsumfanges steht. Neuerungen bestehen überproportional aus Änderungen des Erscheinungsbildes, Modifikationen am Theme, neue Icons, geändertes User Interface.

Marketing beherrscht das Gnomeprojekt, aber Nutzerwünsche werden in der Regel abgebügelt. Die geteilte Ansicht flog aus Nautilus, zuletzt wurde die Transparenz im Terminal abgeschafft, die Bitte im Bugtracker, die Funktion wiederherzustellen, vom Entwickler mit einem schroffen „Nein.“ beschieden. Aktuell wird die graphische Autostart-Funktion aus Gnome entfernt, sodass persönliche Startbefehle künftig im Texteditor erstellt werden müssen.

Fazit

Keine der eingangs beschriebenen, einst prognostizierten Szenarien ist eingetreten, Gnome hat eine klare Entscheidung vermieden. Oder man könnte auch sagen: beide Prognosen sind wahr geworden. Weder wurde zurück zum alten Entwicklungsrythmus gefunden, bei dem nach und nach vermisste Funktionalität ergänzt wird, noch wurden Anpassungen durch Dritte verhindert. Gnome hat den Mittelweg gewählt, der jedoch eine klare Positionierung vermissen lässt. Gnome entwickelt sich weiter, baut aber kaum neue Funktionen ein, sondern streicht im Gegenzug sogar weiter Bestandteile aus der Oberfläche. Stattdessen wurden die Erweiterungen initiiert, die nun primäre Anlaufstelle sind für alle, die mit der nackten Shell nicht recht zurechtkommen. Die Nutzer haben damit quasi selbst dafür gesorgt, dass es bei Gnome mit der Entwicklung weitergeht. Die aktuelle Gnome-Shell lebt auch von ihren Erweiterungen, doch das ist kein Ruhmesblatt für die Gnome-Shell, es behält den Charme der Notlösung und hat den Charakter einer Bastelei.

Die Gnome-Shell ist schick gemacht. Und durchdacht. Und fußt auf moderner Technik. Sie macht Spaß. Und dann scheitert’s an Kleinigkeiten. Sie macht es den ambitionierten Anwendern, die gerne mehr Wahlmöglichkeiten innerhalb der Shell hätten, unnötig schwer. Das Tragische ist nicht nur, dass sämtliche Abspaltungen und Variationen nicht notwendig gewesen wären, wenn das Gnome-Projekt seine Anwender nicht zu ihrem Glück zwingen würde und die Gnome-Shell konfigurierbarer gestaltet hätte – für mehr Freiheit in freier Software, auch für den Anwender.

Das Tragische ist vor allem, dass die angestrebte Homogenität des Desktop-Erlebnisses von Gnome selbst unnötigerweise torpediert wurde. Gnome wollte nicht, dass Nutzer ihre Desktops konfigurieren. Das jedoch erst hat dazu geführt, dass sich statt einer einheitlich-schlichten Gnome-Oberfläche nun eine ganze Reihe alternativer Oberflächen auf den Linux-Bildschirmen tummeln – und dass die Gnome-Shell durch Erweiterungen regelrecht zerpflückt werden kann. Die Vision der Entwickler sollte möglichst nicht beschädigt werden, Gnome überall gleich aussehen. Das ging im Ergebnis voll daneben, im schlimmsten Fall läuft nicht mal mehr Gnome bei den Nutzern.


Sechs bis sieben Mal Linuxoberfläche allein auf Gnome-Basis

Vielfalt auf dem Linux-Desktop muss nicht schlecht sein, aber es verhindert langfristig den Durchbruch als verbreiteteres Desktopsystem. Mit bis zu sechs verschiedenen, parallel angebotenen Oberflächen, die alle irgendwie mit Gnome zu tun haben, wird Torvalds Ziel von Linux als selbstverständlichem PC-Betriebssystem Utopie bleiben. Da hilft auch die Strahlkraft eines Ubuntus nicht weiter, das die siebte Variation von Gnome auf den Markt wirft. Die Gnome-Shell wäre die ideale Linuxoberfläche, sie könnte Linux ein unverwechselbares Gesicht geben, das nicht wirkt wie ein Windows- oder Mac-Abklatsch – wäre sie nicht durch eine übertriebene Simplizitäts-Attitüde ins Hintertreffen geraten. So ist sie heute nur noch eine Wahl unter vielen. Tragisch.


Dieser Artikel ist Bestandteil der „Not my Desktop“-Reihe.
Bereits erschienen:

Wird GNOME wieder zum Zwerg?
Eine Woche Gnome 3: Der uniformierte Desktop
Strategien zur GNOME-3-Vermeidung
Gnome-Shell – es wird immer unübersichtlicher
Endlich: Gnome rudert zurück
Die Gnome-Shell macht auf alt
Die Tragik der Gnome-Shell
Der Gnome-Shell eine Chance


aus der Kategorie: / Tratsch / Gnome & KDE

---

Kommentare

Die Extensions gab es schon mit Version 3.0. Sie wurden nicht nachträglich erschaffen und schon gar nicht auf User-Wunsch. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass auf der ML so zwischen Version 3.4 und 3.6 sogar diskutiert wurde, die Dinger abzuschaffen. Ist dann aber nicht passiert. :)

Was es erst mit 3.2 oder gar 3.4 gab, war die Extension-HP. Damit war eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die es vorher nicht gab. Vorher hast du dir die Extension aus der Paketverwaltung gezogen, wenn denn irgendjemand so nett war die entsprechenden Pakete zu bauen. Aber erweitern konnte man die Shell von Anfang an.

Und der Fallback-Modus wurde nicht auf gegeben, weil man einen Classic-Modus einführte, sondern weil man llvm Support einrichtete. Der Classic-Modus wurde eingerichtet, weil der Fallback-Mode wegfiel. So wird ein Schuh draus.

DonKrawallo · 5. September 2014, 17:53

Also ich bin Gnome ziemlich dankbar, dass sie all den Anfeindungen zu Trotz beim minimalistischen Konzept bleiben – für mich ist das genau das richtige und die Gnome Devs sind bislang die einziegen in der riesigen Auswahl an Linux Desktops, die das wirklich durchziehen :) Auch wenn jetzt mit Elementary, Bungie usw. einige weitere scheinbar nachziehen.

Es nervt mich einfach, mit Einstellungsmöglichkeiten (visuell wie konzeptionell) überladen zu werden, die ich idR. nie bzw. nur ein mal beim ersten Benutzen brauche. Brauch ich doch mal Zugriff auf ‘ne Option, mach ich’s über den Config-Manager. Finde ich klasse.

Ansonsten ist Gnome-Shell + Erweiterungen schon der richtige Weg, auch wenn der Anfang holprig war: Eine absolut minimalistische Basis, der Rest kommt über Erweiterungen, so sollte es imo sein. Hat ja eh jede und jeder andere Vorlieben.

Und zum Schluß: Ich finde Vielfalt ist gut, solange
beim Unterbau auf gemeinsamen Standards geachtet wird (die ja durchaus technisch verschieden implementiert sein können). Klar, wir brauchen nicht 30 verschiedene aber solange es bei ein paar Hand voll bleibt (GTK, QT, EFL…), warum nicht? Ich finde die Entwicklung von GTK und KDE geht da in letzer Zeit in die richtige Richtung.

Das einziges Problem dabei sehe ich, wenn Projekte unnötig geforkt werden, oder an veralteten Libraries festgehalten wird. Dadurch fallen EntwicklerInnen weg und es geht langsamer voran. Bestes Beispiel Mate: Anstatt wie Cinnamon auf GTK 3 Aufzubauen oder Gnome Shell mit Erweiterungen anzupassen, wird mühsam an GTK 2 festgehalten und zahlreiche Programme werden geforkt und parallel geflegt, usw. Diese Leichenfledderei nutzt niemanden.

— Brutus · 5. September 2014, 18:15

“Da hilft auch die Strahlkraft eines Ubuntus nicht weiter..”

Möchte sofort die gleichen Pillen wie du bekommen..

— Strah Krakt · 5. September 2014, 19:02

Die Extensions gab es schon mit Version 3.0.

Ja, die Möglichkeit war von Beginn an vorhanden, für den Anwender faktisch aber nicht verfügbar. Das kam erst mit der Webseite – und die hätte am besten zusammen mit 3.0 an den Start gehen sollen, und dann auch nicht als Alpha gekennzeichnet.

Pinguinzubehör · 5. September 2014, 20:59

Ja, die Möglichkeit war von Beginn an vorhanden, für den Anwender faktisch aber nicht verfügbar. Hö? Die lagen (und liegen teilweise noch) ganz normal in der Paketverwaltung. Wenn das schon als ‘faktisch nicht verfügbar’ gilt, dann kann ich auch nicht mehr helfen.

DonKrawallo · 5. September 2014, 22:35

Nutze auf der Arbeit seit vielen Monaten die Gnome-Shell und kann damit mittlerweile schneller arbeiten als mit dem klassischen Win95-Style. ;)

Allgemein finde ich den “Desktop” ein wenig überbewertet. Der Fenstermanager ist mir wichtig, so dass ich meine Anwendungen schnell verschieben, vergrößern, wechseln, bequem anordnen und per Tastatur verwalten kann. Mein PC wurde zirka seit der Installation von Debian nicht mehr neu-gestartet und auch die Anwendungen werden nur selten neu-gestartet, so dass ich gar kein Start-, Systemmenü, Desktop-Icons, etc. benötige.

Mfg Lars

Lars · 5. September 2014, 23:38

Also für mich ist GNOME 3 gestorben, weil es mit zwei Monitoren einfach unbenutzbar ist, im übrigen war das “abspecken” von Nautilus ein Todesstoß.

Die Arroganz der Entwickler hat dafür gesorgt das ich nun ausschließlich XFCE verwende mit nemo als Filemanager.

Ich bin mit einigen Dingen nicht glücklich, aber ich muss arbeiten und das produktiv und nicht suuuupet stylish.

— anoy · 6. September 2014, 08:14

Ich nutze die GNOME-Shell schon seit 3.0 und finde das bis heute klasse. Die Richtung stimmt, das Konzept kommt mir entgegen, einfach klasse. Und das, obwohl ich GNOME in Version 2 nie ab konnte. Hab früher nur KDE benutzt, bis das in eine Richtung ging die mir nicht gefiel, dann kam GNOME 3 und ich bin wieder zufrieden, vor allem das es jetzt auch noch mit Ubuntu-GNOME ein offizielles Derivat gibt. :-)

— Tarzahn · 6. September 2014, 10:11

>“Da hilft auch die Strahlkraft eines Ubuntus nicht >weiter..”
>
>Möchte sofort die gleichen Pillen wie du bekommen..

oh man, wie kann man nur so dermassen daneben sein wie du…?
der autor hat durchaus einen hang zum sarkasmus (humor)
aber ich sehe hier nichts, was darauf hin deuten würde, was deine aussage unterstützt.
also mangelndes textverständnis, deiner seits.

— eisbaer006 · 6. September 2014, 11:18

Ich benutze Pantheon – elementaryOS Freya, da ich bei Mint mit Mate oder Cinamon und KDE das Kotzen kriege und Ubuntu mit Unity nicht sonderlich mag. Die Gnome Shell fand ich toll, war mir aber alles zu fett und träge.

Seitdem verwende ich elementaryOS, basiert zwar auf Ubuntu, hat aber alles träge und unnötige entfernt und läuft somit leichtfüssig und sauschnell. Und hat den “most sexiest” Desktop ever :)

Nie wieder Ubuntu oder (würg..) Mint. Egal, mit welchem Desktop.

PS:

Das ubuntuusers.de kein Wort über elementaryOS Freya verliert, ist mal wieder bezeichnend für diese sogenannte “Ubuntu Community”.

Normy · 6. September 2014, 12:08

Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu ab.

ElementaryOS Freya befindet sich in der Entwicklung und ist noch mächtig unausgereift. Daher habe ich es recht schnell wieder runtergeschmissen und mir Linux Mint + Cinnamon a la ElementaryOS eingerichtet.

Nun habe ich alles was ich will, ein schönes flottes System, dass sich sehr gut bedienen und konfigurieren lässt, und das zudem auch noch richtig schön stabil ist. Mit Nemo habe ich auch endlich wieder eine Suchfunktion im Dateimanager.

Danke an Linux Mint für die vielen Einstellungsmöglichkeiten.

— NochEiner · 6. September 2014, 12:34

Jetzt hat natürlich jeder seine persönlichen Erfahrungen :-)
Für mich ist es fast unmöglich mit Gnome zu arbeiten, da ich ohne Drag&Drop nicht mit Dateien arbeiten kann.

Ich brauche im Dateiexplorer einen Treeview, damit ich Dateien auf andere Verzeichnisse verschieben kann, ich brauche eine Übersicht von Anwendungen in der Taskleiste damit ich Dateien auf andere Anwendungen werfen kann, ich brauche einen leicht erkennbaren Fenstertitel, damit ich ein Fenster zur Seite schieben kann, ich brauche einen sichtbaren Fensterrahmen, um Fenster größer und kleiner machen zu können. Genau das wird unter Gnome (aber auch unter Unity) massiv erschwert, daher sind für mich diese Desktop Varianten gestorben, auch wenn sie besser aussehen.

Momentan ist XFCE meine Wahl, da es meiner Arbeitsweise am besten enbtspricht. Gnome 2 war zwar besser, aber Gnome 3 ist nicht mehr das, was ich als Desktop möchte.

Die Windowstaste öffnet bei mir das Anwendungsmenü – voll innovativ, oder? :-p

— Struppi · 6. September 2014, 13:58

Ah, schlecht recherchiert wie gewohnt beim GNOME-Bashing-Blog.

Hint: Flashback hat mit GNOME2 absolut nichts zu tun, gehört also in deiner tollen Übersicht nicht darunter.

Und seltsamer Weise hatte ich schon mit GNOME3.0 (was ich damals durchaus gewöhnungsbedürftig fand) Extensions installiert und konnte damit auch genau das zusammenstellen, was sich jetzt GNOME Classic nennt.

Unity nutzt übrigens die Super-Taste ebenfalls zentral. Genauso wie Awesome, aber das gerade mal seit einer halben Ewigkeit.

Bei MacOSX hab ich bisher auch noch keine Dash gesehen oder ein HUD.

KDE geht mit seinen “Aktivitäten” auch nicht gerade einen “klassischsen Desktop”-Weg nach.

Und ja, ich habe langsam verstanden, dass du die GNOME-Shell nicht magst. Und auch wenn Recherche noch nie zu deinen Stärken gehörte und der Blog hier zum größten Teil aus Polemik und Allgemeingültigserklärung der eigenen Meinung besteht warst du früher durchaus in der Lage auch Artikel zu bringen, die wenigstens etwas an Substanz hatten.

Ist eigentlich schade, ein weiterer Blog im uu.de-Planeten, den man getrost ignorieren kann.

— isch · 6. September 2014, 14:19

> KDE beim klassischen Desktopparadigma geblieben ist

Das ist mal wieder völliger Unsinn.
KDE (die Community) hat mehrere Oberflächen im Angebot, von denen Plasma Desktop nur eine ist. Plasma Netbook ist eine andere und die gibt es seit über 4 Jahren <http://www.kde.org/announcements/4.4/> (das ist nur der Release der ersten fertigen Version, die Entwicklung begann natürlich deutlich eher).

Gnome Shell in vielen Punkten bloß eine Adaption von Plasma Netbooks Vollbild-“Search and Launch”-Ansicht, nachdem frühe Entwürfe für Gnome Shell noch eine Seitenleiste enthielten: http://bethesignal.org/wp-content/uploads/2011/03/ux2008-overlay-mode.png

Da Plasma extrem konfigurierbar ist, kann man natürlich auch einen klassischen Desktop damit basteln. Distributoren packen z.B. sehr oft Icons auf Plasma Desktop, obwohl Upstream KDE standardmäßig nicht mal das Applet für Desktop-Icons aktiviert hat.

— SuperBB · 6. September 2014, 17:56

Einer der selteneren Artikel auf diesem Blog, denen ich 100%ig zustimme. Spätestens mit dem Entfernen der Transparenz im GNOME-Terminal und dem unfassbar starrsinnigen Verhalten der Devs im Bugtracker sollte klar sein, dass bei GNOME als Community-Projekt Hopfen und Malz verloren ist. KDE FTW!

Maxi · 7. September 2014, 02:19

@isch ich gebe gebe dir recht, dass der Artikel aus der Sicht einer einzigen User Experience geschrieben ist, ABER es ist ja auch unter der Rubrik “Tratsch” einsortiert und hat daher seine Daseinsberechtigung. Zumal dies eine Plattform öffnet um über dieses Thema zu tratschen. ;)

Lars · 7. September 2014, 11:43

@NochEiner

Freya läuft hier seit der Beta 1 als produktives System ohne grosse Probleme. Hier und da crasht es zwar mal, aber das war unter Mint (würg..) schlimmer.

Auch mein Dank gilt der Mint Distribution – du bist so beschissen zusammengestümpert und instabil (und mit Cinamonn sagenhaft hässlich), das du mich sozusagen zu elementaryOS getrieben hast. Nochmals danke. Und mein Respekt gilt allen Masochisten,die tatsächlich Mint einsetzen und mit dem Softwaremüll zufrieden sind ;)

Normy · 7. September 2014, 13:13

Hint: Flashback hat mit GNOME2 absolut nichts zu tun, gehört also in deiner tollen Übersicht nicht darunter.

Aber sicher. Flashback war ehemals Z.b. unter dem Stichwort Gnome Classic (nicht identisch mit jetzigem Gnome Classic) bekannt und war als Fallback-Modus für leistungschwache Rechner konzipiert. Es handelte sich dabei um die Portierung wesentlicher Teile des alten Gnome-2-Panels auf GTK3, lediglich optisch gestaltet ähnlich der Gnome-Shell. Flashback ist damit reinkarniertes Gnome 2 unter neuem Namen, vergleichbar mit Mate, nur weniger umfangreich.
Der Kommentar beweist sehr schön, dass es wirklich schwierig geworden ist, bei den ganzen Gnomes noch den Überblick zu behalten. Das ist genau die Tragik, um die es im Artikel geht.

Pinguinzubehör · 7. September 2014, 15:53

KDE (die Community) hat mehrere Oberflächen im Angebot, von denen Plasma Desktop nur eine ist. Plasma Netbook ist eine andere und die gibt es seit über 4 Jahren

Sicher, nur hier geht’s um Desktop-Linux, KDE wird daher synonym zum Plasma-Desktop für PCs und Notebooks benutzt.

Gnome Shell in vielen Punkten bloß eine Adaption von Plasma Netbooks Vollbild-“Search and Launch”-Ansicht, nachdem frühe Entwürfe für Gnome Shell noch eine Seitenleiste enthielten

Auch richtig, dennoch wirkt die Gnome-Shell visuell und bedienungsphilosophisch ambitionierter.

Da Plasma extrem konfigurierbar ist, kann man natürlich auch einen klassischen Desktop damit basteln. Distributoren packen z.B. sehr oft Icons auf Plasma Desktop, obwohl Upstream KDE standardmäßig nicht mal das Applet für Desktop-Icons aktiviert hat.

Ebenfalls korrekt. Ändert aber auch nichts daran, dass KDE selbst in der unverbastelten Auslieferung sehr nah am klassischen Desktoperlebnis bleibt. Panel unten, Startmenü, Taskleiste, Tray. Aktivitätenfirlefanz ist zwar vorhanden, wird dem Nutzer aber nicht aufgezwungen. Darüber hinaus muss man noch sagen, dass KDE zwar mit Bordmitteln um ein Vielfaches flexibler ist als etwa Gnome, aber auch nur im Rahmen seiner Möglichkeiten. Ein Mac-artiges Dock bekommt man mit dem Plasma-Panel nicht realisiert.

Pinguinzubehör · 7. September 2014, 16:12

Ja, die Gnome-Shell polarisiert schon ziemlich. Ich wundere mich ja selbst, aber seit sie in Debian Unstable verfügbar ist, ist es mein bevorzugter Desktop.

Ich habe mir vorgenommen sie unvoreingenommen zu testen und mindestens 2 – 3 Wochen zu nutzen um auch einen wirklichen Eindruck zu bekommen.

Überraschenderweise habe ich danach nie wieder etwas anderes eingestellt. Das Konzept kommt mir wirklich gut gelegen, ich bin begeistert von den dynamischen Workspaces und es lässt sich recht effizient mit der Tastatur bedienen.

Gut, das ein oder andere PlugIn wird benötigt um Funktionen die nicht in der Gnome-Shell direkt integriert sind nachzurüsten. Aber das ist für mich kein Beinbruch…

Martin · 7. September 2014, 16:16

Und das nächste Problem mit der fehlende Recherche wird deutlich…

Die Flashback-Session hieß niemals “GNOME Classic” sondern “GNOME Fallback”.

Einzig und allein bei Ubuntu erfand man dafür die Bezeichnung “GNOME Classic” und bot es in Versionen mit Compiz oder Metacity an, wobei ersteres garantiert nichts mit der ressourcenschonenden Verwendung bei nicht-3D-fähiger Hardware zu tun hatte.

Und es war immer GTK3 und war niemals zu vergleichen mit GNOME2, nur weil die Optik angepasst wurde, denn technisch hatte es damit nichts zu tun.

— isch · 7. September 2014, 19:14

Die Flashback-Session hieß niemals “GNOME Classic” sondern “GNOME Fallback”.

Gnome nannte es Fallback, aber es wurde von Distributionen vor allem unter dem Namen Gnome Classic angeboten.

Einzig und allein bei Ubuntu erfand man dafür die Bezeichnung “GNOME Classic”

Auch in Debian Wheezy heißt Fallback “Gnome Classic”.

niemals zu vergleichen mit GNOME2, nur weil die Optik angepasst wurde

Gibt es eine Quelle, dass das Fallback-Panel eine Neuentwicklung war und kein Port?

Pinguinzubehör · 7. September 2014, 20:47

Ob es von GTK2 auf GTK3 portiert wurde oder das neuentwickelt wurde hat jetzt genau welche Relevanz dafür?

Und wie Distributionen das Nennen ist ihre Sache, nicht die von GNOME.

— isch · 7. September 2014, 23:37

Ob es von GTK2 auf GTK3 portiert wurde oder das neuentwickelt wurde hat jetzt genau welche Relevanz dafür?
Es würde bedeuten, dass Fallback technisch durchaus etwas mit Gnome 2 zu tun hat, weil es eben nicht immer schon GTK3 war, sondern früher schon mal als Gnome-2-Panel bekannt war.
Ein rotes Haus auf einem roten Fundament, das abgetragen und auf ein neues, blaues Fundament gestellt wird, und dann auch noch blau gestrichen wird, ist trotzdem immer noch dasselbe Haus.

wie Distributionen das Nennen ist ihre Sache, nicht die von GNOME.
Eben. Wie Gnome es nennt hat wenig Relevanz, wenn Distributionen es umbenennen.

Pinguinzubehör · 8. September 2014, 00:41

Was für eine müsige Diskussion, ob da jetzt einzelne Details im Artikel nicht 100% stimmen, ist doch korinthenkackerei und spielt für den Inhalt keine Rolle.

Zumal ich finde das dieser Artikel ein “Pro Gnome3” Artikel ist. Wenn man diesen als “Bashing” empfindet ist da wohl eine tiefe “Liebe” verletzt worden, weil er nicht euphorisch den Desktop in den Himmel lobt.

Letztlich zählt doch der Artikel die positiven Seiten von gnome auf und sagt auch ganz klar, dass Gnome 3 ein gutes Konzept ist, aber benennt auch die Probleme die viele damit haben und welche dazu geführt haben, dass es heute leider mehr (relevante) Desktops gibt als noch vor fünf Jahren.

Aber an dieser Diskussion sieht man auch den Grund für das Drama von Gnome. Andere Meinungen werden ignoriert oder sogar aggressiv bekämpft. Das Konzept von gnome3 ist der einzige wahre Gral, jede Kritik ist Gotteslästerung und wer damit nicht zurecht kommt, ist dumm und Unfähig.

Nee, Danke, so gewinnt man keine Freunde, da ist sogar das Ubuntu Umfeld offener.

— struppi · 8. September 2014, 11:35

Grad vorhin habe ich das entdeckt:
https://forum.manjaro.org/index.php?topic=14971.0

Bei Manajaro muss man die Desktopoberfläche auswählen und wenn die Leute die freie Wahl haben sieht man die Tragik der Gnome Shell

— Struppi · 8. September 2014, 16:34

@Normy: Nimm Rennie, soll gegen Übelkeit helfen.

Mint läuft bei mir übrigens sehr stabil… und riecht auch noch sooo frisch.

— tussi · 9. September 2014, 15:20

Ich muss mal ein Lanze für die Gnome-Shell brechen. Ich konnte mich früher gar nicht damit anfreunden. Habe sie die Tage aber mal wieder ausprobiert und war nach ein wenig Konfiguration begeistert.

Aus meiner Sicht sind die Vorteile:

- Technisch sehr ausgereift (das kann Unity w/ Compiz unterbau immer noch nicht von sich behaupten)
- der schönste Linux-Desktop
- sehr flüssig
- innovatives Bedienungskonzept
- versucht den Nutzer zu entlasten
- viele Extension

Nachteile:

- hohe Einstiegshürde
- man muss viel konfigurieren, bis die Gnome Shell funktioniert, wie man sie haben will.

Rockiger · 10. September 2014, 21:17

Seite Gnome 3 ist ein produktives Arbeiten fast nicht mehr moeglich, zumindest in meinem Umfeld (Umstaendlich, instabil und mit jeder Version kommen neue Ueberraschungen bzw. Beschneidungen dazu). Fast alle in unserer Arbeitsgruppe sind auf Alternativen umgestiegen. Und ich werde nach diesem Post umsteigen.

Mir ist aufgefallen, dass fast alle anderen Desktoper fuer alle sichtbar ein Forum zu Diskussion anbieten, ausser die Gnomer. Fuer mich sind die Gnomer sowas wie die Reinkarnation des Real-Kommunismus: wer nicht gluecklich sein will, der wird eben gluecklich gemacht!

— Franz Müller · 10. März 2015, 07:37

Ich liebe Gnome 3. Ich nutzte nun ein Jahr KDE, weil ich Probleme mit der Grafikkarte hatte und habe gestern wieder Zeit und Nerven gefunden, mich darum zu kümmern. (Ich bin kein Schüler/Student mehr, deswegen habe ich nicht unendlich Zeit.)

Gnome 3 macht es einfach und schön, Ordnung zu halten. Eigentlich jeder Desktop erlaubt mehrere Desktops. Das ist eine Standardsfunktionalität seit vielen Jahren. Aber wirklich nutzbar ist sie nur bei Gnome 3. Ich will mir nicht merken, auf welchem Desktop ich bin und wohin ich springen muss. In KDE war es jedes Mal ein Krampf. Undurchsichtig war auch, warum er welchen Desktop beim KDE-Start im Vordergrund hatte. Gnome 3 hat es erstklassig umgesetzt. Es gibt theoretisch unendliche viele Desktops. Mit STRG+ALT+[nach unten] springt man auf den nächsten, der ad hoc erstellt wird, wenn er noch nicht existiert. Das Verschieben von offenen Fenstern auf die einzelnen Desktops geht auch herrlich einfach. Windows-Taste drücken und schon ist man im anderen Modus man kann die Fenster des aktuellen Desktops frei disponieren.

KDE schmiss ich gestern sofort von der Platte, nachdem ich Gnome wieder hingebogen hatte. Es war wirklich schrecklich. Ich kenne noch KDE 2; das war ein schöner, einfach zu bedienendendes Desktop-System, das für damalige Verhältnisse eine Menge bot. Aber das heutige KDE ist doch ein Schatten früherer Tage. Ständig blinkt es irgendwo. Nach jedem Start hatte ich eine Fenster offen; da ging es um Ressourcen/Arkonadi… irgend so ein Käse stand da drin. Hat mich nie interessiert, sondern nur gestört, nur fand ich leider keine Zeit, diesen Unsinn zu beheben.

Couponschneider · 28. Oktober 2016, 22:39

(anonymes Kommentieren möglich,
es gibt keine Pflichtfelder!)
Textile-Hilfe für Formatierungen
 

Anzeige